KAT mit PKW Starthilfe geben

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Hogk
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KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Hogk » Fr 4. Nov 2016, 23:54

Hallo,

neulich ist mein KAT nicht angesprungen und ich habe ohne viel darüber nachzudenken einfach meinen VW Caddy zum starten genommen.
Es hat super gut funktioniert , aber jetzt wollte ich doch mal fragen ob das für die PKW Batterie eventuell ungesund sein könnte?

Habe ein normales Starterkabel verwendet und die die PKW Batterie jeweils mit + und - mit einer Batterie im KAT verbunden!

Wie startet ihr Euren KAT sollte er mal leere Batterien haben und es ist kein zweiter LKW vorhanden?

Danke und Grüße

Breith
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Breith » Sa 5. Nov 2016, 08:27

Guten Morgen,


mache ich genauso.......sollte die Batterie mal leer sein. Meist reicht die Leistung LKW-Batterie gerade so nicht mehr und es braucht ja nicht viel Unterstützung und die Fuhre springt wieder an:-)
Wie es allerdings aussieht wenn die Batterien am KAT komplett leer sind, kann ich Dir allerdings nicht sagen.

Bis jetzt habe ich noch keine negativen Auswirkungen auf die Auto-Batterien feststellen können.


Gruß


Breith

Hogk
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Hogk » Mo 7. Nov 2016, 13:11

Hallo!

Vielen Dank für die Info, hat sonst noch jemand eine Info ob dieses Vorgehen eventuell Schädlich für den VW Caddy bezüglich Elektrik oder Batterie ist?

Welches Handelsübliche Ladegerät würdet ihr empfehlen für die Batterien vom KAT?

Danke

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mdoerr
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von mdoerr » Mo 7. Nov 2016, 13:58

Ich würde das nicht mehr machen. Hatte dann nicht genug Spannung (und dadurch mehr Strom) und mir ist der Starterschalter im Zündschloß abgeraucht.
Kostet nur 300 Euro bei MAN.

FF PA KAT
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von FF PA KAT » Mo 7. Nov 2016, 18:34

Hallo,

wegen deiner Frage zwecks Ladegerät, ich kann dir den Hersteller CTEK empfehlen.
Siehe Link:
http://www.ctek.de/de/de/chargers/MXT%2014

Wir verwenden das Ladegerät festeingebaut in einem KAT1 8x8.
Das Ladegerät ist hinter dem Fahrsitz an der Wand zum Motorraum montiert.

Verwende ein kleineres 12V Ladegerät für meine Oldtimer Traktoren und bin damit höchst zufrieden!

Schöne Grüße

FF PA KAT

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Zentralgestirn
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Zentralgestirn » Mo 7. Nov 2016, 20:11

Hallo,

du musst dich erstmal fragen was du haben willst. Eines, das immer dran ist, wenn du nicht fährst oder eines das mal eben schnell laden soll, falls die Akkus mal platt sind du aber dennoch schnell los möchtest.

Bei ersterem reichen kleine Ladegeräte. Dabei sollten sie aber möglichst eine Erhaltungsladungsfunktion haben. Dann senkt sich die Ladespannung nach gewissen Parametern, wenn die Akkus voll sind die Spannung. Kleine Geräte reichen hier, weil sie Zeit haben zu laden und ja immer dran sind.

Willst du es nur benutzen, wenn es quasi schon zu spät ist, also mal eben schnell dran klemmen und hoffen kurz darauf los zu können, dann brauchst du eines mit Bums.

Das noch son Traum von mir, ist mir aber selbst etwas zu teuer. http://www.fronius.com/cps/rde/xchg/SID ... CDAfvnhCM8

Ich habe für meine Starterbatts ein Victron Gerät mit 16A und für den Aufbau eines mit 50A von Victron. Beide Geräte können Erhaltungsladung, desulfatierung etc. Also alles was die Batteriepflege braucht. Beide Geräte sind für den festen einbau. Kann man aber sicherlich auch mit Stecker machen.

Die Starterbatts sind bei mir nur zum starten, daher reicht mir da ein kleines. Beim aufbau will ich auch mal schnell mit dem Aggi bei langen Standzeiten nachladen können, daher ein größeres.

Es gibt eine Faustformel, pro Ah/10 sollte die Ladestromstärke des Gerätes sein. Also sowas wie 20A für den KAT. Davon kannst du nach Belieben und Bedarf von abweichen.

Batteriepflege habe ich ja schon angesprochen. Ob man es braucht, ich denke ja.

Wenn Batts tiefentladen sind, kommt da nicht jedes Ladegerät mit klar. Willst du also auch tief entladende Batts laden, weil du z.B. vergessen hast einen Verbraucher zu trennen und willst sie Laden, dann brauchst du es. Kommt das nie vor bei dir, brauchst du es nicht...

Mal so als kleinen Denkanstoß was mir so einfällt alles beachten kann beim Ladegerätkauf.

Grüße Sebastian

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prolink
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von prolink » Di 8. Nov 2016, 01:10

FF PA KAT hat geschrieben:
http://www.ctek.de/de/de/chargers/MXT%2014

Wir verwenden das Ladegerät festeingebaut in einem KAT1 8x8.
Das Ladegerät ist hinter dem Fahrsitz an der Wand zum Motorraum montiert.

FF PA KAT
Sorry für die Frage, aber was heißt "festeingebaut", wo hast Du es angeschlossen?
Es handelt sich um ein 24V-Ladegerät und im KAT sind 4 12-V-Batterien.
Ist Dein KAT dann abgestellt immer an der Steckdose und werden alle Batterien geladen?
Danke

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4x4-6x6
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 8. Nov 2016, 02:01

Hallo,

es wird mit 24 V geladen.

(Man muß eben ganz am Anfang einmal alle Batterien einzeln voll laden.)

Das CTEK ist ja ganz vernünftig.

Ich kenne aber Feuerwehren zu Hauf,
die einfach ein 24V - DC - Gerät außen anstöpseln,
welches dann 24 Stunden, 7 Tage die Woche stumpf Gleichspannung liefert.
Damit tötet man die Batterien.
Aber ist ja egal, es sind ja genug Steuereinnahmen da.
Wenn die Herren denn wenigstens eine Wochenzeitschaltuhr zwischenbauen würden.
Dann könnte man die Selbstentladung ausrechnen, und dosiert kompensieren.


...

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Lobo
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Lobo » Di 8. Nov 2016, 09:20

prolink hat geschrieben:
FF PA KAT hat geschrieben:
http://www.ctek.de/de/de/chargers/MXT%2014

Wir verwenden das Ladegerät festeingebaut in einem KAT1 8x8.
Das Ladegerät ist hinter dem Fahrsitz an der Wand zum Motorraum montiert.

FF PA KAT
Sorry für die Frage, aber was heißt "festeingebaut", wo hast Du es angeschlossen?
Es handelt sich um ein 24V-Ladegerät und im KAT sind 4 12-V-Batterien.
Ist Dein KAT dann abgestellt immer an der Steckdose und werden alle Batterien geladen?
Danke

du hast im KAT 2 x 12 V in Reihe geschaltet zu 24 V und die zweite Batteriebank ist parallel geschaltet auf 24V

wenn du nun an die zentral Masse und das Trennrelais direkt gehst kannst du alle beide Bänke gleichzeitig mit 24 V laden und das ohne die Zündung ein zu schalten wie bei der Schweinenase
ich denke mal das er die klemmen gegen gescheite Ringösen an den Kabeln getauscht hat und sie so fest angebaut hat , hat den Vorteil das du dann nur noch den Stecker vom Ladegerät einstecken musst und die Batterien werden geladen ......
andre haben wieder an jeder Batterie ein kleines Ladegerät, das geht auch oder der nächste hat so ein hyper geiles Ladegerät was alle einzeln laden kann mit Überwachung, da gibt es etliche Möglichkeiten ....

Fakt ist aber, irgend wann sterben sie alle mal, egal welches Ladegerät du hast, tödlich ist oft aber die Tiefentladung ....... Säure Batterien mögen auch vom Wasserstand gepflegt werden .....

was auch wichtig ist wenn du ihn länger abstellst ob er wo Kriechstrom zieht, zb Fahrtenschreiber, dann die Sicherungen raus machen

bei Starthilfe mit dem PKW hätte ich eher sorge das er entweder zu viel Strom zieht oder durch Rückstrom die Elektronik vom PKW eine auf den Deckel bekommt (aber das sind Mutmaßungen )
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pit
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von pit » Di 8. Nov 2016, 11:23

Hallo zusammen,
schweift hier vielleicht etwas vom Thema ab, könnte aber zur Verlängerung der Lebensdauer und zum Verzicht auf Starthilfe beitragen:
Ich habe festgestellt, dass sowohl meine 3 Jahre alten Optima-AGMs in der einen Batteriebank wie auch die ein Jahr alten Hawker-AGM-Natoblöcke in der anderen Batteriebank trotz jeweils gleichem Alter und gelegentlicher vollständiger Einzelladung offenbar unterschiedliche Innenwiderstände haben und in der Reihenschaltung daher mit etwa 1V unterschiedlichen Spannungen geladen werden. Eine Batterie wird daher auf Dauer nicht mehr ganz voll und sulphatiert, die andere permanent überladen. Da die Überladung für Gelakkus und AGMs, die ja nicht nachgefüllt werden können, bekanntlich lebensdauerbegrenzend sein kann, habe ich jetzt in beiden Bänken diese Batterie-Balancer eingebaut, welche die Ladespannung egalisieren:

https://www.victronenergy.de/battery-mo ... y-balancer

Kosten ca. 75,- €/Stck. Gibt es auch deutlich günstiger, aber dann auch mit deutlich höherem Standbyverlusten.

Grüße
Peter

PS Alle meine verstorbenen Gelakkus sahen innen drin gleich aus: Verkrümeltes, ausgetrocknetes Gel wg. Flüssigkeitsverlust durch Überladung...
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 8. Nov 2016, 16:31

Moin,

... oder man baut eben vier Stück gleiche Batterien ein.

Deswegen gibt es ja bei der Bundeswehr die Vorschrift,
selbst bei den baugleichen Batterien nur solche mit maximal
einem Jahr unterschiedlichem Fertigungsdatum parallel zu verbinden.

In Serie verbaut man unterschiedliche Batterien gar nicht.

Und die Entnahme von 12V aus einem 24V-Pack ist ja nicht mehr nötig,
seitdem man Inverter hat, die die 12V aus 24V ohne große Verluste gewinnen.


...

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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 8. Nov 2016, 16:37

Hallo,
Lobo hat geschrieben:
... wenn du nun an die zentral Masse und das Trennrelais direkt gehst kannst du alle beide Bänke gleichzeitig mit 24 V laden
und das ohne die Zündung ein zu schalten wie bei der Schweinenase
Deswegen habe ich für genau den Fall eine extra Ladesteckdose eingebaut.


...

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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von FF PA KAT » Di 8. Nov 2016, 18:42

Hallo beisamen,

da sich ein paar Fragen ergeben haben, hier die Antworten:
Das Ladegerät ist direkt mit der Batteriebank verbunden. Keine Zündung und der gleichen nötig.
Habe beim Ladegerät die orginalen Ladezangen abgezwickt und Ringösen aufgepresst!
Wir besitzen auch nicht mehr 4 NATO Batterien, sondern nur noch 2 Batterien (2x 12V 225Ah).
Der LKW wird abgestellt und wird mit 230V Wechselstrom versorgt über einen CEE Stecker eingebaut auf der Fahrerseite (blauer Campingstecker wie beim Wohnmobil).
Wenn das CTEK Ladegeärt vollständig die Batterien geladen hat, schaltet es in den Supply Modus somit
werden vorhande Verbraucher mit Spannung versorgt und die Batterien nicht entladen.

Schönen Abend

FF PA KAT

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Powerkat
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Powerkat » Di 8. Nov 2016, 20:57

Moin...
In meinen ersten 15 Jahren habe ich viel Geld ausgegeben für gestorbene Batterien ,immer das selbe Problem : Unterschiedliche Ladezustände innerhalb der 24V Bank ....wie Pit es bereits beschrieben hat .... dieses Verhalten ist auch absolut normal da keine !!!! Batterie gleich den nächsten ist , selbst wenn sie direkt nacheinander produziert wurden ,das bestätigten mir bei meinen Recherchen div. Batteriehersteller ....Bleidichte,Säuremenge ,Kunstoffdifusion etc. etliche Faktoren die am Ende der Kette min. Unterschiede ergeben und über einen gewissen Zeitraum zu Ladeunterschieden Führen ,diesen erkennen KEINE !! 24 Ladegeräte welche keine Einzelbatt.überwachung drin haben ....Nicht umsonst haben sehr teure ,professionelle Ladegeräte für große Batt. Packs Einzelne Abgänge zu Jeder Einheit um die Einzelspannungen zu überwachen ...denn ein Ladegerät läd stumpf auf sagen wir mal 28 V (Detailwerte lassen wir jetzt mal außen vor ) man geht davon aus, das es 2x 14 V sind ,da fühlt sich eine Batt. noch wohl ....sind es aber zB.: 14,4 zu 13,6 V sieht die Welt schon recht kritisch aus ! 0,4 V in der Endladephase sind für Batt. Welten ! die mit 13,6 V wird nie richtig voll und die mit 14,4 fängt an zu gasen wenn bei Gelbatt./AGM der Rekombinationsbereich überschritten wird (das ist der Zustand in dem die Batt.entstehende Ladegase wieder in Wasser umwandelt und die Konzentration des Elektrolyts aufrecht erhält -also es entweicht nichts sondern bleibt intern )öffnet sie ihre Sicherheitsventile und gast nach außen ,das bedeutet Flüssigkeitsverlust= austrocknen der Batt. hier sind die kleinen aber starken Optimas zB sehr empfindlich !

Jetzt hier bitte nicht auf die 14, 14,4 etc. V eingehen , es gibt für verschiedene Batt.Typen und Ladezustände in bezug auf Blei Säure, AGM, Gel ,Schnellladen, Wartungsladen,Erhaltungsladen , Zeit,Temperatur,Ladestrom ganz viele Werte!!

Hie will ich nur die generelle Problematik der 24 V durch 2x 12 V verdeutlichen !

Die Probleme verstärken sich innerhalb vom Fahrzeug zB noch durch die Einbausituation : Batt. welche innerhalb eines Paketes mitten drin Stecken ,welche die einer Wärmequelle zB Motor ,Heizung zugewand oder Kälte -Außenwand orientiert sind ....
Unterm Strich kann man generell zusammenfassen : egal wie Teuer man einkauft , wie alt,welcher Standort etc. einen möglichen ja eher sehr warscheinlichen Ladeunterschied wird man auf Dauer nie vermeiden können ! entweder lebt man damit und akzeptiert eine schnell um 30% schnelleren Tod der Einheiten oder man pflegt sie durch regelmäßiges synchronisieren :

Und es ist sooooo einfach !! warum eigentlich 24 V Ladegeräte ? nach meinen schlechten Lehrerfahrungen betreibe ich nur noch 12 V Einheiten , wer schon mal bei mir war wird es bemerkt haben , meine Fahrzeuge hängen immer parallel mit 2 12 V 7 A CTEC Ladegeräten am Netz ...Es ist so einfach , für die CTEC gibt es die Stecker mit Ringöse und Gegenstecker bzw. auf Wunsch sogar mit Indikator ( 3 kleine LED`s die den Ladezustand anzeigen ...) diese Ladestecker sind fest an die Batt. angeklemmt so sind sie richtig Polarisiert und haben guten Kontakt also nur Batt.Kastendeckel auf , Stecker rein und fertig ....somit habe ich immer volle und gleichgeladene Batt. wenn ich meine Fahrt beginne ....Ich kann die Ladegeräte für den Kat nehmen , den Wohnaufbau , den PKW ,Gabelstapler etc. und siehe da, ich habe auf meinen Batt. im Kat jetzt schon über die doppelte Lebensdauer !
Macht mal den Test an euren Fahrzeugen : Dig. Multimeter und die Spannungen jeder Batt. Messen : ich wette das über die Hälfte von euch diff. von über 0, 4 V hat !ich hatte hier schon Fahrzeuge da war die Diff. über 1 Volt !!!

Zu dem Urthema mit dem Startproblem : also ich muss mit meinem alten armen Passat regelmäßig LKW`S überbrücken hab bewusst immer Batt. mit 100-120 Ah verbaut (Standart hat ein Benzin PKW ca. 60-80 Ah...) ich gehe jedoch immer mit etwas Logig dran : erst messe ich welche Batt. wie viel hat (meist ist eine deutlich leerer...) zuerst hänge ich die Vollere an meine volle 12 V Einheit bei laufenden Motor für sagen wir mal knapp 5 min. : der deutliche Ladeunterschied bewirkt hier in kurzer Zeit einen nennenswerten Ladeausgleich mit sehr viel Ladestrom , deshalb : nur gute Ladekabel mit vernünftigen am besten Vollmetallklemmen verwenden !danach klemme ich ab und gehe an die zu Beginn leerere Batterie , lasse ebenfalls ca. 5 Min. Laufen und Starte dann den LKW ohne Probleme da ich für kurze Zeit nahezu 24 V habe ! sowas sollte man jedoch nur machen wenn man weis, das er auch schnell anspringt , Minutenlanges orgeln ist Tabu !

Die meisten machen hier Fehler und sind zu hektisch : Kabel dran und sofort Schlüssel rum ...und Wundern sich das entweder die Kabel abrauchen , die Zangen schmelzen etc. bei der Starthilfe geschehen immer 2 Vorgänge : der erste ist der Ladeausgleich von Batt. zu Batt. ! das sind bei leer zu Voll schnell mal 100 und mehr A ! die bringen mir aber noch keine Startkraft da sie erstmal in der leeren Batt. absorbiert werden ....die Kabel und besonders die Stelle wo sich die Zange mit dem Pol,Klemme verbindet sind aber in ihrem Stromdurchlass begrenzt und zum guten Starten brauche ich eine gewisse Anlassdrehzahl diese wiederum benötigt eine gewisse Spannung V welche wiederum nur durch genügend Stromzufluss A gegeben ist ! wenn also an einer Übertragung mit Kabel,Zange etc. nur sagen wir mal 200 A fließen und der Ladeausgleich schon 150 A sind bleibt zum Starten gerade mal 50 A , da Lacht der Anlasser ! also erst ein paar Minuten warten ,dann ist der größte Ladeausgleich geschehen , nun kommt bei den paar sekunden der Strom aus der eigenen Batterie von ca. 5 min. Ladeausgleich und der Strom über die Spenderbatt.
Strom ist wie Mechanik . dort verstärken wir Kraft durch Hebel - kleine Kraft auf langen Hebel ergibt große Kraft auf kleinen Hebel ....das Funktioniert bei Strom ähnlich wenn ich einen Puffer wie die Batterie habe (da ich die Spannung ja nicht wechseln kann) somit kann ich aus kleinen Strom mit viel Zeit danach viel Strom in kurzer Zeit abrufen ....

Marcel
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Die Werkstatt für den KAT , Beratung-Reparaturen-Umrüstungen-Teile

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4x4-6x6
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 9. Nov 2016, 01:51

Hallo,

sehr schön erklärt.

Aber in der Praxis wäre es schon ausreichend, wenn denn gleiche Batterien eingebaut würden.

UND

NATO-Gel macht letztlich das Rennen.

Daher betrachte ich es mit Trauer, daß man in Passau das System umgebaut (verschlimbessert) hat.

Es begab sich im Jahre 2002:
Ich hatte eine Eisenbahnbaustelle in Kayhauserfeld (bei Oldenburg) geprüft.
Und wie das bei der DB so ist, man hat manchmal und unerwartet viel Zeit.
Zufälligerweise hat die Firma 'Batterie-Siems' ihren Sitz dort.
Da wollte ich doch mal wissen, warum die 24V - Kombinationen bei mir so lange halten.
(Ich habe derzeit welche seit über 18 Jahren in Benutzung.)
Also habe ich die Gelegenheit genutzt,
und mich über ein paar Stunden mit der Materie vertraut zu machen.
Im Ergebnis ist festzuhalten:
Das Baumuster der NATO-Gelis ist seit zig-Jahren unverändert.
Da wo die Batteriehersteller 'herumoptimiert' haben,
sind die ollen NATO-Blöcke immer gleich geblieben.
Der Durchsatz ist einfach zu gering, um das Baumuster zu ändern.
D.h. mit anderen Worten:
Es gibt zum Gegenwert von harten Euros auch solide Technik.
Da kann man dann auf die 'Sonderbehandlung' verzichten.

Spätestens bei den Bestückungen mit 8 Batterien bei Leo und PzH2000 wäre
ein kleinteiliges Ladesystem nicht mehr händelbar.

Ich rüste alles, was geht (äh, läuft) auf NATO-Gelis um.


...

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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 9. Nov 2016, 02:03

Hallo,
Powerkat hat geschrieben:
Die meisten machen hier Fehler und sind zu hektisch : Kabel dran und sofort Schlüssel rum ...und Wundern sich das entweder die Kabel abrauchen , die Zangen schmelzen etc. bei der Starthilfe geschehen immer 2 Vorgänge : der erste ist der Ladeausgleich von Batt. zu Batt. ! das sind bei leer zu Voll schnell mal 100 und mehr A ! ...
Das wäre dann ein Schnelladen.

Wenn es blöd kommt, wird die Empfängerbatterie dann sehr heiß.

Es ist die Frage, ob man das will ?

Vielleicht ist es manchmal besser, den Startvorgang zu bevorzugen, und den Anlasser als den kleinsten Widerstand seinen Job machen zu lassen.
Dann schnell abklemmen, und die 'leere' Batterie langsam mit der Lichtmaschine aufzuladen.

-------------

Was ich hier bisher nicht verstanden habe:

Man will mit einer Batterie 12V - 120 Ah ein 24V - Auto starten ?

Also, wenn es blöd kommt,
starte ich meine 24 V - Autos mit einem Drehstrom-Netztrafo.
Ich habe für den Einsatzfall extra Trafos (4 Stück) in Schaltgruppe DYN5 berechnet und 'im Ländle' wickeln (bauen) lassen.
Selbstverständlich braucht man noch ein paar Dioden.
Aber zusammen mit einem Lüfter klappt es problemlos.
Nur darf man nicht zu lange 'orgeln'.
Das EVU-Netz liefert beliebig viel Strom.
Aber der Anlasser kann nur eine begrenzte Menge Wärme abführen.
Ich habe den Trafo so dimensioniert, daß eine 16A-Drehstromsteckdose ausreicht.
Natürlich braucht man zusätzlich zu der 16A - Drehstromsteckdose einen Hubwagen,
um den Trafo zum Auto zu bugsieren.


...
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pshtw
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von pshtw » Mi 9. Nov 2016, 08:01

Ich benutze im Einsatz Fall auch ein externes 24v Spendersystem, allerdings nicht mit Hubwageneinsatz, sondern mit Dieselmotor, steigert den Komfort auf dem Weg zum Patienten ungemein....
Das ganze ist auch nicht custommade sondern als fertige Einheit dankenswerterweise von der Bw abgegeben worden...
Oliv verpackt, mit 24v Natodose, und benötigt keinen Starkstrom.
Als besonderes Feature kann man morgens sogar damit Brötchen holen - Wolf 250gd :lol: :D ;)
7.AllradBlütenspannerTreffen 3. bis 5. Mai 2019 !!!

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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Powerkat » Mi 9. Nov 2016, 12:22

4x4-6x6 hat geschrieben:Hallo,
Powerkat hat geschrieben:
Die meisten machen hier Fehler und sind zu hektisch : Kabel dran und sofort Schlüssel rum ...und Wundern sich das entweder die Kabel abrauchen , die Zangen schmelzen etc. bei der Starthilfe geschehen immer 2 Vorgänge : der erste ist der Ladeausgleich von Batt. zu Batt. ! das sind bei leer zu Voll schnell mal 100 und mehr A ! ...
Das wäre dann ein Schnelladen.

Wenn es blöd kommt, wird die Empfängerbatterie dann sehr heiß.

Es ist die Frage, ob man das will ?

Vielleicht ist es manchmal besser, den Startvorgang zu bevorzugen, und den Anlasser als den kleinsten Widerstand seinen Job machen zu lassen.
Dann schnell abklemmen, und die 'leere' Batterie langsam mit der Lichtmaschine aufzuladen.

-------------

Was ich hier bisher nicht verstanden habe:

Man will mit einer Batterie 12V - 120 Ah ein 24V - Auto starten ?

Also, wenn es blöd kommt,
starte ich meine 24 V - Autos mit einem Drehstrom-Netztrafo.
Ich habe für den Einsatzfall extra Trafos (4 Stück) in Schaltgruppe DYN5 berechnet und 'im Ländle' wickeln (bauen) lassen.
Selbstverständlich braucht man noch ein paar Dioden.
Aber zusammen mit einem Lüfter klappt es problemlos.
Nur darf man nicht zu lange 'orgeln'.
Das EVU-Netz liefert beliebig viel Strom.
Aber der Anlasser kann nur eine begrenzte Menge Wärme abführen.
Ich habe den Trafo so dimensioniert, daß eine 16A-Drehstromsteckdose ausreicht.
Natürlich braucht man zusätzlich zu der 16A - Drehstromsteckdose einen Hubwagen,
um den Trafo zum Auto zu bugsieren.


...
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Da wird überhaupt nix heiß solange die Empfängerbatt. nicht wesentlich kleiner ist ! die wird noch nichtmal fühlbar warm ! da bereits kurz nach dem Überbrücken der Ladeausgleich so weit ist das der "Ladestrom,Spannung " in unkritische Werte absinken . Schnellladen bezeichnet man den Vorgang von in der Regel leer zu voll mit ca. 14,8 V und ca. 100 A ! da sind wir bei diesem Starthilfeprogramm weit von entfernt !

Eine klassische Starthilfe ist meist kein kalkuliert vorbereiteter Vorgang ! Für mich bedeutet das , das ich plötzlich in eine Situation komme wo ein Fahrzeug bedingt durch zu schwache Batterien nicht mehr startet mein PKW gut ausgestattet ist und ich nach einer schnellen unkomplizierten Lösung für den Pechvogel suche ! deswegen fahre ich gewiss nicht das ganze Jahr mit einem 24 V Pack , gebastelten Trafos etc. durch das Land !!! Im gegensatz zu mir haben 90 % der Kraftfahrer da drausen weder Starthilfekabel noch Reserveräder an Bord und selbst wenn , machen sie sich nicht die Mühe dem Pechvogel hilfe anzubieten -es ist ja nicht ihre Not-Situation !!da ich ein chronisches Helfersyndrom habe suche ich im "Notfall " nach einer Möglichkeit mit vorhandenen Mitteln schnell eine Lösung zu suchen - du die geht wie oben beschrieben sehr einfach !
Bevor ich mir mühevoll elektrische Schaltungen baue um regelmäßig Starthilfe zu geben würde ich lieber ne Nacht vorher ein einfaches Ladegerät dranhängen bzw. regelmäßig Erhaltungsladen -denn in Steckdosennähe bin ich ja schon :doh: ....und bevor ich mit ganzen Dieselagregaten rumlaufe stelle ich meinen "Schelter-Batt.Kasten " mit 2 Natoblöcken und Schweinenase schnell ins Auto und starte...

Was ich aber bei dieser Gelegenheit noch loswerden möchte ist trotzdem eine generelle Warnung : Ein Starthilfevorgang ist immer eine Notlösung mit div. Risiken - dessen Situation man generell von vorn herein eher vermeiden sollte anstatt sie zu standartisieren ! Aleine aus der Tatsache das jede Batterie-ruhe-spannung unter ca.12V in den Bereich der Tiefentladung gehen und dabei die Batterie nachhaltig beschädigen ,sollte dieser Zustand bereits tunlichst im Vorfeld unterbunden werden !!
Um so neuer heutige Fahrzeuge werden , um so mehr hypersensibler Elektronik haben sie Verbaut welche extrem sensibel auf solche Notfälle Reagieren kann !! Das absoluteste No-Go bei derartigen Fremdstartaktionen ist das anklemmen der Kabelzangen an "Irgend welchen Stellen " !!!! nur weil man zu Faul war direkten Zugang zur Batterie herzustellen !sich die Masse zB am Motorblock holt, das Plus vom Anlasseranschluß etc. !!!! denn dann gehen die schwankenden , hohen Ströme über Fahrzeugbauteile !!! zB dem Masseband am Motor ,das dafür garnicht ausgelegt ist und somit evtl. ein Teil des Stromes über elektronische Bauteile Fließt oder Kugellager etc. Gerade die BMW Fraktion hat hier schon sehr viel Lehrgeld bezahlt da ihre Batt. ja meist im Kofferraum verbaut sind und sie Über den Pin im Motorraum gehen , für die eigene Starthilfe mag das ausgelegt sein , für Fremdstarthilfe wird es da kritischer !

Marcel
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von Mr.KAT » So 11. Dez 2016, 18:33

Powerkat hat geschrieben: Und es ist sooooo einfach !! warum eigentlich 24 V Ladegeräte ? nach meinen schlechten Lehrerfahrungen betreibe ich nur noch 12 V Einheiten , wer schon mal bei mir war wird es bemerkt haben , meine Fahrzeuge hängen immer parallel mit 2 12 V 7 A CTEC Ladegeräten am Netz ...Es ist so einfach , für die CTEC gibt es die Stecker mit Ringöse und Gegenstecker bzw. auf Wunsch sogar mit Indikator ( 3 kleine LED`s die den Ladezustand anzeigen ...) diese Ladestecker sind fest an die Batt. angeklemmt so sind sie richtig Polarisiert und haben guten Kontakt also nur Batt.Kastendeckel auf , Stecker rein und fertig ....

Marcel
Das sehe ich genauso, praktiziere das allerdings mit nur einem CTEK Gerät welches ich reihum einzeln an jede der 4 Batterien hänge. Nach meinem Verständnis sollte es dabei bis auf den leicht erhöhten (Zeit-) Aufwand egal sein ob ich mit einem, oder zwei angeschlossenen Geräten arbeite. Ich meine es ist dabei nicht einmal nötig die Parallel-/Reihenschaltungen der 4 Batterien aufzutrennen. Die Betätigung des Not-Aus könnte man evtl. noch in Betracht ziehen, sollte grundsätzlich aber auch ohne problemlos funktionieren.

@ Marcel: Als wir vor einiger Zeit wegen dem Kupplungshydraulikproblem an unserem 6x6 bei dir waren, meine ich auch trotz angehängtem Ladegerät keine aufgetrennten Batterieverbinder bei dir geshen zu haben? Würde sich mit deiner obigen Aussage "also nur Batt.Kastendeckel auf, Stecker rein und fertig ...." decken.

Gruss,
Volker

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egn
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Re: KAT mit PKW Starthilfe geben

Beitrag von egn » Mo 12. Dez 2016, 07:37

Bevor man das Ladegerät anschließt sollte man bei Nassbatterien erst Mal überprüfen ob der Säurestand stimmt. Wenn er zu niedrig ist dann nur so weit auffüllen dass die Platten gerade bedeckt sind. Erst wenn sie voll geladen wurden dann auffüllen bis zur Markierung.

Wer einen Säureheber besitzt kann auch die Säuredichte der Zellen prüfen. Sie sollte überall gleich und und 1,28 g/ccm liegen. Wenn die Säuredichte stark abweicht dann wird eine Ausgleichsladung benötigt.

Bei dem Laden mit einem oder mehreren 12 V Ladegeräten sollte man nur darauf achten dass das/die Ladegerät/e erst abgehängt wird/werden wenn es/sie in Erhaltungsladung gegangen ist/sind. Danach sollt man die Batterien mindestens 1 h stehen lassen und danach die Ruhespannung prüfen. Ist diese unter 12.6 V so ist zu vermuten dass eine der Zellen einen Zellschluss hat.

Mit dem Säureheber kann man überprüfen ob alle Zellen die gleiche Säuredichte haben. Sollte eine Zelle eine deutlich niedrigere Säuredichte als die anderen haben dann ist diese sulfatiert. Die Sulfatierung kann man durch eine Ausgleichsladung mit mehr als 15 V und Strombegrenzung unter Kontrolle der Temperatur versuchen wieder aufzulösen. Dies darf aber nur in einem gut belüfteten Raum geschehen.

Gerade jetzt im Winter bietet es sich an die Batterien zu warten. Dazu zählt auch dass man sie wirklich mal richtig voll lädt. Die Ctek Ladegeräte sind da ganz gut geeignet. Zum Überwintern müssen/sollen sie aber nicht die ganze Zeit am Strom in Erhaltungsladung hängen, da dies die Plattenkorrosion fördert. Entweder man klemmt sie ganz ab und lädt sie alle 4-8-Wochen, oder besorgt sich eine Wochenschaltuhr und macht einmal die Woche einen Ladezyklus von ein paar Stunden. Dann sind die Batterien im Frühjahr wieder fit.
Gruß Emil

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