Nachrüstung Zugmaul zivil

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Pettersson
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Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von Pettersson » Di 21. Aug 2018, 22:30

Hallo zusammen,
ich komme jetzt in die Verlegenheit, das mit meinem KAT 6x6 ein kleiner Anhänger gezogen werden soll.
Zum einen fehlt mir eine ziviles Zugmaul, also falls jemand eines hat, gerne anbieten, ansonsten versuche ich mein Glück in den üblichen Portalen.

Aber viel mehr Sorge machte mir, das in meinem Fahrzeugschein keine Anhängelast eingetragen ist, um das zu erreichen benötigt der TÜV eine Bestätigung vom Hersteller. Hatte einer von Euch auch schon mal diese Problematik oder hat eine solche Herstellerbestätigung ?

Viele Grüße,
Björn

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A N D R E A S
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von A N D R E A S » Di 21. Aug 2018, 22:46

Einträge müßten unter O.1 und O.2 stehen (bei meinem 6x6 20,3to/3to). Evtl. hilft das alte Datenblatt von der Bundeswehr, das der Käufer von der Vebeg erhalten hat.

Ein Anhalt kann auch die Eintragung auf dem Schild der NATO-Kupplung sein, denn der Kat muß ja min. diese Werte ziehen können. Such dir einen Blaukittel und red mit ihm.
Die Zentrale Kraftfahrstelle der Bundeswehr in Mönchengladbach kann helfen, ob sie will?
A N D R E A S

AndreasE
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von AndreasE » Mi 22. Aug 2018, 12:16

Es kommt manchmal vor, daß ein (Zwischen)vorbesitzer den KAT zwar zugelassen hat, aber der zuständige Bearbeiter diese Werte nicht von der Datenbestätigung der Bundeswehr abgeschrieben hat. Damit "fehlt" der Wert in den Papieren für den Nachfolgebesitzer.

Ich würde einfach das Handbuch mitnehmen.
In der Beschreibungs- und Bedienungsanleitung TDv 2320/047-12 für den KAT 6x6 Pritsche stehen die Werte des Herstellers drinnen.
Sollten die 20,6 to Standardanhängelast nicht ausreichen, kannst Du von MAN eine Freigabe bis 24to bekommen (Abhängig von der Seriennummer deines Fahrgestells)

LG,
Andy
KAT6x6a.JPG
KAT6x6b.JPG

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Pettersson
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von Pettersson » Mi 22. Aug 2018, 23:25

Danke für das erste Feedback !
O.1 und O.2 sind im Fahrzeugschein tatsächlich leer.
Ich werde mal mit der TDV beim TÜV vorbeigehen ... aber der TÜV bei mir am Ort ist "anstrengend" denke der will irgendein Schreiben von MAN sehen, das explizit das ausweist...

Hatte heute auch schon mit Powerkat dazu gechattet ... und er hatte auch noch eine Idee, die ich mit dem TÜV besprechen könnte.

Ich versuche es dennoch mal.... und werde berichten.
Gruß,
Björn

AndreasE
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von AndreasE » Mi 22. Aug 2018, 23:42

Wenn du die Anhängelast nicht ändern willst: Ruf einfach bei MAN an und ersuche sie um das entsprechende bestätigende Schriftstück.
Alternativ kann der TÜV Mitarbeiter internen Einblick in die ABE (B247) des KAT 6x6 nehmen, die sein eigener Verein vor 40 Jahren erstellte. Da stehen die gewünschten Zahlen auch drinnen.

LG, Andy

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Powerkat
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von Powerkat » Di 11. Sep 2018, 16:53

Zum näheren erklären der Umstände um weitere Gedanken zu ersparen : man darf hier eine Aussage nicht vergessen werden ,welche alle Gedankengänge zum normalen Ablauf zunichte machen !:
Die hier benötigte Kupplung kommt nicht an den orginalen Hauptrahmen /Schlußtraverse ! das wäre ja zu einfach ,Abe, div. Datenblätter der 6x6 Familie haben wir ,nutzen hier aber nichts ! das Fahrzeug bekam für den Wohnaufbau mit mächtigem Überhang eine eigene fest verschweißte Rahmenverlängerung , ich würde mal sagen mehr als einen Meter ! aus einer Vierkantrohrronstruktion ! an der neuen Schlußtraverse wurde eine klassische Rangierkupplung angeschraubt , welche sich auch für div. Bergungen und Schleppstangenfahrten bewährt hat und welcher ich im gegensatz zu mancher Anhängekupplung an div. Weißwarewohnmobilen auch mehr zumute , jedoch passt auf dieses einfache Vierlochbild im Vierkantrohr weder eine klassische Anhängekupplung ,noch wird das Rohr hier verstärkt sein .
Dazu wird einem seriösen Tüv Mann die Aussage bzw. div. Datenblätter nicht genügen hier sein OK zu geben einfach wieder Anhänger zu ziehen ...dadurch das die Krafteinleitende Stelle nun wesentlich weiter nach hinten gerückt ist verhalten sich ja nun die Kräfte rings um das Fahrzeug kompl. neu , denke jeder seriöse Tüv Mensch will mind. eine Einschätzung von MAN auf das Fahr,brems,Lenkverhalten mit derart Überhang im Anhängerbetrieb , wenn die nun fragen wo den die Kupplung angebaut werden soll und erfahren das ihr Rahmen relativ einfach derart verlängert wurde mittels "Welt-Wald-Vierkantrohr " werden sie vermutlich jegliche weiteren Bemühungen und Komunikation höflich einstellen ....
Ich denke als höchstes der Gefühle wird ein kooperativer Tüv Mensch hier vieleicht sagen : naja , früher durfte er 20 to. Ziehen , da wird er bei dieser eigentlich ordentlichen Verarbeitung wohl 1-2 to. verkraften das können die größeren leichten Wohnmobilüberhänge mit ihren kleinen Rahmenprofilen auch ,und nickt es gefällig ab ....mehr wird hier kaum machbar sein ....
Marcel
http://www.kley-mobile-werkstatt.de
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von AndreasE » Mi 12. Sep 2018, 04:45

Powerkat hat geschrieben:
Di 11. Sep 2018, 16:53
Die hier benötigte Kupplung kommt nicht an den orginalen Hauptrahmen /Schlußtraverse ! das wäre ja zu einfach ,Abe, div. Datenblätter der 6x6 Familie haben wir ,nutzen hier aber nichts ! das Fahrzeug bekam für den Wohnaufbau mit mächtigem Überhang eine eigene fest verschweißte Rahmenverlängerung , ich würde mal sagen mehr als einen Meter ! aus einer Vierkantrohrronstruktion !
Die Info wäre schon bei der Eröffnung des Threads von Björn hilfreich gewesen, da die meisten mohl kaum das Fahrzeug direkt kennen. Damit sind die angebotenen Informationen und empfohlenen Schritte in der Tat hinfällig.

LG, Andy

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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von ALu » Mi 12. Sep 2018, 05:27

Ist das das ehemalige Fahrzeug von Christof, Schwesterfahrzeug von dem von Peter Kapschefsky?
Gruß

Andreas

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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 12. Sep 2018, 05:40

Hallo,

man kann sich behelfen.

Es gibt Verlängerungsanhängekupplungen.

Für Fahrzeuge, die nachträglich einen Heckkran bekommen,
schraubt man in den originalen EQT die 40 mm Bolzenkupplung.
Dann steckt man von hinten die Verlängerungskupplung ein, und verriegelt sie.
Die Verlängerungskupplung hat dann eine Gleithülse im hinteren (neuen) EQT.

Üblicherweise werden die Anhängelasten nicht reduziert.
Wenn es ein mäkeliger Prüfer ist,
kann man noch zwei Diagonalkreuze einschweißen.

So müsste es klappen.




Verlängerungskupplung.jpg
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Ringfeder_Verlängerungskupplung.jpg

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pshtw
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von pshtw » Mi 12. Sep 2018, 11:26

Moin,
Cool was ist alles so gibt....
Aber:
Hättest du da nicht Angst dass die seitlich auftretenden Kräfte den verlängerten Rahmen malträtieren? Der wird ja von Haus aus nur dafür ausgelegt sein dass das Schlafzimmer nicht runterfällt....
Gruß
Peter
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 12. Sep 2018, 17:29

Hallo,

die Hauptkräfte entstehen beim Bremsen eines Anhängers mit defekter Bremse,
oder beim Anfahren eines Anhängers mit blockierter Bremse.

Beim Anfahren ist es quasi eine Kette.
Da sind die Querkräfte egal.
Bleibt das Bremsen.
Die seitlichen Haltekräfte ergeben sich aus den Imperfektionen vom Anbau,
und den Haltekräften aufgrund Ausknickens.
Diese Kräfte sind aber gering.
Ich erinnere mich da an die Worte meines Professors für Baustoffkunde:
"Wenn Sie eine Wand abdrücken, stellen Sie eine Hilfskraft auf eine Leiter,
und mit einem Ausleger verhindert derjenige das Ausknicken unter Last."
Daß die Querkräfte gering sind, weiß auch Ringfeder.
Man beachte die Anbauanleitung.
Da ist als Halter für die Führungshülse einfach ein Blech aufgeschraubt.

Die Rahmenverlängerung ist ja quasi ein Parallelogramm.
Um das auszusteifen kann man die o.g. Diagonalen einschweißen.

Dann ist alles hübsch.

Einzig die Stützlast müsste man nachweisen.
Dazu braucht man ein Foto von der Rahmenverlängerung und Maßangaben.
Der Nachweis ist ja dann einfach:
Stützlast x Rahmenverlängerung = Moment
Sigma = Moment / Widerstandsmoment
Die Schweißnahtspannung (unter Berücksichtigung von Gamma) muß kleiner als 355 N/mm² sein.

Es kann sein, daß Zentralachsanhänger nicht gefahren werden dürfen.
Aber das kann man ja berechnen.



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Pettersson
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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von Pettersson » Mi 12. Sep 2018, 21:56

@Andreas: Ja das ist der KAT von Christof mit dem ich nun seid sechs Jahren unterwegs bin
@all, sorry das mit der Rahmenverlängerung hätte ich erwähnen soll

Bin noch nicht viel weiter, aber das Ziel bleibt ... ich möchte eine Möglichkeit finden einen Bootstrailer zu ziehen ... 2t reichen dafür...
Die Variante eines UFS mit Kugelkopf Kupplung erscheint aktuell am vielversprechendsten ...

Gruß,
Björn

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Re: Nachrüstung Zugmaul zivil

Beitrag von 4x4-6x6 » Sa 15. Sep 2018, 01:22

Hallo,

ich nehme mal an, daß der UFS an die Rahmenverlängerung angebaut werden soll.

Dann müsste man auch wieder die Rahmenverlängerung berechnen.

Da wäre es einfacher eine AHK an den originalen EQT zu schrauben,
und eine Verlängerung einzustecken.

Verzichtet man auf eine Stützlast, braucht man gar nichts berechnen.



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