Verbrauch im Leerlauf / Stand

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Oberlausitzer
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Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Oberlausitzer » Sa 23. Jan 2021, 11:22

Moin Miteinander,

Hab leider in der Suche und der TDV nur den normalen Verbrauch beim Fahren gefunden welcher ja eh nur ne grobe Angabe ist.

Mich würde aber mal interessieren welchen verbrauch der KAT 1 ohne Turbo im Leerlauf pro Stunde hat.
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florian112
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von florian112 » Sa 23. Jan 2021, 19:13

Mein alter Werkstattmeister erzählte mal etwas von: Hubraum = Verbrauch in l/h

Bedeutet beim KAT also ca.12,7l/Stunde.

In wie weit die o.g. Faustregel stimmt, habe ich noch nicht geprüft, aber es hört sich zumindest realistisch an.
Zuletzt geändert von florian112 am Sa 23. Jan 2021, 19:59, insgesamt 1-mal geändert.

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fun-ski
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von fun-ski » Sa 23. Jan 2021, 19:39

Moin

könnte passen, mein MB SK 2024 mit Kran mit 10ltr Hubraum dürfte beim Kranbetrieb im Leerlauf ähnlich kiegen,
wenn ich die Kranstunden so gegen den Verbrauch schätze.
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

Governor
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Governor » Sa 23. Jan 2021, 22:25

Wenn keinen der Verbrauch im Gelände oder im weichen Sand interessiert, worzu dann der im Stand?
Das hängt doch von so vielen, zu vielen Faktoren ab, dass eine Pauschalantwort überflüssig ist.

Wer das wirklich genau für sein Fahrzeug wissen will, muss es eben ausmessen!
Und beim nächsten Test ist es wieder anders, weil die Bedingungen anders sind.

Kein Fahrzeughesrsteller gibt den Verbrauch im Leerlauf pro Stunde an!
Wozu denn, wer will sein Fahrzeug eine Stunde oder mehrere im Leerlauf laufen lassen??

Ich bin neu hier, aber habe ich mich im falschen Forum angemeldet?
Ich habe hier noch keinen Beitrag entdeckt, der wirklich die Aerodynamik des Laster mit nur senkrechten Flächen thematisiert.

Und nun seid Ihr dran!
Steinigt mich!
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

visual
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von visual » So 24. Jan 2021, 00:56

Governor hat geschrieben:Wenn keinen der Verbrauch im Gelände oder im weichen Sand interessiert, worzu dann der im Stand?
Das hängt doch von so vielen, zu vielen Faktoren ab, dass eine Pauschalantwort überflüssig ist.

Wer das wirklich genau für sein Fahrzeug wissen will, muss es eben ausmessen!
Und beim nächsten Test ist es wieder anders, weil die Bedingungen anders sind.

Kein Fahrzeughesrsteller gibt den Verbrauch im Leerlauf pro Stunde an!
Wozu denn, wer will sein Fahrzeug eine Stunde oder mehrere im Leerlauf laufen lassen??

Ich bin neu hier, aber habe ich mich im falschen Forum angemeldet?
Ich habe hier noch keinen Beitrag entdeckt, der wirklich die Aerodynamik des Laster mit nur senkrechten Flächen thematisiert.

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Die Frage kann durchaus berechtigt sein, wenn es in die richtige Kälte geht und man den Motor nicht mehr ausmachen kann.


Governor
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Governor » So 24. Jan 2021, 10:22

Wenn man in die richtige Kälte will, sollte man vielleicht Vorsorge betreiben oder mit dem falschen Fahrzeug nicht hin. :naughty:

Wenn ich auf den Ozean will, kaufe ich ein Boot, das auch noch schimmt, wenn der Motor ausgeht. :pray:
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

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fun-ski
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von fun-ski » So 24. Jan 2021, 11:30

Governor hat geschrieben:
So 24. Jan 2021, 10:22
Wenn man in die richtige Kälte will, sollte man vielleicht Vorsorge betreiben oder mit dem falschen Fahrzeug nicht hin. :naughty:

Wenn ich auf den Ozean will, kaufe ich ein Boot, das auch noch schimmt, wenn der Motor ausgeht. :pray:
Moin
Und warum wissen das die Leute nicht die da wohnen und Ihre Fahrzeuge durchlaufenlassen das die nicht einfrieren?? :think:
Den reinen Verbrauch im Standgas rauszukitzeln ist ja nicht einfach, zumindestens bei meinem Kran , da ja der Mix Fahren zu Kranen nicht auf den Liter zu bestimmen ist
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Gruß
Dirk

Governor
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Governor » So 24. Jan 2021, 13:47

Asche auf mein Haupt! Das wusste ich nicht und habe sowas auch noch nie gehört.

Was ich aber schon selber gesehen habe:
Die lassen abends das Kühlwassser ab und bauen die Batterien aus, um sie im warm zu lagern.
Morgens wird das Kühlwasser aufgekocht und unter dem Moter ein Feuerchen angezündet.
Dann werden die Batterien wieder eingebaut, das kochende Kühlwasser zurückgefüllt und nach einem Stoßgebet gestartet.
Da sieht man daß, Kühlwasser auch Vorteile hat...

Der KAT 2 ist wohl mit einiger Zusatzeinrichtung ausgestattet, um auch bei unter -50° zu starten.
Hat das der KAT 1 nicht?
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

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fun-ski
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von fun-ski » So 24. Jan 2021, 13:56

Moin

Doch das hat der Kat1 auch, müssen aber die Batterien mitmachen
schau mal Achims Bericht an viewtopic.php?f=11&t=1970&hilit=sibirie ... 100#p19961
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Gruß
Dirk

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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Filly » So 24. Jan 2021, 14:02

12L pro Stunde kommt mir reichlich vor.
Ich meine mal was von 7L gelesen zu haben, wobei das auch für den 6 Zylinder aus dem 170er Magrius gewesen sein könnte. Aber auch dann dürfte der KAT mit 2 Töpfen mehr nicht auf 12L kommen.

Christoph

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egn
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von egn » So 24. Jan 2021, 18:04

Ich glaube Brian hat den Verbrauch Mal mit unter 5 l/h angegeben.

Er war ja im Winter in der Mongolei und musste den Motor durch laufen lassen. Allerdings hat dabei der Motor auch sehr viel geölt, weil er gar nicht warm genug wird

Mir scheint es deshalb besser zu sein den Motor abzuschalten und eher Vorkehrungen für ein richtiges Vorheizen zu treffen.

Man kann den Wert auch etwas Plausibilisieren. Wenn man bei úblicher Drehzahl bei 2000 U/min und 90 km/h etwa 40 l/100 km braucht, dann sind das etwa 36 l/h. Bei 500 U/min sind das etwa 9l/h, wobei das eher die Obergrenze sein wird, da Leerlauf praktisch ohne Belastung.

Wenn man die genaue Einspritzmenge kennt kann man den Verbrauch mit der Leerlaufdrehzahl abschätzen.
Gruß Emil

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Oberlausitzer
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Oberlausitzer » So 24. Jan 2021, 21:39

Erstmal danke für die Antworten.

Es geht mir nur darum das in etwa zu wissen da ich mittlerweile im KAT fest lebe und trotz gut funktionierender Solaranlage jetzt im Winter einmal pro Woche den Motor laufen lassen muss wenn die Sonne nicht ausreicht um die Kofferbatterien zu laden. Zudem steht für kommenden Winter eine mehrwöchige Lappland Reise auf dem plan wo ich den Motor nicht ausmachen kann. Das liegt hauptsächlich an den dort herrschenden Temperaturen. Auch meinem Scania lasse ich im Winter dort laufen und weis das er etwa 2 - 3 Liter die Stunde nimmt allerdings ist das auch ein neueres Modell mit Euro 6 Norm was der Kat ja nun leider nicht erfüllt 8-)
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egn
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von egn » Mo 25. Jan 2021, 08:15

Solange es nicht dauerhaft unter -20° C hat würde ich den Motor ausmachen.

Strom für die Wohnraumbatterien kann man bei längerem Stehen auch mit einem kleinen günstigen Benzingenerator machen. Motor durchlaufen lassen würde ich nur im Notfall machen.
Gruß Emil

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Zentralgestirn
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Zentralgestirn » Mo 25. Jan 2021, 14:57

Moin,

Wenn das so wichtig ist, dann bau dir einen Kanister mit Fallsprit dran, lass ihn eine Stunde laufen und schau wie viele Liter im Kanister fehlen. Dann kannst du auch mal schauen ob der Motor sich dabei wohl fühlt oder ob du ihm etwas Kühlluft weg nehmen solltest, damit er dabei auch warm bleibt.

Wenn du dann bei kalten Temperaturen in der Windstille in deinem eigenen Abgasen sitzt, hmm, not nice. Also schreibe lieber Leute direkt an die das schon mal selbst erlebt haben oder Teste selber.

Grüße Sebastian

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Hemges
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Hemges » Mo 25. Jan 2021, 16:25

Hallo Mirko,

Jetzt war Ich natürlich auch Neugierig und habe gestern selbst mal probiert...
Aber ich habe einen Turbo :D

Habe mein KAT gestern erst ca.15min laufen lassen - ausgemacht - den Tank bis oben aufgefüllt und laufen lassen.
Nach abgelaufenen 60 min. Motor abgestellt und 8 Liter aufgefüllt. :!:

(Allerdings mit modifizierter ESP und leicht erhöhtem Standgas wie Serie.)

Und wie Sebastian beschrieben hat den Ansaug des Motors abgedeckt, dann saugt er eher die Umgebungsluft des Motorraums an.

Grüße Markus

Meine Pünktlichkeit drückt aus, daß mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene...

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fun-ski
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von fun-ski » Mo 25. Jan 2021, 16:41

Hemges hat geschrieben:
Mo 25. Jan 2021, 16:25

Jetzt war Ich natürlich auch Neugierig und habe gestern selbst mal probiert...
Moin

Das nenn ich mal eine coole Nummer :dance: :clap:
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Gruß
Dirk

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Hemges
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Hemges » Mo 25. Jan 2021, 17:33

Dirk du weißt doch..... Alles für die Gruppe :!: :D

Grüße Markus

Meine Pünktlichkeit drückt aus, daß mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene...

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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von manny » Mo 25. Jan 2021, 22:03

Man könnte ja den Motor auch 30min laufen lassen, und Mal 2 rechnen :roll: -oder 15min und Mal 4...

Nur so am Rande...

Ich finde das erstaunlich viel, dafür dass er ja weiter nichts bewegt als seine innere Reibung und den Generator :think:
Wer später bremst ist länger schnell...

Mein Fuhrpark:
BMW 320D Touring E46 Bj 2003
KTM EXC 500 Six Days 2018
MAN KAT 7t Mil GLw 462
MAN KAT 5t Mil GLw (ex461)Kipper
MAN F2000 19.604FLT Bj 99

Governor
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Governor » Mo 25. Jan 2021, 22:49

Dasi ist der "Selbsterhaltungstrieb" des V8, frei nach Darwin!
Aber es kann auch gewaltig unterschiedlich sein...
Grüsse aus Oberkochen,
Edgar

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egn
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von egn » Di 26. Jan 2021, 07:52

Die Reibung dürfte auch im Wesentlichen von Temperatur und Viscosität des Öls abhängen. Ich vermute mal dass das Öl beim obigen Versuch kaum handwarm war.

Ich habe mal Cera Tec von Liqui Moly ins Motoröl gekippt. Die Leerlaufdrehzahl ist danach um etwa 100-200 U/min gestiegen.
Gruß Emil

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Oberlausitzer
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Oberlausitzer » Di 26. Jan 2021, 20:51

Danke Hemges für deinen Einsatz.

Ich denke mal dein Ergebnis ist gar nicht mal so abwegig da unsere Fahrzeuge weder elektronisch eingespritzt werden noch über eine AGR verfügen.
Bei diesem Verbrauch ist eine Stunde Leerlauf immer noch überschaubar, gerade wenn er im Moment nur max. einmal die Woche läuft.

Mehr als eine ungefähre Zahl wollte ich auch garnicht wissen, danke nochmal. :clap:
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von ALu » Di 26. Jan 2021, 21:32

Oberlausitzer hat geschrieben:
Di 26. Jan 2021, 20:51
da unsere Fahrzeuge weder elektronisch eingespritzt werden noch über eine AGR verfügen.
Zum Glück nicht. Defender Fahrer wissen was ich meine AGR = Arrgh :angry-cussingblack:
Gruß

Andreas

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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von AndreasE » Mi 27. Jan 2021, 20:42

Ich keine andere Stundenzahl nachliefern:
Bisheriger Maximalverbrauch im 8x8 war 200 lt / 100km, nach 130km ging der Motor wegen gähnender Leere im Tank aus.
Da wir allerdings für die 130 km auch 12 Stunden brauchten, lag der durchschnittliche Stundenverbrauch bei 22 lt / h.

LG, Andy

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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von Powerkat » So 31. Jan 2021, 18:12

Moin...
Also ich geb dann auch mal meinen Senf dazu, nicht das ich eine qualifizierte Zahl zur Beantwortung der Frage hätte ("meine Motoren" ziehen sich hier sportlich 20 ltr. in 30 min. durch wenn sie nach den Instandsetzungen Probe laufen....aber auf voller Nenndrehzahl... :lol: :angry-devil: ,denn bei mir wird kein Motor gequält)
Aber ich will mal zum Nachdenken zum Sinn und Zweck der Frage anregen:

Ausgangsanliegen ist ja, den Motor in "lebensfeindlichen Witterungen durchlaufen zu lassen" ,ich glaube, Ihr wisst garnicht, was ihr der Technik damit antut !
Notfälle "berechtigen" zu dem "Möglichem" -klar, wenn man durch irgendwelche Ereignisse in die Situation kommt bei -50°mit dem LKW zu "Übernachten" und weiss, das ein Abstellen aus Batterieproblemen,Startproblemen,Gefahr für Mensch und Leben zu Problemen führen würde, würde man einfach nicht abstellen er muss es dann einfach durchhalten!
Aber eine Aktion zu Starten mit dem Plan, den Motor die kommenden xy Nächte durchlaufen zu lassen, nur um Batterie,Startprobleme vor zu beugen ist schlicht weg menschliche Dummheit !! Dann frage ich mal: warum fahrt ihr überhaupt da hin ?Ich vermute mal, ihr wollt dort die Natur etc. erleben und genießen,wollt ihr dann im ernst Nachts im LKW liegen wenn vorne der Motor knattert, In ruhe Kaffee trinken ,Spazieren gehen wenn es vorne brummt und stinkt ? :doh:

Achim hat solch Sibierientouren bereits hinter sich,die Bilder -wenn morgens unter dem Motor große "Fladen"Ölkohle liegen da die Motoren schlicht weg versotten und ihnen der Ölbrei aus den Krümmern ,Auspuff tropft kann man sich hier anschauen...das kann das Ergebnis einer Notsituation sein ,weil man Nachts zB nicht weiter kam etc. aber doch nicht als Plan A Zwecks "Urlaubsreise" !!!

Wer von Motoren ein bischen Ahnung hat, der weiß das sie so entwickelt wurden um Ihre vorgesehene Einsatzsituation möglichst lange zu überstehen, alles ausherhalb der vorgesehenen Nutzung bedeutet Grenzbereich mit Risiko zum Schaden -da gewisse Eigenschaften dann eben nicht gegeben sind !
Wir haben Luftgekühlte Motoren:der Segen ihrer Einfachheit ist jedoch zugleich der Fluch über Ihre Schwächen! Damit ein Motor,Getriebe,Achse lange verschleißarm funktioniert müssen gewisse Parameter stimmen: Kühlung,Schmierung,passungen,Toleranzen etc. Da sich zB.Metall unter Wärme ausdehnt, Motoren im Betrieb verschiedene Temperaturzonen haben ,hat man all ihre notwendigen Passungen,Lagerspiele etc. auf Ihre geplante Nutzsituation ausgelegt ! Bedeutet aber auch, darüber und darunter ist es nicht optimal teils sogar kritisch ! im Betrieb ist ein Kolben sehr heiß : oben die Verbrennung,an den Wänden die Reibung,am Pleullager ebenfalls Reibung.Bedeutet: Im heissen Zustand ist er groß- damit er nicht frisst muss er im "Kampfbetrieb" im heissen Zustand noch genügend Spiel zum Zylinder haben der jetzt zB im Winter bei starken Minusgraden im Fahrtwind sehr kalt und damit klein ist !
Man kann sich also nun vorstellen, wie groß sein Spalt wird, wenn er kalt ist da er keine Betriebstemperatur bekommt...Ein Wasser gekühlter Motor hat das Problem wesentlich weniger, sein Block wird mittels Thermostat auf konstante 90 Grad geregelt,somit nahezu konstante Passungen.

Viele Bauteile leben von der "Spritzschmierung" einfach weil eine durchschnittliche Drehzahl gewisses umherspritzendes Öl verteilt was teils in Taschen aufgefangen wird und der Schmierstelle zuläuft...bedeutet:Ist diese Drehzahl nicht da, ist auch diese Schmierung nicht gegeben! solche Teile sind ZB.Stirnräder,Kompressoren,Zylinderwände,Nocken der Nockenwelle,Kipphebel-Ventil,Ventilschaft,usw.Auch die Hauptschmierstellen wie Kurbelwelle,Nockenwelle,Pleullager,unterliegen zwar der Druckumlaufschmierung welche einen gewissen Druck aufrecht hält im Durchschnittlichen Betrieb beim Deutz ca. 3-4 Bar ,bei diesem Druck ist der Schmierfilm so stabil das die Kurbelwelle quasi im Lager "schwimmt"also verschleißfrei (-arm) läuft...im Leerlauf liegt der Schmierdruck bei ca. 0,5-0,8 Bar ! kritisch ! genug damit sie nicht frisst, zu wenig dass sie schwimmt- einfach weil das Fördervolumen der Pumpe bei Leerlauf kleiner ist als das Verlustvolumen aller Schmierstellen.
Übrigens: im Getriebe sieht diese ganze Bilanz genauso aus !! und das würde ja nun die ganze Nacht ebenfalls mitlaufen !wie auch die Servopumpe,Kompressor,etc. alles kleine "Einzelwelten" mit ihren eigenen Problemzonen...

Weiteres Thema : Kondenswasser ! ein Motor atmet ! überall ! da wo warm und kalt aufeinander treffen entsteht Kondenswasser- im Regelbetrieb nicht schlimm, die Motoren werden so heiß das sie dieses Wasser verdampfen und über die Kurbelgehäuseentlüftung abdampfen- im Leerlauf geschieht das nicht ! es sammelt sich ein hässlicher Milchiger Brei -mancher kennt das vom Öleinfülldeckel seines PKW der nur Kurzstrecke fährt.
Dieser Sott sammelt sich im Motoröl und verdirbt jegliche gute Schmiereigenschafft!

Bei richtiger Wartung,Nutzung sind Motoren in der Lage millionen von km zu laufen ! Fernlkw beweisen das täglich- seit Jahrzehnten ! auch PKW können das da drin ist nichts anderes !und auch sie beweisen es: bei Vertretern,Taxis,Kurieren etc. Stromaggregate etc. aber die einzigen bei denen in riesiger Höhe ernste Motorschäden im Bereich unter 100.000 km entstehen sind die Typischen kurzstrecken PKW, laufen die meiste Zeit im leerlauf an Ampeln,kreuzungen,Bahnübergängen etc. und immer wieder Kaltstart mit Mangelschmierung etc.

Motorentechnikern graut es davor einen Motor mal 30 min. im Leerlauf laufen zu lassen- heute noch mehr als früher ! früher waren es nur obige Probleme-heute kommt die Abgasseite dazu ! Die meisten Partikelfilter funktionieren nicht bzw, versotten nicht weil sie schlecht konzipiert sind, sonder weil sie falsch bedient werden! Kein Hersteller hat vorgesehen,das ein Baustellen Sprinter mit Doppelkabine 3 mal am Tag für 50 Min. im Standgas läuft damit sich die Jungs bei der Pause im warmen einen Kaffee gönnen können !Oder die Post startet-100m fährt-aus macht, um 2 Min. später wieder zu starten etc. oder Ihn die ganze zeit im Standgas laufen zu lassen-zwei Gasstöße-wieder Standgas...

Und all das wollt Ihr euren 40 Jahre alten Kat Motoren antun ? technisch gesehen die größte Dummheit ! Menschlich gesehen einfach Unwissenheit!

Das Einzige was Ihr doch wollt, ist nach Standzeit xy. zuverlässig weiter zu fahren -Ich quäle doch keinen Motor 12 Std. lang nur um einen Zustand zu erhalten, den ich in 30 Min. viel sinnvoller herstellen kann !

Was Ihr doch nur braucht sind starke ,volle Batterien,und einen angewärmten Motor:
Also kommen eure Batterien in den beheizten Wohnaufbau denn warme Batterien können mehr als kalte !Auf dem Dach sind ja eh Solarzellen...
Nach einem Tag Fahrzeit sind die ganzen Batterien eh voll , davon felt auch nach einer Nacht kaum was !Um auf Nummer Sicher zu gehen hätte ich immer einen "Puffertank" im warmen also ebenfalls Aufbau damit Standheizungen, Motor zB sauber Laufen,Starten -würde ich mich nicht auf Winterfestigkeit des Kraftstoffes verlassen-Im Betrieb kann der Kraftstoff dann durch Wärmetauscher um die Betriebssicherheit zu garantieren. Unser Motor hat ja sogar ab Werk die option die Heizungsluft durch das Kurbelgehäuse zu blasen, damit ist der Motor in 30 Min. so warm wie er nach 12 Std. Leerlauf ebenfalls ist ! wer das nicht möchte, kann sich auch zwei kleine Heizungen anbauen und die Zylinder von außen anblasen...oder 2 Herdplatten unter die Ölwanne drücken etc. etc. Als Redundanz hätte ich immer 1 oder 2 2KW Stromaggis dabei, die stellt man 20 m entfernt an einen Baum (von mir aus angekettet) und läst es knattern- das wiederum ist für diesen Einsatz konzipiert- damit lade ich die Batterien damit ich mit Heizungen wiederum Wärme erzeuge - und das ganze ist am Ende sogar wirtschaftlich !
Und wer es professionell macht, der verbaut zuvor in der Ölwanne eine Heizschlange welche mit heißem Wasser durchströmt werden kann , ein paralleler Kreislauf zB zum Aufbauheizkreislauf durch ein einfaches Ventil regelbar-wenn man es nicht braucht bleibt es zu, wer es will lässt ihn die ganze Nacht auf Temperatur und wer länger stehen will der heizt ihn einfach wenige Stunden vor der Weiterfahrt wieder an .Denn selbst eine kleine 5 KW Wasserheizung mit ausreichender Heizschlange in den 30 ltr. Motoröl bringen den Motor intern rats fatz auf temp.

Der größte Feind nach einer Nacht mit -50 grad ist übrigens nicht das Problem das er nicht anspringt,das Problem beginnt schon bei -20...-30 Grad ! gestartet und im Leerlauf warmlaufen lassen denken ja viele ist mal der beste Weg- richtig: der beste Weg zum Tod ! :
Wenn der Motor länger gestanden hat, der Ölfilm abgelaufen ist, er durch und durch -25 Grad hat,gestartet wird , läuft mit der 1.Sekunde auch das Kühlgebläse mit, die -25 Grad Luft umströmt sofort die Zylinder,Köpfe etc. diese Bauteile haben garnicht die Chance zeitnah warm zu werden ! Bis das zähe öl an die Schmierstellen kommt dauert es- da man keine hohen Drehzahlen Fährt und das erste Öl nur Brei ist spritzt auch nix an die Zylinderwände also nix Schmierung ! Zylinder klein,Lauffläche trocken ! Die Verbrennungswärme liegt jedoch ab der ersten Zündung auf dem Kolbenboden-ebenso 360 Grad ringsumm trockene Reibung im Zylinder-Kolben sind aus Aluminium -optimaler Wärmeleiter-bedeutet: binnen wenigen Minuten ist der Kolben das einzige was heiß und groß ist - zu groß für den kleinen Zylinder es wird eng-schnell zu eng-ohne Ölfilm zum Kolbenfresser !
Ich war life dabei, als eine Reihe Kats ca. 6 stück unter solchen Bedingungen umgesetzt werden sollten-sie mussten der Reihe nach mit Batteriewagen gestartet werden...nachdem der erste lief-zum nächsten etc. als der 3. gestartet wurde, ging der 1. wieder unter leichtem klappern aus...man dachte an Sommerdiesel,startete weiter...jedoch ging jeder nach wenigen minuten wieder aus ! also ging man an die Spritfilter...tja...keiner hatte ausgeflockten Diesel ! also wieder Starten:keiner drehte mehr durch ! alle fest ...gefressen !! Physikalisch eigentlich logisch !
Seit dieser Zeit habe ich eine eigene Startprozedur : erstmal eine Decke, Folie auf den Kühlluftschacht - gibt erstmal keine Kühlluft !Motor starten und gefühlt 20 Sekunden laufen lassen und wieder ausmachen-eine Minute warten um die Wärme der Kolben in die Zylinder übergehen zu lassen-Kolben wird wieder kleiner-Zylinder größer,wieder Starten knapp 1 Minute laufen lassen und wieder abstellen...dann kann er nach wenigen Minuten gestartet werden und an bleiben mit ca. 1000 U, um runden Lauf,Schmierung zu gewährleisten... den Kühlluftschacht gebe ich erst wieder frei wenn er eine gewisse Grundtemp. hat !Dank sinnvollen Anzeigen kann man das ja schön abwägen...teils bin ich mit der Decke auch erst 10 Min. rumgefahren bzw. habe sie nur wenige cm zurückgezogen...

Wer seinen Kat mal zB 1 Std. im leerlauf bei leicht über null Grad zB führ Kran,Winden,Bergearbeiten hat laufen lassen ,wird gemerkt haben wie er bereits anfängt zu nebeln, Öltropfen aus dem Auspuff...der kann sich vorstellen was in dem Motor abgeht wenn er eine ganze Nacht bei -50 Grad laufen soll ! Wenn ich solche Arbeiten durchführen muss, hat er eine Decke auf dem Luftschacht und läuft nicht unter 1000 U ...die Köpfe haben sauber 130 grad, das Öl 80-90 ...und schon ist er "sauber" ...

schönen Tag ! Marcel
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fun-ski
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Re: Verbrauch im Leerlauf / Stand

Beitrag von fun-ski » So 31. Jan 2021, 19:06

Moin
Hi Marcel
danke für die super bildliche Darstellung.
Wieder viel gelernt heute :clap: :clap:
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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