M1002 Kat II Berger

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luchti
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von luchti » Di 10. Dez 2013, 21:09

WOW ... da fehlen mir schier die Worte ;)
Sehr schön !!!

HugoVogelsang
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Mi 11. Dez 2013, 00:44

Hallo,

Danke für die Blumen, aber das ist bisher (fast) nur Lack. An der Technik muß noch einiges gemacht werden.

Die 'Keile' hinter dem Kran sind Abstützschilder. Sie werden mit dem Kran an der Hecktraverse eingehängt und bohren sich dann durch Rückwärtsfahren oder -ziehen in den Boden. Damit kann man dann auch mitten in der Wüste oder auf einem blanken Acker 40 Tonnen Zugkraft (Winde mit Umlenkung) auf den Boden bringen.
Das kann nicht jeder.

Ohne die Schilder wird ein 20 Tonnen-Fahrzeug so zwischen 8 und 12 Tonnen ins Rutschen kommen.

Gruß Hugo

HugoVogelsang
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Di 17. Dez 2013, 23:45

Hallo,

letztes Wochenende habe ich eine neue Spritpumpe eingebaut. Die alte Pumpe ist ja undicht und zieht entsprechend Luft, was dazu führte, daß der Motor nach kurzer Zeit ausgeht und neu entlüftet werden musste.
Die alte Pumpe ist eine Seitenkanal-Pumpe, die Neue eine Zahnradpumpe. Nenndruck ist 2 bar.
Die Zahnradpumpe hat den Nachteil, daß der Druck so lange steigt, bis der gesamte Volumenstrom durch die gepresst wird. Das zur Kontrolle eingebaute Manometer zeigte in diesem Fall 4 Bar an, also deutlich zuviel. Der Motor würde nach kurzer Zeit den Geist aufgeben.
Dazu kommt, daß bei geschlossenem Wandler, also bei ausgeschalteter Pumpe, der Unterdruck in der Leitung (nach dem Umgehungsventil) bei -0.5 bar lag.
Dazu wird die Zahnradpumpe beim Ansaugen die Luft nicht los.
Nach dem Durchstöbern der Hydraulikkomponenten im Lager, habe ich ein Drosselrückschlagventil statt des Umgehungsventils eingebaut. Das reduziert den Unterdruck in der Leitung schon Mal auf Werte nahe Null. Wenn die Pumpe aber läuft, reichte die Größe der Drosselbohrung nicht, um den Druck deutlich zu senken. Dazu kam das Problem, daß die Luft nun im Kreis läuft, wenn die Leitung trocken gefallen ist.
Ich habe also parallel noch ein Drosselrückschlagventil mit Einstellbarer Drossel eingebaut, und zwar von der Pumpe wieder direkt zurück in den Tank.
Das Ventil hat den Vorteil, das der Rückschlagteil einen öffnungsdruck von ca 2 Bar hat. Damit ist der maximal zul. Druck der Pumpe schon mal abgesichert, auch wenn die Drossel ganz zu ist.
Im Trocken-Ansaugfall, also nach einem leer gefahrenem Tank, kann ich aber die Drossel aufdrehen und die Luft aus Filter und Pumpe direkt in den Tank zurück leiten. Und dann hat die Pumpe auch Druck genug, um den Rest der Kraftstoffleitung zu entlüften.
Mit der neuen Anordnung springt der Motor auf jeden Fall zuverlässig an, und geht auch nicht mehr aus.
Dateianhänge
12_15_Pumpe1.jpg
12_15_Pumpe2.jpg

HugoVogelsang
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Mi 18. Dez 2013, 00:06

Am Montag war ich mit dem Berger dann beim Tanken und im Anschluss für eine kurze Probefahrt auf der Strasse.
Die Leistung ist jetzt nach der Einstellung des Gasgestänges in Ordnung. (Leerlauf bei aktivierter Gaspedalsperre ist etwas niedrig, da muß ich nochmal nachregeln.)
Auf der Strasse mit kaltem Getriebe und kalten Achsen kommt er auf 94 km/h, wo er anfangs gerade mal 70 geschafft hat.
Das ist etwa der Wert, den ich mit dem original-Motor mit dem Fahrgestell vom Marderkat auch erreicht habe.

Die Leistung ist also wieder da und in Ordnung. Aber, ich weiß jetzt auch wieder, warum ich den anderen auf den Mardermotor umgebaut habe. Der Berger wiegt zur Zeit knappe 21 Tonnen, also nur eine Tonne mehr, als der Marderkat. Der Marderkat fährt aber deutlich flotter. Der Unterschied zwischen 440 KW und 265 KW, oder zwischen 22 und 12.5 KW pro Tonne.

Bei Gelegenheit werde ich wohl noch ein wenig an der Pumpe drehen.

Zum Tüv kann ich allerdings frühestens in der 2.KW 2014.

Gruß Hugo

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Do 13. Feb 2014, 01:58

Hallo,

Diese Woche war ich beim Tüv. Insgesamt sehr gut verlaufen.
Der amtlich annerkannte SACHverständige hat mit mir die eine oder andere Lösung für die anstehenden Knackpunkte gesucht (Fahrzeugart, zul. Gesamtgewicht, Anhängelast und Erstzulassungsdatum.)
Nach den Typenschildern ist das Fahrzeug im Januar 1984 gebaut und ausgeliefert worden. Wenn es aber keine Papiere und kein Erstzulassungsdatum gibt, ist es bei den Zulassungsstellen üblich, den 01.07 des Baujahres als Erstzulassung einzutragen. Damit müßte ich aber noch bis zur Jahresmitte warten, bis ich ihn als H zulassen kann.....
Er bespricht das mit den zuständigen Stellen.

Fahrzeugtyp: Ich habe die freie Auswahl. Selbstfahrende Arbeitsmaschine oder Bergefahrzeug.
Die selbstfahrende Arbeitsmaschine wäre steuer- und mautfrei, aber sie darf nur Systemunterstützende Anhänger ziehen, was mir nicht reicht.
Und das Bergefahrzeug ist nach dem Verzeichnis der Schlüsselnummern kein So.KFZ, sondern eine LKW-Unterart, und damit bin ich wieder bei Maut und Sonntagsfahrverbot dabei.
Wir suchen also eine Möglichkeit der Zulassung als sonstiges Kraftfahrzeug, um die Vorteile von Mautfreiheit, Befreiung von Lenk und Ruhezeiten und vom Sonntagsfahrverbot mit dem unbeschränkten Anhängerbetrieb zu kombinieren.
Das Gesamtgewicht könnte ich auf 32 Tonnen eingetragen bekommen, (ohne Geschwindigkeitsbegrenzung stehen im Datenblatt nur 22 Tonnen, und das wiegt er schon, wenn er fertig ausgerüstet ist, ohne Reserve-Mardermotor und Zusatz-Reservereifen.) 24 Tonnen würden mir reichen, wobei ich dann aber mit angehängter Bergelast nicht auf die Strasse kann. Und bei H-Zulassung wäre ja das Gesamtgewicht steuerlich ohne Einfluss.

Als Anhängelast werde ich vermutlich 18 Tonnen eingetragen bekommen. Im Datenblatt stehen zwar 85000 LBS, ca 39500kg, aber das sprengt natürlich das zulässige Zuggewicht von 40 Tonnen, und ist auch mit dem D-Wert von 130 KN nicht vereinbar.

Um den Fahrtenschreiber, den das Fahrzeug serienmäßig nicht hat, werde ich nicht herumkommen. Ich hatte mir ja auch schon ein Gerät für den Radioschacht besorgt. Allerdings braucht das noch einen speziellen Geber und eine Anpassung zwischen Fahrtenschreiber und Tacho. Scheinbar ist das aber kein Problem für meine Werkstatt vor Ort, die einen Fahrtenschreiber-Service haben. Wahrscheinlich ist dieses Problem bis zum Wochenende gegessen.

Mal sehen, wann ich ihm ein Nummernschild dranschrauben kann.

Gruß Hugo

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cguenther
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von cguenther » Do 13. Feb 2014, 11:01

HugoVogelsang hat geschrieben:Und das Bergefahrzeug ist nach dem Verzeichnis der Schlüsselnummern kein So.KFZ, sondern eine LKW-Unterart, und damit bin ich wieder bei Maut und Sonntagsfahrverbot dabei.
Wir suchen also eine Möglichkeit der Zulassung als sonstiges Kraftfahrzeug, um die Vorteile von Mautfreiheit, Befreiung von Lenk und Ruhezeiten und vom Sonntagsfahrverbot mit dem unbeschränkten Anhängerbetrieb zu kombinieren.
Moin Hugo,

was ist mit der Einstufung als So.KFZ Pannenhilfsfahrzeug? Nach aktueller Systematik des KBA Schlüsselnummern J: 18, (4) 2900. SO.KFZ PANNENHILFE.

m.W. brauchts hierzu ein paar Ausrüstungsgegenstände wie Seile, Absicherung, Betriebsmittel etc. die sich aber (zumindest für die TÜV-Vorführung) locker unterbringen lassen sollten. Details kenne ich nicht, hierzu sollte dein TÜV Unterlagen haben (analog Werktisch/Schraubstock bei So.KFZ Werkstattfahrzeug etc..)

LG
Carsten

PS. vgl. http://www.kba.de/cln_031/nn_1041984/Sh ... 06_pdf.pdf, Seite 67.

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von A N D R E A S » Do 13. Feb 2014, 11:31

HugoVogelsang hat geschrieben: ...
Um den Fahrtenschreiber, den das Fahrzeug serienmäßig nicht hat, werde ich nicht herumkommen. Ich hatte mir ja auch schon ein Gerät für den Radioschacht besorgt. Allerdings braucht das noch einen speziellen Geber und eine Anpassung zwischen Fahrtenschreiber und Tacho. Scheinbar ist das aber kein Problem für meine Werkstatt vor Ort, die einen Fahrtenschreiber-Service haben. Wahrscheinlich ist dieses Problem bis zum Wochenende gegessen.
...
Gruß Hugo
Hallo Hugo,

ein Fahrzeug mit H-Zulassung für private Zwecke benötigt doch keinen Fahrtenschreiber. Nur wenn er gewerblich genutzt wird. Vorschriften dazu kann ich Dir schicken.
A N D R E A S

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von cguenther » Do 13. Feb 2014, 12:21

Hallo,

hier meine ich, dass alle KFZ über 3.5 t zul. Ges.Gew. gemäß StVZO einen Fahrtenschreiber haben müssen. Anders siehts da jetzt mit der Eichung bzw. Benutzung aus. Es reicht also, wenn er vorhanden ist, da steht nix von Nutzen. Anders herum: Hast Du einen analogen FS und eine Blindscheibe drin, kann Dir auch niemend etwas wollen, wiel Du den FS ja nicht nutzen musst. Ich weiss nicht, wie es mit digitalen FS aussieht. Hier kann es m.E. durchaus sein, dass - obwohl die Nutzung nicht erforderlich ist - der Speicher durchaus ausgelesen werden kann, um z.B. herauszufinden, ob Du zu schnell warst.

... just my 2 cent, ohne gewähr.

LG
Carsten

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von A N D R E A S » Do 13. Feb 2014, 12:24

Die Ausnahme für Oldtimer-LKW steht in einer EU-Richtlinie, auf die sich die dt. Gesetzgebung bezieht.
A N D R E A S

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Do 13. Feb 2014, 14:47

Hallo,

Es ist zwischen Fahrtenschreiber und Eg-Kontrollgerät zu unterscheiden.
Einen Fahrtenschreiber braucht alles über 7.5 Tonnen. Ausnahme gibt es nur für Bw, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Fahrzeuge, die auf kleinen Inseln fahren. Da hilft auch Kein H-Kennzeichen.
EG-Kontrollgerät hängt von der Verwendung ab.

Aber das ist wie gesagt auch kein Problem mehr.

Und auf das So.Kfz finden wir auch einen Dreh, es stand nur kein passendes in der Standartliste. Die TÜV Prüfer Werden eben auch zunehmend kontrolliert und klären Ausnahmen lieber mit der Zentrale ab.

Gruß Hugo

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von A N D R E A S » Do 13. Feb 2014, 14:51

Zu den Regeln schaut mal hier.
A N D R E A S

AndreasE
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von AndreasE » Do 13. Feb 2014, 15:40

HugoVogelsang hat geschrieben: Einen Fahrtenschreiber braucht alles über 7.5 Tonnen. Ausnahme gibt es nur für Bw, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Fahrzeuge, die auf kleinen Inseln fahren. Da hilft auch Kein H-Kennzeichen.
Hugo,
bei uns in Österreich (auch ein EU-Inland :-) ) gilt der erste Teil deines Satzes auch, aber H-Kennzeichen ist explizit ausgenommen. Auch bei LKW (mein 8x8 ist als N3G historisch zugelassen)
Dafür gilt ganz normal die 120 Tage/Jahr Beschränkung und das führen eines Fahrtenbuches zum Nachweis, daß dieses Limit nicht überschritten wird.

LG,
Andy

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von kmfrank » Do 13. Feb 2014, 17:50

HugoVogelsang hat geschrieben:
Fahrzeugtyp: Ich habe die freie Auswahl. Selbstfahrende Arbeitsmaschine oder Bergefahrzeug.
Die selbstfahrende Arbeitsmaschine wäre steuer- und mautfrei, aber sie darf nur Systemunterstützende Anhänger ziehen, was mir nicht reicht.
Gruß Hugo
Hallo Hugo, hallo Zusammen,

was bedeutet Systemunterstützende Anhänger?
Was fehlt Dir im speziellen?

Was wäre mit einem Rallybegeleitfahrzeug?
Liebe Grüße
Michael

AndreasE
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von AndreasE » Do 13. Feb 2014, 18:49

kmfrank hat geschrieben:Hallo Hugo, hallo Zusammen,
was bedeutet Systemunterstützende Anhänger?
Wenn Du einen großen Kranwagen hast und deine Ausleger oder das Gegengewicht am Hänger hinterherziehst.
Liebe Grüße,
Andy

kmfrank
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von kmfrank » Do 13. Feb 2014, 20:27

Danke Andy,

sowas habe ich befürchtet :?
Liebe Grüße
Michael

HugoVogelsang
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Fr 14. Feb 2014, 11:27

Hallo,

Zum Rallye-Begleitfahrzeug.
Wenn man das ernst nimmt, als Fahrzeugtyp, dann könnte mir jede Verkehrskontrolle ans Bein pinkeln, weil ich gerade nicht auf dem Weg von oder zu einer Rallye bin.
(Nimmt anscheinend keiner Ernst, aber ich mag solche offensichtlichen Wiedersprüche nicht.)

Und auch das Rallybegleitfahrzeug ist ein sonstiges KFZ, das nicht offiziell in der Liste steht, sondern unter sonstige sonstige beschrieben werden muss.

Gruß Hugo

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von Klaus » Fr 14. Feb 2014, 11:44

http://www.kba.de/cln_031/nn_1197930/Sh ... _pdf.pdf

Hier mal die Liste des Schlüßelnr.KBA

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von A N D R E A S » Fr 14. Feb 2014, 11:50

Nee Hugo,

die Rennleitung kann dir nicht ans Bein ...

denn wir reden über den Fahrzeugtyp, d.h. aber nicht, daß er "auch NUR SO benutzt werden darf"!

Ein Leichenwagen darf ja auch "ohne" fahren. Ein ADAC-Abschlepper darf auch bei McDoof vorbei und Essen holen.
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holland
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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von holland » Fr 14. Feb 2014, 12:36

Moin
Wir Fahren einen "DA1" Schlepper auf grüner Nr. Ohne Schreiber.
Mit und ohne Anhänger. (Systemunterstützende Anhänger)
Wenn man damit in einer Kontrolle ist, hat man die Beweislast (Von wegen ans Bein Pinkeln) das nervt.
Der MAN hat einen geeichten Tacho. Das hat zwei Gründe.
1. Ich habe keine Lust auf die ewigen Diskusionen. (Auch wenn ich alle wichtigen Paragraphen mitführe)
2. Gewerbliche Fahrten.
Die Tachoprüfung kostet um die 150,- €. Egal ob Mechanisch oder Elektronisch. Das ist mir der ganze Ärger nicht mehr wert.

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von KAT I » Fr 14. Feb 2014, 13:36

Das "Rallyebegleitfahrzeug" (das ist mein Steyr) scheint eine Spielart des "Service-Fahrzeug für Motorsportveranstaltungen" (das ist mein KAT), und beide eine Unterart des "Werkstattwagens" (steht oben im Steyr- und KAT-Fahrzeugschein) zu sein.
Bei beiden Varianten muss ich keine Werkstattausrüstung dabei haben, sagt mein TÜV. Das Sonntagsfahrverbot gilt nicht. Ich darf damit auch die österreichischen Autobahnen (v.a. Inntal) benutzen, wann ich will, weil kein LKW. Fahrtenschreiber haben beide, aber kein EU-Kontrollgerät (die dienen ja auch nicht der gewerbsmäßigen Güterbeförderung).
Grüße
Mathias

Gummilager ausbauen ist wie eine Naturgeburt auf dem Aussteigerhof: Pressen, Heulen, Schreien, Bluten, Beten.

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Fr 14. Feb 2014, 21:13

Hallo,

Ihr habt ja recht, mit dem Rallyebegleitfahrzeug. Rechtlich ist das sicher in Ordnung. Ich stör mich ja nur selber an dem Begriff.
Ich hätte halt lieber ein sonstiges sonstiges KFZ, dessen Beschreibung zum Berger paßt.

Der Fahrtenschreiber ist installiert und tut. Der Tacho muß allerdings noch erneuert werden, da er elektrisch nicht zum Fahrtenschreiber passt.
Mein Werkstattmann ist derart an dem Berger interessiert, dass er mich zur Unterstützung ggf. anrufen will, wenn ein LKW mal wieder weiter von der Fahrbahn entfernt liegt. Er will sogar versuchen, ob er eine Schleppgenehmigung für das Fahrzeug bekommt. Das wäre eine echte Gaudi, allerdings müßte ich dann für ein wenig ziviles Bergematerial sorgen.
Und beim Tüv muss ich wohl doch auf 32 t zGG drängen.

Gruß Hugo

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Di 11. Mär 2014, 01:03

Hallo,

Noch nichts neues von der TüV Front, aber deswegen kann man ja zwischendurch ein wenig Spaß haben.
Wir haben für Entwicklungszwecke eine Energie-Jet-Anlage incluxive Rotacut, Pumpe und Schaltschrank in einen Dornier Shelter eingebaut.
Das ganze soll Versuche im Wood-Waste Bereich in England ausprobiert werden, und dann überall zum Einsatz kommen, wo Kunden ggf. von den Vorteilen unserer Technik überzeugt werden sollen.
Das fertige Gerät wiegt alledings 4.2 Tonnen. (Projektiert waren knapp unter 4 Tonnen. Aber es kommen ja immer ein paar Stückchen Eisen dazu.)

Der Kran an unserem FirmenLKW war auf jeden Fall nicht in der Lage, das Ding für einen Fototermin auf- und abzuladen. Da mußte also größeres Gerät ran.

Hier der Kran mit angehängter Last. Bei dem Gewicht und der Ausladung, war das schon ziemlich an der Belastungsgrenze. Der Kran kann bei voller Auslage noch ca 2 Tonen heben. Der Vierachser hat je nach dem, auf welcher Seite die Last hing, schon mal die eine oder andere Stütze in die Luft gestreckt, der Nachteil, wenn man nur 2 Abstützungen hat. Beim Schwenken über das Heck gingen die Hinterachsen auch deutlich in die Federn.

Aktuell ist die elektische Steuerung ja nicht in Betrieb, und keine Hupe hupt, und keine Lampe blinkt, wenn das zulässige Lastmoment überschritten wird. Das der Kran schon ziemlich an der Grenze war, konnte ich auch daran merken, daß der Hauptarm die Last nicht weiter anheben konnte. Die Winde stört das natürlich nicht, die zieht auch am langen Arm ihre 8 Tonnen in die Höhe. Und auch die Ausschübe konnten die Last noch höher schieben, damit ich am Heck über die Bergevorrichtung schwenken konnte.
Dateianhänge
Kran mit Last 1 klein.jpg
Kran mit Last 2 klein.jpg

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Di 11. Mär 2014, 01:23

Es ist auch immer wieder erstaunlich, wie weit sich so dicke Metallstrukturen verformen, wenn sie unter Last kommen. Nachdem die Last abgesetzt war, konnte ich mit der Kranwinde noch ca einen halben Meter Weg nachlassen, ehe die Ketten wirklich schlaff wurden.

Das ist meine zulässige Last in Abhängigkeit von der Ausladung.

Das nächste Bild ist der der Kran aufgerichtet und ausgeschoben. Der Kran hat von der Länge her noch 1 1/2 Elemente mehr in Reserve.

Und so kurz wird er dann, wenn er alle eingezogen hat.
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Kran Lasttabelle.jpg
Kran aufgerichtet ausgefahren klein.jpg
Kran aufgerichtet eingezogen klein.jpg

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Di 11. Mär 2014, 01:30

Hier ist der Kran beim Zusammenfalten. Bevor er ganz klein wird, wird der Kranhaken gesichert.
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Kran einklappen 1 klein.jpg
Kran einklappen 2 klein.jpg

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Re: M1002 Kat II Berger

Beitrag von HugoVogelsang » Di 11. Mär 2014, 01:37

Und so klein ist er wieder, wenn er liegt. Knappe 10 Meter Auslage mit knapp 20 Meter-Tonnen Lastmomoment auf 2,5x0,8x1 Meter zusammengefaltet.

Hat Spass gemacht.

Gruß Hugo
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Kran eingeklappt 1 klein.jpg
Kran eingeklappt 2 klein.jpg

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