Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Antworten
Benutzeravatar
simon
Beiträge: 765
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 19:14

Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von simon » Sa 2. Mär 2013, 21:58

Hallo zusammen!

Heute beim Abschmieren ist mir aufgefallen, dass die Schweißnähte der Federtelleranschlüsse (mir fällt gerade keine passendere Beschreibung ein) bei meinem Fahrzeug teilweise ermüdet sind. Das betrifft in meinem Fall nur die Quernähte. Hier gibt es teilweise Abplatzungen/Brüche in der Naht, die Schweißnaht sieht auch nicht sauber geschweißt aus. Nun ist das noch alles in der Entstehungsphase, also kann man noch mit einem entsprechend ausgebildeten Schweißer das sicher wieder in Ordnung bringen. Mich würde mal interessieren, ob das bei euren Fahrzeugen auch aufgetreten ist und wie ihr damit umgegangen seid. Ich hab mal ein paar Bilder gemacht, wäre auch schön mal Vergleichsfotos zu haben, damit man sieht wie das aussehen soll. Ich hab jetzt erstmal etwas Öl draufgesprüht, um die weitere Korrosion zu verlangsamen. Irgendwie sieht es auf den Fotos weniger schlimm aus wie in Echt :?

BildBildBildBild

Dann würde ich noch meine zweite Frage hier anschließen, und zwar habe ich Probleme mit einem Schmiernippel. (Wenn die Frage hier nicht reinpasst, bitte verschieben) Man hat ja an der Hinterachse von außen nach innen gesehen 3 Schmiernippel an der Bremswelle: 1 am Rad und 2 weiter innen. In den zweiten, also wenn man so will den mittleren, bekomme ich absolut kein Fett reingepresst. Muss man den Nippel abschrauben und säubern, oder was erwartet mich jetzt? Ist nur auf der linken Seite, die andere Welle ließ sich problemlos fetten.

Schönen Gruß aus Dresden
Simon

Benutzeravatar
yellowbrick
Beiträge: 344
Registriert: Do 13. Dez 2012, 00:41

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von yellowbrick » Sa 2. Mär 2013, 22:21

Hallo,

ich würde entblößen Schleifen, und eine neue schweißen, wird sie geschlossen und fest .. wenn die Brustwarze ist nicht gut, ich will neue laufen, ich mit ein, die nicht wollen haben, [lenkungs damfer] ist nicht wichtig, glücklich

gr joris

Benutzeravatar
simon
Beiträge: 765
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 19:14

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von simon » So 3. Mär 2013, 12:36

Hallo Joris,

also siehst du das wie ich als weniger problematisch? Saubermachen, schleifen, schweißen und gut?
Den Schmiernippel muss ich mal im E-Teilekatalog raussuchen. Frage: Wenn der Schmiernippel in Ordnung ist muss ich wahrscheinlich die Welle zerlegen und reinigen? Wie gesagt, ich hab mit sowas keine Erfahrung, daher entschuldigt bitte, wenn das "Basiswissen" ist.

Schönen Gruß
Simon

DerKölner
Beiträge: 32
Registriert: So 27. Jan 2013, 13:19

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von DerKölner » So 3. Mär 2013, 13:17

Hallo Simon,
ich würde erstmal den Abschmiernippel tauschen meist sind die nur vermurkst.
Und ich hab es bisher immer so gemacht, dass ich die Schmiernippel immer abgedeckt hab.
( Bei den Fahrzeugen die Schmiernippel hatten)
Kannst diese Schutznippel nehmen womit die Entlüftungsschrauben von Bremsen abgedeckt werden,
hier ein Bild auf die Schnelle:
Bild
Gibts in verschiedenen Größen, verschiedene Materialien Gummi, Plaste usw und kosten kaum was ;)

Gruß
Andreas

Benutzeravatar
simon
Beiträge: 765
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 19:14

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von simon » So 3. Mär 2013, 13:44

Moin Andreas,

danke für den Tipp! Bisher hab ich die Nippel immer mit nem Klecks Fett eingeschmiert, damit da kein Dreck rankommt. Das kommt dann beim Waschen wieder runter oder wird vorm Abschmieren mit dem Tuch abgewischt. Langfristig werd ich wohl Kunststoffabdeckungen besorgen.

Gruß nach Köln,
Simon

Benutzeravatar
Lobo
Beiträge: 1430
Registriert: Mo 5. Dez 2011, 17:42

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von Lobo » So 3. Mär 2013, 14:04

Moin Simon,

in den Schmiernippeln ist eine Stahlkugel die mittels Feder nach vorn gedrückt wird um den Eingang zu verschlissen, ich vermute das sie verrostet ist oder da altes Fett hängt, Reparieren ist Zeitverschwendung die kosten nur 2-3 € das Stück wenn sie Teuer sind, Tauschen und gut

ich lasse meist hinten auf den Nippeln etwas Fett stehen das sie geschützt sind, vor dem abschmieren dann abwischen (sowieso) das kein Dreck mit rein Gedrückt wird und gut ist das


Maik

Ps. gefühlvol ausdrehen das sie nicht abreißen :twisted:
Hörverlust durch Tinnitus

Hamster II
Beiträge: 29
Registriert: Fr 25. Jan 2013, 22:00

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von Hamster II » So 3. Mär 2013, 14:15

simon hat geschrieben:Hallo zusammen!

Heute beim Abschmieren bekomme ich absolut kein Fett reingepresst. Muss man den Nippel abschrauben und säubern, oder was erwartet mich jetzt? Ist nur auf der linken Seite, die andere Welle ließ sich problemlos fetten.
beim Rausschrauben sollte nischt weiter passieren, ich denke die Nippel sind verkinesknattelt, da hilft nur Austausch, kostet eher wehnig, ich glaub wohl bei 2 Euro das Stück, dann die PKW Bremsnippel drauf, und schon haste Ruhe

hatte mal nen MB 100 der hatte an der VA genau das selbe Dilemma, an vielen Nippel ging kein Fett durch, Nippel getauscht, und siehe da, nischt mehr zu hören, kein Knarzen, knacken, Qietschen.....
ist wie beim Trabent, solange Fett einpressen, bis es an der Press stelle Sichbar austritt, dann ist es gut

Beste Grüße

Benutzeravatar
simon
Beiträge: 765
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 19:14

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von simon » So 3. Mär 2013, 21:11

Hallo zusammen und danke für alle Antworten!

Materialermüdung konnte ich dank einiger Zuschriften ausschließen, da ja die maximale Spannung nicht in der Mitte der Naht auftritt. Ist logisch, wenn man drüber nachdenkt :D Jedenfalls werde ich da bei Gelegenheit mal unter der Farbe schauen, was Sache ist. Schön sind die Schweißnähte jedenfalls nicht, bei keinem der Anschlüsse.

Den Schmiernippel hab ich heute abgeschraubt und festgestellt, dass durchaus Fett durchkommt. Es scheint also nicht am Nippel zu liegen, der ist auch nicht vergammelt oder so. Werde wohl oder übel die Bremswelle ausbauen müssen. Hatte gehofft, mir das irgendwie ersparen zu können.

Schönen Gruß aus Dresden
Simon

Walterhso
Beiträge: 5
Registriert: Di 19. Feb 2013, 13:57

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von Walterhso » Mo 4. Mär 2013, 16:00

simon hat geschrieben:Moin Andreas,

danke für den Tipp! Bisher hab ich die Nippel immer mit nem Klecks Fett eingeschmiert, damit da kein Dreck rankommt. Das kommt dann beim Waschen wieder runter oder wird vorm Abschmieren mit dem Tuch abgewischt. Langfristig werd ich wohl Kunststoffabdeckungen besorgen.

Gruß nach Köln,
Simon

Ich hab das bisher auch so gemacht, gut zu wissen dass es anders besser geht!

HugoVogelsang
Beiträge: 669
Registriert: Di 10. Apr 2012, 22:20

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von HugoVogelsang » Mi 6. Mär 2013, 18:41

Hallo,

Zu den Schweißnähten nochmal.

Fast alle wesentlichen Teile am Rahmen sind nur in Längsrichtung verschweißt. Die senkrechten Seiten sind dagegen nur mit einer Art Fugendichtmittel abgespritzt, um die Korrosion zwischen den Bauteilen zu mindern. Das Zeug wird gerne mal bröselig und sieht dann aus wie eine kaputte Schweißnaht.
Im Zweifelsfall das alte Dichtmittel mit einer Drahtbürste oder einer Totpfbürste entfernen und mit Sikaflex neu versiegeln.

Gruß Hugo

Benutzeravatar
simon
Beiträge: 765
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 19:14

Re: Materialermüdung Federtelleranschlüsse am Rahmen

Beitrag von simon » Mi 6. Mär 2013, 19:30

Hallo Hugo!

Vielen Dank für die Info! Das ist mal eine belastbare Ansage. Ich vermute, dass ich alles genau wie von die beschrieben vorfinden werde, wenn ich den Mist runtergebröselt habe. Aber das wird erst bei wärmeren Temperaturen gemacht :D

Schönen Gruß und Danke!
Simon

Antworten