Elektroplanung mit 48V und 230V

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fun-ski
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von fun-ski » So 3. Jan 2021, 17:19

Governor hat geschrieben:
So 3. Jan 2021, 16:45
Eigentlich bin ich nur wegen diesem Forum überhaupt dazu gekommen, mich mit dieser Thematik zu beschäftigen.
Mein Aufbauer will sechs Flexmodule mit je 150W aufs Dach machen... wenn ich jetzt lese, dass die 400W Module auch
auf Fahrzeugdächer taugen, kommen mir langsam Zweifel.
Moin

Genau das meinte ich mit dem Teuren Campinggeraffel, dazu noch Klebe-Flexmodule :confusion-helpsos:
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

midlifecrisis
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von midlifecrisis » So 3. Jan 2021, 17:35

Das Angebot steht jedem Interessierten frei.
Allerdings sind wir mit dem Auto momentan unterwegs.


Und zu den 6x150W PV will er dir wieviel Speicher verkaufen? Da du hier bei der ">10kWh Fraktion" fragst, gehe ich davon aus, dass du auch einen gasfreien Aufbau planst bzw. Mit Strom kochen willst, richtig?
Ansonsten ist sowas ja auch völlig unnötig und übertrieben...

In diesem Fall solltest du dich wirklich erst mal mit Grundlagen beschäftigen, anstelle dir über den Akkus Ersteller den Kopf zu zerbrechen.
Wenn du die verstanden hast, dann kannst du selbst vermutlich am besten einschätzen ob dein Aufbauhersteller wirklich weiß was er da tut...


6x150W ist für so ein Konzept ungeeignet.
Warum man Klebemodule auf ein Fahrzeug baut habe ich noch nie begriffen. Wenn du dich dann durch die Grundlagen der PV gearbeitet hast, dann wirst du spätestens in dem Kapitel wo es um die temperaturabhängigkeit der Leistung geht verstehen warum das nicht so clever ist.

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Sandkater
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Sandkater » So 3. Jan 2021, 17:48

Stellen wir es mal vom Kopf auf die Füsse:

- was möchtest du elektrisch machen, welche Leistung geht dabei durch und wie lange pro Tag : Heizen, Kochen, Warmwasser, Kühlen, Klima, Licht, Waschmaschine,...
=> das ergibt grob deinen Energiebedarf pro Tag

- Nachzuladen per PV mit maximal 30% der Nennleistung in 7 Stunden
=> Minimalleistung der PV Anlage

- Batteriegröße: mindestens 5 fachen Energiebedarf pro Tag vorsehen, sonst ist der Lade/Entladehub zu groß und die Stromstärke begrenzt

Dann kannst du dir Gedanken machen, mit welchen Spannungen das ganze aufgebaut wird.
Gedanken, welche Lösung welche Vor/Nachteile bringt, gibt es jetzt schon reichlich im Thraed.

Haushaltsplatten bringen viel Leistung für relativ kleines Geld.
Generell zu sagen "Ich habe keine Probleme, deshalb geht es" erscheint mir mutig.
Jeder andere Vorraussetzungen und Befestigungen auf seinem Auto und ein anderes Fahrprofil. Eine Wellblechpiste in Nordafrika oder Asien geht anders ans Material als ein Städtetour in Zentraleuropa. Ein stabiles Dach wie bei Sheltern oder eher flexibel kann einen Unterschied machen.
Vorteil der Hausplatten: wenn sie nach ein paar Jahren doch sterben, sind sie einfach für kleines Geld zu ersetzen. Mehr Bums haben sie dann auch.
When you are going through hell, keep going.
Winston Churchill

Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » So 3. Jan 2021, 18:25

Ohjeh! Hätteich bloss nicht hier reingeschaut...
Dann würde mein Kopf immer noch kühl sein und ich könnte ganz genüsslich ein kühles Paulaner Weissbier geniessen.

Bitte steinigt mich nicht gleich! Ich habe mir selber noch keinerlei Gedanken zu dem Energiebedarf gemacht.
Ich habe dem Aufbauer nur meine Vorstellungen zu den Geräten in der 6-Meter Box mitgeteilt:
Induktionskochfeld, Backofen, Kühlschrank, Tiefkühlbox, Waschmachine, Spülmaschine, afrika-taugliche Klimaanlage
Heizung und Warmwasser sollte über Diesel laufen und ein 6kW-Dieselgenerator ist auch geplant.

Da muss ich erst einmal herausfinden, wiweviel Energie die einzelnen Komponenten denn so benötigen.

Mit dem Herren von Bliss-Mobil habe ich auch gesprochen, aber wir waren nicht auf einer Wellenlänge.... :think:
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

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simon
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von simon » So 3. Jan 2021, 20:30

Moin,

Hier wird keiner gesteinigt. Sieh es doch positiv: du bekommst hier kostenlos Beratung und wirst gerade vor einer teuren Fehlinvestition geschützt :)

Ich hab damals auch von Null angefangen und mich erstmal eingelesen. Wie funktioniert so eine PV-Anlage, der MPPT Rechner von Victron usw. Ich habe dann auch 4 normale Hausmodule genommen. Die halten jetzt seit ca 3 Jahren und bringen bei sehr guter Sonneneinstrahlung auch noch ihre Peakleistung. Habe dieses Jahr auch meine Haushaltswaschmaschine an den KAT angeschlossen und bis zu 3x täglich gewaschen (40 und 60 Grad). Das ging natürlich nur mit den Batterien als Puffer. Im Idealfall waren die Batterien am Ende des Waschvorganges wieder voll (max Strom brauchen die Maschinen nur zum aufheizen).
Habe jetzt mein Dach verlängert und Platz für 2 weitere Module. Brauche ich nicht zwingend, aber der Platz ist halt da. Die Sunpower haben ordentlich Leistung und gefallen mir gut, sind mir persönlich aber zu teuer. Ich nehme Module mit 345Wp von JA Solar, die je nach Abnahmemenge ab ca 160 Euro pro Stück verkauft werden. Die 55W mehr sind mir nicht den mehr als doppelten Preis wert. In Summe sollte ich dann knapp 1800Wp auf dem Dach haben, die alten Module haben leider nur 275W.

Ansonsten ist der Speicher wirklich der Knackpunkt. Ich habe 2x 200Ah in Blei Gel. Das reicht an Tagen ohne Sonne bei mir nur ca 24h, wenn die Heizung läuft. Die Batteriebank soll dieses Jahr signifikant vergrößert werden. Da bleibe ich aber bei Blei, für mein Nutzungsprofil lohnt sich Lithium einfach nicht.
Meine Verbraucher laufen alle auf 24V Gleichstrom, teilweise mit Wandler auf 12V, wo erforderlich. Der Kühlschrank ist ein Haushaltsgerät mit 230V. Gekocht wird mit Gas. Wenn genug Sonne da ist, wird der Strom aber auch mal fürs Brotbacken und Reis kochen verwendet. Mit mehr Speicher und mehr Solarleistung denke ich aber auch darüber nach, den Strom noch stärker in die Küche zu integrieren.

Gruß Simon

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A N D R E A S
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von A N D R E A S » Mo 4. Jan 2021, 01:42

Governor hat geschrieben:
So 3. Jan 2021, 18:25
...
Induktionskochfeld, Backofen, Kühlschrank, Tiefkühlbox, Waschmachine, Spülmaschine, afrika-taugliche Klimaanlage
... und ein 6kW-Dieselgenerator ist auch geplant.

Da muss ich erst einmal herausfinden, wiweviel Energie die einzelnen Komponenten denn so benötigen.
...
Ein strammer Ansatz! Da werden dir selbst im Sommer 2kW solar nicht reichen. Und nur der erzeugte Strom kann gespeichert werden.
Dabei haben wir auch noch nicht über Geld geredet. Einen 6kW-Dieselgenerator etc. gibt es nicht umsonst.
A N D R E A S

Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Mo 4. Jan 2021, 08:32

Ja, der Ansatz ist stramm, sollte aber realisierbar sein.

Darum war ich über Bliss-Mobil so verwundert. Das sollte alles ohne zusätzlichen Generator mögich sein... :liar:

Ich muss jetzt so schnell wie möglich das Wissensdefizit bei der Energiespeicherung ausgleichen.

So wie es aussieht, muss ich mir die Komponenten kaufen und versuchsweise aufbauen.
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

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Sandkater
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Sandkater » Mo 4. Jan 2021, 09:36

Oder du backst einen Kuchen, wäscht ene Ladung Wäsche und schaust vorher/nachher auf den Stromzähler. ;)
Der Messfehler wird tagsüber gering sein

It's better to be approximately right than precisely wrong
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Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Mo 4. Jan 2021, 10:25

So ähnlich werde ich es wohl machen müssen :think:
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

Melchior
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Melchior » Mo 4. Jan 2021, 11:13

ich habe sowas hier:

https://www.amazon.de/Zaeel-Energiekost ... 181&sr=8-5

für die Genauigkeit kann ich aber nicht garantieren :lol:

ich habe vor paar Jahren mal wissen wollen, woher unser hoher Stromverbauch kommt und habe mir sowas zugelegt. Hab zwar rausgefunden woran es liegt aber geändert hat sich nichts :lol:

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egn
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von egn » Mo 4. Jan 2021, 14:51

@stahlma
FI/RCD würde ich für ein mobiles WR Netz nie installieren, da man damit die Einfehlersicherheit des in der Regel vorhandenen IT Netzes aufgibt. Da man keine sichere Erde mit einem definierten Schleifenwiderstand hat, außer man schlägt einen Erder in den Boden, gibt es unschöne Potentialunterschiede zwischen Innen/Außen. Die richtige Lösung ist meiner Meinung nach ein Isolationwächter.

Hinzu kommt dass normale FI/RCD Typ A/F keine hochfrequenten Fehlerströmen erkennen, und durch Fehlergleichströme blockiert werden. Hier muss man dann welche vom Typ B/B+ einsetzen.

Nimmt man nur einen FI/RCD für das gesamte Wohnmobilnetz gibt es Fehlerfälle welche dazu führen, dass der FI/RCD auslöst. Dies wird ausführlich in den Unterlagen der BG Bau erläutert.

Aus all diesen Gründen rate ich von der Verwendung von FI/RCD in mobilen Wechselrichternetzen ab. Natürlich muss am Netzanschluss ein FI/RCD installiert sein. Dieser nutzt aber für das Netz ab Wechselrichter nichts.

@midlifecrisis
Man kann problemlos Motoren mit LiFePO4 starten, wenn der Strom nicht durch in die Leitung eingeschleifte MOSFET begrenzt wird. Lithiumzellen haben normalerweise einen so kleinen Innenwiderstand dass das kein Problem ist. Sonst würden auch die ganzen Powerpacks in Handy Größe nicht funktionieren.

@Governor
Flexmodule sind eine Notlösung, wenn man Gewicht sparen und auf den Luftwiderstand achten muss. Sie haben einen deutlich geringeren Wirkungsgrad und werden wegen fehlender Hinterlüftung so heiß dass sie nicht nur deutlich weniger Leistung liefern, sondern auch viel schneller degradiert. Dazu ist auch oft der Preis noch viel höher. Zusätzlich hat man damit auch keinen Tropendacheffekt wie mit normalen Modulen. Mit normalen Modulen ist die Decke im Wohnmobil bei voller Einstellung viel Kühler. Das spart schon fast die Klimaanlage, insbesondere wenn mann keine Öffnungen im Dach hat.

Nimm bitte das Thema Sicherheit ernst, und lasse wenigstens die Inbetriebnahme durch jemanden machen der die einschlägigen Vorschriften kennt.

Wenn man wirklich das Dach mit richtigen Modulen voll macht hat man im Sommer keine Probleme einen elektrischen Haushalt zu versorgen. Ich mache mit 2 kW im Sommerhalbjahr auch noch das komplette Warmwasser. Der Winter ist kritisch. Hier hilft nur die Kombination aus großem Speicher, Lichtmaschine wenn man öfter den Standort wechselt, oder dann ein normalen Generator. Wobei ich nur im Notfall auf letzter stützen würde, da man sonst ständig Wartung machen muss.
Gruß Emil

Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Mo 4. Jan 2021, 22:44

@Emil
Danke für Deine Ratschläge, ich werde sie beherzigen!
Schliesslich will ich mit meiner Frau sorglos mit dem Aufbau unterwegs sein und das Leben geniessen!
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

christian089
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von christian089 » Di 5. Jan 2021, 01:01

@ Markus:

Alles gut. Ich freu mich über ein offenes Wort und bei der Elektrik geht es um Leben und Tod, wenn man pfuscht. Das ist mir bewusst. Ich würde sehr gerne auf deinen Vorschlag zurück kommen. Video auf Insta wäre klasse, du merkst das Thema "elektrisiert" einige :D

Das hat bei mir aber keine große Eile. Macht ihr mal eure tolle Reise, und wenn es mal an einem Tag reinpasst, dann freue ich mich schon mal auf das Video mit der Beschreibung deines Set-Ups! Ich muss das besprochene auch mal sacken lassen und mir Gedanken machen. Die größten Sorgen macht mir aktuell eigentlich noch, dass die 48V Akkus nicht für Fahrzeuge gebaut und zugelassen sind. Es würde mich nicht wundern, wenn sich die Verbindungen innerhalb der Batterien nach 10.000 km afrikanischer Rüttelpiste lösen und dann ... wer weiß.

Das mit klein nimmst du aber bitte zurück! Ich bin fast 1.80m ;) :lol:

@ Edgar:

Wenn ich eines gelernt habe, dann dass ich mich nie zu 100% auf einen Dienstleister verlassen kann. Es gibt Situationen da wissen sie es nicht besser, es gibt Situationen da können sie es nicht besser. Mir wurden von Krug XP auch Klebedinger angeboten. Vorteile: man kann darauf rumlaufen und sie bauen weniger auf. Mein Einwand, dass sie Probleme mit der Temperatur haben könnten, konnte der Verkäufer gar nicht nachvollziehen. Nun denn, vielleicht hatte er Recht. Ich nehme auf jeden Fall dennoch keine Klebedinger.

Und das mit Bliss kann ich zu 100% nachvollziehen. Meiner Meinung nach sind die technologisch die Nummer 1. Maximal durchdacht und mit einer super abgestimmten Fertigung. Dennoch habe ich gleich beim ersten Gespräch gemerkt, dass wir nicht zusammen kommen. Ich fand sie sehr arrogant.

Bei wem bist du final gelandet?

@ Emil:

Was meinst du mit Wartung? Beim Generator? Ich plane auf jeden Fall auch mit einem Generator. Bei mir wird es ein Benzin-Generator werden, weil ich aus anderen Gründen sowieso Benzin mitführen muss.

@ All:

Ich denke das Dach werde ich mit den Modulen voll machen. Eventuell wollte ich noch eine Dachluke über dem Bett um die Sterne zu sehen :D Aber ich weiß nicht wie man nach 5 Jahren Reise über so eine Dachluke denkt. Wie sehen es die erfahrenen Reisenden hier? Habt ihr eine Luke vermisst, falls ihr keine habt? Schätzt ihr eure Luke, falls ihr eine habt?

Ich werde auch Tigerexped kontaktieren. Die machen einem ein Angebot speziell auf die eigenen Anforderungen zugeschnitten. Man bekommt die ganzen Komponenten mit Schaltplänen, Aufbauplänen, usw., so dass man alles selbst installieren kann. Natürlich sollte man noch einen Fachmann drüber schauen lassen. Die Dimensionierung aller Komponenten ist aber passend aufeinander abgestimmt, die Kabelquerschnitte berechnet. Soweit in der Theorie ... Keine Ahnung ob das wirklich so passt, oder ob das nur Marketing ist. Ich werde berichten.

Ich wollte noch einen anderen Vorschlag in die Runde werfen. Es gibt Unternehmen die Kleinserien-Battery-Packs aus einzelnen Zellen bauen. Das kann unter Umständen günstiger sein, als wenn man Batterien für viel Geld von der Stange kauft. Auch kann man gewissen Anforderungen (zB. Rüttelfestigkeit) definieren. Es muss aber eine gewisse Abnahmemenge da sein, sonst ist das natürlich signifikant teurer. Ich selbst habe damit überhaupt keine Erfahrungen, ich habe aber mitbekommen, dass das an sich eine Option ist. Hätte jemand Interesse sich ein entsprechendes Angebot machen zu lassen? Falls ja, welche Menge an kWh würdet ihr jeweils abnehmen?

VG
Christian

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egn
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von egn » Di 5. Jan 2021, 09:06

Ja, ich meine die Wartung des Generators. Wenn man zu sehr vom Generator abhängig ist dann bekommt man viele Betriebsstunden. Ölwechsel sind typischerweise alle 50 - 100 nötig.

Ich wollte mir auch mal einen kleinen wassergekühlten 2kW Dieselgenerator als kleines BHKW installieren, um dann im Winter zu heizen und das Fahrzeug mit Strom zu versorgen. Bei Laufzeiten von 10 h/Tag hätte man alle 2 - 3 Wochen Ölwechsel machen müssen. Das wollte ich mir nicht antun.

Ich habe schon seit 15 Jahren einen kleinen 2 kW Benziner als Notfallgenerator. Ich habe ihn bisher kaum benutzt. Im wesentlichen lasse ich ihn jedes Jahr 1-2 mal für 30 Minuten laufen, damit er betriebsbereit bleibt. Aber das ist natürlich keine Lösung für längeres Stehen im Winter.
Gruß Emil

midlifecrisis
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von midlifecrisis » Di 5. Jan 2021, 09:39

midlifecrisis hat geschrieben:
So 3. Jan 2021, 13:41

Ich vermute, dass ich der erste war der das gemacht hat.
Es gibt ja schon immer in den Foren diesen 12V/24V Krieg. Dann kommt der kleine dicke ahnungslose Neuling und erzählt was von 48V...
Sorry Christian, wenn das auf dich bezogen rübergekommen ist. Mit dem kleinen dicken Neuling habe ich mich selbst gemeint wie ich vor 3 Jahren auf die Idee gekommen bin.

Markus

Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Di 5. Jan 2021, 20:17

@Christian
Die Arroganz von Bliss kann ich auch bestätigen.
Wir haben seinen 6m-Container besichtigt und er ist einfach in einer Ecke gelümmelt ohne etwas zu erkären.
Dann wollte er für den Container 300.000,- € und für weitere, nicht näher definierte Zusätze 36.000,- € ( jeweils plus Steuer)

Ich bin mit meinen Vorstellungen für das Mitführen enes Begleitfahrzeuges am Heck bei den meisten Ausbauern rausgeflogen.
Füss Mobil hat mich sogar für Verrückt erklärt und sofort abgelehnt.
Nach einiger recherche bin ich nun bei Camperspol gelandet. Die machen die Aufbauten für Gekko-Truck.
Die werden den Aufbau und den Montagerahmen mit dem Hubsystem für einen Suzuki Jimny nach meinen Vorstellungen
mit Componenten von Dhollandia bauen.
Mit dem eigentlichen Container bzw. Box können sie aber erst im August beginnen.
So habe ich noch Zeit, offensichtliche Fehlplanungen zu korrigieren.

Übrigens, ich habe heute 32 Stück CALB 3,2V 200Ah LiFePO4 Akkuzellen SE200AH bestellt.
Damit sollten sich zwei 48V-Akkus mit je 10kWh aufbauen lassen.

Die Sache mit der Dachluke über dem Bett würde mich auch interessieren.
Das könnte nachts so manche Überraschung geben....
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

midlifecrisis
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von midlifecrisis » Di 5. Jan 2021, 20:48

@Edgar
Du beauftragt diverse Firmen für ein Fahrzeug in der Preisklasse eines kleinen EFH, aber wegen ein kilo Geld bei den Akkus machst Du rum?

Du hast Eizelzellen zum Selbstbau geordert, und willst damit ein 48V System bauen? Was für einen Sinn siehst du darin?

Wenn Bliss nein sagt, dann warst du vermutlich zu wenig Standart. Wenn Füss nein sagt, dann hat das eventuell einen guten Grund...

Markus

Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Mi 6. Jan 2021, 00:01

@Markus
Du kennst es wahrscheinlich! Wenn jemand Dir sagt, das geht nicht, das haben wir schon immer so gemacht.
Warum können sie das nicht akzeptieren und es so machen (so sein), wie alle anderen?

Nun, ich bin nicht, wie jeder andere! Ich lebe in Afrika und in Deutschland und höre die ganze Zeit,
das geht nicht, wir sind hier in Afrika.
Aber, wir sind hier! Und was soll nicht gehen?
Das Leben ist zu kurz, um nur auf die Erfahrung derer, die es falsch gemacht haben, zu bauen.
Wenn ich davon überzeugt bin, dass es so nicht funktioniert, obwohl ich es versucht habe,
dann überlege ich, was ich falsch gemacht habe.

Das klingt vielleicht überheblich, aber ich gebe nicht so schnell auf...
Und ich glaube, Du auch nicht!
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

christian089
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von christian089 » Mi 6. Jan 2021, 01:55

@ Markus:

Überhaupt kein Problem :lol: Ich habs tatsächlich auf mich bezogen, hätts aber auch wirklich nicht schlimm gefunden. Wir sind hier in unserem Forum, wir wollen uns gegenseitig sicher nichts böses.

@ Edgar:

Also ich bin auch definitiv niemand der schnell die Flinte ins Korn wirft. Aber es ist schon riskant wenn mehrere Dienstleister nein sagen. Du musst daran denken, dass sie die Gewährleistung im Hinterkopf haben. Wenn sie nein sagen, dann sehen sie erhebliche Risiken. Wenn ein Dienstleister von zehn ja sagt, dann kann es sein, dass er weiß, dass er das hinbekommt. Oder aber er ist da etwas zu optimistisch ... Du solltest das nicht zu sehr ausreizen.

Falls dir das Thema aber so am Herzen liegt, ich habe auf Youtube ein Expeditionsmobil gesehen, bei dem ein Suzuki Samurai (?) integriert war. Vielleicht kannst du dich davon noch inspirieren lassen.

Wo in Afrika lebst du?

Christian

Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Mi 6. Jan 2021, 10:38

Ich plane nichts abartiges, aber die Aufbauer haben volle Auftragsbücher und wollen nichts aufwendiges machen...

Ich lebe auch in Kenia und kann seit einemJahr nicht hin ;)

https://wego.here.com/?x=ep&map=-4.2860 ... ,satellite
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

Governor
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Mi 6. Jan 2021, 22:35

@Christian
Die Balmar 48V-Lichtmaschine kann man auch in Deutschland für 669,-€ haben.
https://welt-ahoi.de/2020/07/20/mehr-en ... giesystem/
Es ist die Mahle!
Ich habe sie gerade bestellt und einen Regler gibt es auch!
https://www.a-l-shop.de/6482-Lichtmasch ... A-48V.html
https://www.a-l-shop.de/6828-Lichtmasch ... 9-48V.html
Mit einem entsprechenden Adapter sollte sie überall reinpassen.
Die Solarmodule und einen Laderegler habe ich ach bestellt.

Wenn alles da ist werde ich es ausprobieren und berichten....

Ich wünsche allen einen schönen Abend!
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

midlifecrisis
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von midlifecrisis » Mi 6. Jan 2021, 23:06

@Edgar
Warum willst du unbedingt die 48V realisieren?

Ich kann das nachvollziehen, wenn man - wie in meinem Fall - zu den fertigen Pylontech greift.

Du hast dich für einen Eigenbau aus Eizelzellen entschieden. In diesem Fall steht dir doch die Tür zu wesentlich praktikableren 24V Packs offen.
Warum erkauft du dir jetzt trotzdem die Nachteile von 48V?

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Sandkater
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Sandkater » Mi 6. Jan 2021, 23:17

Video Gustav hat sein Auto von Blei auf Lthium bei TransWatt umrüsten lassen.
https://www.youtube.com/watch?v=Yq6sPBokwPI nur die ersten paar Minuten
Evtl.helfen die auch bei der Grundauslegung und Planung der Anlage. Einbauen soll es dann der Ausbauer.

Ansonsten: viel Erfolg, egal welche Lösung.
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von Governor » Mi 6. Jan 2021, 23:31

@Markus
Ich habe mich noch nicht entschieden! Ich werde testen was für Vor- und Nachteile es gibt.
So richtig hat mich bis jetzt noch keine Variante überzeugt. Zu viele verschiedene Meinungen / Überzeugungen.

Jetzt versuche ich mal das Modell: " Wenn sich der Weg gabelt, wähle den schweren!" :think:

Zurück zu den 24V kann ich ja recht einfach. :confusion-seeingstars:
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

christian089
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Re: Elektroplanung mit 48V und 230V

Beitrag von christian089 » Fr 8. Jan 2021, 00:53

@ Edgar:

Denali Beach :) Sehr schön! Da komm ich dich mal besuchen ;)

Ich drück dir beim Ausbau die Daumen. Halt uns bitte schön auf dem Laufendem.

Wie willst du das denn mit den 24V-Verbrauchern am Fahrzeug machen, wenn du auf die 48V-LiMa wechselst?

Christian

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