Alles mit Strom - ohne Gas?

midlifecrisis
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Di 8. Aug 2017, 14:08

egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Klimatisierung:
Wir haben bisher keine Klimaanlage eingebaut weil mich bisher keine wirklich überzeugt hat. Alles was für Fahrzeuge gedacht ist, ist sehr ineffizient und macht zum längeren durchgehenden Betrieb entweder einen Stromanschluss oder einen Generator nötig. Einen typischen Generator will ich aus Lärmgründen, Platzbedarfs und des nötigen Wartungsaufwandes nicht.

Wahrscheinlich wird es eher noch eine sehr effiziente Inverter-Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion. Deren Strombedarf kann man im Sommer vielleicht gerade noch so decken. Im Winter ist sie nur eine Notlösung, außer man hat einen Generator an Bord.
Damit meinst du eine handelsübliche Splitklima?
Also mit Außen- und Innengerät?
Ich bin mir halt nicht sicher wie die mit den Vibrationen klarkommen.

Ich kenne diese Dacheinbaugeräte nur so das sie einen enormen Krach machen.
Also vor dem Schlafengehen 10 Minuten Vollgas und dann schnell wieder aus.

egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Heizung:
Heizung ist eine gewöhnliche Wasser Dieselheizung von Webasto, die im Motorraum eingebaut ist.. Diese heizt das Warmwasser und zwei Wasser-Luft-Wärmetauscher dienen zur Schnellaufheizung. Ein weitere Wasser-Wasser Wärmetauscher versorgt den Heizkreislauf mit Konvektoren und Heizkörpern. Dieser Kreislauf kann auch elektrisch geheizt werden und basiert auf Aldekomponenten. Der Umlauf ist absolut lautlos.
Kannst du die Komponenten mal genauer beschreiben oder verlinken?
egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Solar:
Schau Dir mal die Maße der Module genau an. Auf einem 6 m Koffer bekommst Du keine 3-4 kW.
naja das war vielleicht etwas überspitzt, aber 2kW sind drin (nur AUF dem Koffer).
egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Lüftung:
So was hatte ich mir auch überlegt aber wegen des Platzbedarfs für die Kanäle und der langfristigen Verschmutzung verworfen.
Das ist bei Lüftungsanlagen immer ein Thema.
Aber abgesehen von regelmäßigem Austausch bzw. Reinigung der Filter braucht so ein 7m Koffer auf kein komplexes Rohrsystem - somit sollte das leicht zu reinigen sein wenn man sich hier ein paar Gedanken macht...
egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Generell:
Komplexe Systeme sind eher von Nachteil. Eine komplizierte Steuerung braucht man bei einem einzigen Raum mit 15 qm Wohnfläche nicht.
Komplex eher mit den Hintergedanken das System energieeffizient und redundant wird.
Mit einer sinnvollen Regelung der Funktionen heizen, kühlen, lüften und ggf. trockenen können ggf. ein paar kwh gespart werden die im autarken womo entscheidend sind.

Nehmt mein Geschwätz diesbezüglich nicht für voll, ich habe keine Ahnung von Wohn- und Expeditionsmobilen.
Aber von Gebäudeautomation verstehe ich was. Ob es clever ist die dortigen Philosophien ins Womo einbliesen zu lassen wird sich zeigen.

egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Eine Warmluftheizung macht nur Umluft.
Danke!

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ALu
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Di 8. Aug 2017, 14:33

midlifecrisis hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 14:08
Damit meinst du eine handelsübliche Splitklima?
Also mit Außen- und Innengerät?
Mach bitte nicht den Fehler wie ich, und baue so eine Truma Wohnmobil-Klimaanlage ein. Die funktioniert zwar, aber da das komplette Gerät im Koffer ist, und man die Zuleitungen ( Lüftungskanäle etc. nicht wirklich dich bekommt, ist das ein Einfallstor erster Güte für Staub.
Emil meint eine Klimaanlage mit Innen und Außengerät. Es gibt einige Mobile, wo so etwas verbaut ist, und funktioniert. Da gab´s auch mal einen Thread dazu.
midlifecrisis hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 14:08
naja das war vielleicht etwas überspitzt, aber 2kW sind drin (nur AUF dem Koffer).
Die haben egn und ich auch auf dem Dach.
midlifecrisis hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 14:08
Das ist bei Lüftungsanlagen immer ein Thema.
Aber abgesehen von regelmäßigem Austausch bzw. Reinigung der Filter braucht so ein 7m Koffer auf kein komplexes Rohrsystem - somit sollte das leicht zu reinigen sein wenn man sich hier ein paar Gedanken macht...
Du wirst für Kühlschrank/Gefrierschrank sicher Lüftungsöffnungen im Koffer haben. Dadurch findet auch ein regelmäßiger Luftaustausch statt. Denk´ dran, die verschliessbar zu machen: Staub ...
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Di 8. Aug 2017, 15:20

ALu hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 14:33
Du wirst für Kühlschrank/Gefrierschrank sicher Lüftungsöffnungen im Koffer haben. Dadurch findet auch ein regelmäßiger Luftaustausch statt. Denk´ dran, die verschliessbar zu machen: Staub ...
Ich habe keine ständigen Öffnungen im Koffer, auch nicht für Kühl-/Gefrierschrank.

Bei uns sind die Geräte etwa 25 cm von der Außenwand abgesetzt, was gleichzeitig auch als Garderobe genutzt wird.Die Wärme wird über Öffnungen und bei Bedarf über Lüfter in den Innenraum transportiert. Im Sommer wird diese Wärme über die normalen Öffnungen wie Fenster weg gelüftet und wenn es kalt ist dann wärmt das zusätzlich den Innenraum, und erspart uns bei Temperaturen über 0° C auch den Betrieb der Dieselheizung.

Was wir noch haben ist eine Dampfabzugshaube über dem Kochfeld mit einer elektrisch betätigten Klappe außen.

Der Koffer im Prinzip staubdicht. Uns ist noch nicht aufgefallen dass größere Mengen Staub eingedrungen wären, selbst als wir 100te km auf staubigen Pisten in Russland gefahren sind.
Gruß Emil

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Wolfgang
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von Wolfgang » Di 8. Aug 2017, 20:50

Mischmasch von Mittenzentrierten und Bolzenzentrierten Felgen verkaufen
Ich denke das macht keiner aus purer Absicht, eher weil Fehler passieren wo Menschen arbeiten. Frei sprechen kann sich davon keiner.
Ich habe keine ständigen Öffnungen im Koffer, auch nicht für Kühl-/Gefrierschrank.
Das haben wir auch nicht, leider haben wir den Fehler gemacht den Kühlschrank direkt unter die Decke zu setzen um sich das bücken zu sparen. Bei großer Hitze bedankt sich dadurch der Kühlschrank durch Dauerlauf. Ich blase die warme Luft, ähnlich wie Emil, zwar in den Raum nur reicht das eben nicht. Habe mir dann einen Satz Anschlüsse gekauft um den Kompressor Unterflur montieren zu können. Aber daran habe ich mich noch nicht gewagt weil selbst durch die Schnellkupplungen immer etwas Kältemittel entweichen könnte falls mal der Kühlschrank raus muss. Zudem müsste ich dann Bohrungen nach außen vornehmen um die Leitungen zu legen und dass liegt mir momentan auch noch nicht so.

Gekocht wird bei uns mit Gas, davon habe ich genug an Bord und ich kann am Außenanschluss auch den Grill anschließen. Geheizt wird mit Diesel und einigen Wasserkreisläufen welche ich ja in der Vorstellung unseres KAT beschrieben habe. Ein Mischmasch aus allem halt - funktioniert aber tadellos.

Das Thema Klima hat mich auch schon interessiert - aber da bin ich der Meinung von Emil. Es gibt noch nichts was für uns in Frage kommen würde. Also quer lüften und gut ist es. Bei großer Hitze sitzt man meistens draußen im Schatten und Nachts kommt automatisch die Kühle.



Wolfgang
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Di 8. Aug 2017, 22:01

Von welchem Hersteller sind eure Batterien?
Egal wie ich es drehe und wende, bei LIFEPO4 kostet das kWh stolze 1000€.

20 kilo Geld für die Akkus ist eine große Nummer...

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von A N D R E A S » Di 8. Aug 2017, 22:35

Unter www.faktor.de gibt es Winston-Zellen für 500 - 700 € /kWh
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Mi 9. Aug 2017, 06:55

Wenn man Winston will dann ist ev-power eine gute Addresse.

Ich habe kürzlich an anderer Stelle ausgerechnet dass man 2,5 kWh incl. Material und einfachen Singleboard BMS (60A) für 1.278,83 Euro bekommt.

Meine 4 Winston 100Ah Module sehen so aus:
LiFePO4-Akkus-small.jpg


Aber die bessere Alternative dürften mittlerweile die PylonTech Akkus sein. Sie haben ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mi 9. Aug 2017, 08:10

Danke für eure Tipps.
Die Polytec habe ich auch schon angeschaut.
Die machen aber nicht den Anschein dass sie für den mobilen Einsatz konstruiert sind.
Ich schau mir das nochmal genauer an.

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Mi 9. Aug 2017, 08:20

90 % der elektrischen Geräte in unserem KAT sind nicht für den mobilen Einsatz gebaut. :roll:

Du kennst die guten Federungseigenschaften des KATs 6x6 nicht, vor allem wenn er gut beladen ist. Er verhält sich dann eher wie eine Sänfte. :)

Ich hatte mal den Öleinfülldeckel auf dem Ladeluftkühlern aus versehen oben liegen lassen, bis mir nach etwa 15 km Schotterpiste einfiel dass ich da doch was vergessen hatte. :o

Was soll ich sagen, der Deckel lag immer noch oben drauf. :dance:

Deshalb habe ich auch keine so große Bedenken eine reguläre Splitklimaanlage mit entsprechender Lagerung einzubauen. Ich würde sie nur nicht während der Fahrt laufen lassen.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Mi 9. Aug 2017, 10:10

egn hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 08:20
Du kennst die guten Federungseigenschaften des KATs 6x6 nicht, vor allem wenn er gut beladen ist. Er verhält sich dann eher wie eine Sänfte. :)
Das werde ich dem KAT nochmal verdeutlichen, wenn wir wieder in Namibia auf Wellblech unterwegs sind ....
Aber wenn ich sehe, wie langsam dort andere langkriechen, scheint da schon ein Unterschied vorhanden zu sein. Ich hab´ halt keinen Vergleich zu blattgefederten Fahrzeugen.
Gruß

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von visual » Mi 9. Aug 2017, 11:19

A N D R E A S hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 22:35
Unter www.faktor.de gibt es Winston-Zellen für 500 - 700 € /kWh
Bei EV-Power biste sogar nur bei 320€ pro KWh
(also fast, 3,2V bei 300Ah)

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Mi 9. Aug 2017, 11:34

ALu hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 10:10
Das werde ich dem KAT nochmal verdeutlichen, wenn wir wieder in Namibia auf Wellblech unterwegs sind ....
Du musst nur schnell genug fahren. :mrgreen:

Allerdings geht das auf die Stoßdämpfer. Nach der Reise haben zwei Dämpfer geölt.
Aber wenn ich sehe, wie langsam dort andere langkriechen, scheint da schon ein Unterschied vorhanden zu sein. Ich hab´ halt keinen Vergleich zu blattgefederten Fahrzeugen.
Wir waren in Russland auf 100ten von km immer mit 70-80 km/h unterwegs. Damit fuhr es sich ganz gut. Die anderen Autos waren eher im Schritttempo unterwegs. :mrgreen:

Ich muss mal unseren Kola Film wieder ansehen. Vielleicht kann ich ja einen kleinen Ausschnitt hochladen.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Mi 9. Aug 2017, 11:36

pshtw hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 15:06
...damit ist Dir immerhin der Rekord des Mannes mit den Schlüpfer Gummis verwehrt geblieben :clap:
Ok, ich hab´ lange überlegt: meinst du mit Schlüpfer-Gummis Bergeseile?
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Mi 9. Aug 2017, 11:40

visual hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 11:19
Bei EV-Power biste sogar nur bei 320€ pro KWh
(also fast, 3,2V bei 300Ah)
... ohne Versandkosten und MwSt.

Wirf die Produkte einfach mal in den Warenkorb und Du siehst die Gesamtkosten.

Mit etwas Zubehör und BMS landest Du über 500 €/kWh.
Zuletzt geändert von egn am Mi 9. Aug 2017, 13:01, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Mi 9. Aug 2017, 11:54

Zum Thema Staub:

https://www.youtube.com/watch?v=Ya2L06gU5VA ab ca. 1:30

Zum Thema Wellblech war das bisher die heftigste Strecke, von Purros nach Sesfontein. Keine Chance, da schneller als 40-50 zu fahren.

https://www.youtube.com/watch?v=5vVPhEgswHo

Und die letzte Mutprobe (die ich niemals machen werde ... Na ja, jedenfalls nicht alleine.)

https://www.youtube.com/watch?v=IOEUKGXYtOA

Ok, und jetzt wieder zurück zum Thema ...
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von visual » Mi 9. Aug 2017, 14:34

egn hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 11:40
visual hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 11:19
Bei EV-Power biste sogar nur bei 320€ pro KWh
(also fast, 3,2V bei 300Ah)
... ohne Versandkosten und MwSt.

Wirf die Produkte einfach mal in den Warenkorb und Du siehst die Gesamtkosten.

Mit etwas Zubehör und BMS landest Du über 500 €/kWh.
achso die Rede war von den kosten inkl. BMS und Zubehör :mrgreen:
gut Klar, dann passt es.
Dann wäre man bei 4x 300Ah Zellen inkl. BMS bei ziemlich genau 2k€

Inkl. Steuern kostet die Zelle bei Faktor.de und EV-Power im übrigen das gleiche :D

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fun-ski
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von fun-ski » Mi 9. Aug 2017, 17:14

ALu hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 11:36
pshtw hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 15:06
...damit ist Dir immerhin der Rekord des Mannes mit den Schlüpfer Gummis verwehrt geblieben :clap:
Ok, ich hab´ lange überlegt: meinst du mit Schlüpfer-Gummis Bergeseile?
Genau den meinte er :? :mrgreen:
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mi 9. Aug 2017, 17:17

fun-ski hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 17:14
ALu hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 11:36
pshtw hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 15:06
...damit ist Dir immerhin der Rekord des Mannes mit den Schlüpfer Gummis verwehrt geblieben :clap:
Ok, ich hab´ lange überlegt: meinst du mit Schlüpfer-Gummis Bergeseile?
Genau den meinte er :? :mrgreen:
Ich glaube so langsam blick ich´s auch... :-)

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Do 10. Aug 2017, 08:47

egn hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2017, 06:55
Meine 4 Winston 100Ah Module sehen so aus:
LiFePO4-Akkus-small.jpg
Hallo Emil,

hast du deine Module irgendwo beschrieben? Ich habe hier noch 16 Stück 160Ah Module und würde gerne zwei 24V Blöcke mit BMS für unseren Stapler basteln.

Welches BMS verwendest du? Ich verwende im KAT das alte ECS LiPro 1-1 V1, das LiPro1-6 Active ist mir für die Spielerei aber mit 80,- EUR / Zelle zu teuer. Das LiPro 1-1 hat leider die blöde Angewohnheit, sehr warm zu werden und dann LVP und OVP gleichzeitig auszulösen. Das passiert aber nur, wenn man per Ladegerät und hohen Strömen lädt, und die Zellspannungen etwas auseinander liegen. In der Praxis / unterwegs macht sich das nicht bemerkbar (Solarstrom, Lichtmaschine, keine hohen Ladeströme), und wenn man die Kennlinie / Spannungen der Ladegeräte entsprechend anpasst geht das auch.

Wie hast du die Ansteuerung / Abschaltung der Ladegeräte gelöst, und wie die Abschaltung / Zuschaltung der Verbraucher?

Wie werden die einzelnen Blöcke miteinander verdrahtet (ich meine die Signaleingänge / Ausgänge) ?

Ich werde dann einen eigenen Thread daraus machen ...
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Do 10. Aug 2017, 09:12

Ist euch - abgesehen von verbauten BMS - ein qualitativer Unterschied zwischen Winston und z.B. Victron bekannt oder kommt der Inhalt grundsätzlich vom gleichen Chinesen?

Ein Aufbau mit Winston Einzelzellen gefällt mir.
Vor allem die Möglichkeit beim Ausfall einer Einzelkomponente (Zelle/BMS) selber reparieren zu können.

Angenommen ich will rund 15 kWh einbauen.
Würdet ihr einen Block mit 700Ah Zellen oder zwei Blöcke mit 300Ah Zellen realisieren?

Mir gefällt die Redundanz von zwei unabhängigen Blöcken.
Eigene PV, eigene Laderegler, eigene WR - erst auf 230V Seite werden die WR (z.B. Victron Multi) verbunden.
Was seht ihr in diesem Ansatz für Nachteile?


Bei 300Ah und 3kW WR bin ich mit 125A bei 300h noch deutlich unter 0,5C Laststrom, und der Ladestrom von 1kW PV sollte auch nicht schmerzhaft für die Zellen sein. (Alles 24V)

Hat die Lichtmaschine vom KAT grundsätzlich 150A?
Oder habt ihr da was anderes eingebaut?

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Do 10. Aug 2017, 09:26

midlifecrisis hat geschrieben:
Do 10. Aug 2017, 09:12
Würdet ihr einen Block mit 700Ah Zellen oder zwei Blöcke mit 300Ah Zellen realisieren?
Auf jeden Fall mindestens zwei Blöcke. Fällt bei einem Block auch nur eine Zelle aus, hast du gar nichts mehr. Bei zwei Blöcken hast du noch die Hälfte. Also entweder zwei Blöcke mit je 400Ah oder 3 Blöcke mit je 300Ah. Je mehr Blöcke, desto mehr Balancer / Kosten / Verkabelungsaufwand.
midlifecrisis hat geschrieben:
Do 10. Aug 2017, 09:12
Eigene PV, eigene Laderegler, eigene WR - erst auf 230V Seite werden die WR (z.B. Victron Multi) verbunden.
Was seht ihr in diesem Ansatz für Nachteile?
Keine, wenn das mit dem Multi geht. Meine beiden WR werden aus den zusammengeschalteten Blöcken versorgt. Wenn die WR aus unterschiedlichen / getrennten Blöcken versorgt werden, müsste man da nicht auch eine Art Balancing bei der Entnahme betreiben?
midlifecrisis hat geschrieben:
Do 10. Aug 2017, 09:12
Hat die Lichtmaschine vom KAT grundsätzlich 150A?
Oder habt ihr da was anderes eingebaut?
Die Standard LiMa hat 55A. Emil hat eine von Mastervolt, dazu sind aber Anpassungen notwendig (Halterung). Ich habe die Standard-LiMa, weil ich ggf. noch einen Klimakompressor einbauen wollte, und 150A LiMa plus Klimakompressor dann wahrscheinlich doch etwas zu viel ist. Andere LiMas sollen auch passen, nutze dazu bitte die Suchfunktion.
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Do 10. Aug 2017, 10:42

Ich werde die Details meiner Winston Blöcke in meinem Solarkraftwerk Thread mehr im Detail beschreiben.

Ich habe 8 völlig unabhängige Batteriemodule in Aluminium und Edelstahlkästen eingebaut. 4 davon sind mit Winston 100Ah (Tall) Zellen realisiert.

Ich verwende für jedes der Module je zwei speziell für mich in China gefertigte Single-Board BMS und einen aktiven Balancer.

Die Eigenschaft von Single-Board BMS ist dass sie in die Minusleitung eingeschleift werden und in der Regel über viele parallel geschaltete FETs einfach die Verbindung auftrennen wenn die fest im BMS eingestellten Parameter unter- oder überschritten werden. D.h., wenn was nicht stimmt dann schaltet sich das Modul einfach komplett ab. Andere Module werden weiter Strom liefern, außer alle haben Unterspannung, oder alle haben Überspannung. Im Prinzip schützt so ein Single-Board BMS einfach nur die Zellen. Es gibt keinerlei Signalleitungen.

Dadurch dass so ein BMS in die Minusleitung eingeschleift ist begrenzt es auch den maximalen Strom. Meine Module sind auf 100 A Dauerlast ausgelegt. Ein BMS alleine kann schon 100A Dauerlast und 200 A Spitze, aber ich habe zur Reduktion des Spannungsabfalls immer zwei parallel geschaltet. Abgesichert sind die Module dann mit 100 A DC fähigen Leitungsschutzschaltern.

Da das BMS auch ein Top Balancing macht, wäre im Prinzip das System schon komplett, allerdings ist der Balancer Strom mit etwa 200 mA für 100 Ah Zellen viel zu klein. Dies könnte man mit den üblichen Cell Balancern aber problemlos ergänzen. Man braucht keine Steuerung der Ladequellen, denn wenn bei diesem BMS über 3,5 V steigt schaltet sich der Balancer für die Zelle ein. Sobald 3,65 V überschritten werden, wird die gesamte Batterie hochohmig bis die Spannung aller Zellen wieder unter 3,5 V abgefallen sind. Damit konnte diese Lösung mehr oder weniger die alten Bleibatterien ersetzen ohne irgendwelche zusätzlichen Leitungen zu legen und Relais zu installieren.

Ich habe aber jeweils einen aktiven Balancer installiert der die Spannung der Zellen ständig auf etwa 10 mV genau angleicht. Um die LiFePO4 Batterien möglichst nur in einem Bereich von 10 - 90 % Ladestand zu betreiben lade ich mit Solar nur bis zu einer Spannung von 3,4 V pro Zelle, und mit der Lichtmaschine bis maximal 3,5 V pro Zelle, wobei der Regler so eingestellt wird dass nur eine sehr kurze Zeit mit dieser Spannung geladen wird. Mit dem Netzladegerät lade ich normal nie, sondern nur im Winter um die noch vorhandenen AGM Batterien zu laden. Dann sind aber die LiFePO4 Batterien mit einem Ladestand von 50 % (3,30 V/Zelle) im Winterschlaf.

Das Ziel mit möglichst wenig Umbauaufwand von AGM nach LiFePO4 zu migrieren wurde voll erreicht.

@midlifecrisis:
Der wesentliche Unterschied zwischen Victron und Winston ist dass Du bei Victron ein Komplettsystem mit BMS bekommst. Allerdings kostet das halt auch wesentlich mehr.

Ich würde auf jeden Fall zumindest 2 unabhängige Blöcke machen. Ob man die erst auf 230 V zusammen schaltet ist Geschmackssache. Ich habe eine Kopplung schon auf DC-Seite und dafür eine komplette Trennung auf 230 V Seite. Ich kann jeden 230 V Verbraucher einzeln entweder auf den einen oder anderen Wechselrichter schalten.

Die Belastung ist für Deine Batteriegröße völlig ok.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von Nobody » Mo 14. Aug 2017, 18:45

Nochmal zur Klimaanlage.
@ Wolfgang: Stimmt, Nachst wird es immer kühler.

Haben wir bislang auch immer gedacht.
Seit wir durch den Iran gefahren sind und jetzt uns in den Emiraten aufhalten ist eine Klimaanlage unumgänglich.
Tagüber 50°C und Nachts 37°C. Ist zwar deutlich kühler aber an Schlaf ist nicht zu denken. Wir schwitzen wie verrückt.
Unter 30°C sollten es schon sein.
Aber wenn Ihr in den Tropengürtel fahrt gibt es ein anderes, viel größeres Problem, das ist die Feuchtigkeit. Und da geht nichts mit querlüften.
Alles wir feucht.
Hier hilft nur eine Inverter Split-Klimaanlage die für Temperaturen von mindestens 50°C ausgelegt ist. Es gibt viele bis 46°C, die funktionieren aber nicht immer.
Der Stromverbrauch hält sich bei den neuen Geräten auch in Grenzen, wir kommen derzeit ohne Generator aus. Größe 9000 BTU.
Über die Haltbarkeit kann ich noch keine Auskunft geben. Wir sind bis jetzt erst 1200km Asphalt, Piste und Sand gefahren. Auf der Straße haben wir die Klima schon ein paar mal angelassen, war kein Problem. Im Gelände würde ich es aber auch nicht ausprobieren, Kondenswasserablauf.

Grüße aus Dubai
Gerd
In der R u h e liegt die K r a f t
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von urologe » Di 15. Aug 2017, 10:59

Zentralgestirn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:45
Lese die HP von dem von dir so hoch gelobten Mann bitte noch mal deutlich aufmerksamer durch. Ich kann mir die Differenzen zwischen deiner Version und dem was ich auf der HP finden konnte nicht erklären. [/quote]

@ Sebastian ,
"Jemandem eine zweite Chance geben " ist doch heute absolut in - insofern sehe ich da nichts Verwerfliches und hat mit Hochloben nichts zu tun . Da ich keine Arbeit bei Nils Alberts habe machen lassen , kann ich seine Qualifikation auch nicht beurteilen . Aus erster Hand habe ich bisher keine Beschwerden über seine Arbeiten gehört . Der Hinweis , bei Angebotserstellung ihm einen schönen Gruß von mir zu bestellen , beruht einzig und allein auf der Tatsache , daß ich vor Jahren , seine Verfehlung , eine excklusive Fremdkabine als seine eigene Arbeit auszuweisen , recherchiert und publik gemacht habe . Das hatte ihm sicher nicht gerade gut getan aber m.E. wieder auf den rechten Weg gebracht . Fehler passieren wohl in jeder Werkstatt einmal . Objektivität darfst du bei mir voraussetzen .


@ Markus ,
ich würde mir bei einem Neubau nur einen Betrieb auswählen , der komplett anbietet ,
um äußerst lästige gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Kabinenbauer, Zwischenrahmenhersteller und Elektro/Wasser-Gewerk zu vermeiden.
Sehr viele unzufriedene posts in den Foren beruhen alleine auf diesem Problem.
Ich will in einem ständig vibrierenden Lkw keine Gasleitungen , deshalb alles mit Strom .Trotz 1,5 Kw Solarstrom brauchen wir im Winter den Generator , um die Batterien bei Standzeit über 3 Tage wieder zu füllen . Lithiumbatterien mit dem entsprechendem Gewicht und höherer Kapazität könnten vielleicht gerade eben reichen , verlangen aber eine viel größere Pflege als ich sichern könnte.
Gruß
Ralf
Vorsorge tut gut - KAT fahren !
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pshtw
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von pshtw » Di 15. Aug 2017, 13:26

Moin,
Machen kann man ja alles, angeblich demnächst sogar elektrisch fahren.
Aber: solange in einer grauen 11 kg Flasche für 20 euro 2 wochen Urlaub stecken, inkl duschen, kochen, backen, kühlen und grillen kann man auch mal bei den einfachen Lösungen bleiben.
Die Flasche außerhalb vom Fahrzeug und gut ist. Wir sprechen hier von 30 mBar, das könnte man aus Trinkhalmen gasdicht zusammen stecken....
Wer es nicht schafft sowas aus 1mm wandstarken Stahlleitungen mit schneidringverschraubungen hinzugekommen, der sollte auch keine Stromkabel verlegen, die scheuern dann auch blank und die 500 ah fackeln die Bude ab..... :roll:
Gruß
Peter
7.AllradBlütenspannerTreffen 3. bis 5. Mai 2019 !!!

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