Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

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D-Platoon
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Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von D-Platoon » Mi 21. Feb 2018, 11:20

Hallo zusammen,

mein Kleiner steht gerade in seinem Winterquartier und ist seit Dezember nicht mehr gelaufen. Sprich ich sollte mal wieder nach den Batterieen schauen.
Aktuell habe ich nur ein uraltes (~40Jahre) 6/12V Ladegerät, welches von Erhaltungsladungsfunktion ect. natürlich noch nie was gehört hat.
Also muss ein Neues her! Direkt mal hier im Forum gesucht und den umfangreichen Beitrag von Marcel gefunden (danke für die ausführliche Aufklärung).
http://kat-forum.de/viewtopic.php?f=20& ... 724#p35161
Das macht absolut alles Sinn, was Marcel da schreibt. Aber ist es auf Dauer nicht sinnvoller, wie Pit ein paar Beiträge zuvor Pit schon schrieb, einen Balancer einzusetzen und so immer "ausgeglichene" Batterieen zu haben? Auch wenn diese nur von der LiMa (unsymetrisch) geladen werden?
Dann könnte man auch mit EINEM Ladegerät auf 24V laden und gut is. Oder habe ich da jetzt einen kapitalen Denkfehler drin?
Denn eigentlich habe ich die Absicht, das Ladegerät nur in Zeiten längeren Stillstandes (wie eben im Winter) an den KAT zu hängen. Ergo werden die Batterieen in der meisten Zeit von der LiMa geladen, und somit unsymetrisch.
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
  • BMW 320d touring, 150PS Bj. 2005
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petra
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von petra » Mi 21. Feb 2018, 14:53

wir haben dafür Erhaltungs-Batterieladegeräte, pro Batterie eins, damit kommen wir
bei den Starterbatterien und auch bei unseren Batterien im WoMo gut zurecht. Und
die sind für kleines Geld zu haben.
Gruß
Petra
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4x4-6x6
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 21. Feb 2018, 17:36

Hallo,

wenn man immer zwei gleiche Batterien in Reihe schaltet, ist das überhaupt kein Problem.

Ich lade meine 2 Volt - Zellen, die ich zu 24 Volt zusammengeschlossen habe,
auch nur mit einem Ladegerät.


...
Batt_Blöcke.jpg

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pit
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von pit » Mi 21. Feb 2018, 22:29

Hallo zusammen,
das Laden mit der Lichtmaschine ist ja nur dann unsymmetrisch, wenn der Ladezustand der in Reihe geschalteten Batterien ungleich ist. Wenn diese regelmäßig einzeln vollgeladen werden, stellt sich keine (große) Ungleichheit ein. Da die Kosten für den Balancer aber in keinem Verhältnis zu denen eines NATO-Block-Batteriepaares stehen, habe ich sowohl CTEK Ladestecker als auch Balancer eingebaut. Alle Gelbatterien, die ich (in unterschiedlichen 24V Fahrzeugen) austauschen musste, sind durch Austrocknen infolge Überladung gestorben. Darüber muss man aber auch nicht lange philosophieren: Messt die Ladespannung an jeder Batterie und entscheidet dann, ob erforderlich oder nicht.

Grüße
Peter
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Filly
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von Filly » Mi 21. Feb 2018, 23:48

Ich habe mir vor vielen Jahren den Balancer von Philippi gekauft. Weil der relativ teuer ist habe ich ihn mit einem 3 poligen XLR Stecker versehen und sowohl an den Starter Batterien als auch den Koffer Batterien auch einen Stecker gesetzt. So kann ich den Balancer monatlich durchtauschen. Das sollte ausreichen, weil so schnell die Spannungen nicht auseinander gehen.
Es scheint mittlerweile auch no-name Balancer für 30 Euro zu geben, da lohnt sich das mit den Steckern natürlich nicht mehr. Allerdings gleichen die billigen laut Datenblatt nur auf 0,2V genau aus, während der von Philippi auf 0,05V genau ist.
Nachladen tu ich generell mit 24V Ladegeräten. Vor dem Ladevorgang stecke ich immer den Balancer an die Batterien.

Christoph

midlifecrisis
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von midlifecrisis » Do 22. Feb 2018, 02:31

4x4-6x6 hat geschrieben:
Mi 21. Feb 2018, 17:36
Hallo,

wenn man immer zwei gleiche Batterien in Reihe schaltet, ist das überhaupt kein Problem.

Ich lade meine 2 Volt - Zellen, die ich zu 24 Volt zusammengeschlossen habe,
auch nur mit einem Ladegerät.


...

Batt_Blöcke.jpg

Deinen 2V Zellen wäre es am liebsten wenn sie alle einzeln mit 2,xV geladen werden würde. Also theoretisch... praktikabel ist das in deinem Fall nicht.


@Thomas
Kennst du das:
viewtopic.php?f=20&t=3773

Marcel hat es ja achon ganz gut erklärt.
Die 12V Blöcke wollen lieber einzeln geladen werden als in Reihe. Intern bestehen die 12V "Batterien" aus 6 x 2V "Zellen". Eigentlich wollen sogar die lieber einzeln an 2,xV hängen - das gwht aber nicht bei geschlossenen Batterien.

Warum?
Die Zellen sind NIE gleich. Somit liegt NIE an jeder Zelle der gleiche Anteil der 12,xV an. Dadurch driftwn die Zellen immer weiter auseinander - bis die erste stirbt.

Durch das laden von 2 x12V Batterie in Reihe an einem 24V Ladegerät machst du dass nur noch schlimmer. Das ist - ohne Balancer - völlig falsch.

Ich bin inzwischen von folgender Vorgehensweise überzeugt:

Die CETEC Ladegeräte kann ich auch empfehlen. Kannte bisher auch nur die Blechkisten mit 100KG Kupfer drin. Inzwischen lade ich vom Rasenmäher bis zum KAT alles damit und lass gerade im Winter jedes Fahrzeug mal dran hängen.

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egn
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von egn » Do 22. Feb 2018, 07:32

Ich betreibe meine 12 V Batterien schon immer mit Balancer. Das geht sogar so weit, dass ich bisher auf einen DC Wandler 24/12 verzichtet habe und die 12 V in der Mitte entnehme. Das hat mehr als 10 Jahre problemlos funktioniert.

Nach dem Umstieg auf LiFePO4 und Entfernung der letzten 12 V Batterien im Aufbau werden dann auch einige Balancer zum Verkauf stehen. Das kann aber einige Wochen dauern.
Gruß Emil

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D-Platoon
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von D-Platoon » Do 22. Feb 2018, 11:12

Super, vielen Dank für eure Empfehlungen!
Dann steht fest, ein Balancer kommt rein. Emil, du bekommst gleich noch ne Mail von mir.

@ Pit: Macht soweit Sinn! Wenn ich es jetzt aber vergesse (oder zu faul bin), immer mal wieder die Batterien einzeln zu laden (ist ja im Sommer prinzipiell nicht nötig, da das Fahrzeug ja regelmäßig bewegt wird), hätte ich doch mit einem Balancer keinen Handlungsbedarf, oder?

@ Markus: Deinen Thread hatte ich auch schon durchgelesen. Habe ich es richtig verstanden, dass du jede Batterie einzeln mit jeweils einem CTEK lädst? Welches Modell hast du?
CTEK hat ja eine schier unüberschaubare Masse an Geräten, aber im bezahlbaren Bereich nichts, das 12 und 24V gleichzeitig könnte, oder hab ich da was übersehen? Am sympatischsten wäre mir, wenn ich mit eingebautem Balancer direkt an der Schweinenase auf 24V laden könnte.
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von pit » Fr 23. Feb 2018, 18:20

Ja und Nein. Die Batterien werden dann zwar durch den/die Balancer von der Lichtmaschine auf gleichen Ladezustand geladen und damit nicht überladen. Meine AGMs (Optima Red Top als Starterbatterien und Hawker Nato-Blöcke als Versorgungsbatterien) werden bei der geringen Ladespannung der KAT-Lima (bei mir 27,7V) aber nicht ganz voll und mögen das wohl auf die Dauer gar nicht. Daher besser ab und an mal mit AGM-Programm oder BW-Moppel richtig vollmachen, 28,8 bis 30 V, dabei Temperatur im Auge behalten.
Such mal danach, Emil hat das an anderer Stelle super erklärt.

Grüße
Peter
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Sandkater
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von Sandkater » Di 27. Feb 2018, 15:36

Laut Spec. hat der externe Regler 30V Sollspannung.
Daher würde ich den Kabelbaum untersuchen, ob da etwas faul ist.
Die Unterlagen kann sich jeder aus dem Bosch Oldtimerarhiv herunterladen, sollte daher kein Problem sein sie hier zu posten..
Dateianhänge
Generatorregler_0192083.pdf
(30.29 KiB) 51-mal heruntergeladen
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von pit » Di 27. Feb 2018, 16:13

In den Unterlagen steht aber in der Spalte Spannungsregelung auch nur ein Bereich von 27,9....28.5 V genannt...
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holland
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von holland » Mi 28. Feb 2018, 11:37

Hier mal die Daten der EXIDE Blöcke.
nb.jpg
Mit über 27,5V sollte das aber passen, auch wenn 14,4V Ladespannung angegeben sind.

Ich rechne 2,3v Zellenspannung.

Gruß

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egn
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von egn » Do 1. Mär 2018, 07:54

27,5 V ist viel zu niedrig, was zur Sulfatierung der Batterien führt.

Mindestens 28,0 V sollten es schon sein. Selbst dann lohnt es sich die Batterien alle paar Monate mit einem richtigen Ladegerät mit 28,8 V (temperaturkompensiert) zu laden.
Gruß Emil

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holland
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Re: Ladegerät/Balancer/ect. (mal wieder)

Beitrag von holland » Do 1. Mär 2018, 14:54

Hallo
Noch mal das eine oder andere zum Thema.
Ich möchte mich nicht zum Balancer auslassen. Aber mal ein paar Fakten über die Akkus, Laden und Sulfatierung aufbereiten.

Wir haben in dem Bereich ab und an zu tun.
Ev. Ist das eine oder andere ja von Nutzen.

Hallo Emil Natürlich hast du recht 28,0V kann man machen. Das ist auch ein Kompromiss den ich so für mich eingestellt habe. Aber nicht aus hoch wissenschaftlichen Gesichtspunkten, sonder ganz einfach weil man mit 2,35V = 28,2V ein gutes Stück Reserve zu den 2,4V = 28,8V Zellenspannung hat.

Bild unten: Laderegler mit Überspannungsschutz.
IMAG2182.jpg

Der Wert von ungefähr 13,8 V also 2,3V Zellenspannung ist die Spannung bei der ein vollgeladener 12V Akku nicht weiter geladen, sondern nur die Selbstentladung ausgeglichen wird (Erhaltungsladen).
Mit dieser Spannung kann er daher sehr lange geladen werden, ohne dass man am Akku Schaden anrichtet. (Geladen in Anführungsstrichen also der Selbstentladung Entgegenwirken)
Bei 2,4 V liegt man knapp unterhalb der Gasungsspannung. Da diese sehr stark temperaturabhängig ist, bleibe ich da ein Stückweit von entfernt. (Das mache ich so “das ist kein muss “) In dem Bereich arbeitet auch jeder intakte Laderegler.
Man bräuchte eine temperaturabhängige Spannungsreglung, bei der die Bordnetzspannung an die Gasungsspannung aufgrund externer Einflüsse angepasst wird.

Akkus sollen einmal im Monat mit einem Geeigneten Ladegerät einem vollen Ladezyklus unterzogen werden. Da über das Bordnetz keine voll Ladung erreicht wird.
Das Korrekte Laden wirkt der Bildung zu großer Sulfatkristalle entgegen. Wie die Akkus geladen werden müssen sollte ja klar sein.

Was kann man gegen die Sulfatierung tun?
Es kommt beim Entladen eines Akkus zur Sulfatbildung. Das kann man schon mal nicht verhindern.

Was beeinflusst nun das entstehen der Sulfate?
Da man das entstehen der Sulfate nicht verhindern kann da er bei der Entladung entsteht, kann man nur die Größe der Sulfat Ablagerung beeinflussen.

1. Beim korrekten Laden werden Kristalle diese zurück gebildet. (Einschränkung: Das klappt nur wenn sie nicht zu groß sind.)
2. Die Bildung große Kristalle wird begünstigt durch Nichtbenutzung (Selbstentladung)
3. Hohe Endladeströme wirken der Bildung großer Kristalle entgegen.
Es gibt natürlich noch weitaus mehr beeinflussende Faktoren. Aber die drei sollen erst mal langen.

Die Erkenntnis sollte sein ist das man Sulfatkristalle nicht vermeiden kann. Man kann jedoch vorbeugen in dem regelmäßig die kleinen Sulfatkristalle durch einen korrekten Ladezyklus umwandelt, und somit dem entstehen großer Kristalle vorbeugt. Also externes Laden mit geeignetem Ladegerät.
Ladegeräte die Ausgangsspannung der Brückengleichrichter ungefiltert ausgeben sollten vermieden werden das diese zum Ladeende hin Probleme verursachen können. (Übermäßiges überschreiten der Gasungsspannung.

So das mal zur Theorie.
Ich mache mit den Akkus im Auto eigentlich nichts.
Ich lade vor und nach dem Winter wenn die Autos über die Zeit stehen sollte (einzeln geladen).
Oder habe ausgebaute Akkus an einer Konstantspannungsquelle mir 13,8V zum Überwintern.

Zugegeben sind das auch alles keine Wohnmobile.

Ps. Den Laderegler habe ich nur aufbereitet da er eh defekt war. Ansonsten wenn alles io. Ist bringen die es auf die angegebene Spannung.

Gruß

Sascha

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