... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

alles, was in die obigen Bereiche nicht reinpasst
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Sam
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von Sam » Di 23. Aug 2016, 09:48

:clap: :clap: :violin:

Gr Sam

andreasdotorg
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von andreasdotorg » Fr 4. Nov 2016, 21:59

*vermerkt sich mal "nicht durch Pfützen fahren" im Notizbuch*

Aber schöner Bericht!

pat
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von pat » Di 3. Okt 2017, 16:29

Sehr informativ und spannend zu lesen!
Hat mich locker einen Nachmittag 'gekostet' ... :clap: :dance: :D
Danke
/pat

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Di 3. Okt 2017, 18:47

pat hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 16:29
Hat mich locker einen Nachmittag 'gekostet' ... :clap: :dance: :D
Mich auch :D (Die Verursachung der ganzen Aktion)
LG, Andy

pat
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von pat » Mi 4. Okt 2017, 23:00

Zur Erinnerung: Der Motor war fast zur Gänze im Schlammbad, ist zuerst eine Stunde gelaufen, wurde dann warm und dann stellte ich ihn ab. Dann blieb er 7 Stunden in seiner Schlammpackung, bis er wieder gestartet wurde. Ich habe ihn noch vor Ort mit einem Hochdruckreiniger und Kaltreiniger grob abgewaschen.
da ich hier neu bin ist mir die frage (hoffe ich) erlaubt ... :shifty: :mrgreen:
*hmmm*
du willst jetzt aber nicht sagen dass der motor eine volle stunde blubbernd 'unter wasser' gelaufen ist mit wasser bis oberkante sitzfläche/fahrersitz ... dann die karre sprichwörtlich per winde aus dem dreck (schlamm) gezogen ... optionale grobreinigung (just to be on the safe side) ... motor springt ohne murren an ... und dann noch ein paar dutzend (hundert?) kilometer gemütlich nach hause getuckert? :dance: :dance: :dance:
bitte um klärung :oops: ist sowas normal?
ps: die angaben zur watfähigkeit in den betriebsunterlagen muss angepasst werden :shhh:
greetz
/pat

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Do 5. Okt 2017, 01:23

Doch ist er. So wie beschrieben.

Das Problem war nicht, daß er unter Wasser war, das Problem war zur Laufzeit der Schlamm. Der verpappte die Kühlrippen und dadurch wurde der Motor im Leerlauf immer wärmer. Da keine Hilfe zu dieser Zeit in Sichtweite war, hatte ich nur 2 Möglichkeiten. 1) Den Motor weiterlaufen lassen und ihn durch Überhitzung sterben zu lassen, oder 2) ihn in seiner Schlammpackung abzustellen und darauf hoffen, daß ich ihn a) entweder wieder unter "Wasser" starten kann wenn Hilfe naht, oder b) damit warte, bis er draußen ist.

Wie dann nach 7 Stunden Hilfe kam und der LKW inzwischen sich in allen Löchern mit Schlamm anpappen konnte, habe ich es trotzdem versucht und ihn unter Wasser angestartet - das ging zu meinem Erstaunen trotz der 7 Stunden problemlos. Die Rückfahrt habe ich aus Sicherheitsgründen nicht auf eigener Achse durchgeführt, sondern die Unterstützung von Freunden dankbar angenommen und ihn auf einem Tieflader verlastet. Ist in diesem Thread beschrieben.

Da ich den letzten Jahren meine KAT Freizeit mit anderen Dingen verbracht habe (Irgendwie gab es die eine oder andere Ablenkung) ist der Motor fast 2 Jahre unbenutzt gestanden. Wie wir ihn letztes Jahr wieder eingebaut hatten, ist er innerhalb von Sekunden angesprungen und einfach ruhig vor sich im Leerlauf gelaufen - wie wenn nichts gewesen wäre. Man kann sagen was man will, es ist und bleibt einfach eine tolle Technik.

Wenn ich in dem Tempo mit dem reinigen weitermache, ist er schwupp-di-wupp in keinen 3 Jahren wieder fertig .... Das wäre dann 2020. (Wenn man dabei bleiben würde, sollte er in 3-4 Arbeitstagen fertig sein)

Liebe Grüße,
Andy

pat
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von pat » Do 5. Okt 2017, 06:50

War kein Zweifel an deinen Aussagen :mrgreen:
Einfach nur krass was da früher so gebaut wurde - nehme an zur Not hätte dich dein KAT nach der Grobwäsche auch nach Hause gebracht.
Arbeite selbst täglich mit komplexen Elektronik-Systemen und bin inzwischen zu einer Art Elektronik-Hasser geworden was Autos/LKWs anbelangt.
Elektrische Schiebetüren, elektronische Feststellbremse, Heckklappe mit Motoren, ... alles viel zu fehleranfällig und schlecht selbst zu reparieren wenn mal was schief geht - ohne Analysegerät geht eh wenig bis nichts was ja durchaus gewollt ist.
Da lobe ich mir die 'alte' Technik à la MAN KAT oder Pinzgauer.
http://www.motorfahrer.ch/techdata/pinz6x6.php
Alles sozusagen noch aus dem kalten Krieg und tut was es tun soll (bei Bedarf auch nachdem das Gerät 7 Stunden in der Plörre stand) :dance: :dance: :dance:
Danke für deine Ausführungen!
/pat

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Do 5. Okt 2017, 08:05

Deshalb gibt es in der "Kleintierabteilung" der Sammlung auch einen 6x6 Pinzgauer :-)

pat
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von pat » Do 5. Okt 2017, 19:56

6x6 pinz find ich sehr sympathisch ... :greetings-clappingyellow: :greetings-clappingyellow: :greetings-clappingyellow:
gruss
/pat

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 02:28

Hallo Leute,
es geht in der scheinbar endlosen Saga doch wieder weiter - einfach unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man nichts macht :-)

Heute kamen Simon, Jakob und Mat vorbei und haben fleißig am 8x8 geschraubt. Da ich nach einer OP noch etwas aufpassen muß, reduzierte sich mein Beitrag auf im-Weg-herumstehen, im-Computer-das-Handbuch-nachsehen, Werkzeug zureichen und fachmännisch sowie ohne Ahnung Teile ansehen. Mein herzlicher Dank gilt allen Drei für die abendliche Aktion, die bis in die Nacht andauerte.

Was wurde gemacht?
1) Der von Simon und mir eingepflanzte Motor wurde endgültig in seiner Position fixiert und mit allen essentiellen Teilen zusammengeschraubt (Kardanwellen, Auspuff, ..)
2) Der wiederspenstige Lenkstockhebel ist von Simon fachmännisch und mit viel Kupferpaste wieder an das Lenkgetriebe montiert worden.
3) Da ich letztes Jahr alle 18 Dichtungen von den Lenkstockhebel getauscht habe und neu machte, fiel Simon der beginnende Zerfallprozess bei einigen Dichtungen besonders auf. Dies ist insforen bemerkenswert, daß der 8x8 nicht gefahren wurde, in einer fensterlosen Halle steht und die Spurstangen noch nicht eingebaut waren - und somit der Gummi noch nie gequetscht wurde. Und trotzdem zeigten sich nach einem Jahr die ersten Risse. Kein Wunder, daß ich laufend Spurstangendichtungen tauschen muss.
4) Wir haben nochmals versucht, den Gasseilflexzug einzubauen, aber im eingebauten zustand geht er viel zu schwerfällig. Da ich eh eine ganze Kabine als Ersatzteil habe, werden wir morgen den Seilzug dort ausbauen und in den 8x8 einpflanzen.
5) Bei 7 von den 8 Achshälften wurden wieder die Bremstrommeln montiert und die Gestängesteller eingestellt.
6) Das rechte Rad von der zweiten Achse hat uns jedoch ein Mysterium aufgegeben. Es würde mich freuen, wenn ihr uns hier helfen könnt:

Folgendes Fehlerbild:
a) Jedes der anderen 7 Räder kann von Hand gedreht werden. Entweder dreht sich das gegenüberliegende Rad in Gegénrichtung, oder die andere verbunde Achse zeigt die Drehbewegung entweder auf einem oder beiden Rädern
b) Nicht so beim rechten Rad der zweiten Vorderachse. Diese Radnabe ist von Hand nicht drehbar. Mit einer 2 Meter langen Stange, kann das Rad ca. 10-20 Grad Drehwinkel bewegt werden, dann bleibt es abrupt stecken. Man sieht auch das doppelte Kardangelenk im Achsschenkel wie es sich mit der Radnabe mitdreht. Das gegenüberliegende Rad zeigt nur ganz kleine Drehbewegungen. Im Endeffekt, kann man das rechte Rad der zweiten VA nicht drehen.

Sachdienliche Hinweise bzw. Diagnosevorschläge werden wirklich gerne angenommen.

Freu mich schon, wenn er wieder auch eigenen Beinen steht,
Andy

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egn
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von egn » Fr 3. Aug 2018, 06:18

Habt ihr schon mal das Differential aufgemacht?

Vielleicht ist ja beim Vollbad Wasser in die Achsentlüftung eingedrungen und etwas fest gegammelt.

Gute Besserung!
Gruß Emil

Hannibällchen
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von Hannibällchen » Fr 3. Aug 2018, 06:58

Morgen Andreas,

Du kannst den Stirndeckel des AP-Teils öffnen. Nimm den Seeger Ring und den Blechdekel in der Mitte raus dahinter ist das Sonnenrad.
Sonnenrad entnehmen danach ist die Antriebswelle frei wenn danach die Nabe immer noch fest ist eventuell Radlager.
Wenn das aber leicht läuft ist der Fehler wohl im Differential.

Gruß Jonas

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 09:35

Danke Emil und Jonas.

Unsere erste Vermutung war auch das Radlager draussen beim AP. Aber wenn sich das 15-20 Grad drehen lässt und dann partout nicht mehr weiter will, hat das ein eigentümliches Fehlerbild von "festgammeln" ergeben. Dazu kommt, daß das Doppelkardangelenk das im Achsschenkel der Vorderachse sichtbar ist, den Anfang der Drehbewegung des Radträgers 1:1 mitmacht - bis es halt dann plötzlich steckt.

Dann vermuteten wir, daß etwas beim Differential der 2.VA die Ursache sein könnte und das sich nicht drehen will. Allerdings kann man das linke gegenüberliegende Rad der 2.VA ganz normal drehen. Jedoch führt die Drehbewegung dieses Rades nicht zu der standardmäßigen entgegengesetzten Drehbewegung des gegenüberliegenden Rades auf der gleichen Achse, sondern der Drehimpuls wird vom Differential der 2.VA an die Kardanwelle zur ersten Achse weitergegeben (und dort drehen sich die Räder halt mit). Diese Bewegung erzeugt keine besonderen Geräusche im Differential der 2.VA.

Kann es sein, daß ich irgend etwas ganz Dummes und Offensichtliches vergessen bzw. übersehen habe? Der LKW steht ja doch schon ein paar Jahre auf seinen Stützen und ich gebe zu, daß meine Vergesslichkeit über die Jahre auch nicht besser geworden ist. Irgend einen "Klassiker", bei dem man sich nach erkannter "Diagnose" und Behebung ganz einfach an den Kopf greift, ob des klassischen "Hoppala" ? (Das wäre mir natürlich das liebste "Problem")

Betreff "festgammeln" des Radlagers:
Man kann das linke Rad der 2.VA relativ leicht mit dem Reifenmontiereisen in diesem 15-20 Grad Drehwinkel drehen, vor und zurück. Ab dann ist der Widerstand so groß, daß auch eine 2 Meter lange Verlängerung des Montiereisens diesen Widerstand nicht überbrücken kann.
Wenn das Radlager richtig festgegammelt ist, dann sollte es sich doch gar nicht drehen - so ist unsere Vermutung.
Wenn jedoch "Flugrost" im Radlager nur an bestimmten Teilen angesetzt hat, dann würden wir vermuten, daß dieses partielle "festgammeln" nicht genügend Widerstand gegen die 2 Meter Verlängerung aufbringen kann. Aber es ist, wie wenn auf einmal eine Schraube in den Zahnrädern des Planetengetriebes (oder Differentials) sein Unwesen treibt.

Oder irgendetwas ganz offensichtlich Blödes, daß ich im Eifer des Gefechtes früher oder jetzt übersehen habe?

Habt ihr weitere Ideen/Vermutungen/Tips/Tricks, die uns heute beim zweiten Anlauf helfen könnten?


Noch ein zusätzlicher Hinweis: Es handelt sich dabei um dieses Rad, daß ich ganz zu Beginn so besonders liebevoll gepflegt hatte.
https://kat-forum.de/viewtopic.php?f=22 ... 100#p17778


Vielen Dank und liebe Grüße einstweilen,
Andy

Hannibällchen
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von Hannibällchen » Fr 3. Aug 2018, 10:17

Hi,

Drum der Vorschlag mit dem Sonnenrad.
Nur ein par Schrauben, ein Seegering (das Öl siehst auch gleich) und eine Dichtung macht am wenigsten aufwand Differential ausbauen ist ne größere Sache und braucht einiges an Sonderwerkzeug.
danach siehst sofort was Sache ist und wenn der Fehler in der Nabe liegt ist nur par Handgriffe und bist am Radlager.
Die Welle ist entkoppelt und sollte drehen wenn das andere Rad drehst.
Rost in Kegelrollenlager kann genau so aussehen da der Rost nicht unter der Rolle aufbauen kann aber in den Zwischenräumen.
Ist wie ein Keil vorm Rad.

Habe meine Vorderachse gerade vollständig zerlegt und der Achskörper liegt in meiner Strahlkabine :D
Der AP-Teil war in Minuten demontiert.

Gruß Jonas

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 10:49

Danke Jonas.
Wir werden uns das AP ansehen (und berichten).

Betreff Sonderwerkzeug:
Ich "weiser Voraussicht" holte ich gestern mit meinem Anhänger einen hoffentlich kompletten Satz Sonderwerkzeug für den MAN KAT 1 ab. :-)
Hatte jedoch gestern keine Zeit, eine umfassende Bestandsaufnahme des Inhaltes der Kisten zu machen. Ich hatte ja schon recht viel in meinem Lager und ich hoffe, daß ich jetzt in Summe wirklich 100% aller der im Feldinstandsetzungshandbuch angeführten Werkzeuge irgendwo in meinen Kisten finde.
MAN KAT 1 Sonderwerkzeugsatz.JPG
Liebe Grüße,
Andy

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Zentralgestirn
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 3. Aug 2018, 11:20

Hallo Andreas,

wenn ich es recht verstanden habe, hast du zwar damals die Radbolzen raus genommen, den AP oder die Gelenkwellen aber nicht weiter angefasst oder? Das Diff als solches auch nicht? Wenn du/ihr dabei wart, zerlegen da kann man ein paar Kleinigkeiten falsch machen die durchaus sowas zur Folge haben könnten.

Wenn nicht, finde ich die Idee von Jonas genau richtig. Das ist schnell gemacht.

Der Febi Dichtsatz 04339 hat alles dabei, nur den großen Al-Dichtring würde ich gegen einen aus Cu tauschen.

Die Bremsbelagträgerbolzen stecken tief genug drin und sind nicht nur halb drin und hindern das Rad am Drehen? Oder es steckt noch eine Schraube wo sie nicht hin soll. Die Bremsbelagträgerbolzen haben im AP eine Vertiefung, damit man sie weit genug ziehen kann. Mit den Radbolzen ist es ähnlich, da geht auch alles frei?
Klingt jetzt evtl beleidigend simpel, ist aber aus eigener Erfahrung bei solchen Langzeit und viele Hände Projekte gerne mal ein Punkt der einfach passiert.

Grüße Sebastian

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 12:00

Servus Sebastian,
deine Erinnerung ist korrekt.

Ich habe im Prinzip alles was aussen ist, zerlegt und gereinigt - Bolzen, Bremsplattenträger, etc.
Drinnen habe ich nur die Öle gewechselt, sowohl Diff als auch AP - ansonsten aber nicht weiter zerlegt.

Was die ganze Sache noch ominöser macht, ist die Beobachtung, daß diese Achse auch das wenigste Wasser abbekommen hat, die hinteren Achsen hatten über die Achsentlüftung oder WeDi mehr Wasser aufgenommen als die 2.VA. Klick
Dieses wasserhältige Öl habe ich natürlich überall rausgenommen und 2x durch frisches Öl ersetzt.

Die Gelenkwellen habe ich gar nicht angegriffen - sie drehten sich ja einwandrei (auf allen Achsen) - damals ;)

Betreff der Bremsbelagträgerbolzen: Die hatten mir damals genug "Aufmerksamkeit" eingefordert, vor allem die Vertiefung :-)
Jetzt wo du nachfragst: Mat und Jakob haben gestern diesen Bolzen wieder eingebaut (und auf Nachfrage Freigang berichtet)


Ich bin gerade in der Halle beim Kleinen angekommen - jetzt geht es weiter. ich hoffe auch, daß es irgendeine Kleinigkeit ist, die wir gestern übersehen haben. Mal sehen.

Danke und LG,
Andy

AndreasE
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 13:03

"Problem" mit der 2.VA gelöst :D

Man muß nur dem widerspenstigen Rad Jonas' Vorschlag präsentieren und alles für das Ölablassen des AP vorbereiten. Kaum setzt man den langen 14-er Imbus an der Ölnachfüllschraube an, dreht sich das Rad so flugs wie es nur kann ..... Ich weiß nicht welchen Schwächeanfall wir gestern hatten. Heute ging es ur-leicht.

Gott sei Dank. Kleine Ursache, große (temporäre) Wirkung. (Werde mir trotzdem diese AP nach dem "Einfahren" genauer ansehen)


Kurz das "Einfahren" erklärt, daß ich vorhabe:
Da der Kleine doch eine Zeit gestanden ist, möchte ich das ganz gemütlich angehen.
Phase 1: Noch auf den Stützen stehend. Motor laufen lassen und sein Wohlbefinden mit den Anzeigen und einem Infrarotthermometer beobachten. Checken, ob alle Leitungen so tun, wie sie sollen.
Phase 2: Nach einer noch zu definierenden Laufzeit des Motors, das Getrieb dazunehmen und alle Gänge durchschalten. Ditto die Sperren, die Lenkung und den Nebenantrieb.
Phase 3: Die Bremsen leicht mitlaufen lassen, damit der ganz leichte Flugrost der sich in den 4 Jahren auf der Innenseite der Bremstrommeln gebildet hat, abgerieben wird. Danach Bremsen einstellen.
Phase 4: Die Räder werden montiert und er kommt endlich von seinen Stehhilfen runter, die ihm so lange stützten. Kleine Runden rund um die Halle und Beobachtung seines Verhaltens, beim schalten, bremsen, WSK, etc ...
Phase 5: Erster Ausflug auf die Strasse und mit etwas Verspätung den TÜV Termin von Nov 2014 nachholen - mir kam da ja eine Kleinigkeit dazwischen.
Phase 6: Kompletter Wechsel aller Flüssigkeiten 2x. Einmal relativ bald nach den ersten Runden auf der Strasse und ein zweites Mal nach ein paar hundert km.
Phase 7: Eine wirklich umfassende Großreinigung, um den Hallenstaub der 4 Jahre und den Restdreck des Schlammbades in allen möglichen und unmöglichen Ecken endgültig zur Geschichte werden zu lassen.
Phase 8: Wenn alles klappt, wieder große Freude mit dem Kleinen :D


LG,
Andy

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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von A N D R E A S » Fr 3. Aug 2018, 13:16

Den Hallenstaub bekommt man natürlich am einfachsten dadurch weg, daß man in eine große Pfütze fährt :mrgreen:
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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 13:30

A N D R E A S hat geschrieben:
Fr 3. Aug 2018, 13:16
Den Hallenstaub bekommt man natürlich am einfachsten dadurch weg, daß man in eine große Pfütze fährt :mrgreen:
Ich vermute, diesen Vorschlag habe ich mir redlich verdient :D

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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 3. Aug 2018, 13:40

Na dann hoffe ich mal das alles klappt.

Nur dein Punkt 3, den würde ich mir schenken. Außer Hitze und Verschleiß kommt da wenig brauchbares bei rum. Lieber auf deinem Hof anfahren und Bremsen. Dadurch das du nicht alle Sperren hast, werden ein paar Räder drehen und andere nicht, bringt also nicht an allen Räder was und erfahrungsgemäß macht langes leichtes Schleifen viel Hitze und Verschleiß an den Belägen und wenig an den Trommeln, wo der Rost ist. Die ersten Bremsungen werden sicherlich eine interessante Sache, daher auf dem Hof machen. Wird relativ schnell besser, das die Reibpartner wieder in den Zuständen sind, in die sie gehören. Die ersten Bremsungen bei mir nach langer Standzeit sind immer etwas sportlich und eher wenig gut dosierbar. Nur als kleiner Hinweis, was dich erwarten kann.

Viel Erfolg

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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 15:16

Danke Sebastian, werde ich berücksichtigen.

Das Abholen des Werkzeugsatzes "MES3 Sonderwerkzeug für 5to, 7to und 10to mil gl Fahrgestell" hat sich gerade rechtzeitig ergeben (Danke Mathias). Darin war zum Beispiel in einer der 5 Kisten das Sonderwerkzeug um die Bremsenfedern wieder einhängen zu können. Gegenüber meinen früheren Versuchen war das ja ein richtiger Klacks. Schwupp und schon waren die Federn drinnen. Eine dankenswerte Erleichterung bei den herrschenden Temperaturen.

Auf jeden Fall kann ich vermelden, daß wieder alle 8 Bremstrommeln montiert sind. Der Kleine schaut zunehmend schnittiger aus. Es sind die kleinen Schritte, die einen erfreuen :-)

Liebe Grüße,
Andy

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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 3. Aug 2018, 15:25

Ein Bild von dem Werkzeug würde mich ja interessieren. Momentan mache ich es so, ich habe ein kurzes Stück Kette, das zwar aus dünnem Draht besteht, dafür aber große Kettenglieder hat, da ist am ende dann ein Kettenglied zum Haken umgestaltet. Also aufgeschnitten und ein Ende zum auge gebogen, damit es nicht verlohren geht und das andere Gelassen wie es ist. Da kann man dann ein Rohr, großen Schraubenzieher oder dergleichen durchstecken, sich an der Radnabe abstützen und so den Zug aufbringen. Mit einer kleinen Brechstange dann rüber drücken und gut. Manchmal nehme ich auch gerne an den VA einen kleinen 250kg Kettenzug zum ziehen, geht auch total super. Die Kette war halt da, ist eigentlich für meine Seitenklappen vom Staufach, um damit einen Tisch zu haben. Aber Werkzeug bin ich ja nie abgeneigt :D

Wenn das wirklich schon 2014 war, dann nicht vergessen mal wieder die Bremsflüssigkeit zu wechseln :whistle: :mrgreen:

Grüße Sebastian

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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von AndreasE » Fr 3. Aug 2018, 16:37

Sebastian,
ich mache dir noch Bilder von dem Werkzeug, bin noch am basteln.

Kannst Du bitte mal bei MAN anfragen, was das Werkzeug mit der Nummer 80.99606.6003 kostet? Das ist die Nummer die eingestanzt ist. Dann weiß man wenigstens, ob sich das selber machen auszahlt oder nicht.

LG,
Andy

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Re: ... "Bitte einmal Innen und Außen reinigen" ....

Beitrag von ALu » Fr 3. Aug 2018, 16:39

AndreasE hat geschrieben:
Fr 3. Aug 2018, 16:37
Kannst Du bitte mal bei MAN anfragen, was das Werkzeug mit der Nummer 80.99606.6003 kostet? Das ist die Nummer die eingestanzt ist. Dann weiß man wenigstens, ob sich das selber machen auszahlt oder nicht.
Gibt´s in diversen Shops von 270 EUR über 340 EUR bis 434 EUR.

https://www.tracteile.de/MONTAGEHEBEL-M ... 0996066003
https://www.fixparts-online.com/ru/Avto ... em=8174572
https://www.acrar.com/de/spare/man/moun ... e/2524846/
Gruß

Andreas

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