Winde sitzt fest

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simon
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Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Fr 25. Okt 2013, 00:17

Moin!

Etwas peinliche Sache: Habe beim Auftrommeln die Seilwinde vor einigen Monaten etwas zu fest anziehen lassen. Dass das Mist war und man sowas nicht machen sollte, ist mir jetzt auch klar. Die Trommel sitzt fest und lässt sich nicht mehr lösen. Anziehen tut sie noch, ist logischerweise eher kontraproduktiv, da das Seil in die Windungen eingezogen wird. Der Pneumatikzylinder bewegt sich bei Betätigung des Knopfes für die Windenkupplung kaum. Das Seil steht schon gut unter Spannung und die Kausche wird ins Rollenfenster eingezogen. Da ist rein mechanisch eigentlich schon Schluss, weiter Anziehen wird nur weitere Schäden verursachen.

Bisherige Lösungsansätze:
- Kontrolle der Windenfernbedienung, alle Kabel fest, Leitungen durchgemessen
- Luftschlauch abschrauben um den Zylinder zu entlüften - geht nicht wegen dem Magnetventil
- Versuch mit leichten Hammerschlägen den Zylinder beim einfahren zu unterstützen - geht nicht wegen Restluft im Zylinder
- Versuch die Kupplung zu Lösen mittels Brechstange (Kupplungshebel rausziehen um die Trommel auf Leerlauf zu schalten) - keine Chance, vielleicht war ich aber auch zu zaghaft. Man bekommt den Hebel ein Stück gezogen, das reicht aber nicht um die Trommel zu lösen
- Versuch an der Kausche mit dem Brecheisen das Seil herauszuziehen - kann man vergessen.

Neue Lösungsansätze, noch nicht ausprobiert:
- Pneumatikzylinder vom Gestänge trennen und mit einem Rohr als Verlängerung den Kupplungshebel ziehen um die Trommel in Leerlauf zu schalten
- bei gelöstem Pneumatikzylinder Kette o.Ä. an der Kausche einhängen und mit einem anderen Fahrzeug oder gegen einen Festpunkt vorsichtig ziehen. Gefällt mir gar nicht, weil das Seil dann noch weiter in die Windungen auf der Trommel einschneidet.

Kann mich jemand erleuchten? Wer hatte so ein Problem schon mal und wie hat er es gelöst? Danke euch für Tipps!

Gruß
Simon

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Lobo
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Lobo » Fr 25. Okt 2013, 00:47

schraub doch die Rollen des Seilfensters erst mal raus, so hast du die Spannung vom Seil ( sein sichern wenn es unter Zug steht)

liegen die Seilwinungen sauber nebeneinander? oder sind sie verklemmt ?

Klopf mal gegen das Magnetventil, bei mir hängt das ab und auch mal ( ausbauen und Reinigen)


Maik
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AndreasE
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von AndreasE » Fr 25. Okt 2013, 01:00

Ich verstehe Dich so, daß das Seil bombenfest zwischen den Rollenfenster (vorne oder hinten?) und der Seilwinde gespannt ist

!!!! NICHT AUSPROBIEREN !!!!!!!

Es ist schon spät und nur so frei nachgedacht:
Warum nicht das Seil unmittelbar nach dem Rollenfenster abzwicken?
Wenn es von der richtigen Seite geschieht könnte das kurze Ende des Seils (bei der Kausche) nicht schnalzen und das längere Ende kann dich nicht treffen, weil es sich ja durch die Führungsrollen arbeiten muß und diese Bewegung geht von dir weg.
Man sollte vermutlich nicht direkt vor der Kausche stehen

So, jetzt eine Frage an die Experten: War das soeben ein Gedankenmodell zur sicheren Selbstvernichtung, zur Zerstörung des KAT, oder eine einfache Möglichkeit das Problem zu lösen?

!!!!! Zur WIEDERHOLUNG: NICHT AUSPROBIEREN !!!!!!

Eine andere Idee:
Es gibt doch den Funktionstest für die Haltebremse. Wenn man das Einstellventil aufmacht, macht dann auch die Haltebremse auf? Kann man das unter Druck überhaupt sinnvoll aufmachen?

Marcel, wo bist Du?

LG,
Andy

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Powerkat
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Powerkat » Fr 25. Okt 2013, 02:11

moin...
sorry, gerade noch eine Hydraulik fertig gemacht....
also wenn ich das richtig verstehe möchte die Winde nur in Richtung einziehen laufen, Funktion auslaufen möchte sie nicht und die Spannung ist auch schon so groß das die Kupplung den Freilauf nicht freigibt....an dem Kupplungshebel braucht man in dieser Situation nicht rumwerkeln,auch nicht am Luftzylinder, denn es befindet sich quasi auserhalb seines Einsatzbereiches....die mechanische Kupplung ist nur dazu gedacht um im Lastfreien Zustand die Planetenstufen von der Antriebswelle zu entkoppeln...Es ist ein mechanischer Freilauf der nur im Lastfreien Zustand betätigt werden darf....wenn da bereits so viel Zug drauf ist sollte man da nicht weiter rumziehen, die Gefahr das man innen am Betätigungsumfeld etwas zerstört ist zu groß...
natürlich könnte man nun div. Maßnahmen zum Spannungsabbau betreiben wie Seil trennen, Umlenkrolle in der Mitte lösen (Bolzen ziehen) etc. aber das ändert ja nichts daran das die Funktion der Winde gestört ist...du hast ein Elektrisches Problem, die hydraulik funktioniert ja da sie ja weiter ziehen würde also löst auch die interne Bremse was gestört ist ,ist die Funktion Rückwärtslaufen, direkt an dem Windenmotor auf der linken Seite neben dem Hinterrad sitzt ein viereckiger Steuerblock,er steuert den Ölstrom der Pumpe vorwärts bzw. Rückwärts zum Hydraulikmotor. Der Steuerblock selber ist quasi Störungsfrei, aber wer hier gerne mal Probleme macht, ist das angeflanschte Magnetventil, der längliche viereckige Block richtung Achs-Feder...dort geht auch das Kabel dran der Übergangsstecker ist nur in der Mitte mit einer kleinen Schraube befestigt, dann kann man ihn abziehen dahinter befinden sich 3 Stecker einer Masse, einer Strom vor,einer Strom zurück....also- Stecker ab, jetzt kann erstmal nichts Passieren,sieht das alles ordentlich aus oder vergammelt ...? Motor laufen lassen, Winde ein, funktionen ziehen und lösen ausprobieren mal muß der Strom auf dem einen mal auf dem anderen Kontakt anliegen,tut er das,ist die Steuerung in ordnung und das Magnetventil ist hin , kommt aber nur beim ziehen auf dem einen Pin Strom und beim lösen nirgends, ist was mit der Steuerung, dann könntest du zum testen mal die kabel im stecker tauschen das du ihm quasi auf dem Anderen Pin Strom gibst, dann läuft die Winde Rückwärts....meist liegt der Fehler im Bereich des Steckers, entweder sind die Kontakte vergammelt oder die Kabel haben sich aus den kabelschuhen gelöst...

Marcel
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simon
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Fr 25. Okt 2013, 13:03

Moin!

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung, Marcel!
Maik: Die Rollen des Seilfensters (Seil liegt nach hinten raus) kann ich nicht rausschrauben, da ist schon zuviel Zug drauf. Die Seilwindungen liegen in dem Bereich wo das Seil von der Trommel weggeht nicht mehr nebeneinander, das Seil "schneidet" schon leicht in die Windungen ein. Ich werde es mal mit Marcels Vorschlag probieren und ggf über den Tausch der Kontakte versuchen, die Winde zu entspannen. Werde dann berichten!
Andy: Seil abschneiden hab ich auch schon überlegt, das müsste dann aber hinter dem Seilfenster passieren, da die Vergusshülse der Kausche schon am Seilfenster anliegt und man hier keine Chance hat irgendwas zu schneiden. Abgesehen davon ist es schwer irgendwelche Schäden vorherzusehen, die das losgeschnittene Seil unter dem Fahrzeug verursacht. Das wäre für mich der allerletzte Ausweg.

Danke euch für die Tipps, mal sehen was rauskommt!


Gruß Simon

AndreasE
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von AndreasE » Fr 25. Okt 2013, 13:38

simon hat geschrieben:Moin!
Andy: Seil abschneiden hab ich auch schon überlegt, das müsste dann aber hinter dem Seilfenster passieren, da die Vergusshülse der Kausche schon am Seilfenster anliegt und man hier keine Chance hat irgendwas zu schneiden. Abgesehen davon ist es schwer irgendwelche Schäden vorherzusehen, die das losgeschnittene Seil unter dem Fahrzeug verursacht. Das wäre für mich der allerletzte Ausweg.
Gruß Simon
Simon,
das war ja die Idee.
Hinter dem Seilfenster abschneiden um die Spannung wegzunehmen. Da ist das eine Seilende (mit der Kusche) recht kurz und das andere Seilende hätte ich mit einem anderen 1-2 Meter langen Stahlseil daran gehindert, zuweit zurück zu schnalzen. Quasi eine Schleife mit dem Seilstück um das Seilfenster/Rahmen gemacht und die beiden Enden mit geschraubten Verbindungen mit den Windenseil verbunden. Dann kann es gerade einmal einige Dezimenter zurückfahren und nicht wild unter der Pritsche am Rahmen herumwüten.
Soweit die ursprüngliche Idee (und ich dir nicht sagen kann ob es einfach verrückt ist oder Chance auf Durchführung ohne Verletztung/Gefährdung hat)

Liebe Grüße,
Andy

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Powerkat
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Powerkat » Fr 25. Okt 2013, 14:42

bevor ich soviel zerstörerische Energie aufwenden würde, die wirklich nicht ungefährlich ist...gäbe es noch eine Möglichkeit- am Steuerblock geht eine kleine 8 mm Leitung richtung Rahmen an die Lammelenbremse ...(nicht die gleichdicke Sammelleitung die vom Steuerblock zum Motor und dann zurück zum Tank geht- das ist die Leckölleitung) wenn man diese Leitung abnimmt, und mit einer kleinen Handpumpe (wie man sie verwendet für div. Hydraulische Werkzeuge )verbindet , kann man die Lammelenbremse manuel öffnen, dann sollte sich der Ölmotor langsam von selbst entspannen ,evtl. die schrauben der Verbindung vom Ölmotor zum Steuerblock lösen das sich der Öldruck abbauen kann...aber das ist natürlich nichts mehr mit Hausmitteln eines normalen Nutzers zu bewerkstelligen...check erstmal die Elektrische Sache, bin mir recht sicher das sich deine Sorgen recht schnell entspannen...

hab nochmal geschaut , die Kabel an dem Magnetventil für vor /rück haben die Nr. 737 und 738 , Masse 31
normal ist der Stecker so vorangeklemmt das du ihn auch 180 ° verdreht aufsetzen können müstest, dann müste sie bei Ziehen lösen....

grüße
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Fr 25. Okt 2013, 19:25

Moin!

Habe heute mal den Stecker ab- und Aufgemacht. Marcel, du hast mit deiner Diagnose ins Schwarze getroffen! Dank deiner Beschreibung war der Stecker einwandfrei zu finden. Die Kontakte sind noch gut, allerdings haben sich bei 2 Kabeln die Endhülsen gelockert. Als ich den Stecker aufgemacht habe, hing eine der Leitungen lose rum, als ich die zugehörige Anderendhülse aus der Verschraubung popeln wollte, kam mir das zweite Kabel entgegen. Also neue Endhüsen gecrimpt und Kabel verschraubt. Ergebnis: Keine Besserung.
Wie man auf dem folgenden Bild sehen kann ist der Stecker asymetrisch, wegen dem Flachkontakt oben, an dem übrigens kein Kabel angeschlossen ist:
IMG_0301.JPG
Stecker Windenmotor
Daher fällt ein Drehen des Steckers um 180° zum Vertauschen der Kontakte aus.
Da man die Nummerierung auf den Kabeln nicht so gut lesen konnte wie auf den Fotos und ein Kabel nicht beschriftet ist, habe ich rumgemessen, bis die Sicherung kam. Habe dann auch die Kabel vertauscht von denen ich meinte, dass es die für Ziehen und Drücken sind - mit dem Ergebnis, dass gar nichts mehr ging. Jetzt auf dem Foto sehe ich, dass ich die falschen Kabel getauscht habe. Ich brauche wahrscheinlich mal ne HD-Brille :lol:
IMG_0302.JPG
Kontakte
Werde es ggf. Morgen nochmal versuchen, Tatsache ist aber wohl, dass auf der Leitung die für das Zurücklassen des Seils zuständig ist keine Spannung anliegt. Finde ich erstmal nicht weiter schlimm, wenn alles klargeht mit dem richtigen Kontaktwechsel sollte ich das Seil entspannen können. Da ich die Winde erstmal nicht brauche kann man dann das eigentliche Problem irgendwann mal in Ruhe angehen.

Vielen Dank nochmal für die Hinweise! Falls es doch noch Probleme geben sollte, melde ich mich nochmal.
Schöne Grüße
Simon

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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Mo 4. Nov 2013, 18:28

Moin!

Ich will mal berichten, wie die Sache bisher ausgegangen ist. Gestern bin ich dazu gekommen, nochmal an der Winde rumzuschrauben.
Vorläufiges Ergebnis nachdem ich die Kabel umgetauscht hatte: Seilwinde lässt los -> Seil entspannt. So weit so gut.
Habe dann das Seil etwas weiter abgetrommelt, um den Einschnitt aus den Windungen rauszubekommen. Jetzt kommts: Ich wollte wieder auftrommeln, also Kabel zurückgetauscht - Nix passiert, davon abgesehen, dass bei mehreren Versuchen die eine oder andere Sicherung rausfliegt. Kabel wieder getauscht - Winde lässt los. Irgendwann hab ich beschlossen, es nochmal wann anders zu versuchen. Vielleicht war der KAT gestern einfach nicht in Stimmung. Mal zieht er und mal drückt er :lol:
Die Kupplung für den Freilauf entriegelt übrigens immer noch nicht, der Zylinder bewegt sich nur ca. 1cm, mehr ist nicht drin.
Tatsache ist, dass anscheinend ein massives Problem in der Elektrik vorliegt. Wo genau die Ursache liegt kann ich nicht sagen, dafür habe ich von der Materie zu wenig Ahnung. Erstmal bin ich froh, dass die Spannung aus dem Seil raus ist.

Schöne Grüße
Simon

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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Powerkat » Mo 4. Nov 2013, 19:59

moin-
naja, zeigt ja erstmal, das eigentlich alles Funktioniert...das die Kupplung ca. 1 cm. anfährt ist ja auch erstmal der Beweis das die Ansteuerung funktioniert... das er jetzt nicht ganz ausrückt dürfte vermutlich anm festsitzen der 3 Umlenkungen liegen: der betätigte Hebel hat 3 Punkte in Gabelgelenk, Abstützung und Wellenansatz wo er anrostet, alle zusammen in rostiger Version genügen das er so schwer geht das er nicht mehr will...also Rostlöser und gangbar machen. Der ungünstige Platz direkt neben dem Reifen fördert diesen Umstand bei langem Nichtgebrauch leider... da hilft nur dick einfetten....

Bei deinen 3 Kabeln und ihren Tücken würde ich erstmal nur mit der Prüflampe , Messgerät checken ob denn auf ziehen bzw. lösen sauber Strom kommt und ob die Masse auch sauber Masse bietet, wenn nicht, muß es ja an deiner Steuerung liegen...
die Tatsache das du anfangs sauber gezogen hast und nach dem Umpolen sauber lösen konntest zeigt ja das der Steuerblock sauber in beiden Richtungen arbeitet ..

zumindest hat du dir ja jetzt schon mal div. Gewaltaktionen und Flexereien erspart und weist wo du suchen must....

Marcel
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Di 5. Nov 2013, 16:21

Powerkat hat geschrieben:zumindest hat du dir ja jetzt schon mal div. Gewaltaktionen und Flexereien erspart und weist wo du suchen must....
Das stimmt! Ich sehe die Sache jetzt auch weniger tragisch, sofern ich das Seil in Transportposition bekomme kann ich beruhigt fahren. Auf der Straße brauche ich die Winde eh nicht, da kann man dann in aller Ruhe mit ein wenig Zeit beigehen.

Nochmal danke für die Hilfe!


Gruß
Simon

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Pettersson
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Pettersson » Mi 8. Jun 2016, 22:18

Hallo Simon,

wie ist es denn mit der Winde ausgegangen, konnte der Fehler am Ende doch noch gefunden und behoben werden ? Woran hat es gelegen ?

Ich habe bei meiner Winde auch das Problem mit der Kupplung, die nicht löst. Jedoch kommt am Stecker der Kupplung beim betätigen des Kupplungsschalters an der Fernbedienung nur 2,4V an, wenn der Ziehschalter für die Kupplung nicht betätigt ist, kann man 0V messen ... spricht ja irgendwie dafür, dass da etwas funktioniert aber irgendwo verliere ich die 22V Spannung und das reicht dann nicht mehr das Magnetventil anzusteuern um den Kupplungszylinder zu betätigen.

Hat jemand eine Idee wo ich am Besten nach dem Fehler suchen sollte ?


Viele Grüße,
Björn

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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Do 9. Jun 2016, 07:22

Moin Björn,

Ich hab den Stecker damals umgepolt und konnte so die Winde wieder lösen. Das Problem besteht aber noch immer. Irgendwo ist da ein dicker Fehler in der Verkabelung. Nachdem ich damals mehrere Tage mit tränenden Augen im Abgasstrom stand und den Stecker hin und zurück gepolt habe, hab ich die Reparatur auf unbestimmte Zeit verschoben. Vielleicht versuche ich es dieses Jahr nochmal. Mittlerweile hab ich mir die Stromlaufpläne ausgedruckt, das sollte schonmal helfen...

Für dein konkretes Problem hab ich aber leider auch keine Lösung :(

Gruß Simon

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Sandkater
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Sandkater » Fr 10. Jun 2016, 20:33

Ich vermute, du hast die 2,4 Volt mit einem modernen Multimeter gemessen.
Den Fehler habe ich vor kurzem auch gemacht: damit habe ich mir eine Spannung vorgegaukelt die nur bei minimalen Strom zustande kommt. Nimm eine Prüflampe, oder wenn du das nicht hast, eine 24V / 5W Lampe aus deinem Kasten und schau nach, ob dann was leuchtet.
Wenn ja, hast du ein Problem im Ventilblock.
Wenn nein, dann sind die Kontakte die den Strom schalten oxidiert oder abgebrannt bzw. die Steckverbindungen korrodiert. Also in der Windensteuerung oder allen Übergangsstellen suchen.
Falls du mutig bist: Kabel von der Batterie bis zum Steuerblock ziehen und direkt kontaktieren, Pins siehe oben.

In meinem Fall war der Relaiskontakt verbraucht, nur mit Prüflampe zu finden.

Peter
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Zentralgestirn
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 10. Jun 2016, 21:22

Hallo Peter,

du hast vollkommen recht. Das kann einen wenn man es nicht weiß verrückt machen. Habe da auch so manche Stunde für gebraucht um mir diese Erkenntnisse selber zu erarbeiten ;)

Grüße Sebastian

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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Pettersson » So 12. Jun 2016, 19:23

Danke für die Tipps, und ja, ich habe mit einem "handelsüblichen", "modernen" Multimeter gemessen.
Prüflampe kommt dann nächste Woche zum Einsatz ... ich berichte später, sobald ich den Fehler gefunden habe oder weiter eingrenzen kann.

Gruß,
Björn

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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Pettersson » Do 23. Jun 2016, 00:10

Hallo zusammen,

ich konnte heute Abend mein Problem mit der Seilwinde beheben. Sämtliche Leitungen hatte ich bereits überprüft und in meinem Elan hatte ich leider das Magnetventil etwas unsanft wohl versuch zu lösen, so dass es in der Mitte auseinanderbrach ... bei nähere Betrachtung stellte sich dann das Magnetventil als eigentlich Ursache heraus.

Am Montag beim MAN Händler nach dem Ersatzteil erkundigt (Marcel hatte leider keines am Lager), MAN wollte mir gerne eines von noch 188 vorrätigen Magnetventilen verkaufen, 391€ plus MwSt. zzgl. des Druckschlauches, der Hohlschraube, dem Stecker etc.

Bei dem Preis habe ich mir dann lieber eine Alternative überlegt (siehe Foto): Am Druckluftzylinder ist jetzt ein Schlauch angeschlossen, der zu einem neuen Magnetventil führt, welches Witterungsgeschützt im Fahrzeugrahmen fixiert ist. Selbst der originale Stromstecker konnte weiterverwendet werden.

Umbauaufwand ca. 45Minuten
Kosten ca. 100€ (Magnetventil + Schlauch)

Leider habe ich vorher zig Stunden mit der Fehlersuche verbracht ... dafür kenne ich jetzt jedes Bauteil der Winde ...

@Simon: Wenn es dann irgendwann doch mal an Deine Winde geht, sag gern Bescheid manchmal geht es zu zweit ja besser.

Viele Grüße,
Björn
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Lobo » Do 23. Jun 2016, 06:56

Glückwunsch, bei mir war es auch nur verdreckt
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Do 23. Jun 2016, 08:06

Moin Björn,

Super, dass die Winde wieder arbeitet! Ich hab bisher noch nicht so richtig Elan gefunden, mit der Fehlersuche weiter zu machen. Aber klingt ja nicht schlecht, vielleicht besuche ich dich mal mit dem KAT, dann können wir ja einen kleinen Winden-workshop veranstalten :D

Gruß vom Tunnel
Simon

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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » So 11. Mär 2018, 17:34

Moin!

Ich oute mich mal als gelegentlich ziemlich fauler Mensch. Nach langer Zeit habe ich mich heute mal wieder mit der Winde befasst, um das Problem endlich zu lösen. Auch wenn ich die Winde noch nie gebraucht habe, wäre sie in funktionsfähigem Zustand doch ganz nett.

Ich hab angefangen am Verteilerkasten hinten am Rahmen und habe hier direkt den Fehler gefunden, wegen dem die eine oder andere Sicherung regelmäßig ausgelöst hat: Die ankommende Leitung 738 war auf einen falschen Kontakt aufgeklemmt und hatte zudem keinen Kontakt zur abgehenden Ltg 738.
Grundsätzlich gehen 3 Leitungen vom Verteilerkasten zum Magnetventil:
- 31 (Masse)
- 737 (Zurücklassen)
- 738 (Ziehen)

Zurücklassen funktioniert, ziehen nicht. Auch nicht mit korrigierten Stecker im Verteiler. Ich habe versucht, mit der Prüfanweisung der Seiten 06-163 und 164 aus der Feldinstandsetzung zu arbeiten, also habe ich die Fernbedienung durchgemessen und gegenüber der Prüfvorschrift eine Verpolung der Kontakte B und E festgestellt. Das kann aber eigentlich nicht sein, weil beim betätigen des Schalters "Zurücklassen" auch genau das passiert, was passieren soll. Vielleicht ein Fehler in der Anweisung?

Jedenfalls kam heraus, dass Leitung 738 defekt sein könnte. Kann aber nicht sein, da ich testweise ein Kabel vom Verteilerkasten zum Magnetventil anstelle Ltg 738 gezogen habe, ohne dass dies was gebracht hätte.

Hat jemand die Bestückungstabellen für die Kabelbäume? Oder kann mir jemand die korrekte Pinbelegung des Magnetventilsteckers nennen (Pin 1, 2, 3)? Ggf sind Ltg 31 und 737 vertauscht? Dann müsste Zurücklassen funktionieren aber mit ziehen ist nichts, weil 738 gegen 737 geschaltet wird. Am Stecker würde ich gerne Fehler ausschließen.

Danke und Gruß
Simon


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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Fr 6. Apr 2018, 17:25

Moin,

Ich bin mit meiner Fehlersuche etwas weiter. Habe jetzt mit einer Prüflampe am abgezogenen Stecker des Magnetventils gemessen und folgendes Festgestellt:

1. Lampe an Ltg 31 + 738, Schalter "Ziehen":
Lampe leuchtet

2. Lampe an Ltg 31 + 737, Schalter "Ziehen":
Lampe leuchtet

Das kann doch nicht richtig sein?? Wenn ich den Schalter "Zurücklassen" betätige, leuchtet die Lampe nur auf Ltg 737.

Anhand der Prüfanweisung scheint das Magnetventil im Eimer zu sein, aber das ist wohl nicht alles. Kann mich jemand erleuchten?
Bild

Gruß Simon


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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Lobo » Fr 6. Apr 2018, 18:44

kannst du nicht mal nur die Spule tauschen, das Ventil ist eher selten defekt
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von Sandkater » Fr 6. Apr 2018, 20:41

Warum nimmst du nicht einfach eine 24V Leitung und klemmst sie auf die Stecker des Magnetventils?

31 ist Masse, Plus auf einen der beiden anderen. Wenn genügend Seil draussen ist macht es kein Problem, wenn die Winde kurz einzieht.

Dann ist mindestens klar, ob das Magnetventil noch schaltet wie es soll oder nicht.

Das wurde zwar schonmal geprüft, aber das neue Fehlerbild passt nicht dazu.

Und ansonsten kann ja auch noch im Armaturenbrett Fehler beim Anklemmen der Leitung nach hinten machen und an den Steckern von Fahrerhaus in den Rahmen.

Peter
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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Fr 6. Apr 2018, 21:19

Moin Maik,
Welche Spule meinst du?

Moin Peter,
Das ist mal ne gute Idee. Darauf hätte ich auch selber kommen können... Manchmal denke ich wirklich zu kompliziert.

Trotzdem würde ich gerne das Problem in der Verkabelung verstehen. Ich hab auch mal im Verteilerkasten die Prüflampe bemüht - mit dem gleichen Ergebnis wie oben beschrieben. Dass auch die Leitung 737 Saft bekommt, wenn eigentlich nur auf 738 was Anliegen sollte finde ich ziemlich verwirrend.

Gruß Simon

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Re: Winde sitzt fest

Beitrag von simon » Di 1. Mai 2018, 10:55

Moin,

Jetzt kommt die Auflösung: eine der im Stecker am Magnetventil eingelöteten Dioden war kaputt. Jetzt geht alles wieder.
Echt faszinierend, dass so ein banales Bauteil für 15ct solche Probleme verursachen kann. Habe bei der Gelegenheit beide Dioden getauscht.
Bild
Schöne Grüße
Simon

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