Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Benutzeravatar
Saarkat
Beiträge: 1467
Registriert: Di 12. Mär 2013, 14:34
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Saarkat » Mi 23. Jul 2014, 16:14

Bei so vielen Spezies darf man aber auch keine noch so kleine Schreibfehler zu Papier bringen ;) Gestern war diesbezüglich nicht mein Tag oder es war einfach zu spät :lol:
Saarkat hat geschrieben:....

Selbst wenn die Lastabgewandte Stütze die Bodenhaftung verlieren würde,
hat das keinen Einfluß auf Standsicherheit.



Da würde ich aber mal dezent widersprechen. In dem Moment, wo die lastabgewandte Stütze die Bodenhaftung verliert, verschiebt sich der Schwerpunkt ganz stark in Richtung Lastseite und somit droht die Gefahr, dass das Fahrzeug auf diese Seite kippt. Diese Gefahr mag bei der relativ kurzen Ausladung des AK 3006 und max 3 to nicht allzu groß sein, aber ich habe noch nie einen Kran gesehen der über die lastabgewandte Seite umgekippt ist. Wenn dem so wäre, müsst man das Hebelgesetz neu definieren, oder?
...



Ich glaube hier werden Ursache und Wirkung verwechselt.
Der Schwerpunkt verschiebt sich nicht auf die Lastseite, weil die lastabgewanten Stützen sich vom Boden heben, sondern die lastabgewanten Stützen heben sich vom Boden, weil der Schwerpunkt sich wegen der angehängten Last vor die lastzugewanten Stützen verschiebt.
Ich hätte: "In dem Moment, wo die lastabgewandte Stütze die Bodenhaftung verliert, hat sich der Schwerpunkt ganz stark in Richtung Lastseite verschoben und somit droht die Gefahr, dass das Fahrzeug auf diese Seite kippt." schreiben müssen.

Ansonsten hat Marcel das Prinzip "Kran" und "Abstützungen" und die evtl. Auswirkungen ja als Kenner der Materie passend niedergeschrieben. Ich habs so ähnlich im Kopf, hätte es aber so nicht zu Papier gebracht. Das ist halt der kleine/große aber vor allem feine Unterschied.



Was sagen den die Onkels von der Prüfstelle, wenn sich eine Stütze auch nur ein paar mm vom Boden abheben würde. Das ist das, was mich hier an der ganzen Sache eigentlich interessiert. Denen brauchst du wahrscheinlich nicht mit irgendwelchen Berechnungen zu kommen, denke ich mal.
Je nachdem wie die Onkels das bei der Prüfstelle auf die Probe stellen, könntest du da unter Umständen ein Problem bekommen, denke ich mal.
Das war meine Aussage!

Die wurde von dir gekonnt bis zum Post von Peter ignoriert. Wahrscheinlich bin ich dir damit auf die Füße getreten, sonst hätte man ja was antworten können, wie z. B. "keine Ahnung, was die Prüfer sagen, oder ich habs berechnet, da dürfte sich nichts heben oder shit, das ist mir doch glatt durch die Lappen geganen. Aber stattdessen wird um den heißen Brei herumgeschrieben, mit irgendwelchen Fachspezifischen Werten/Kennzahlen, die der Nichtfachmann eh nicht versteht, durch die Gegend geworfen, aber nicht auf das Wesentliche (was denn die Onkels auf der Prüfstelle sagen würden) eingegangen.

Und auch im deinem letzen Post gehts nur um Ingenieurmäßige Berechnung, kleinen Winkelverdrehungen, Unterlegkeile und Dosenlibelle.

Ist es denn so schwer zu verstehen, dass es mir nur darum geht: WAS DIE ONKELS VON DER PRÜFSTELLE SAGEN WÜRDEN, WENN SICH EINE STÜTZE (AUCH NUR EIN PAAR MM) VOM BODEN ABHEBEN WÜRDE?

Kann mir das vielleicht jemand beantworten, bzw. weiß jemand, wie ein solcher Kranumbau überhaupt geprüft oder abgenommen wird? Welche Kriterien müssen erfüllt sein, was wird wie geprüft?


DANKE
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 23. Jul 2014, 16:23

Moin,

die BG lässt sich das Prüfbuch vorlegen,
wo ein Sachkundiger die erfolgreiche Funktion der Überlastsicherungen dokumentiert hat,
falls der Kran von versicherungspflichtigen Personen bedient wird.

Die Prüflast beträgt 125 %.

Eine Quer- oder Längsneigung des Fahrzeugs ist nicht vorgesehen.

Die von mir verbauten Befestigungen haben etwa Gamma 2 gegen Versagen.

...

Benutzeravatar
Powerkat
Händler
Beiträge: 1212
Registriert: Sa 24. Sep 2011, 08:51
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Powerkat » Mi 23. Jul 2014, 17:24

ich glaube was Christoph wissen will ist wie es mit seiner Abnahme abläuft um ihn ggfls eintragen zu lassen...?

Normalerweise läuft das so ab, das solch ein Umbau von einer Fachfirma durchgeführt wird, sie berechnen im Vorfeld die Grundstatik und Standfestigkeitswerte und bauen die ganze geschichte,

Nach erfolgreichem Bau kommt der Probelauf,die Statikwerte sollten passen denn ein übermäßig gestreckter Stahl zeigt seine Festigkeitsprobleme leider erst manchmal nach mehreren Einsätzen,aber bei der Standfestigkeitsprobe muß er schon stehen...

hier unterscheiden man noch ein wenig zwischen Autokränen welche eine absolut verwindungsfeste Abstützbasis haben,sie müssen auf allen 4 Füßen bleiben, die neuen haben sogar Stützlastsensoren, die in die Lastmomentbegrenzung aktiv eingreifen sobald ein Fuß den Mindestdruck verliert...sie werden auch freigehoben betrieben.
bei Ladekränen unterscheidet man nochmal ein wenig zwischen kleinen Kränen mit weichem Rahmen und 2 Punktabstützung
und schweren Kränen mit steifen Rahmen und 4 bzw. 6 Punkt Abstützung .mein Kunde hat jetzt einen neuen PK 200000 auf einem 5 Achs Scania bekommen, da ist vom Normalen Rahmen nicht mehr viel übrig und bei 200 mto hat er eine Abstützbasis vom Autokran incl. vo. 2 ....
Bei den leichten Kombinationen toleriert man ein wenig "ausheben" da das Verwinden zum Konzept gehört und auch ein wenig abhängig ist wie weit man den LKW anhebt und somit das gewicht auf die Stützen holt bzw. ein wegdrücken durch die Federn weg nimt....aber er muß sauber stehen, da der 8x8 Kran ja ein Endlosschwenker ist muß er bei leerem Fahrzeug bei voller Last 360 ° stehen.ohne groß zu zucken, hebt sich da ein Zylinder um 2-3 cm könnte der Prüfer mistrauisch werden...die Kunst ist wie weit man ihn aus hebt, fährt man die Stützen nur runter, drücken die Federn noch so viel das er bei seitlichem belasten den Lastfreien Fuß abheben wird aber in der Front-Heck richtung relativ wenig Bewegung macht, hebt man ihn fast ganz aus, steht er seitlich schön, aber vor zurück wird er schaukeln wie eine Kinderwippe...also beides Scheiße....der Mittelweg ist das Maß...wenn du den mal rausgefunden hast, kann man den Druck der Stützfüße auf diesen Wert einstellen zB. auf 98 Bar...mehr drückt er dann nicht, so kannst du ihn dann später ohne groß zu schauen einfach hoch drücken bis er aufhört und hast dann dein gewünstes maß zB 30:70 etc.ähnlich hat es der 8x8 ja jetzt auch...

Marcel
http://www.kley-mobile-werkstatt.de
Die Werkstatt für den KAT , Beratung-Reparaturen-Umrüstungen-Teile

Benutzeravatar
Powerkat
Händler
Beiträge: 1212
Registriert: Sa 24. Sep 2011, 08:51
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Powerkat » Mi 23. Jul 2014, 17:45

Hat eigentlich schon mal jemand den Kran als solches mit Fundament Gewogen ? ist ja nicht gerade zierlich gebaut...

Marcel
http://www.kley-mobile-werkstatt.de
Die Werkstatt für den KAT , Beratung-Reparaturen-Umrüstungen-Teile

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 23. Jul 2014, 18:00

Moin,

die TDV sagt:

Hilfsrahmen: 400 kg
Kran: 1'200 kg

Das reduziert die Zuladung beim 5 to GLW dann offiziell auf gute 3 to,
wenn nicht noch Gegengewichte gebraucht werden,
um die Sicherheit gegen Umkippen des Fahrzeuges herzubringen.


...

Benutzeravatar
Saarkat
Beiträge: 1467
Registriert: Di 12. Mär 2013, 14:34
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Saarkat » Mi 23. Jul 2014, 18:20

Ich danke mal für diese Ausführungen, da kommen wir der Sache ja ein ganzes Stück weit näher.
Die Prüflast beträgt 125 %
bedeutet das jetzt, dass die 125 % Prüflast ausgehend von den 3,0 to in Verbindung mit dem 2. Lasthaken geprüft werden, also 3,75 to als Gewicht dran kommen oder die 1,25 to mit dem normalen Haken mit Seil (1,56 to) oder sogar beides?
Bei den leichten Kombinationen toleriert man ein wenig "ausheben" da das Verwinden zum Konzept gehört und auch ein wenig abhängig ist wie weit man den LKW anhebt und somit das gewicht auf die Stützen holt bzw. ein wegdrücken durch die Federn weg nimt....aber er muß sauber stehen, da der 8x8 Kran ja ein Endlosschwenker ist muß er bei leerem Fahrzeug bei voller Last 360 ° stehen.ohne groß zu zucken, hebt sich da ein Zylinder um 2-3 cm könnte der Prüfer mistrauisch werden...die Kunst ist wie weit man ihn aus hebt, fährt man die Stützen nur runter, drücken die Federn noch so viel das er bei seitlichem belasten den Lastfreien Fuß abheben wird aber in der Front-Heck richtung relativ wenig Bewegung macht, hebt man ihn fast ganz aus, steht er seitlich schön, aber vor zurück wird er schaukeln wie eine Kinderwippe...also beides Scheiße....der Mittelweg ist das Maß...wenn du den mal rausgefunden hast, kann man den Druck der Stützfüße auf diesen Wert einstellen zB. auf 98 Bar...mehr drückt er dann nicht, so kannst du ihn dann später ohne groß zu schauen einfach hoch drücken bis er aufhört und hast dann dein gewünstes maß zB 30:70 etc.ähnlich hat es der 8x8 ja jetzt auch...
und genau hier könnte der Hase im Pfeffer liegen. .... seine Lafette wurde wegen dem Getriebe ne Ecke höher gesetzt und mein Kran kommt aufgrund der nach hinten ansteigenden Pritsche auch etwas höher als er beim 8x8 montiert ist. Jetzt könnte es rein theoretisch und auch natürlich praktisch passieren, dass dadurch die Füße nicht mehr weit genug ausgefahren werden können, um das Fahrzeug dementsprechend aus den Federn zu heben. Wenn da nur ein paar cm fehlen sollten, kann man das mit Abstütztellern kompensieren. Ist es aber mehr, könnte es den Prüfer stutzig machen, wenn man hier wie der wilde Bill anfängt, die Stützen mit entsprechend dicken Kanthölzern zu unterbauen. Da muss ich mich noch etwas gedulden, bis ich mal ausprobieren kann, wieviele cm sich der KAT aus den hinteren Federn heben lässt, ohne die Stützen unterbauen zu müssen.
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

Benutzeravatar
Powerkat
Händler
Beiträge: 1212
Registriert: Sa 24. Sep 2011, 08:51
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Powerkat » Mi 23. Jul 2014, 20:17

Beim Prüfen dürfte es egal sein ob du es am Lasthaken oder am Seil machst denn das effektive Moment bleibt das selbe...somit auch der Kipppunkt ...

Hinten kannst du Ihn noch auflasten, ich hab die Freigabe für den 4x4 für hinten auf 9 und vorne auf 6,3 to. in Verbindung mit den 16 ern...die Ablastung vorne auf 6,3 kommt durch die zu schwache Bremse und den größeren Radumfang vom 16.er wenn du bei 14 bleibst müste auch vorne die normalen 6,5 bleiben dann hättest du ihn hi. um 900 kg aufgelastet...

du hättest noch die Möglichkeit dir eine Zwischenplatte zu bauen zB 460x240x30 wo du die Stützfüße direkt an der Flanschplatte ein Lochbild versetzt...damit kommen deine Zylinder 3 cm weiter raus was die Basis verbreitert, und du hast auf einen Schlag 19 cm Höhe gewonnen, ist schnell Rückrüstbar und sieht fast orginal aus....

Marcel
http://www.kley-mobile-werkstatt.de
Die Werkstatt für den KAT , Beratung-Reparaturen-Umrüstungen-Teile

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 23. Jul 2014, 23:02

Moin,

die Lafette vom Kran hat ein Außenmaß von 248 cm.

Baut man beiderseits Distanzplatten von je 3 cm zwischen Stützzylinder und Rahmen,
landet man bei 254 cm.
Das ist ein bischen außerhalb der StVZO.

Dann nochmal zu der Frage des Abhebens.
Die Stützbasis beträgt 230 cm.
Logischerweise kann eine Stütze keine Zugkräfte übertragen.
Liegt also die Resultierende der lotrechten Lasten innerhalb der Kernfläche,
hebt keine Stütze ab.
Bei der vorhandenen Lafette beträgt die zulässige Ausmittigkeit 38 cm.

Die Sache mit dem Umkippen ist relativ simpel.
Es ist eben die Frage des Gleichgewichts von Lastmoment zu Rückstellmoment
über die Stütze bei 115 cm Hebelarm für das Fahrzeuggewicht.
Man betrachte dann die ungünstigste Kostellation,
wenn die Last an der Seite hängt,
wo der Kran sitzt.
Dann kommen die 1'200 kg mit seinem Hebelarm zum Lastmoment noch mit dazu.
Zum Schluß muß man nur noch den Sicherheitsfaktor Gamma bestimmen.

...

Benutzeravatar
Saarkat
Beiträge: 1467
Registriert: Di 12. Mär 2013, 14:34
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Saarkat » Do 24. Jul 2014, 00:43

Ja nee, iss klar.

Ich weiß nicht ob du es weißt, und deshalb will ich es dir mal sicherheitshalber kundtun.

Ich tippe mal, dass ein Großteil derer, die hier im Forum aktiv sind und regelmäßig ihren Senf zu irgendwelchen Themen abgeben, ganz normale Handwerker, Angestellte, Selbständige und von mir aus noch freischaffende Künstler sind. Einige von uns haben auch irgendein Studium absolviert und haben auch vielleich mehr Grips in der Birne als andere. Neben der allgemeinen Intelligenz - der eine mehr, der andere weniger - hat jeder für sich und auf seinem Gebiet ein spezielles Fachwissen, was absolut in Ordnung geht. Aber ich habe bis heute noch in keinem Tröt, sorry, so eine geschwollenen Sch.... gelesen wie eben. Es mag ja aus deiner fachlichen Sicht alles korrekt sein, was du da niedergeschrieben hast, aber hast du auch nur mal eine Sekunde einen Gedanken daran verschwendet, dass diese Zeilen ein Ottonormalverbraucher lesen und auch verstehen soll? Ich glaube kaum.
Wir sind hier in einem Forum für eine ganz spezielle Art von LkW und nicht in einem Stahlbau- Maschinenbau- oder Schweißspezialistenforum.
Da sollte man sich so artikulieren, dass mindestens die breite Masse weiß, was ich ihr sagen will.
Wenn ich meinen Kunden auf diese Art und Weise ihre Fragenoder Sehnsüchte bezüglich der gewünschten Leistungen beantworten würde, könnte ich mich auch gleich mit einer Betonwand unterhalten. Die versteht nämlich genauso viel.
Es ist zwar schön, wenn man ein bestimmtes fachliches Wissen hat. Die Kunst liegt aber darin, dieses Wissen gegenüber dem Laien so zu interpretieren, dass auch der "Dümmste" versteht, was ich ihm sagen will. Unter Gleichgesinnten kann man sich mit Fachchinesisch unterhalten, nicht aber unter Laien.
Da steh ich doch mehr auf das "Bauerndeutsch" von Marcel. Das kann ich auch als Laie nachvollziehen und weiß so gut wie immer beim ersten Lesen, was er mir in seinen Ausführungen sagen will. Mag sein, dass es daran liegt, dass es bei uns beiden nur zum Meisterbrief und nicht zum Studium gereicht hat.
Dein Fachwissen in Ehren, aber vielleicht solltst du dir über die Formulierungen einmal ein paar Gedanken machen. Ich bin überzeugt davon, dass noch lange nicht jeder deinen Ausführungen folgen kann, erst recht nicht, wenn dieses Gebiet nicht gerade sein Fachgebiet ist.

Guads Nächtle ;)
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

Benutzeravatar
ALu
Administrator
Beiträge: 1169
Registriert: Fr 23. Sep 2011, 02:51
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von ALu » Do 24. Jul 2014, 04:04

Hallo Christoph,

ich finde es ganz ok wenn es ein bischen fachlicher wird, auch von der Sprache her. Jedes Fachgebiet hat halt seine Spezialausdrücke, und ich lerne diese gerne dazu und versuche, mich da einzudenken. Die deutsche Sprache kann halt extrem präzise sein. Wie im "Juristendeutsch" kann man das ja übersetzen, aber man muss nicht das Verwenden der Ausdrücke seines jeweiligen Fachgebietes als geschwollene Sch... bezeichnen.

Wir haben hier kein Anbieter <-> Kunden Verhältnis, jeder darf so schreiben, wie er es mag, und darf sein Wissen in der Ausdruckweise beisteuern, wie er es am besten kann. Sicher ist 4x4-6x6 gerne bereit, es zu übersetzen, wenn man freundlich danach fragt.

Morgen ist ein neuer Tag, da sieht man ausgeschlafen die Sache vielleicht etwas nüchterner :-)
Gruß

Andreas

Benutzeravatar
Saarkat
Beiträge: 1467
Registriert: Di 12. Mär 2013, 14:34
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Saarkat » Do 24. Jul 2014, 08:39

Moin Andreas.

Ausgeschlafen bin ich und nüchtern war ich gestern Abend auch. ;) :lol: Spaß beiseite. ;)

Ich teile deine Zeilen in verschiedenen Punkten, fände es aber trotzdem sinnvoll, wenn es für jeden verständlich geschrieben wäre.
Ich persönlich hatte jetzt rein vom Verständnis her mit dem Post von .... (er wäre vielleicht mal nett, wenn er seinen Namen nennen würde) kein Problem,
finde es aber trotzdem etwas hochgestochen.
Aber das ist wie so vieles Ansichtssache. Ich bin halt ein Typ, der mit seiner Meinung nicht hinter Berg hält - geraderaus, direkt, offen und ehrlich - wie gestern Abend.
So weiß jeder relativ schnell, wo er bei mir dran ist. Das diese Art nicht immer gut ankommt, ist mir bekannt, kann aber gut damit leben.

Für die Bezeichnung des Fachjargon als "geschwollene Sch....." entschuldige ich mich, das war tatsächlich etwas überzogen.
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

Benutzeravatar
manny
Beiträge: 1454
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 21:23

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von manny » Do 24. Jul 2014, 08:48

...Ok, fürn Bäcker ist das hier sicherlich nicht die richtige Diskussion, aber mit einem kleine Hintergrund in technischer Meckanik versteht man das schon, finde jetzt nicht, dass die Ausführungen übermäßiges Fachchinesisch enthalten...

Viele Sachen sind ja auch so wie sie sind und nicht zwangsweise einfach ;)

Ok, ich hab nen akademischen Grad (wollte das immer schon mal sagen *freu+ LOL) bin aber auch nur studierter Papiermacher :D
Wer später bremst ist länger schnell...

Mein Fuhrpark:
BMW 320D Touring E46 Bj 2003
KTM EXC 500 Six Days 2018
MAN KAT 7t Mil GLw 462
MAN KAT 5t Mil GLw (ex461)Kipper
MAN F2000 19.604FLT Bj 99

Benutzeravatar
ALu
Administrator
Beiträge: 1169
Registriert: Fr 23. Sep 2011, 02:51
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von ALu » Do 24. Jul 2014, 08:48

Hey, das mit dem "nüchterner" war nicht so gemeint, daß da Allohol im Spiel gewesen sein könnte :-)
Gruß

Andreas

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 24. Jul 2014, 09:17

Moin,

zuerst die gute Nachricht:

Ich habe den 4x4 mal nachgerechnet.
Wenn man den Rahmen als drillsteif annimmt,
und der 3006 hinten montiert wird,
braucht's keine Gegengewichte.

Dann ein paar Erläuterungen.

Ich habe mal vorausgesetzt,
daß jedermann das Hebelgesetz in der Schule kennengelernt hat.
Rechnen wir einfach in Metern und Tonnen:
Wenn ich auf der einen Seite einer Wippe 4,00 m Hebelarm haben,
an dem 1,5 Tonnen hängen,
sind es: 1,5 x 4,00 = 6,00 mt
Auf der anderen Seite müssen dann auch 6,00 mt zusammenkommen,
damit die Waage im Gleichgewicht ist.
Nehmen wir an,
es wäre ein Hebelarm mit 2,00 m.
Dann müsste das Gewicht 6,00 / 2,00 = 3 t haben.
Nun brauchen wir nur noch den Quotient von rechts zu links bilden,
und schwupps haben wir den Sicherheitsfaktor Gamma.
Der wäre hier also 6 / 6 = 1
Mit anderen Worten,
eine Sicherheit gibt es nicht.
Schön wäre ja etwas in der Größenordnung von 1,5 bis 2.
Also rechnen wir 2 x 6,00 mt = 12 mt
Dann hätten wir ein Gamma von 2.

Das ist alles mit zwei von vier Grundrechenarten zu erschlagen.
Ich meine, daß das für jemanden, der eine FSK "C" - Prüfung geschafft hat,
nicht zu kompliziert ist.

Die Sache mit der Kernfläche ist dann schon etwas schwieriger.
Aber deswegen habe ich ja das Ergebnis aufgeschrieben.
Wobei das auch wieder zu relativieren ist,
da das Kernflächenmaß zum Ausbildungsstoff eines Maurermeisters gehört,
damit er erkennen kann, wann eine außermittig belastete Wand
anfängt umzukippen.


...

Benutzeravatar
Saarkat
Beiträge: 1467
Registriert: Di 12. Mär 2013, 14:34
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Saarkat » Do 24. Jul 2014, 09:57

...Ok, fürn Bäcker ist das hier sicherlich nicht die richtige Diskussion,
werden hier etwa einzelne Berufsgruppen diskreminiert? :lol: :lol: Auch ein Bäcker darf KAT fahren, wenn er genug Brötchen verkauft, um das Hobby zu finanzieren. ;) Kleiner Scherz am Rande ;)

Hey, das mit dem "nüchterner" war nicht so gemeint, daß da Allohol im Spiel gewesen sein könnte :-)
War ein schönes Wortspiel. Hatte es auch nicht so aufgefasst. Und wenn es so gewesen wäre, hätte ich dich gefragt, woher du gewusst hast, dass ich mir einen hinter die Binsen gekippt habe. ;) Heute, Donnerstag ist Männerabend ;)

Ich habe den 4x4 mal nachgerechnet.
Wenn man den Rahmen als drillsteif annimmt,
und der 3006 hinten montiert wird,
braucht's keine Gegengewichte.
Hier schießt mir gerade so ne Idee durch die Birne. Mal unabhängig davon, ob der Rahmen nun drillsteif ist oder nicht. Würde es generell Sinn machen, im vorderen Bereich der Pritsche quasi ne halbe Lafette (also halbe Breite) mit den Stützen
einzubauen, um so noch zwei zusätzliche Abstützungen zu erhalten, oder bringt das nicht wirklich was Nennenswertes?
Rein technisch sollte das doch vom hydraulischen Anschliessen her funktionieren, oder? Hydraulik ist jetzt so garnicht mein Spezialgebiet :( .

Das würde mich mal noch interessieren.
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

Benutzeravatar
ALu
Administrator
Beiträge: 1169
Registriert: Fr 23. Sep 2011, 02:51
Kontaktdaten:

Re: AW: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von ALu » Do 24. Jul 2014, 10:33


War ein schönes Wortspiel. Hatte es auch nicht so aufgefasst. Und wenn es so gewesen wäre, hätte ich dich gefragt, woher du gewusst hast, dass ich mir einen hinter die Binsen gekippt habe. ;) Heute, Donnerstag ist Männerabend ;)
Ich kipp mir das immer hinter die Binde. Manchmal geht das in die Binsen. :P
Gruß

Andreas

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 24. Jul 2014, 14:26

Saarkat hat geschrieben: Hier schießt mir gerade so ne Idee durch die Birne. Mal unabhängig davon, ob der Rahmen nun drillsteif ist oder nicht. Würde es generell Sinn machen, im vorderen Bereich der Pritsche quasi ne halbe Lafette (also halbe Breite) mit den Stützen
einzubauen, um so noch zwei zusätzliche Abstützungen zu erhalten, oder bringt das nicht wirklich was Nennenswertes?
Rein technisch sollte das doch vom hydraulischen Anschliessen her funktionieren, oder? Hydraulik ist jetzt so garnicht mein Spezialgebiet :( .
Moin,

nun habe ich mal ein bischen gerechnet.

Leider fehlen mir die tatsächlich Achslasten,
wenn das Auto leer ist.
Mit ein paar Annahmen dürften mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 95 % folgende Zahlen maßgeblich sein:

Achslast Vorderachse, Leergewicht: 5,85 to
Achslast Hinterachse, Leergewicht: 3,85 to
Schwerpunkt: 180 cm hinter dem Vorderrad,
d.h., etwa 480 cm von der Hinterkante der Pritsche aus,
liegt der Mittelpunkt der Wippe.

Es verbleiben also ca. 33 cm vorn unter der Pritsche zur Positionierung einer zweiten Stützenreihe.

Das wird wohl keinen ausreichenden Sicherheitsfaktor geben.

Zudem liegt dort genau das Getriebe,
was einen Unterbau von ca. 30 cm erfordert.
(Naja, und das Anpassen der Pritsche.)

Also in der Summe keine gute Idee.

...

Benutzeravatar
Saarkat
Beiträge: 1467
Registriert: Di 12. Mär 2013, 14:34
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Saarkat » Do 24. Jul 2014, 15:06

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, würde die 2. Reihe nur Sinn machen, wenn sie auf der anderen Seite des Mittelpunkts liegen würde als die vorhandenen Stützen der Kranlafette.
Das ist dann im Bereich des Getriebes und somit durch den erforderlichen Aufwand für die Montage eher uninteressant.
Somit hat sich das Thema dann erledigt. War ja auch nur mal so ein Gedankengang.

Wegen der Getriebegeschichte kommt der Kran ja auch ans Pritschenende und sitzt somit im Gegensatz zum 8x8 auf der Beifahrerseite. Ich muss die Lafette um 180 ° gedreht einbauen, weil sonst die Stützen mit der Hinterachse in Konflikt kommen würden. Das wird so schon eng mit den Kotflügeln. Zu gegebenem Zeitpunkt werde ich das Ganze mal mit Bildern untermalen.

Danke für die Auskünfte.
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

Benutzeravatar
Powerkat
Händler
Beiträge: 1212
Registriert: Sa 24. Sep 2011, 08:51
Kontaktdaten:

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von Powerkat » Fr 25. Jul 2014, 09:00

Also bei meiner Ausführung ist das breiteste teil zwischen den stützen exakt 245 cm. Dann kann erst ja 2 x25 mm platten unter die stürzen packen evtl durch Flachstreifen re.u.links versteifen... die Bord Wände sind übrigens an der breitesten stelle auch 252 cm...wenn am ende ein paar % zur standsicherheit fehlen kann man den Kran zur Abnahme ja auch etwas drosseln, durch die zahlreichen Druck Begrenzungen und uberlastsicherungen kann man ihn ja in nahezu jedem Parameter erziehen...
Marcel
http://www.kley-mobile-werkstatt.de
Die Werkstatt für den KAT , Beratung-Reparaturen-Umrüstungen-Teile

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 15. Aug 2014, 03:50

Moin,

nun habe ich mal ein bischen auf die Hydraulik geschaut.

Der 6x6 Kipper braucht zwei weitere 'Hydraulikverbraucher'.
A) Kran
B) Ein doppelt wirkendes Steuerventil, um die Auffahrrampen am Tiefladeanhänger zu bedienen.

Also würde ich die Druckölleitung,
die von der Seilwinde kommt,
und zum Kipperventil geht,
mit einer Weiche aufspalten.

Von TILL gibt es ein SV246, was 50 l / min verteilen kann.
(Die original Hydraulikpumpe liefert 2 x 20,5 = 41 l / min.)

An B den Kipper (geringste Druckdifferenz, und stromlos offen),
an C des neue Steuerventil,
und an D den Kran.

Spricht etwas gegen den Vorschlag ?

...
Hydraulik_Weiche_sv_246.pdf
(128.14 KiB) 123-mal heruntergeladen

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 15. Aug 2014, 09:35

Moin,

natürlich müssen alle 'Verbraucher' einen Umlauf haben,
damit der Rücklauf gesichert ist.

Nun noch der Link auf das beabsichtigte Steuerventil.

http://www.ebay.de/itm/Handhebelventil- ... 4acac2c5a7

...

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 7. Apr 2015, 22:52

Moin,

nun ist es passiert.

Der Kran ist drauf.

Die Kippbrücke kippt in alle Richtungen,
ohne den Kran zu behindern.

Jetzt muß noch die Hydraulik verhägelt werden.

...
MAN_KAT_Kran2.jpg
MAN_KAT_Kran1a.gif

AndreasE
Beiträge: 2011
Registriert: Do 1. Nov 2012, 21:07

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von AndreasE » Di 7. Apr 2015, 23:55

Interessante Kombination :-)

Frage: Ist der Abstand vom Kran groß genug, daß man mit dem Sitz in allen Stellungen des Drehgelenkes am Fahrerhaus vorbeikommt? Es sieht auf den Bildern so knapp aus. (wegen des Sitzes des Kran"fahrers")

LG,
Andy

Benutzeravatar
4x4-6x6
Beiträge: 1270
Registriert: Do 20. Mär 2014, 17:08

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 8. Apr 2015, 00:33

Moin,

in Arbeitsstellung kommt der Kranführersitz beim Drehen überall vorbei.

Logischerweise passt es in der Transit- und Transportstellung nicht.
(Aber dann kann der Kran ja sowieso nicht agieren,
weil der Sitz nicht belastet ist,
und die Hydraulik nicht in Betrieb genommen werden kann.)

...

AndreasE
Beiträge: 2011
Registriert: Do 1. Nov 2012, 21:07

Re: Ladekran 10 to auf 7 to - Kipper montieren

Beitrag von AndreasE » Mi 8. Apr 2015, 00:43

Danke.
Es ging mir um die Arbeitsstellung.
Daß es bei der Transportstellung nicht gehen würde ist aufgrund der Abmessungen klar.

Die andere Frage, die ich zuerst vergaß zu stellen: Heißt das, daß für den Betrieb des Kippers der Kransitz zuvor in Arbeitsstellung gebracht werden muss?

LG,
Andy

Antworten