Transportunterstützung für die KATzen

alles, was in die obigen Bereiche nicht reinpasst
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egn
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von egn » Di 28. Apr 2015, 10:05

AndreasE hat geschrieben:Es muß ja nicht dauernd der Katschberg mit seinen 27% Steigung auf der B99 Bundesstraße sein. Obwohl, interessant wäre es schon, ob der KAT mit voller Anhängelast bei dieser Steigung und voller Ladung jemals den Wandler zumachen kann. Wenn nicht, wird es nochmals langsamer. Jede Minute stehen bleiben, um das Getriebeöl wieder von der Temperatur runterbringen .....
Eine grobe Berechnung zeigt, dass man für die Mindestgeschwindigkeit von 5 km/h im 1. Gang an einem Hang mit 27 % und einer Masse von 40 t eine Leistung von etwa 190 kW braucht. Bei 5 km/h würde der Motor aber mit 16er Reifen nur etwa 800 U/min machen, und er hat deshalb dort die Leistung gar nicht. Bei Drehzahl mit der maximalen Leistung von etwa 2500 U/min und dann einer Geschwindigkeit von 16 km/h müsste der Motor schon eine Leistung von etwa 600 kW haben um die Fuhre in Schwung zu halten.

Man kann also die Frage ob die WÜK schließt ganz klar mit nein beantworten. Und selbst wenn die beim Einfahren schon geschlossen wäre dann würde die Leistung nicht ausreichen um sie geschlossen zu halten, weil zwangsläufig die Drehzahl und damit die Leistung des Motors sinkt.

Man müsste also tatsächlich mit Wandler fahren und bräuchte einen riesigen Ölkühler. Aber wahrscheinlich reicht die durch fließende Ölmenge gar nicht um die ganze Wärme abzuführen.

Dem KAT fehlt für solche Lasten einfach noch ein Untersetzungsgetriebe. Mit einer Untersetzung von 1:2 und 14er Reifen könntest Du den Berg wahrscheinlich gerade so im Schritttempo hoch kriechen. Übrigens liegt da dann der Spritverbrauch bei etwa 700 l/100km. :mrgreen:
Gruß Emil

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von egn » Di 28. Apr 2015, 10:06

AndreasE hat geschrieben: hat der MarderKat nicht den 22,4lt MTU V6 mit 600 PS und 2060 Nm Drehmoment aus dem Marder?
Uups, ich dachte er meinte den Berger. Beim Marder Kat sieht es natürlich anders aus.
Gruß Emil

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » Di 28. Apr 2015, 10:21

egn hat geschrieben: müsste der Motor schon eine Leistung von etwa 600 kW haben um die Fuhre in Schwung zu halten.
Marcel, können wir mal reden? Ich habe da ein Problem. :D
Übrigens liegt da dann der Spritverbrauch bei etwa 700 l/100km. :mrgreen:
Bei der Menge müßte der Diesel eigentlich zum Teil wieder unverbrannt aus dem Auspuff tropfen. Wenn man diesen auffängt und vorne wieder in den Tank eingießt, läßt sich das sicher optimieren .....

Ok, der Katschberg scheint für meinen Zug gestorben zu sein. Außer, jemand findet einen günstigen Weg den Leo2 Motor in den KAT einzubauen: 48 lt Hubraum, bis zu 2100 PS, 4700 Nm, 2200 kg, 2600 U/min, 2000mm breit). Dann könnte ich ja noch im 4.Gang rauffahren ohne zurückzuschalten. Vom Sound ganz zu schweigen ;) André müsste wohl die ModWSK leicht anpassen ..... ;)

Das wäre schon etwas ganz besonderes, wenn man bergauf am Katschberg mit seinem Zug wegen überschreiten der 70 km/h auf der Landstraße ein Ticket bekommen würde :o

Hugo,
rein aus Interesse. Hast Du dir den Motor schon mal genauer angesehen ? :?:

LG,
Andy

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von egn » Di 28. Apr 2015, 10:41

AndreasE hat geschrieben:
Übrigens liegt da dann der Spritverbrauch bei etwa 700 l/100km. :mrgreen:
Bei der Menge müßte der Diesel eigentlich zum Teil wieder unverbrannt aus dem Auspuff tropfen. Wenn man diesen auffängt und vorne wieder in den Tank eingießt, läßt sich das sicher optimieren .....
Nein, nein, der löst sich schon in Vortrieb und Rauchwolken auf. Da bleibt nichts übrig um es wieder in den Tank zu kippen. :lol:
Ok, der Katschberg scheint für meinen Zug gestorben zu sein. Außer, jemand findet einen günstigen Weg den Leo2 Motor in den KAT einzubauen: 48 lt Hubraum, bis zu 2100 PS, 4700 Nm, 2200 kg, 2600 U/min, 2000mm breit). Dann könnte ich ja noch im 4.Gang rauffahren ohne zurückzuschalten. Vom Sound ganz zu schweigen ;) André müsste wohl die ModWSK leicht anpassen ..... ;)

Das wäre schon etwas ganz besonderes, wenn man bergauf am Katschberg mit seinem Zug wegen überschreiten der 70 km/h auf der Landstraße ein Ticket bekommen würde :o
Tut mir leid, mit nur 2100 PS kannst Du die Blitzer am Katschberg nicht schocken. Denn für 70 km/h bräuchtest Du schon mehr als 2.700 kW an Leistung. Aber zwei von den Leo Motoren würden sicher auf den 8x8 passen. Einer vorne und einer hinten. Das wäre dann der LeoKAT. :mrgreen:
rein aus Interesse. Hast Du dir den Motor schon mal genauer angesehen ? :?:
Andy, muss man sich jetzt Sorgen machen? :? :lol:
Gruß Emil

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von egn » Di 28. Apr 2015, 11:16

Ich habe gerade gesehen, dass der 12-Zylinder-Diesel MTU MB 873 nur 1103 kW (1500 PS) hat.

Da Du die hohe Leistung für 70+ km/h am Katschberg nur relativ kurz brauchst, würde ich dann eher eine Hybrid-Lösung vorschlagen. :lol:

Nur so gut bremsen wie der Leo wirst Du dann nicht können.
Gruß Emil

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der_jens
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von der_jens » Di 28. Apr 2015, 11:33

Hallo miteinander,

ich habe eine Frage zu dem Bild von Andreas:
Bild

Wäre es hier ggf. sinnvoll gewesen, die Räder der letzten Achse zu demontieren und die Bremstrommeln mit Gurten in den Federn hochzuziehen? Dann hätte man die Höhe doch halten können, oder?

Liebe Grüße
Jens
Hochmut kommt vor dem Trecker... ;)

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » Di 28. Apr 2015, 11:56

@Emil,
nein du brauchst Dir keine Sorgen machen :)

Erstens habe ich dazu das Geld nicht. Zweitens, bin ich technisch ca. 2 Lichtjahre von dem notwendigen Wissen entfernt, so etwas umsetzen zu können und drittens bin ich ja ein Originalitätsliebhaber. Ich könnte ja für den Katschberg den fahrtüchtigen 8x8 von dem Anhänger runterholen und vor den ziehenden 8x8 spannen (Das macht die Bahn bei uns mit ihren Lokomotiven auch manchmal). Dann sollte es mit geschlossenem Wandler klappen. Bei der geschätzten Gesamtzuglänge von 33 Meter werde ich vermutlich mit den Herren in Grün in längere Gespräche verwickelt werden (Kennt jemand ein gutes Training zu Verhandlungstechnik?) :D

Die angegebene Motorleistung ist beim Militär zum Schutz vor den Rekruten 1500 PS, bei MTU 1750 PS und mit befreitem Motormanagement galoppieren dann die Pferde. Bei 48 Liter Hubraum wären das dann ca. 44 PS/lt. Das Bestechende an dem Kraftpaket sind die 2200 kg Leergewicht. Die maximale Drehzahl von 2600 U/min ist auch praktisch: Da brauchst Du die Übersetzung des Getriebes nicht verändern wenn der KAT die 90 km/h fahren soll ..... Vielleicht muß man die Kraftübertragungskomponenten ein bißchen anpassen, daß sie den Wegfahrvorgang überleben.


Jens,
das haben wir uns überlegt, aber dann aus zwei Gründen verworfen.
1) Wir hatten keine Spanngurte mit, die diese Zugkraft ausgehalten hätten. Mit normalen Verzurrketten wäre viel Kollateralschaden an der Aufhängung entstanden.
2) Wenn die Räder abmontiert werden, geht die Achse ohne Räder sehr weit runter. Damit wären die Bremstrommeln auf dem Schwanenhals gelegen, was nicht gut ist. Ok, man hätte Holz in der richtigen Konfektion unter den Achskörper geben können. Das Problem wäre jedoch die "Montage" gewesen. Wenn man mit dem KAT nur mit der dritten Achse nach hinten fährt, würde die hintere Achse am vertikalen Teil des Schwanenhals anstoßen. D.h. wir hätten die dritte Achse mit Holz auf die notwendige Höhe bringen müssen. Jedoch, wir wollten ja Höhe verlieren. Dazu kam, daß der Motor nur für ein paar Minuten laufen sollte, ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, was alles da drinnen los war.
Bild

Bild

Liebe Grüße,
Andy

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pshtw
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von pshtw » Di 28. Apr 2015, 13:55

Moin,
Das isn Denkfehler mit der gekröpften Deichsel, die ist nur gefälliger fürs Auge, physikalisch ändert sich nix, da die Anlenkpunkte ja die alten sind.
Hugo hats richtig beschrieben, ich habe mein Zugmaul 20 cm runtergesetzt, seitdem zerrt der einfedernde 20to hänger viel weniger am KAT rum.....Die Anlenkpunkte müssen waagerecht zueiander liegen.
Gruß
Peter
7.AllradBlütenspannerTreffen 10. bis 12. Mai 2019 !!!

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der_jens
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von der_jens » Di 28. Apr 2015, 14:19

Hallo Andreas,

danke für deine ausführliche Antwort!
Hochmut kommt vor dem Trecker... ;)

AndreasE
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » Di 28. Apr 2015, 15:00

pshtw hat geschrieben:Moin,
Das isn Denkfehler mit der gekröpften Deichsel, die ist nur gefälliger fürs Auge, physikalisch ändert sich nix, da die Anlenkpunkte ja die alten sind.
Hugo hats richtig beschrieben, ich habe mein Zugmaul 20 cm runtergesetzt, seitdem zerrt der einfedernde 20to hänger viel weniger am KAT rum.....Die Anlenkpunkte müssen waagerecht zueiander liegen.
Gruß
Peter
Danke Peter,
wieder etwas gelernt - danke dafür.
Erspar ich mir die gekröpfte Deichsel und bleibe bei einer einfachen (aber kürzeren). Da ich im Jahr kaum mehr als 1000km mit dem KAT als Zugfahrzeug fahren werde, sollte das auszuhalten sein. Außerdem: Am Katschberg rauf ist die Deichsel mein geringstes Problem - siehe Emil's Posting dazu :D
LG, Andy

Rainmaster
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von Rainmaster » Di 28. Apr 2015, 21:07

Hallo,
die gekröpfte Deichsel sieht nicht nur gefälliger aus, im Zugmaul sind die Winkel wieder gleichmäßig, was zu einer besseren Fahrbarkeit an Auffahrten, Rampen
etc führt....

Und das mit der Geschwindigkeit, ich würde bevorzugt dann fahren, wenn Überholverbote nicht gelten. :roll: :roll:
Es freut mich,daß ihr das Problem mit der Leistung erkannt habt, Eure Lösungsansätze sind mal wieder - nun ja - Forenspeziefisch :P :lol: :lol: :lol: :lol: .

deshalb mein Lösungsvorschlag:
Zweiter Antriebsstrang auf die Pritsche, incl Kupplung, Getriebe, Wandler...... Das Ganze Paralell angesteuert.
Dann einen Durchtrieb zu den Hinterachsen. Diese werden nur durch den Aufbaumotor angetrieben, der Basismotor geht nur noch auf die Vorderachsen.
Bei Nichtgebrauch könnte man den Aufbaumotor abnehmen.

Vorteile :
640 Ps bei Standartkomponenten
deshalb günstige Anschaffung
Orginalität bleibt weitgehend erhalten - Andreas,ich denk an Dich
Bekannte Komponenten - weder Marcel noch die Blondienen müssten neu angelernt werden :P
Wenn ein System versagt, geht es immer noch weiter. - redundanz
evtl. Möglichkeit nur mit einem Motor fahren - Energie sparen :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Viele Grüße sendet Euch
rainmaster

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Spessarträuber
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von Spessarträuber » Di 28. Apr 2015, 23:03

Find ich klasse, dass das downsizing. Jetzt bei den KATzen engekommen ist. Statt zylinderabschaltun dann eine motorabschaltung bei"teillast" :lol:

HugoVogelsang
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von HugoVogelsang » Di 28. Apr 2015, 23:10

Hallo,

Ja, den Tieflader habe ich mit dem Marderkat gezogen. Den Berger hatte ich damals noch nicht (nur 360 PS)

Also Eng hat mit der Leistung grundsätzlich recht, wobei ich nur auf 150 KW komme. (5 / 3,6 * 0.27 * 400000)
Für den Marderkat mit 440 KW (also 11 KW / t im Zug) käme ich dann auf 14.6 km/h. Überschlägig ist das etwas mehr, als ich im ersten Gang erreichen kann, es müßte also passen. (Wenn ich mal in der Gegend bin, versuche ich mal solo auf 30 km/h zu kommen.)
Andererseits kann ich mit dem Marderkat unter Rallyebedingungen bei 50 bis 70 Prozent Leistung 'stundenlang' im Wandlerbetrieb fahren. Der Ölkühler gibt die Wärme direkt ins Kühlwasser ab, und das ist offensichtlich das bessere Konzept. Hoch komme ich den Pass also zumindest. (runter wird dann schwierig, ohne heißlaufende Bremsen.)

Vom Drehmoment her, ist die Schaltkupplung absolut am Limit. Nachdem ich meine Übersetzung zwischen Motor und Getriebe etwas verkürzt habe, war der MTU in der Lage, die Kupplung im Festbremsversuch (8. Gang, volle Bremse und Vollgas) die Kupplung im Stand durchzudrehen. Kupplungsvernichtung in 20 Sekunden. Vermutlich Rekord.
Und das war schon eine verstärkte Druckplatte.

Also, allein schon der Leo I Motor mit 830 PS ist garantierter Overkill in einem Kat.
Für einen LEO II Motor (vielleicht war's auch ein Motor mit Getriebe) wollte die Vebeg vor ein paar Jahren 1500 Euro Mindestgebot. Ich war versucht, mir zu dem Preis einen in den Garten zu stellen. Zum Glück für den Steuerzahler haben sie dann aber doch 64000 Euro pro Stück gebracht.

Ein 2-Motoren Konzept mit 2 Getrieben dahinter wäre natürlich eine Möglichkeit, um die Leistung ohne Bruch bis auf die Strasse zu bringen. Allerdings auch eine technisch sehr herausfordernde Aufgabe.

Gruß Hugo

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Sandkater
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von Sandkater » Di 28. Apr 2015, 23:18

Du meinst also die Lösung, die auch bei der Ural Schnefräse genutzt wird? Hier kann man sie nach ein wenig nach unten scrollen finden.
Bei der Lösung geht die Welle zwar nach vorn, aber von solchen Kleinigkeiten hat sich hier noch niemand aufhalten lassen.

Peter
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AndreasE
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » So 29. Nov 2015, 03:11

Ich möchte ein kleines Lebenszeichen meines Tiefladers geben:
Er steht räderlos auf Stützen und langsam und gemächlich wird er Stück für Stück hergerichtet.
1.jpg
Die Schweissereien wurden heute abgeschlossen, alle Bremstrommeln wurden abmontiert, um die Bremsen ordentlich reinigen und einstellen zu können. Bei dieser Gelegenheit auch gleich den Rost der Felgen entfernt.
2.jpg
Die Bremstrommeln runterzukriegen war gar nicht so einfach. Um meinen Abzieher ansetzen zu können, habe ich eine alte Felge mit der Flex zerschnitten und einen Teil als Montageplatte für den Abzieher verwendet, damit sich der Abzieher irgendwo reinkrallen kann. Hat mich dann doch erstaunt, daß die Kräfte so groß waren, daß sich die 1cm dicke Stahlplatte verbogen hat.
3.jpg
Und weil heute an meinem Fahrzeug von einem Fachkundigen geschweißt wurde, hab ich mich am Abend überwunden und endlich mal meine ersten Schweiss Gehversuche gemacht. Hab ich Jahre aufgeschoben gehabt.

Meine allerersten Schweißversuche - Tupfer, Klekse, Tropfen. Naht darf man es sowie nicht nennen. Immerhin, ich habe es endlich getan. :-)
7.jpg
Nach einer halben Stunde ging es schon etwas besser (die hintere Naht). Aber ich möchte nicht wissen, was ich da alles falsch gemacht habe.
4.jpg
Nach einer Stunde war Schluß. Hat jedoch Spaß gemacht :-)
6.jpg
Immerhin. Der Bann ist gebrochen. Jetzt fehlen nur mehr ein paar Jahre Praxis und dann bin ich bei Kleinigkeiten doch glatt unabhängig :-)

Liebe Grüße,
Andy

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von BubbaRope.de » So 29. Nov 2015, 14:54

AndreasE hat geschrieben:Irgendwo habe ich es schon erwähnt, daß ich mir vor vielen Wochen einen Tieflader zugelegt habe.
Einfach aus "Vernunft" Überlegungen - wenn man das Wort "Vernunft" hier überhaupt in den Mund nehmen darf. :) ;)

Die Idee dahinter war, einen Tieflader zu finden der die Quadratur des Kreises erfüllt:
Er soll lang genug sein, daß ein 8x8 draufpasst.
Er soll kurz genug sein, daß er auch ohne Ausnahmegenehmigung gefahren werden kann (oder mit, wenn das notwendig sein sollte)
Er sollte in einem halbwegs guten technischen Zustand sein - so daß man ihn gleich verwenden kann.
Er kann ruhig älter sein, damit er günstiger wird.

Und so kam es, daß es ein Müller-Mitteltal T3 Tieflader wurde. 24 Tonnen GG für den Normalfall, 30 Tonnen GG mit Ausnahmegenehmigung (brauche ich nicht). Er ist auch verbreiterbar auf 3m (wo sind die 2900mm breiten KAT's ? :) ). Baujahr ist 1998. Netterweise gleich ein einheimischer Anhänger.

Anyway, gestern war es soweit und Simon und ich haben in einem Nachtritt den Anhänger endlich abgeholt. Hohe Auflösung
Bild

Und weil meine Neugierde so groß war, fuhr ich heute Abend hinaus und versuchte sofort die erste Anprobe. Und siehe da - Glück gehabt, der 8x8 passt recht genau auf die Ladefläche :D :D :D
Ich habe mir auch die Verzurrthematik angesehen, damit recht schnell und einfach ein (KAT) Fahrzeug verzurrt werden kann. Das rauf- und runterfahren geht sehr einfach und damit schnell. Da der 8x8 halbwegs normal draufpasst, möchte ich die Verzurrpunkte am Hänger so plazieren, daß man mit 4 Spannketten und ohne großen Zeitaufwand das Fahrzeug sicher und fest verzurren kann (unter Verwendung der Verladeösen am KAT). Je einfach um so besser - dann verwendet man ihn auch öfter.

Zwei Besonderheiten in diesen Bildern, die für den Test egal waren. Der 12m18 darf den KAT nicht ziehen (max. 10t Anhängelast) und mit der Kabine ist die Fuhre knapp 5 Meter hoch.
Muß mir wohl einen Sticker auf die Scheibe stecken: "Nicht vergessen - Kabine runternehmen!". :D Hohe Auflösung
Bild

Hohe Auflösung
Bild

Ein paar (Pseudo)Vernunftsargumente habe ich mir natürlich auch zurecht gelegt:
1) Man braucht nicht mehr jedes Fahrzeug jedes Jahr zum TÜV bringen, wenn man nur im Gelände fahren will (einfach am Anhänger mitnehmen) und dann halt nächstes Jahr wieder einen TÜV.
2) Man kann ein angemeldetes Fahrzeug ruhen lassen - indem man die Kennzeichen zurücklegt. Will man nur einmal während dieser Zeit am Wochenende kurz ins Gelände, erspart man sich die An/Abmeldung.
3) Wir haben Wechselkennzeichen. Mit dem Anhänger können beide Fahrzeuge mit.
4) Sollte ein Malheur passieren (nicht daß ich das nochmals vorhabe), ist der Rücktransport eine "einfache" Sache. Es könnte ja auch ein technischer Defekt die Ursache sein.
5) Transporterleichterung, falls man mal irgendwo ein nicht zugelassenes Fahrzeug als "Occasion" sieht
6) Da wir ja mittlerweile 3 C+E Führerscheinbesitzer in der Familie haben: Ein LKW mit Anhänger verursacht üblicherweise weniger Maut als 2 LKW.
7) Eine helfende Hand für Freunde, falls sie sich doch zu einem 8x8 entscheiden :-)
8) Wenn das Zugfahrzeug ein WoMo ist, ist man betreff LKW Gebote/Verbote flexibler.

Wie gesagt, ich habe mich redlich bemüht ein paar Gründe zu finden. :) Nächste Woche bekommt er TÜV und dann fängt die Aufhübschung und der Farbwechsel an.

Ob ich dann in der Pension doch ein Transportgewerbe aufmache kann ich mir später noch immer überlegen ..... :)

Liebe Grüße,
Andy

Ich habe keine Ahnung - aber schon ganz viel mich mit Tiefladern auseinandergesetzt und wollte Dir nur mitteilen - alles richtig gemacht! Genau den hätte ich auch gekauft. Absolut super. Da wir so ziemlich den gleichen Einsatzzweck haben - alles perfekt!!! Genau richtig :clap:

Aber ich würde ihn noch olivgrün oder schwarz machen!
Grüße Christoph

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von BubbaRope.de » So 29. Nov 2015, 14:57

Mansfeller hat geschrieben:gratulation andy

ich spiele auch schon mit dem gedanken mir sowas zuzulegen :D
was muß man denn da so ungefähr rechnen? für so ein gutes stück

gruß mirko
Hi Mirko,

kann falsch sein - lt. meiner Recherche 7.000-15.000€ da habe ich mich drauf eingeschossen...dann je nach Zustand....
Ich glaube mit 9.000 biste gut dabei
Grüße Christoph

http://www.bubbarope.de

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » So 29. Nov 2015, 20:37

BubbaRope.de hat geschrieben:kann falsch sein - lt. meiner Recherche 7.000-15.000€ da habe ich mich drauf eingeschossen...dann je nach Zustand....
Ich glaube mit 9.000 biste gut dabei
Mit deiner Schätzung zum Anschaffungspreis kommst Du ganz gut hin. Der Rest hängt davon ab, in welchem Zustand du ihn versetzen möchtest.

Ich kann dir meine Erkenntnisse und meinen gegenwärtigen Plan erzählen:
Die Grundsubstanz ist im wesentlichen gut, aber man konnte auch die 25 Arbeitsjahre sehen
Durch die Länge des Tiefladers (er ist 1,5m länger als die üblichen kurzen) hat vor allem das Verwinden im Baustellen"Gelände" unter Last Spuren hinterlassen. Bei einigen Querträgern zeichneten sich kleine Einrisse ab. Durch den gemischten Baustellenbetrieb und Straßenbetrieb (aufgewirbelte Erde in den Ecken und Nässe/Salz im Winter) hatten sich ein paar Rostnester in Ecken gebildet. Der hintere Querträger hatte am meisten abbekommen. Das Holz war auf ein paar qm nicht mehr in Ordnung, ansonsten ok. Die seitlichen Aussteller um den Anhänger von 250cm auf 300cm zu bringen scheinen nie verwendet worden zu sein - entsprechend unwillig sind sie gewesen, aufzuklappen. Ditto die Lichterverbreiterungen waren eingerostet. Die Bremstrommeln haben keinen Untergrund der lackierfähig gewesen wäre. Alles in Allem nichts tragisches, aber mich störten diese - eigentlich - Kleinigkeiten.

Um ihn sauber durch den TÜV für die nächsten Jahre bekommen zu können, wären in Summe ca. 1000 Euro notwendig gewesen (2 Reifen und ein paar Schweißarbeiten).

Ich habe mich für den anderen Weg entschieden:
1) Umfassendes abschirren des Anhängers vom Holz und alle elektrische Leitungen/Komponenten, komplettes Reinigen bis in jede kleinste Ecke. Jede gefundene Stelle mit Rost, Riss, Loch gekennzeichnet
2) Schweissen durch einen Fachmann (Kann man schweissen, hätte man fast alles in Eigenregie erledigen können. Ich kann leider nicht schweissen - gestern war ja erst mein erster Versuch)
3) Alle Bremstrommeln runter, alle Radlager gesäubert, neu geschmiert, Bremstrommeln entrosten, grundieren und lackieren, Bremsen neu eingestellt (Die Beläge sind neuwertig)
4) Alle elektrischen Leitungen neu. Die alten funktionierten, aber die Isolierung begann an einigen Stellen hart zu werden. Lampen kommen neu.
5) entrosten wo notwendig. Ich habe mich (noch) nicht durchringen können, ob sandstrahlen des ganzen Anhängers überhaupt notwendig ist, bzw. mich noch nicht erkundigt was es kosten würde.
6) Grundieren und lackieren des gesamten Anhängers inkl. Unterbau und Felgen in bronzegrün/matt
7) Holzbeplankung kommt neu
8) Alle Felgen neu und Reifen neu (wäre bei 8 Reifen nicht notwendig gewesen, aber wenn, dann kommt gleich alles neu)

Alles in Allem rechne ich mit ca. 6.000 Euro an Gesamtkosten um den Anhänger in einem - für mich - sehr guten Zustand zu versetzen, der hoffentlich die nächsten 20 Jahre halten soll :-) (er wird nicht im Freien stehen). Somit wäre der Anhänger im restaurierten Zustand noch in dem Preisbereich den du oben angeführt hast. Nachteil an meinem Ansatz - er geht sehr langsam voran. Aber ich lerne sehr viel beim zuschauen, daß ist auch was Wert. :-)

BubbaRope.de hat geschrieben:Aber ich würde ihn noch olivgrün oder schwarz machen!
Er wird bronzegrün.


Liebe Grüße,
Andreas

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von 4x4-6x6 » So 29. Nov 2015, 21:34

Moin,
AndreasE hat geschrieben:
4) Alle elektrischen Leitungen neu. Die alten funktionierten, aber die Isolierung begann an einigen Stellen hart zu werden. Lampen kommen neu.

7) Holzbeplankung kommt neu
Zu 4)

Ich lege bei Anhängern mittlerweile alle Kabel einzeln (Ölflex), und dann im Rohr gebündelt zu einem Hauptschaltkasten.
(Rücklichter in LED können 12 und 24 V)
Bitte immer die Masse mitführen.

Zu 7)

Müller - Mitteltal braucht entweder eine doppelte Beplankung, oder ausgeklinkte Bohlen.
Ich bevorzuge die Aufdopplung.
Beides in Sibirischer Lärche mit 5 mm Bohlenabstand - damit das Wasser abläuft.
Dazu muß man die alten Befestigungslöcher zuschweißen, und neue Löcher in die Winkelprofile bohren.

Als Oberbeplankung wegen der Gerbsäure keine Eiche nehmen.

...

AndreasE
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » So 29. Nov 2015, 21:44

4x4-6x6 hat geschrieben: Zu 7)
Müller - Mitteltal braucht entweder eine doppelte Beplankung, oder ausgeklinkte Bohlen.
Ich bevorzuge die Aufdopplung.
Beides in Sibirischer Lärche mit 5 mm Bohlenabstand - damit das Wasser abläuft.
Dazu muß man die alten Befestigungslöcher zuschweißen, und neue Löcher in die Winkelprofile bohren.
...
Danke zu 4.

zu 7)
Bei meinem Tieflader waren die Holzbalken (ca. 224cm x 20cm x 4cm) quer zur Fahrtrichtung und darüber lagen 19mm Multiplexplatten mit jeweils 150x250cm (d.h. auch die äußeren Längsträger waren durch Holz abgedeckt). Scheinbar wurden die Multiplexplatten als Art Verbrauchsschicht verwendet. Wie ist ist das bei deinem ausgeführt?

LG,
Andy

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von 4x4-6x6 » So 29. Nov 2015, 21:49

Moin,

Multiplex ist Mist.

Das ist eine Sanierungsschicht für eben mal so.

Da gehören Bohlen in Vollholz drauf.

Unter Multiplex gammelt es.
Die Siebdruckplatten selbst zersetzen sich.
Die Platten sind zu glatt.

Deswegen die aufgedoppelten Bohlen.

Ganz notfalls unten Sibirische Lärche und oben Fichte.

Besser beides in Sibirischer Lärche.

Das Holz muß mindestens 1 cm höher herausstehen, als der Stahl.

Und dann geht die Rechnung so: 4 cm + 2 cm + 1 cm = 7 cm Gesamtholz

Macht also unten Bohlen in 4 cm Dicke, und darüber Bohlen in mindestens 3 cm Dicke,
also am Besten gleich 4 cm + 4 cm.

Die untere Lage mit Schloßschrauben (die mit dem glatten Kopf)
Die obere Lage kann man als Verschleißschicht mit Spax-Schrauben aufdoppeln (Vorbohren!).
...
Zuletzt geändert von 4x4-6x6 am So 29. Nov 2015, 22:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » So 29. Nov 2015, 22:00

Also wenn das Holz 1cm über den Stahlträgern sein soll, dann wären das bei mir 5cm dicke Holzbohlen.
Ich habe gesehen, daß es Tieflader gibt, die die Holzplanken der Länge nach haben und welche die nur Quer zur Fahrtrichtung beplankt sind. Meiner ist einer der letztern Gattung. Im Endeffekt sind auf der Ladeplattform nur die äußeren Längsträger und die Radabdeckungen in Stahl sichtbar, der Rest sind die Hölzer in Queranordnung.

LG, Andy

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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von 4x4-6x6 » So 29. Nov 2015, 22:07

Moin,

halbrichtig.

Die T2, T3 und T4 haben jeweils 4 Längsträger.

Die Inneren Längsträger müssen überbrückt werden,
und die Hölzer landen außen in den Winkelprofilen.
(Und auch nur dort werden sie verschraubt.)
Bitte niemals Löcher in die HEB-Profile bohren.

Alle 4 Längsträger müssen dann obendrüber überbrückt werden,
so daß die Holzbohlen ca. 2cm vor dem äußeren Rand enden.
AUF der äußeren Stahlumrahmung darf nicht gefahren werden.

Die Oberbeplankung ist dann: 250 cm - 2 cm - 2 cm = 246 cm lang.

(Die Unterbeplankung ist 224 cm lang. s.o.)

Alle Hölzer immer quer zur Fahrtrichtung.

Man braucht also entweder Hölzer in mindestens 7 cm Dicke, die man außen ca. 14 cm lang, und 4 cm tief ausklinkt,
oder man nimmt eine untere Lage und eine obere Lage.

...

AndreasE
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von AndreasE » So 29. Nov 2015, 23:04

Danke für die Info

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4x4-6x6
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Re: Transportunterstützung für die KATzen

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 30. Nov 2015, 05:35

Moin,
4x4-6x6 hat geschrieben:
Alle 4 Längsträger müssen dann obendrüber überbrückt werden,
so daß die Holzbohlen ca. 2cm vor dem äußeren Rand enden.
AUF der äußeren Stahlumrahmung darf nicht gefahren werden.
Außen ist umlaufend ein Vollmaterial als Quadrat auf den HEB-Träger geschweißt.

Das ist ca. 1,5 cm x 1,5 cm im Querschnitt.

Das bleibt sichtbar, und ist gleichzeitig die äußere Begrenzung.

Und damit auch das nicht beschädigt wird, wenn Kettenfahrzeuge geladen werden,
muß die obere Beplankung (Verschleißschicht) höher sein.

...

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