Ladekran ATLAS 3006

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4x4-6x6
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Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 30. Mär 2015, 01:30

Moin,

ich suche einen zweiten Ladekran vom 8x8.
Gerne mit Lafette.
(Einen habe ich ja schon.)

Die Angebote aus Holland sind leider ein wenig teuer.

Hat irgendwer noch einen rumstehen ?

...

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woelf59
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von woelf59 » Mo 30. Mär 2015, 07:23

Hallo,

schau mal hier.

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... ref=search

Gruß Wolfgang

donossi
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von donossi » Mo 30. Mär 2015, 12:18

Hallo,

was wird so ein Kran wohl ungefähr kosten?
Kann man den auch auf den 4x4 vernüftig montieren?
Wie wird der angetrieben? Mit Strom und seperater Hydraulikpumpe oder muss man da die Hydraulik mit verlegen?

Gruss
Donossi

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manny
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von manny » Mo 30. Mär 2015, 13:06

donossi hat geschrieben:Hallo,

was wird so ein Kran wohl ungefähr kosten?
Kann man den auch auf den 4x4 vernüftig montieren?
Wie wird der angetrieben? Mit Strom und seperater Hydraulikpumpe oder muss man da die Hydraulik mit verlegen?

Gruss
Donossi
Der kommt mit an die Arbeitshydraulik, analog ist es bei den Vierachsern auch gelöst.

Gehen tut das, es gibt schon einige Umbauten, und von der BW gibt es auch eine Kleinserie mit dem Kran vorne auf der Pritsche... -Die wurden meines Wissens nach zu Dronen einsammeln gebaut. -Der Kran saß bei denen vorne auf der Pritsche.
Wer später bremst ist länger schnell...

Mein Fuhrpark:
BMW 320D Touring E46 Bj 2003
KTM EXC 500 Six Days 2018
MAN KAT 7t Mil GLw 462
MAN KAT 5t Mil GLw 461
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Christian
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von Christian » Mo 30. Mär 2015, 18:24

Das is richtig. Mittig vorne auf der Pritsche mit seitlich angebrachten Staukästen ( wegen der Abstützung vom Kran ). Schau mal beim Panzerbär unter Fahrzeug zur KZO-Rückholung.
Gruß
Christian

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4x4-6x6
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 21. Apr 2015, 22:11

Moin,

der ATLAS hat 3 Hydraulikschläuche.

Die Überwurfmuttern der Schläuche sitzen bannig eng neben dem E-Topf.

Mit welchem Werkzeug löst man am Besten die Verschraubungen ?

Die Vorschrift über die Truppeninstandsetzung gibt keinen Hinweis.

...

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4x4-6x6
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 21. Apr 2015, 23:31

Moin,

es könnte für die 18L-Verschraubungen ein 32er 'Hahnenfußringschlüssel' oder ein Klauenschlüssel sein ?

Der Hahnenfußringschlüssel hätte aber nur einen 1/2"-Antrieb.
Ein bischen wenig ?

Der Klauenschlüssel hätte nur zwei Löcher für Drehstifte.
Ein bischen wenig ?

...

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Zentralgestirn
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von Zentralgestirn » Mi 22. Apr 2015, 21:12

Du fragst nach einem Ring-Schlüssel für eine Verschlauchung :shock: Dann kannste ja pro Verschraubung einen mitbestellen :lol: ;) Das klappt nur bei Verrohrungen, denn die Schläuche sind entscheidend dicker wie Rohre und passen dann nicht mehr durch den Schlitz. Den Ringschlüssel dann über die GE oder was auch immer du dann verbaut hast zu bekommen um auf das Rohr zu kommen, dürfte nur mit viel Glück klappen. Zudem bin ich nicht sonderlich von den übertragbaren Drehmomenten von offenen Ringschlüsseln begeistert. Ein 1/2" Vkt kann das nötige Moment für eine 18L Verbindung übertragen, sogar noch für deutlich größere.

Die Klauenschlüssel haben oben ein Loch für einen Knebel, dass passt dann schon ganz gut.
Es gibt auch Maulschlüssel, wo das Maul 90° zur Seite vom Griff abgewinkelt ist. Man kann bei beiden nur alle 60° ansetzen, dass ist der Nachteil.

Grüße Sebastian

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 24. Apr 2015, 03:42

Moin,

also, nun sind die Schläuche ab.

Man braucht je einen Klauenschlüssel der Größe 32 und 24.

Leider reicht die Länge nicht aus.

Daher muß man noch einen Nutringsteckschlüssel aus MES 3 vom Magirus vorhalten.

Eigentlich wäre 22 richtig gewesen,
aber man hat für die Leckölleitung einseitig eine "S"-Verschraubung verwendet.
(Was die da bei einem Druck von 50 mbar soll, weiß nur der Konstrukteur.)

Die Haube vom Schleifring hatte keinen O-Ring als Dichtung.
In der TDV wird aber auf einen hingewiesen.
Was ist nun richtig ?

Dann die Polung auf dem Schleifring.
Ich finde nirgens eine Bezeichnung.
Notfalls muß ich im Hauptschaltkasten messen ?

...

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 1. Mai 2015, 20:51

Moin,

man könnte auch 2,2 to am Seil anhängen + Umlenkrolle.

Dann arbeitet aber nur noch die hintere Überlastsicherung.

...
MAN_KAT_Uml.jpg

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von Powerkat » Fr 1. Mai 2015, 21:25

Naja, dafür ist die Hintere Überlastsicherung ja auch da... damit egal durch welche Kostelation die Grundsäule nicht überlastet wird und der Windenschalter damit die Winde nicht überlastet ist....somit kannst du ruhig auch mit einer Losen Umlenkrolle arbeiten...

Marcel
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 9. Nov 2015, 08:10

Moin,

mein Atlas-Kran dreht nicht mehr.

Alle Funktionen ohne Problem,
aber drehen rechts/links jobbt nicht mehr.

Wo könnte der Fehler liegen ?

Die Drehbremse würde ich mal als erstes vermuten,
danach ein Fehler im Steuergerät.

Aber wie soll ich die Drehbremse auf 'Lösen' prüfen ?

Gibt es vielleicht etwas, was üblicherweise anfällig ist ?

...

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von supi532 » Mo 9. Nov 2015, 19:08

Moin, moin,

hatte ich am 10ter. Da lag es an der Bremse, die Scheiben die dort verbaut sind und wie Scheiben einer Mopedkupplung aussehen war total verrostet.
Alles entrostet, neue Dichtung aus Dichtpapier geschnitten, alles wieder zusammen gebaut, da gings wieder!

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 9. Nov 2015, 21:19

Moin,

das sähe dann so aus:
Schult_Bremse_Atlas.jpg

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supi532
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von supi532 » Di 10. Nov 2015, 10:43

genau, nur noch was mehr Rost bei mir :(


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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 10. Nov 2015, 16:50

Moin,

das ist ein Beispielbild.
(Sieht das so aus, wenn der Deckel ab ist ?)

Wie es bei mir original aussieht, kann ich noch nicht sagen.

Nun zur Durchführung:

Das diesbezügliche Kapitel Feldinstandsetzung habe ich gelesen.

Wenn man den Deckel mit den 6 Schrauben wech hat.
Kommt dann einem Öl entgegen ?
Ist das auf dem Foto von oben,
oder muß man die seitliche Hydraulikleitung wegbauen ?
Liegen die 'Zahnräder' in Öl ?
Über den Zusammenbau schreibt die TDV,
daß man die Zahnradscheiben wechselweise einlegen muß.
O.K.
Aber muß man den Außenring auch wegbauen ?
Ist da mutmaßlich auch innen im Außenring Rost ?
Dann gibt es in der Abbildung der TDV ein paar Spiralfedern.
Wo sitzen die ?
Unten oder oben im Außenring ?
Wenn die Drehbremse innen nun Natur aus 'trocken' seien soll,
und eingedrungenes Wasser die Zahnradscheiben hat verrosten lassen,
und sie schließlich entrostet sind:
Sollte man sie galvanisch verzinken ?
Sollte man sie einölen ?
Sollte man sie fetten ?
Wie dick muß / darf die Dichtug sein ?
Ich würde zusätzlich Dichtpaste verwenden.


Zusatzfage:

Wie funktioniert eigentlich so eine Drehbremse ?

Ich gehe bisher davon aus,
daß wenn Öldruck über die seitliche Leitung kommt,
die Bremse aufgehoben ist.

Aber was spielt sich im Inneren ab ?

Einfacher wäre ein Schneckengetriebe gewesen.
Das ist selbsthemmend.

...

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 10. Nov 2015, 19:37

Moin,

von außen sieht es so aus:
Atlas-Drehbremse.jpg

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Zentralgestirn
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von Zentralgestirn » Di 10. Nov 2015, 19:41

Hallo,

nehme dir ein klein wenig Geduld und ruf mal bei Zollern an. Ich hatte da letztes mal sehr nette und kompetente Hilfe bekommen. Hat aber lange gedauert, bis man mich an die richtige Stelle durchgestellt hatte. Die haben diverse Werke... Da ging es um ein Getriebe von 1982, also nicht viel jünger wie dein Kran ;)

Da einfach mal nett nach technischen Unterlagen und ein paar Tipps fragen.

Grüße Sebastian

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von Powerkat » Di 10. Nov 2015, 20:19

moin...lass ma...diese Bauart von Schwenkwerkgetrieben hat sich bewährt und wird auch heute noch so in Großkränen verbaut ...bei Schneckengetrieben gibt es viele andere Probleme ...egal ...

Die Bremse funktioniert ganz einfach : die Leitung welche dort dran geht ist die Steuerleitung um die Bremse zu öffnen , geschloßen wird sie von dem Federpaket ...

In dem oberen Block gibt es einen Ringkolben welcher mit der Steuerleitung betätigt wird,er wirkt den Federn entgegen . Die Kupplungslamellen funktionieren wie jede Lamellen Kupplung, bremse ...die einen Scheiben stützen sich am Gehäuse ab , die anderen Scheiben auf der Welle, das Federpaket drückt sie zusammen und blockt somit die Welle gegen das Gehäuse...wird nun das Steueröl auf den Ringkolben gedrückt ,bewegt er die Federplatte weg von den Lamellen so das sie sich gegeneinander verdrehen können...man koppelt den Steuerdruck zum Öffnen der Bremse mit dem Schwenkwerksmotor , die Druckverhältnisse lassen sich zueinander anpassen so das die Bremsöffnungskraft zu der Schwenkwerkskraft angepasst werden können ...da die Lamellenbremsen in der Regel auf der selben Übersetzungsstufe sitzen wie die Hydromotoren brauchen sie gar nicht so viel kraft , denn die Hydromotoren sind auch schwächer als man meint , die Kraft kommt immer erst in den nach geschalteten Übersetzungen in Form von Stirnrad bzw. Planetenstufen zu Stande...somit kann es schon genügen wenn die Beläge min. angerostet bzw. die Ringkolben schwergängig sind, durch die Federanzahl kann man auch noch ein wenig die Bremskraft beeinflussen ,wichtig ist nur das die Federanordnung immer symetrisch ist um ein Verkannten des Ringkolbens zu vermeiden ...bei klassischen Autokränen sind die Bremsen recht schwach da die Kräne nur in absolut waagerechter Position arbeiten dürfen ...bei unserem Atlas sind sie sehr Stark auch das Schwenkwerk ist sehr kräftig da man den Kran auch in gewisser Schräglage einsetzen darf
....die meisten Schwenkwerksbremsen laufen direkt unter dem Hydromotor und somit vor der Planetenstufe und damit im Öl ...bei unserer Bremse ist das etwas anders, sie sitzt ja neben dem Hydromotor , und der eigentliche Getriebeölstand ist nur für das untenliegende Planetengetriebe gedacht , somit kann der Antrieb und die Bremse schon mal trocken sein bzw. sogar durch Kondensfeuchtigkeit Rost ansetzen ... ich würde die Ganze Bremse ruhig ein wenig einölen ...gegen eine unverträglichkeit am besten normales Getriebeöl da dies ja auch unten drunter läuft ...zu viel einölen bringt hier aber auch nichts da es aus der Entlüftung kommen würde...also : alle säubern , einölen und montieren ...evtl. 2 oder 4 Federn raus lassen ....
Vom Fehlerbild her müsste es bei dir aber so gewesen sein das du angesteuert hast , und man der Hydraulik angehört hat das sie eigentlich schwenken wollte aber es nichts passiert ist , das Öl ist dann mit 190 Bar abgeregelt über das Überdruckventil abgeleitet worden ...??

Mein HallenAtlas zickt auch ab und an am Schwenkwerk ...und ich glaube seit jetzt weiss ich auch warum ...es war ja mal der vom Jörg :lol: reden wir vom selben Kran ? da werde ich doch gleich mal ölen gehen ....

Marcel
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von Powerkat » Di 10. Nov 2015, 23:44

so, hab meine Schwenkbremse wieder zusammen ...sah eigentlich soweit recht fit aus ,glaube das war doch ein anderer Kran als Jörg meinte...die Beläge waren sogar leicht eingeölt und alles Rostfrei aber er war bestückt mit vollem Federpacket , gem . TDV gehören ja schon mal mind. 4 weniger rein ...hab ihn mal ganz ohne Bremse bewegt, geht doch einiges geschmeidiger also mal bis auf 4 Federn alle raus ... :roll: wie gesagt alles hallenkran ist er bei mir ja Schwenkwerksmäßig geschont....alles schön eingeölt und wieder zusammen ...
Hab mich nochmal genauer mit dem Schaltplan befasst , und bei mir im Betrieb die Drücke geprüft und würde mal so in den Raum werfen , das da vermutlich ein Zeichenfehler drin ist ...
gem. Schaltplan sitzen im Sicherheitsventil für das Schwenkwerk 4 Sicherheitsventile : jeweils für jede Drehrichtung 2 , von der Funktion her soll es so laufen das ein Umgehungsventil vor dem Hydromotor bei 140 Bar ansprechen soll um den Hydromotor vor Überlast zu schützen , beim Rücklauf aus dem Sicherheitsventil müsste der Druck ein weiteres Druckbegrenzungsventil mit 190 Bar aufdrücken damit der Volumenstrom fließen kann und der Hydro motor anfängt zu Drehen ...Das macht man gerne das Systeme, Motoren ,Zylinder quasi für die Funktion erstmal gegen den Druck anarbeiten müssen um unter Last sauber anfahren zu können .Jedoch erscheint es mir hier als Fehler denn wenn generel erst bei 190 Bar ein Volumenstrom zustande kommt ,jedoch bei 140 Bar das Umgehungsventil des Motors auslöst , dann kommt zwar ein Umlauf zustande jedoch nicht durch den Motor sondern durch das Umgehungsventil....

In der Praxis ergaben die Messwerte das sich das Schwenkwerk ohne Bremse erst bei 55 Bar bewegte ...dieser Druck ist auch außen nicht einstellbar , das einstellbare Umgehungsventil bei rund 190 Bar ansprach ...das macht ja auch Sinn:denn somit müssen die 55 Bar aufgebracht werden um sauber die Bremse zu öffnen und den Motor unter einer gewissen Grundlast zu fahren und würde bei den 190 Bar aus Sicherheitsgründen abgeregelt....
Ich habe das Sicherheitsventil jetzt nicht zerlegt , aber ein wenig kann man Ventile von außen beurteilen und würde sagen das es ein einstellbares gegenseitig wirkendes Umgehungsventil ist welches auf der Auslaufseite im Leitungsanschluß Rückschlagüberströmventile (in einer Richtung als freies Rückschlagventil und der anderen Richtung als belastetes -in diesem fall auf 55 Bar ausgelegt-Überströmventil)besitzt....

Sollte übrigens bei der obigen Schwenkstörung die Situation herschen das deine Hydraulik beim betätigen des Hebels gar keine Reaktionen,Geräusche zeigt ,dann könnte das eher ein Problem an der Vorsteuerung sein ...sie arbeitet im Bypassprinzip nur mit ca. 10-20 Bar , wenn nun der Steuerschieber am Hauptblock etwas schwergängig ist, oder die Dichtung bzw. der Sitz des Vorsteuerkolbens zu viel Leckage zeigt , dann kann es sein das der Hauptsteuerschieber nicht genug angesteuert wird....denn die Vorsteuerung funktioniert nach einem offenen, "Volumenverlust-Prinzip" : der Vorsteuerkolben am Hauptventilblock ist quasi sowas wie ein kleiner doppelt wirkender Hydraulikzylinder, der jedoch zwischen den Kammern eine kleine kalibrierte Verbindung hat ,wird nun auf die eine Kammer über den manuellen Steuerhebel ein kleiner Volumenstrom gegeben reagiert der Kolben etwas da der zufluss etwas größer ist als über die Verbindung wieder weg kann , um so höher der Volumenstrom angesteuert wird um so mehr reagiert der kolben , so ist die Funktion regelbar . Gem. Zeichnung ist als Abdichtung für diesen Kolben nur ein O-Ring , wenn der fertig ist wäre die Lekage incl. der Verbindung zusammen so groß das der kleine Vorsteuer-Regelvolumenstrom nicht reicht um den Hauptsteuerschieber mit dem Vorsteuerkolben gegen die Federkraft einzusteuern und es kommt gar keine Ansteuerung am Schwenkwerk an ....

Wie man sieht, Hydraulik ist ganz einfach :lol:
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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 11. Nov 2015, 00:22

Moin,

also mal reduziert auf die Schwenkbremse:

Unten im Gehäuse sitzt ein Kolben,
der die gezahnten Scheiben nach oben drückt,
wenn Öldruck von der Seite kommt.

Oben sitzen eine Reihe von Spiralfedern,
die nach unten drücken.
(Es müssen 4 fehlen.)

Wird nur nach unten gedrückt,
wird das Paket aus 7 + 8 Scheiben zusammengedrückt.

Die Reibung zwischen den Scheiben
erwirkt dann das Bremsen.

Es befindet sich kein Öl im Bereich der Scheiben.
Jedoch bilden die Scheiben in ihrem Gehäuse
den oberen Punkt vom Getriebegehäuse.
Insofern schlägt sich Feuchtigkeit beim 'Atmen' des Getriebeöls
dort nieder. Was zum Rosten der gezahnten Scheiben führt.

--------------------

Ich werde also zuerst die Schwenkbremse zerlegen,
und die gezahnten Bleche entrosten,
und im Originalzustand wieder zusammenbauen.
Die Scheiben dabei nur einölen,
und nicht fetten,
damit die Reibung nicht verloren geht.

Wenn das nicht zum Ziel führt,
dann zwei bis vier weitere Federn ausbauen.
(Von 18 Löchern und 14 Federn im Original.)

Wenn das auch nicht zum Ziel führt,
dann den Hydraulikölkreislauf prüfen.

...

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von Powerkat » Mi 11. Nov 2015, 11:07

Moin..
nicht ganz :
die Scheiben sitzen unten ,der Kolben darüber,seine Hydraulische Wirkrichtung geht nach oben gegen die Federn ,Das Innenteil des Kolbens ist quasi eine Rohrhülse welche von oben von den Federn gedrückt wird und unten auf die Scheiben drückt- kommt nun Öldruck in den Kolben bewegt sich also sein Innenleben aufwärts weg von den Scheiben und drückt die Federn zusammen somit sind die Scheiben frei und können sich gegeneinander bewegen ....

Vorgehensweise passt....

Was ist denn mit deinem Störbild ? hat die Hydraulik beim Ansteuern nun höhrbare Geräusche gemacht oder nicht ? zum Vergleich kannst du ja eine der Anderen Funktionen nehmen , wenn du sie ansteuerst kommt bei der Betätigung der Hebel erst gar kein Geräusch , etwas zeitversetzt hört man dann im Bereich des Hauptsteuerblockes ein Rauschen wenn der Arbeitsölfluß eingesteuert wird...danach kommt dann das Ausführen der Funktion , das wäre schon wichtig , denn das würde den Fehler eingrenzen ...
Hast du Rauschen aber keine Funktion ist die Bremse wahrscheinlich...
Hast du auch keine Geräusche stimmt schon etwas mit der Ansteuerung nicht...

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 13. Nov 2015, 19:30

Moin,

heute mal die Drehbremse zerlegt.

Ja, sie hatte Rost.
Insbesondere an der Stelle,
wo seitlich der Nippel eingeschraubt ist.

Der Nippel ist offensichtlich eine Belüftung ?

Vielleicht passt auch ein Schmiernippel in das Gewinde.

Also alles entrostet und gesäubert.
Dann eingeölt, und wieder zusammengebaut.

Anstelle der Papierdichtungen habe ich
nichtaushärtende Ölfeste Dichtmasse verwendet.

Mal sehen,
ob es genützt hat.

Achso, es waren 8 Löcher ohne Federn.

...

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 17. Feb 2016, 21:49

Moin,

w.g. der Umlekrolle, vgl. Bild oben:

Leider passt der Haken vom Kran nicht durch die Umlenkrolle, die zum Auto gehört.

Also habe ich über ebay 10mm-Seile - 1,80 m - mit Vollkauschen bestellt.
(Das Seil selbst wandert in den Schrott.)
(Vollkauschen alleine wären doppelt so teuer.)

Ich trenne 20 cm oberhalb vom Haken das Seil,
und lasse jeweils oben und unten eine Vollkausche einpressen.

Dazwischen zwei Flachstahl Abschnitte mit 22mm Löchern.
Eingebolzt mit je einer Schraube M22.
(Man kann auch zwei DIN-Schäkel [nicht Hochlast] nehmen.)

Das hat dann zwei Vorteile:

A) Es passt in die Umlenkrolle

B) Mein Hebegestell für das Beiboot auf der Ladefläche kann direkt eingebolzt werden.
(Es entfällt die Bauhöhe vom Haken.)

...
Seil_10mm_Vollkausche_Ende.jpg

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Re: Ladekran ATLAS 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 17. Feb 2016, 23:52

Moin,

es sind noch zwei Seile im ebay zu haben.

Meine obere Kausche habe ich auf 15 mm Dicke geschliffen,
aber das nur w.g. der Passung im Tragegestell.

...

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