Hilfe... Solaranlage Grundkurs

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Bob
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Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von Bob » Do 28. Dez 2017, 18:43

Hallo zusammen.
Ich bin schon seid langem am grübeln und überlegen, meinen Shelter endlich mal mit einer Solaranlage zu bestücken... und nun , mit Nachdruck von meiner besseren Hälfte, soll bzw. MUSS!!! :lol: ich mich nun drum kümmern für die nächste Saison.

Mein erstes und zudem auch größtes Problem ist, ich habe absolut nullkommanull Ahnung und Erfahrung mit der Materie :doh:
Deshalb wende ich mich mal an Euch, da hier ja so einge sind die auch Fernreise Erfahrung haben und die Anlage in der Praxis über längere Zeit getestet haben.

Was brauche ich denn so alles an Komponenten und Ausstattung?
-Größe und Leistung der Panele?
-Was als Speicher? Gel oder Säure Batterien und welche größe und Leistung?
-Wechselrichter?
usw. usw. usw.

Natürlich hab ich schon so einiges gefunden im Netz, nur bin ich mir bei dem ganzen nicht sicher was Sinnvoll, was zuviel und was zu wenig ist. Und was zu Teuer und was zu Billig. Die Preisspanne in dem Sektor sind wirklich riesig :think:

Mal zum überblick der Verbraucher:
-LED Lampen im innen und Aussenbereich (bisher noch norrmale Glühbirnen aber die fliegen dann raus)
-Zwei platten Campingkocher (220v)
-Kühlschrank (Gas/Elektro 220v umschaltbar)
-Handy / Laptop Ladegeräte
-Radio
-evtl. noch Fernseher für längere Aufenthalte ( für unseren Junior :roll: )
Halt so das übliche fürs tägliche Überleben :lol: :mrgreen: :shhh:

Und ein Bereich bei dem ich noch komplett auf dem Schlauch stehe ist die (Warm) wasserversorgung. Ich habe bisher nur Kanister und Wasserkocher im Shelter... Zum Spühlen und für die tägliche Grundreinigung reicht es. Aber ab und an Duschen mit Warmwasser soll auch ganz gut sein ab und zu, so unterwegs :roll: :shhh: :lol:
Einen Handelsüblichen Durchlauferhitzer aus dem Baumarkt kann ich da ja vergessen. Wie habt ihr das denn bei euch so Geregelt? Auch mit der Pumpe für die normale Wasserversorgung usw.

Wie oben schon geschrieben fange ich bei dem Thema Elektroausbau komplett bei null an. Also wenn es geht dann bitte Idiotensicher erklären! :lol: :doh:

Vielen dank im Voraus
gruß
David

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fun-ski
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von fun-ski » Do 28. Dez 2017, 19:11

Hallo David

kannst gerne mal in meinen Thread viewtopic.php?f=21&t=1890 reinschauen , da ist schon ein Teil erklärt.
Billig anfangen lohnt sich nicht, die Erfahrung habe ich gemacht.
Ein gescheiter Laderegler ala Victron Blue Solar 100/50 geht immer, dazu 4 Solarplatten ( Haushaltsmodule72 Zellen)
Batterien habe ich 2x240AH AGM verbaut( mehr geht immer :mrgreen: )
gescheiter Spannungswandler 12v/220V von Ective usw.
Warmwasser mache ich im Moment mit 220v Boiler mit 6ltr mit der Elgena Marineversion, die wird aber demnächst getauscht in eine 24ltr Isotherm boilereinheit.
Mein täglicher Verbrauch liegt bei ca 50AH täglich im Winter mit Kühlschrank auf 220v , Standheizung, Licht usw.
Bei der Witterung im Moment reicht das für 3-4 Tage ohne Ladung.
Ladung des Shelters vom Kat solltest du auch noch einplanen mit einem Ladebooster( bei mir Franon24/12 mit 45A)
Die Fragen werden damit zwar nicht weniger,ich hoffe ich habe dir mal einen kleinen Einblick in die Materie gegeben.
Kannst dich gerne auch mal so bei mir melden für einen Kaffee oder so und zum Plaudern.
Am 13. Januar machen wir eh wieder ein Schrauber und Glühweintag bei mir .
bist gerne Willkommen
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Andy
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von Andy » Do 28. Dez 2017, 19:15

Hallo David,

ich habe in meiner FM1 einen komplett Satz von ebay verbaut.
Da waren zwei Kollektoren mit je 180 Watt dabei und der Regler.
Angeschlossen hab ich sie an zwei Batterien mit 45 Ah. Die Batterien sind für deine Zwecke zu klein, da
würde ich auf 100 Ah oder mehr gehen.
Und um auf 220 V zu kommen, noch einen schönen Spannungswandler mit 2000 Watt dazwischen setzen.
Ist eigentlich alles kein Hexenwerk.

Gruß Andre.

Hutsepp
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von Hutsepp » Do 28. Dez 2017, 22:30

Servuz,

zuviel Solarmodule auf dem Dach kann es nach meiner Meinung nicht geben ;) Der Sonnenschutz auf dem Dach ist nicht zu unterschätzen.
12 Volt im Aufbau : Hausmodule 60 Zellen, 24 Volt mind. 72 Zellen oder mehr (ich bin da mehr für die parallel Schaltung der Module)
Wir haben 24Volt im Aufbau, 2x 210AH Gel Batterien in Reihe ,Victron Solar Regler BlueSolar MPPT 150/45.
Warmwasser machen wir mit einem 20 Liter Isotemp Boiler vom Überschuss der PV Anlage sonst mit der Diesel/Wasser Hzg.
Vieleicht sehen wir uns ja beim Dirk auf dem Treffen

Gruss Nils

midlifecrisis
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von midlifecrisis » Fr 29. Dez 2017, 00:06

Bob hat geschrieben:
Do 28. Dez 2017, 18:43

Mal zum überblick der Verbraucher:
-LED Lampen im innen und Aussenbereich (bisher noch norrmale Glühbirnen aber die fliegen dann raus)
-Zwei platten Campingkocher (220v)
-Kühlschrank (Gas/Elektro 220v umschaltbar)
-Handy / Laptop Ladegeräte
-Radio
-evtl. noch Fernseher für längere Aufenthalte ( für unseren Junior :roll: )
Halt so das übliche fürs tägliche Überleben :lol: :mrgreen: :shhh:
Du musst deinen Tagesbedarf möglichst gut einschätzen, dann ist der Rest nur noch simple Dreisatzrechnung

LED Lampen 40W x 5h = 200Wh
Kocher 1000W x 0,5h = 500Wh
Kühlschrank 250wh
Handy/Radio... 10W x 5h = 50Wh
Fernsehen 40" 80W x 4h = 320Wh

Tagesverbrauch 1320Wh --> 1,320Wh (Das ist recht großzügig gerechnet, 1kWh wird realistischer sein.

Als Vergleich:
Dirk sagt dass ihm 50Ah bei 12V reichen, das entspricht dann 50Ah x 12V = 600Wh --> 0,6kWh

Mit diesen zwei Werten - Dirks 0,5kWh aus der Praxis und den von mir Beispielhaft errechneten 1kWh kannst du das eventuell für dich besser abschätzen. Wenn du den TV weglässt, dann liegt mein Theoriewert schon recht plausibel in der Nähe von Dirks Praxiswert.


Grundsätzlich musst du das erzeugen was du verbrauchst.
Bei PV spielt da die Jahreszeit eine große Rolle.
Im Winter Hast du nur rund 25% vom Ertrag im Sommer.
Bei der Dachmontage - wie sie bei Fahrzeugen üblich ist - wird das eher noch schlechter weil das bisschen Sonne das du im Winter hast sehr Flach steht.

Vermutlich bekommst du auf deinen Shelter 4 Hausmodule drauf, die haben immer so ca. 270Wp.
Die Module sind so ca. 170cm x 100cm. Da die inzwischen sehr billig sind würde ich damit auch nicht sparen und draufpacken was geht.
Ein aufgrund falscher Sparsamkeit durch tief Entladung abgeschossener Akku ist teurer...

Die 4 Module werden dir im Winter deine 1kWh Ertrag liefern und dich im Sommer mit 4-fachem Überschuss zum Wasser warm machen versorgen.
Gaaaanz Grob kannst du den Ertrag so überschalgen: Leistung aller Module 4x270Wp = 1080Wp
Im Winter multiplizierst du das mit 1 und im Sommer mit 4, also ca. 1kWh im Winter und 4kWh im Sommer - pro Tag.

Da es gute und schlechte Tage gibt hängt die größe deiner Batterie von der Zeitdauer ab die du bei sonnenarmen Tagen versorgt sein willst.
ich würde hier mal 5 Tage ansetzen.

Also muss deine Batterie 5 Tagesverbräuche speichern können.
5 x 1kWh 0 5kWh

Nun kommt es drauf an was du für eine Batterietechnologie einsetzen willst.
Alles Bleibasierende dankt es dir mit Lebensdauer wenn du es mit 50% auslegst.
Mit den neue LIFEPEO4 ist das nicht so dramatisch, die kannst du mit 80-90% auslegen - Wobei das meines Wissens die Hersteller schon so angeben.

Also entweder Bleibatterie mit 10kWh (5kWh x2 wegen 50%) oder LIFEPEO4 mit 5kWh

Ich habe sowas vor 15 Jahren das erste mal gemacht, da gab es praktisch keine Alternative zu Blei.
Aktuell mache ich so etwas zum ersten Mal mit einem Fahrzeug und habe mich von den LIFEPO4 überzeugen lassen.

Ich werde diese hier verwenden:
https://greenakku.de/Batterien/Lithium- ... ne8l83om80

Die sind preislich fast schon aus Bleiniveau (wenn mal Faktor 2 bei Blei bedenkt).
Allerdings ist die Systemspannung in meinem Aufbau dann 48V weil diese Akkus eigentlich für Homespeicher konzipiert sind und es dort Standard ist.
Das würde ich einem Laien nicht empfehlen. Es gibt LIFEPO4 auch von VICTRON, Mastervolt,... in 12V und 24V - allerdings kosten die das doppelte von den 48V Dingern...
Bei mir spielt das keine Rolle da eh fast alles auf 230V läuft und es für den Kleinkram Wandler gibt (48V/24V oder 48V/12V).
Ich kann mit den Nachteilen (Laden über Lima recht umständlich, "inkompatibel zu anderen",...) leben bzw. sie sind mir bei den angedachten 20kWh den Minderpreis wert - aber einem Laien würde ich das nicht empfehlen. Vermutlich fluche ich in 5 Jahren selber darüber und betrachte es als großen Fehler... :-)


Du kannst jetzt vielleicht deinen Bedarf etwas besser einschätzen.
Wenn du da mehr Klarheit hast kann ich dir gerne helfen konkretere Komponenten auszuwählen die ins Budget passen.

MFG!
Markus

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A N D R E A S
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von A N D R E A S » Fr 29. Dez 2017, 13:43

Die Werte fürs Kochen sehe ich als zu niedrig angesetzt an.

2 Kochplatten á max. 2.000 W. Real wird man einige Minuten anbraten und anschließend länger kochen bei kleiner Leistung:
2 x 6 min 2.000 W = 400 Wh
2 x 24 min 700 W = 560 Wh
Summe 0,96 kWh

Zusammen dann 1,8 kWh
Zweiter Aspekt - Maximalleistung:
Wenn nur die beiden Platten max. laufen, ist 4.000 W gefragt.
Bei dieser Leistung ist 24 V im Aufbau besser als 12 V. Außerdem die gleiche Spannung wie im LKW. Inzwischen gibt es auch alle/viele Geräte bezahlbar in 24 V.

4.000 W / 24 V = 166 A

plus Kleinverbraucher und Wandlerverluste muß man mit 200 A Stromstärke rechnen. Da sollte eine Batteriebank mit 24 V und min. nutzbare 200 Ah dranhängen (LithiumIonen 250 Ah, Blei 400 Ah).

Ich bin davon ausgegangen, daß man autark sein will und nicht auf einem Campingplatz steht.
A N D R E A S

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fun-ski
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von fun-ski » Fr 29. Dez 2017, 17:01

Moin
wegen der Kochplatten empfehle ich lieber Gas zu nehmen, kleine Buddel zum Kochen reicht ewig.
Evtl. kannst du damit auch Heisswasser machen zum Spülen und Duschen (Truma Boiler 10ltr)
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Gruß
Dirk

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stahlma
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von stahlma » Sa 30. Dez 2017, 17:22

Hallo zusammen,

Bin auch letzten Jahr durch die gleiche Überlegungen gegangen.

Es ist immer eine Abwägung zwischen Anforderungen, Kosten und Autarkie (streng genommen auch eine Anforderung)

Ganz allgemein, wenn man wenig mit Strom betreibt und nicht wochenlang im Nirgendwo unterwegs ist, dann sind Bleibatterien und ein paar module um die 500 WEP ok.

Sollen Kühlschrank und/oder Kochfeld auch elektrisch sein, dann braucht man schon richtig viel Solarleistung und auch Li-Ion Batterien, damit man auch, wenn die Sonne nur kurz scheint das Maximum mitnehmen kann.
Ich habe mich gegen einen Kompressorkuehlschrank entschieden, da man dafür ca 2 kWh am Tag rechnen muss. Das wird selbst mit 1kWEP etwas eng, wenn man nicht immer in der Sahara Urlaub macht. Für mich war der Kompromiss, beim Kochen und Kühlschrank auf Gas zu bleiben und dafür Reseven fuer die Aufbauklimaanlage zu haben. Die Mastervolt 5kWh Li-Ionenbatterie hab ich gekauft, obwohl sie total überteuert ist, weil sie sich schön in das Mastervolt System integriert. Toll ist auch, dass man sie mit dem Generator sehr schnell laden kann (24V/100A). Das heisst, wenn man mal zwichenladen muss, reicht 1h Generator laufen lassen

Das alles nur so ein paar Gedanken und kein strukturiertes how-to ;)

Viele Grüße

Martin

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A N D R E A S
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von A N D R E A S » Sa 30. Dez 2017, 18:26

Camping-Kompressorkühlschränke haben typischerweise einen Danfoss-Kompressor mit 35 W eingebaut. Wenn der durchläuft heißt das 24 x 35 = 840 Wh.
Normalerweise haben die Kühlschränke 20 - 50 % Laufzeit. Somit ist der typische Stromverbrauch 400 Wh oder weniger.
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von fun-ski » Sa 30. Dez 2017, 19:02

A N D R E A S hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 18:26
Camping-Kompressorkühlschränke haben typischerweise einen Danfoss-Kompressor mit 35 W eingebaut. Wenn der durchläuft heißt das 24 x 35 = 840 Wh.
Normalerweise haben die Kühlschränke 20 - 50 % Laufzeit. Somit ist der typische Stromverbrauch 400 Wh oder weniger.
Da gebe ich dir Recht, mein Haushaltskühlschrank der dauerhaft auf 220v läuft braucht auch mit Wandlerverlust nicht viel mehr.
Das wiegt für mich die Kosten zu einem 12/24V Camping Kompresser lange auf.
Was man gewaltig merkt ist in der Übergangszeit die Standheizung, wenn diese öfter ein und aus schaltet, das Glühen und der Startstrom sind dan doch um ein vielfachsen höher wie bein durchlaufen.
Bis jetzt habe ich noch nie mehr wie ca 1/3 der Batteriekapazität ( bei 50% Entladung ) gebraucht.
Entweder sind wir eh weiter gefahren und die Solaranlage und die Lima hat die Batteriebank wieder gefüllt.
Selbst bei trüben Wetter war zumindest über Tag kein Verlust mehr da, so kannst du schon noch mal um 2-3 tage länger stehen.
Spätestens wenn die Sonne wieder 2-3 std scheint ist die Batterie wieder voll.
Aber Leistung hat man nie genug 8-) , wenn man mehr hat verbraucht nam automatisch auch mehr.
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Sandkater
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von Sandkater » Mo 1. Jan 2018, 19:51

24V im Aufbau sind nach meiner Erfahrung einfacher, zudem hat man noch eine Notfallstartanlage falls der KAT darunter wegen toter Batterien nicht will. Lampen, Wasserpumpen, etc. gibt es alle im Yachtbereich zu kaufen, dort sind 24V nicht so exotisch wie bei Weißware.

Kochplatten mit Induktionsfeld sind die bessere Varante, brauchen weniger Strom und sind schneller. Gibt es auch zum Rausnehmen und draussen kochen. Bei Fisch sicher nicht die dümmste Idee.
Den Wandler mit mindestens doppelter benötigter Leistung besorgen, sonst sind die Einschaltströme auf Dauer der Tod des Wandlers.

Gruß
Peter
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mdoerr
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Re: Hilfe... Solaranlage Grundkurs

Beitrag von mdoerr » Fr 4. Mai 2018, 09:28

Hab ich jetzt erst gesehen. Man merkt, dass ich nicht oft hier bin.
Ich hab ja ein bisschen mehr Patz und das auch ausgenutzt. 10 Module drauf mit 2 Ladereglern.
So ganz einfach ist das nicht immer. Wenn man Strom zu Kochen und mehr thermische Nutzung hat, sind höhere Leistungen und damit auch hohe Ströme auf der Batterieseite gefragt. Da braucht es auch viel Kupfer (Kabelquerschnitt), damit du nicht die Hütte abfackelst.
Bei der Anwendung würde ich keine 12V mehr machen. Die 12V Geräte die es gibt, sind meist Campingspielzeug und taugen nicht viel.
Da meiste gibt es auch in 24V im Truckershop zu besserer Qualität.

Wie schon vom Vorredner gesagt, wer billig kauft, kauft 2 mal. Nicht bei den Komponenten sparen.

Akkus. Ich hatte ganz am Anfang Bleiakkus drin, bin aber jetzt auf LiFePO umgestiegen. Die haben eine deutlich bessere Ladekennlinie. Bleiakkus nehmen ab 85% viel weniger Strom auf, daher brauchen die länger zum Laden. Im Winter macht das viel aus, da die Sonnenscheindauer viel kürzer ist. Dann arbeiten die Batterien mit Ladezuständen 50 bis 85% und das ist nicht gut für Blei. Blei sollten möglichst voll geladen werden.

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