Hilfsrahmen innenliegend

midlifecrisis
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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von midlifecrisis » Di 14. Nov 2017, 16:12

Das ufert ja ganz schön aus hier... :mrgreen:

Um Mal wieder etwas runter zu kommen:

1. Wie ihr an anderer Stelle mitbekommen habt plane ich Sitze in den Koffer zu bauen.
Die müssen in irgendeiner Form direkt mit dem Rahmen verbunden werden.
Ich komme also definitiv nicht drum herum mit Stahl durch den Boden zu fahren.
Das mit dem Innenliegenden Rahmen ist eigentlich auch irgendwann aus diesen Überlegungen raus entstanden.

2. Der Rahmen liegt nur im Keller offen.
Es gibt noch einen zweiten Boden zum Wohnraum.
Allerdings gibt es auch hier eine Wärmebrücke an der Stelle wo die Sitze verschraubt sind - aber das ist in jedem Fahrzeug so.

3. Als Dämmung habe ich geschlossen porigen PU Schaum.
Im Boden Bereich hat der beidseitig eine Deckschickt aus Siebdruck welche wiederum auf mehrfach Wasserfest verleimtem Birkensperrholz bestehen.
Die Wand ist also ABSOLUT Diffusionsdicht und PU Schaum saugt sich z.B. im Gegensatz zu Styropor nicht mit Wasser voll.

4. Es wird sehr wahrscheinlich Feuchtigkeit an den Rahmenteilen im Keller kondensieren.
Dieses Wasser wird sich allerdings nur oberflächlich bilden (Deshalb habe ich das mit dem Austrockenen im Sommer nicht verstanden).
Es kann im ungünstigsten Fall maximal soviel Wasser kondensieren wie in dieser geringen Kubatur (Stauraum) überhaupt in der Luft vorkommen kann.

Der Effekt wird auftreten, da hat Christoph absolut recht.
Aber ich bezweifle das er an der Stelle problematisch ist.
Wenn ich anfange im Staufach heiß zu duschen und zwischen dem Rahmen eine Matratze liegt, dann wird es sicher kritisch...

pat
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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von pat » Di 14. Nov 2017, 16:30

weiss nicht ob die kältebrücken problematik teils etwas 'überdramatisiert' wird ... wie du schreibst: jeder VW bus hat dieses problem bzw. dort ist es auch kein problem
zum einen ist die metallfläche nicht allzu gross und luftumwälzung im koffer ist eh nötig
zum anderen können die schienen auf welche die sitze montiert werden auf dem innenboden aufliegen und via schrauben/distanzhalter auf den unterliegenden rahmen verbunden werden (gleich minimale brücke und mit gummi/kunststoff zusätzlich isolierbar)
möchte bei meinem projekt ebenfalls sitze einbauen und werde wohl welche vom renault espace nehmen (bequem, wenn gewünscht leder, kopfstütze, abgenommen/geprüft, zusammenklappbar, integrierte gurten, auf schienen verschiebbar, 180grad drehbar und wenn nötig ausklinkbar)

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von Saarkat » Di 14. Nov 2017, 17:18

Ein letztes Beispiel in Sachen Wärmebrücken und Winddichtigkeit.

Ich hatte mal ein Bauvorhaben, da bestand das Dach aus Sandwichelementen. Wie dick die Dämmung war, kann ich nicht sagen. Ca. 1,50 m unterhalb dieses Pultdaches wurden freigespannte Gipskartondecken montiert. Das Planungsbüro verlangte oberhalb der Unterkonstruktion noch den Einbau einer Dampfsperre, damit die in dem verbleibenden Hohlraum stattfindene Zirkulation nicht zu Problemen führt.
Nach 2 oder 3 Wochen war an einer Decke ein Feuchtefleck. Hmm, Scheiße, aufmachen. Wir haben dann ein ca. 30 x 30 cm großes Loch in die Gipskartondecke geschnitten, um nach der Ursache zu forschen. Was meint ihr wohl, was die Ursache war. Es war eine stecknadelgroße, nicht sauber verklebte Stelle im Bereich der Stoßüberlappung. Hier hat Zugluft stattgefunden und die in diesem Bereich bewegte Luft hat sich unter den Taupunkt abgekühlt und ist auf die Rückseite der Decke getropft. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Gruß

Christoph


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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von midlifecrisis » Di 14. Nov 2017, 17:33

Saarkat hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 17:18
Ein letztes Beispiel in Sachen Wärmebrücken und Winddichtigkeit.
Du muss nicht aufhören, ich bin dankbar für deine Expertise :)

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von mussdochgehen » Di 14. Nov 2017, 17:49

Ich kenne es von einigen Wochen in billigen campern von Canada und Island im Spätherbst.

Es ist unglaublich wie viel kondenswasser sich immer wieder niederschlägt.

Oft hat für 4 Fenster eine komplette klorolle morgens nicht gereicht.

Der stauraum ist nicht luftdicht. Das kondensieren wird immer weiter gehen.

Ich hatte übrigens vor 30 min Besuch von der Firma pecocar.
Ich denke die wissen was sie tun und sind damit erfolgreich.

In der bodenplatte sind die Bereiche der stahlstreben (einlaminierter zwischenrahmen) quasi nicht isoliert.
... 77mm Boden mit 60mm stahlrohr.
Lösung : warmluft durchpusten. Punkt.

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von midlifecrisis » Di 14. Nov 2017, 18:20

mussdochgehen hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 17:49

60mm stahlrohr.
Kommt darunter nochmal was?
Spätestens bei einem Koffer der hinten einen Überhang hat in dem womöglich noch ein Quad parkt halte ich das für bedenklich.

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von mussdochgehen » Di 14. Nov 2017, 20:08

Ich habe mir die technischen Zeichnungen eines 560cm Koffers nach dieser Bauart kopiert.
Kann ich dir morgen aus dem büro mailen.

Der Aufbau war

2x multiplex 6mm verschränkt oben.
60mm Schaum
3mm GfK unten.
Rohre 60cm Abstand.

Nee... da fehlt was. Boden hat 77mm...
Vielleicht noch 2mm GfK unter dem Holz?

Morgen weiss ich es.


Tip: :twisted:
Auto nach vorne....
Sitzgruppe mit rundumsicht hinten.
Überhang schräg.
Auto raus und easy Access zum Motor.

Noch n Tip:
Bin gestern rzr 800 gefahren. ... Vergiss Quad :lol:

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von midlifecrisis » Di 14. Nov 2017, 20:49

mussdochgehen hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 20:08
Vielleicht noch 2mm GfK unter dem Holz?
Ich dachte eigentlich eher an mehr Stahl...

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von mussdochgehen » Di 14. Nov 2017, 21:17

Oh Gott...

Stahl wiegt :shock:

Ich würde so auch keinen Übergang von 150cm bauen und schwer belasten.
Aber Länge von originalpritsche plus 45 Grad schräge sollte problemlos gehen.

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von pat » Di 14. Nov 2017, 21:34

kondenswasser im camper ...
kommt wohl zum grössten teil vom menschen selbst - in der nacht geben wir über atem und haut über 1l wasser pro person ab
bei billigcampern fehlt meist die luftumwälzung also schlägt sich die feuchtigkeit überall wo sie kann nieder ...
ich habe keine genauen werte aber ich schätze mal dass die luft im womo idealerweise alle 2-4 stunden einmal umgewälzt werden sollte (kostet in kalten jahrezeiten zwar heizenergie aber dürfte das wohnklima erheblich steigern)

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von stucki » Mi 15. Nov 2017, 20:54

Hallo zusammen,
ich muß Saarkat in vollem Umfang recht geben!
Aber zum Thema, Foamglas könnte eine Variante sein, da kein Wasser auf nimmt.
Gruß Roman

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von Saarkat » Mi 15. Nov 2017, 21:48

Hallo Roman,

vielen Dank für die Blumen. Man tut, was man kann.

An Foamglas hab ich garnicht gedacht. Da hast Du recht. Foamglas könnte man schon als die eierlegende Wollmilchsau bezeichnen.
Einziger Wehrmutstropfen wäre der Preis. Im vergleich zu Styrodur dezent teurer. Wenn ich mal grob davon ausgehe, dass so ein Koffer rund 75 qm Umfassungsflächen hat, die ich mit 6 cm Dämmung beschichten möchte, dann komme ich auf 4,50 cbm. Handelsübliches Styrodur kosten netto 120,00 €, Foamglas verursacht ungefähr die fünffachen Kosten. Waaas, das fünfache???? Ruhig Blut, Bei 4,50 cbm sind das Mehrkosten von stramm 2.000,00 €. Ich behaupte jetzt mal ganz frech. Wer aus diesem Grund Foamglas im Vorfeld ausschließt, soll das ganze Projekt canceln. Was sind schon 2 Scheine bei so einer Nummer.

Guter Tipp allerdings, der mit selbst hätte einfallen können, denn im nachfolgend beschriebenen BV kommt demnächst Foamglas als innere Verkleidung einer Mauerwerksaussparung zum Einsatz. Grund für den Einsatz in diesem Fall hier ist aber hauptsächlich die Druckfestigkeit des Dämmstoffes.

Fotobeispiel Dämmwirkung, Taupunkt, Tauwasserausfall

Wir haben aktuell eine Kernsanierung als Umbauprojekt. Die Fassade wurde mit 160 mm brennbarem STYROPOR der Wärmeleitgruppe WLG 035 gedämmt. Im Giebelbereich sind noch drei "Fehlstellen" in der Dämmung, weil dort noch die Stahlkonstruktion des Carport einbetoniert werden muss. Hier ist auch auf einer Fläche von je 0,50 x 0,50 m das Mauerwerk ausgestemmt, so dass im Vergleich zur Restfläche hier nur ca. 5 cm Stein und ca. 2 cm Innenputz als Wand stehen. Der Rest ist 30er Wand und 16er Dämmung. Im anhängenden Foto ist bei genauer Betrachtung schön der Bereich dieser Maueraussparung im inneren des Hauses zu erkennen, weil Tauwasser die frisch gestrichene Farbe an der Wand herablaufen lässt. Der Anstrich war gestern, das Bild ist von heute morgen. Die Farbe war noch fast so nass wie frisch gestrichen.
Tauwasser Rückseite Aussparung Carportauflager.jpg
Gruß

Christoph


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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von Mahlekolben » Do 16. Nov 2017, 02:46

Hmmmm - komisch: Es scheint sich herauszukristallisieren, dass es umso besser wird, je weniger Gedanken man sich um eine Isolierung macht. Das ist umgekehrt- bzw. antiproportional.

Die Hütten, durch die es richtig pfeift, haben die wenigsten Probleme mit Rost und Schimmel. Dem gegenüber stehen meist Heiz-, seltener Kühlkosten.

In unseren Kinderzimmern wurden die Fenster auch erst mit Eisblumen dicht, morgens fand man Eiskristalle vom Atem an der Bettdecke. Und ich habe überlebt!

Und was wir durch unseren Kohleofen geschoben haben...

Das Problem: Was will man?

Dreifachverglasung, Luftumwälzung etc. lesen sich zwar schön modern, kosten aber Kohle. Den Gammel in der Bude beseitigen nebst sämtlichen Klamotten, die dann der Entsorgung zugeführt werden, kostet ebenfalls. Außerdem stinkt die Luft, ständig ist man elektrisch: alles, was man anpackt, funkt zurück.

Die Frage ist doch, ob sich das gegeneinander aufwiegen kann, oder ob gar ein Kandidat (Luftzug vs. Dreifachverglasung) irgendwann einen Vorteil erwirtschaften kann.

Es ist vielleicht ein Stück weit der deutschen Mentalität geschuldet, Burgen für die Ewigkeit bauen zu wollen, um dem Eingeborenen am Lagerfeuer etwas von Ingenieurskunst erzählen zu können.

Naja, etwas "smart" gehört ja heute auch noch dazu. Vielleicht gehört die Isolierung einfach zum iPhone, womit sich der Kreis schließen könnte.

Fakt ist jedenfalls, dass man sich gerade im Bereich der Isolation durch aufwändige Lösungen viele kleine Baustellen eröffnen kann, die auch erst mal wieder geschlossen werden wollen, um ein in sich rundes Konzept darzustellen.

Vielleicht macht hier ein billig geschossener Wohnwagen, den man sich auf die Pritsche schnallt, oder gar eine zusammen getackerte Bretterbude mehr Sinn, nur um auch tatsächlich auch mal auf die Piste zu kommen. Schön in olivgrün-bunt kann das Ding dann immer noch kunstvoll angemalt werden.

Flughäfen wollen in Berlin, Bahnhöfe in Stuttgart gebaut werden...
Viele Grüße

Michael

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4x4-6x6
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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 16. Nov 2017, 07:54

Hallo,

man muss zwei grundsätzliche Bauweisen unterscheiden:

A) Wohnungsbau
B) Raumschiffe

Für A) braucht man Konstruktionen, die an die Evolution der Psyche der Menschen angepasst sind.
Man muß nahekommen einem Lagerfeuer mit Strahlungswärme, wo die eingetragene Luftfeuchtigkeit über die Baustoffe reguliert wird.

Für B) braucht man luftdichte Maschinenbaulösungen mit einem Apperatismus zur Luftaufbereitung und -heizung.

Es gibt Leute, die versuchen A) in B) zu integrieren, (z.B. Holzkonstruktionen) und haben dann ein 'Barackenklima', wie der Fachmann sagt.

Über A) habe ich vorgetragen.
Als Gerichtsgutachter verdiene ich mein Geld damit, den Baufirmen fehlerhaften Wärmeschutz, Feuchteschutz und Winddichtigkeit nachzuweisen.
Den Planungsbüros lese ich die Lewiten, wenn die diesbezügliche Planung mangelhaft ist.
Styroporfassaden empfehle ich immer für Mietwohnungen, wenn die Rendite zu optimieren ist, und der Brandschutz egal ist.
Für mich privat kommt nur Faserdämmung in Frage.

Bei B) ist es eine andere Materie.
Hier gibt es Raumzellen, die außen eine Wasser- und Dampfdiche Haut haben.
Also darf die Raumfeuchtigkeit nicht in die Isolierung eindringen.
Ergo scheiden alle Faser-Dämmstoffe schon mal aus.
Der preiswerteste Kompromiss ist Styrodur und deren Deriavate.
Da müssen die Platten aber auch schon gegeneinander vernünftig verklebt sein.
Foamglas findet im Raumschiff (Fahrzeugbau) keine Anwendung, weil nicht bruchsicher.
Wer will schon H2S-Gas in seinem Wohnmobil haben, wenn sich ein paar Poren verabschiedet haben.
Für extreme Fälle gibt es Vakuum-Platten.
Die darf man logischer Weise nur Kleben.
Nagelt man sie fest, ist das Vakuum im Eimer.
Wir verwenden solche Platten auch bei A), wenn z.B. bei Sanierungen nur 2 cm Dämmdicke möglich sind.

...

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simon
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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von simon » Do 16. Nov 2017, 07:58

Moin!

Foamglas ist ja mal ne interessante neue Idee! Aber ich hätte Bedenken, dass das kaputtvibriert. Dann hat man wieder nichts gewonnen.
Edit: da war der Ingenieur schneller.

Für die Praxis: lässt man Kondenswasser an bestimmten Stellen planmäßig entstehen, kann man es gezielt abführen. In einem so kleinen Raum ist das meiner Meinung nach die praktikabelste Lösung.

Gruß Simon

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4x4-6x6
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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 16. Nov 2017, 08:28

Hallo,

dazu muss man ein paar grundsätzliche Dinge wissen:

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als Kalte.

An kälteren Stellen (im Koffer) kondensiert die Feuchtigkeit zuerst.

Kältere Stellen finden sich immer dort, wo der Wärmedurchgangswiderstand kleiner ist, als im umliegenden Bauwerk.

Klassischer Fall:
Koffer wird abends aufgeheizt, nettes Abendessen, und zwei Leute legen sich Schlafen.
Aus Sparsamkeitsgründen, und wegen Wohlbefinden wir die Heizung auf 16 °C heruntergedreht.
Was passiert ?
Die warme, feuchtigkeitsgesättigte Luft kühlt sich ab.
Zwei Leute stoßen zusätzlich Feuchtigkeit beim Ausathmen aus.
Dann folgt zweierlei:
Einerseits kondensiert die Luftfeuchtigkeit an den kältesten Stellen,
anderseits sind die beiden Menschen am nächsten Morgen verstorben.

Warum ?
Na, weil die 16 m³ Luft mit 22% Sauerstoff nicht über die Nacht hinreichen.

Also muß eine Belüftung her.

Jetzt wird es kompliziert.
Wärme drinnen halten, kalte Luft von außen zuführen, diese erwärmen, und CO2 abführen.
Das ist dann eine Aufgabe für die Klimatechniker.

...

mussdochgehen
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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von mussdochgehen » Do 16. Nov 2017, 10:05

Das ganze Thema bei Immobilien ist doch AUSSCHLIESSLICH begründet mit dem Wunsch .... oder den gesetzlichen Vorgaben... zur Energie Einsparung.

Meine Eltern wohnen sehr behaglich und recht luxuriös in ihrem riesen 70er Jahre Haus.
Es gab nie extra Dämmung ausser Fenstern in den 90ern...
Die Heizung ist 20 Jahre alt.

Das Einzige was es braucht um sich da totsl wohl zu fühlen ist ein grosser Kamin im Wohnzimmer und Erdöl in rauen Mengen.

Ich sehe auch absolut kein Problem ein winziges Wohnmobil immer ordentlich zu lüften und zu heizen.

Die Kosten dürften völlig irrelevant sein.

Die ökobilanz auf 10 Jahre eines high tec Koffers zur einfach hätte wäre auch mal spannend :)

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von midlifecrisis » Do 16. Nov 2017, 11:46

Bekomme morgen eine Lieferung Rechteckrohr und hoffentlich auch schon die Laserteile.
Samstag werde ich das Wunderwerk dann mal heften, dann sehen wir weiter.

Zur Dämmung:
Ich habe weder Styropor noch Styrodur!
Ich habe PU Schaum, geschlossen poriger PU Schaum!
Der nimmt praktisch kein Wasser auf.
Dieser Schaum ist zwischen Siebdruckplatten ein laminiert die praktisch Diffusionsdicht sind.

Das von Christoph prophezeite Schwitzen an teilen der inneren Stahlkonstruktion wird sehr wahrscheinlich eintreten.
Aber was soll passieren?
Es bilden sich unter bestimmten Voraussetzungen Tau oder Tröpfchen auf den Rahmenprofilen um Stauraum.
Was soll passieren?

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von AndreasE » Do 16. Nov 2017, 12:35

midlifecrisis hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 11:46
Das von Christoph prophezeite Schwitzen an teilen der inneren Stahlkonstruktion wird sehr wahrscheinlich eintreten.
Aber was soll passieren?
Es bilden sich unter bestimmten Voraussetzungen Tau oder Tröpfchen auf den Rahmenprofilen um Stauraum.
Was soll passieren?
Es wird wohl nicht viel Sichtbares passieren.
Über die Zeit ein paar Schimmelflecken und Sporen, die die Atemluft in der Kabine eine Spur würziger werden lassen.
Braucht wohl auch eine gute Belüftungsstrategie für die Pausenzeiten, wenn die Hütte nicht bewohnt ist.

Ullrich Dolde hat diesem Thema ein paar Seiten in seinem vermutlich allseits bekannten Buch im Rahmen der Nachbehandlung seiner ursprünglichen Isolierung gewidmet (Seite 168-174)
LG,
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Zuletzt geändert von AndreasE am Do 16. Nov 2017, 13:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von A N D R E A S » Do 16. Nov 2017, 12:51

Meine Überlegungen zum Thema "schwitzen":

In den BW-Sheltern wird die erwärmte Luft zunächst an den Wänden entlang geführt, um Schwitzwasser an den Wänden zu vermeiden?!

Für frostsichere Tanks plane ich einen doppelten Boden, in den die warme Luft eingeblasen wird. Der eigentliche Fußboden soll an den Rändern Schlitze bekommen, durch die die warme Luft dann nach oben in den Wohnraum strömen kann. Alle Schränke werden ca. 3cm Abstand von der Wand haben. Alle Kanten des Wohnwürfels werden zusätzlich mit einem schrägen Teil isoliert, sodaß sich nur stumpfe Winkel ergeben für eine bessere Luftführung (und sich kein Schimmel dort bildet).
Ein ständiger Luftaustausch ist eingeplant. Kostet zwar Heizenergie, hält aber Feuchtigkeit und Schimmel fern.

Gegenargumente?
A N D R E A S

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 16. Nov 2017, 13:11

Hallo,
midlifecrisis hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 11:46

Das von Christoph prophezeite Schwitzen an teilen der inneren Stahlkonstruktion wird sehr wahrscheinlich eintreten.
Aber was soll passieren?
Es bilden sich unter bestimmten Voraussetzungen Tau oder Tröpfchen auf den Rahmenprofilen um Stauraum.
Was soll passieren?
Rost.

...

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 16. Nov 2017, 13:17

Hallo,
A N D R E A S hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 12:51

Ein ständiger Luftaustausch ist eingeplant. Kostet zwar Heizenergie, hält aber Feuchtigkeit und Schimmel fern.

Gegenargumente?
Klassischer Fall von Wasser rausheizen.

Einfachste Möglichkeit für den Betrieb von BW-Kabinen.

Ich kenne jemanden in Dachau, der trocknet auf die Art und Weise seit Jahren das undichte Kellermauerwerk seines Wohnhauses von innen.

...

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von midlifecrisis » Fr 17. Nov 2017, 00:35

AndreasE hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 12:35
midlifecrisis hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 11:46
Das von Christoph prophezeite Schwitzen an teilen der inneren Stahlkonstruktion wird sehr wahrscheinlich eintreten.
Aber was soll passieren?
Es bilden sich unter bestimmten Voraussetzungen Tau oder Tröpfchen auf den Rahmenprofilen um Stauraum.
Was soll passieren?
Es wird wohl nicht viel Sichtbares passieren.
Über die Zeit ein paar Schimmelflecken und Sporen, die die Atemluft in der Kabine eine Spur würziger werden lassen.
Braucht wohl auch eine gute Belüftungsstrategie für die Pausenzeiten, wenn die Hütte nicht bewohnt ist.

Ullrich Dolde hat diesem Thema ein paar Seiten in seinem vermutlich allseits bekannten Buch im Rahmen der Nachbehandlung seiner ursprünglichen Isolierung gewidmet (Seite 168-174)
LG,
Andy
Was schimmelt? Das Stahlrohr oder die Beschichtung der Siebdruckplatte daneben?

Vermutlich ist es sogar besser wenn die Luft "definiert" an der Oberfläche des Rohrs auskondensiert als irgendwo anders...


Nochmal kurz zum Konzept?
Es laufen ja auch keine 120x60x5 Rohre über die gesammte Länge durch den Boden. Die Robre sind KOMPLETT innen, nur an den den Konsolen vom Fahrzeugrahmen kommen 12mm Bleche über eine Länge von 200mm senkrecht nach unten. Davon gibt es 10 Stück. Also wenn du so willst 124mm2.

Eventuell könnte man die Verbindungen der Rahmen an den Konsolen thermisch noch besser entkoppeln wenn man zwischen die Stahlflächen z.B. einen Kunststoff legt. Da müsste ich aber erst ein paar Leute fragen inwieweit das Statisch machbar ist.

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von midlifecrisis » Fr 17. Nov 2017, 00:38

4x4-6x6 hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 13:11
Hallo,
midlifecrisis hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 11:46

Das von Christoph prophezeite Schwitzen an teilen der inneren Stahlkonstruktion wird sehr wahrscheinlich eintreten.
Aber was soll passieren?
Es bilden sich unter bestimmten Voraussetzungen Tau oder Tröpfchen auf den Rahmenprofilen um Stauraum.
Was soll passieren?
Rost.

...

Der Rahmen wird zumindest aussen grundiert und innen ggf. mit Holraumkonservierung gefüllt. Da ich den Koffer für meine ersten Erfahrungen aber erst mal mit vertretberem Bidvet auf eine Lebensdauer von 15 Jahren auslege sollte selbst ein unbehandelter Rahmen aus 5mm ST52 (im Innenbereich) so lange halten...

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Re: Hilfsrahmen innenliegend

Beitrag von Saarkat » Fr 17. Nov 2017, 11:10

Mahlekolben hat geschrieben:
Do 16. Nov 2017, 02:46

Die Hütten, durch die es richtig pfeift, haben die wenigsten Probleme mit Rost und Schimmel. Dem gegenüber stehen meist Heiz-, seltener Kühlkosten.

Richtig, und es sind in vielen Fällen wohngesunde Innenräume, wenn nicht in den 60er-80er Jahren bei Renovierungen zu viel "Scheiß" eingebaut wurde.


Das Problem: Was will man?
Diese Frage kontere ich mit: Was wird einem heute vorgeschrieben, was man alles haben wollen muss?

Dreifachverglasung, Luftumwälzung etc. lesen sich zwar schön modern, kosten aber Kohle. Den Gammel in der Bude beseitigen nebst sämtlichen Klamotten, die dann der Entsorgung zugeführt werden, kostet ebenfalls. Außerdem stinkt die Luft, ständig ist man elektrisch: alles, was man anpackt, funkt zurück.
Die Frage ist doch, ob sich das gegeneinander aufwiegen kann, oder ob gar ein Kandidat (Luftzug vs. Dreifachverglasung) irgendwann einen Vorteil erwirtschaften kann.

Es ist vielleicht ein Stück weit der deutschen Mentalität geschuldet, Burgen für die Ewigkeit bauen zu wollen, um dem Eingeborenen am Lagerfeuer etwas von Ingenieurskunst erzählen zu können.

Naja, etwas "smart" gehört ja heute auch noch dazu. Vielleicht gehört die Isolierung einfach zum iPhone, womit sich der Kreis schließen könnte.

Fakt ist jedenfalls, dass man sich gerade im Bereich der Isolation durch aufwändige Lösungen viele kleine Baustellen eröffnen kann, die auch erst mal wieder geschlossen werden wollen, um ein in sich rundes Konzept darzustellen.

Was man aktuell im Bereich Neubau vorschreibt, um von Deutschland aus das Schmelzen der Pole zu stoppen, ist der helle Wahnsinn. Klar, man muss was tun, aber wir alleine werden es nicht richten. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Gesamtökobilanz solcher Buden passt, aber egal. Fakt ist, dass es auf dem ganz normalen Markt ausreichend gute/sehr gute Baustoffe (Ziegelsteine, Lehm- oder Kalkputz, Silikatfarben, Kalkfarben, Hanfdämmung, Pellets, Hackschnitzel oder Holzheizung, Bodenbeläge aus hiemischen Hölzern, Tonziegel, Zellulose, Schafwolle, Jute, Holzweichfaser, und viele ander mehr.....) gibt, um ein raumklimatisch und wohngesundes Haus zu bauen, dass auch energetisch top ist. Man muss nur die Bereitschaft und die Fähigkeit mitbringen, die Mehrkosten zu schultern. Für lau gibts das nicht.


Vielleicht macht hier ein billig geschossener Wohnwagen, den man sich auf die Pritsche schnallt, oder gar eine zusammen getackerte Bretterbude mehr Sinn, nur um auch tatsächlich auch mal auf die Piste zu kommen. Schön in olivgrün-bunt kann das Ding dann immer noch kunstvoll angemalt werden.

Wäre ne Möglichkeit


Flughäfen wollen in Berlin, Bahnhöfe in Stuttgart gebaut werden...

Das wird nicht besser werden, da die Zahl derer, die als reine Theoretiker auf die Menschheit losgelassen werden, immer mehr ansteigt. Ingenieure mit parktischer Erfahrung und Ahnung, die in der Lage sind, einem normalen Handwerker annähernd das Wasser reichen zu können, gehören zur aussterbenden Spezies. Es muss sicher nicht in alles Fällen der Fall sein, aber wenn ich nur aufgrund meiner akademischen Ausbildung und der somit erlangten Posititon der Meinung bin, alle anderen seien doofer als man selbst, dann muss man höllisch aufpassen, dass einem die vermeintlich Doofen nicht irgendwann mal zeigen, wo der sprichwörtliche Hammer hängt. Die steigende Anzahl derer, die nur noch wenig Plan haben aber immer auf dicke Hose machen wollen, war mit ausschlaggebend dafür, dass ich mich komplett aus dem gewerblichen Bereich zurückgezogen habe. Ich habe mir zwar immer einen Spaß draus gemacht, diese, sorry, Arschlöcher, bloß zu stellen oder, wenn sie förmlich darum gebettelt haben, auch mal an die Wand zu fahren, aber das war irgendwann nur noch nervig, zeitraubend und nicht zielführend. Ich lass mich überraschen, wo diese Reise noch hingeht.....




In Sachen Foamglas war es mir nicht bewusst, dass dieses Material für den quasi "geschüttelten Einsatz" nicht tauglich ist. Wieder was dazu gelernt.
Wie schon geschrieben, die Kabine ist nicht meine Baustelle, aber ich denke, dass es auf Dauer nur mit entsprechender Technik kondensat- und somit schimmelfrei bleiben wird. Es spielen halt übers Jahr betrachtet ganz viele Faktoren eine Rolle.
Gruß

Christoph


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