Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

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egn
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Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von egn » Mo 27. Apr 2015, 10:11

Hallo,

auf der Webseite des Militär Motorfahrer Vereins St. Galleroberland/Graubünden war früher eine sehr anschauliche Beschreibung der WSK am Beispiel des Saurer 6/10DM zu finden. Leider ist diese jetzt dort nicht mehr zu finden.

Ich habe sie aber mittlerweile im Internetarchiv wieder entdeckt.

Viel Spaß!
Gruß Emil

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KAT MAN
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von KAT MAN » Mo 27. Apr 2015, 10:24

Toll - vielen herzlichen Dank!
Liebe Grüße
Jörn

Bluetiger
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von Bluetiger » Mo 27. Apr 2015, 22:43

Herzlichen Dank,

den Text habe ich mir direkt ausgedruckt und werde ich noch einige Male lesen, bis ich mir sicher bin alles richtig verstanden zu haben.

Interessant, dass die Schweizer einen Retarder haben, so viel Begeisterung für gute Technik hätte ich ihnen nicht zugetraut.

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special-mechanics
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von special-mechanics » Di 28. Apr 2015, 13:59

hinzuzufügen wäre das : (bedienung der WSK)

* das starten mit eingelegtem gang beim KAT nicht ohne weiteres geht ( relais muss gebrückt werden)
* das die wandlerschaltkupplung nicht NUR bei einer definierten drehzahl zugeschaltet wird sondern in KOMBINATION mit einer max . differenz zwischen motor und getriebe
* der kickdown funtioniert nur unterhalb einer gewissen drehzahl
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

pat
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von pat » Di 17. Okt 2017, 07:46

Interessant, dass die Schweizer einen Retarder haben, so viel Begeisterung für gute Technik hätte ich ihnen nicht zugetraut.
Das ist dem in der Schweiz naturgemäss etwas 'hügeligen' Gelände geschuldet ... ;)
LG
/pat

HugoVogelsang
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von HugoVogelsang » Di 17. Okt 2017, 16:55

Hallo,

Das Starten mit eingelegtem Gang ist möglich, wenn der Neutralstellungsschalter am Getriebe abgezogen wird.
Die Gaspedalsperre wird dabei aber auch ausgehebelt.
Nur so als Info für den Notfall.....

Gruss Hugo

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Powerkat
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von Powerkat » Di 17. Okt 2017, 19:33

Ja, eine sehr schöne Erklärung und Beschreibung ! nur mit den Abschleppempfehlungen bin ich nicht glücklich , denn 100 km bei max 40 km/h bedeutet 2,5 std. Fahrt ohne Ölversorgung der Schaltgetriebe wellen und Lager ...das könnte böse ins Auge gehen ....

Marcel
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AndreasE
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von AndreasE » Di 17. Okt 2017, 23:02

Beim Steyr 6/10t steht auch unten dabei, daß die Kardanwellen beim schleppen immer abmontiert werden müssen (der Schweizer Steyr hat ein ZF Transmatic Getriebe mit dem 4S150GP)
Beim Saurer 6DM/10DM wird das vermutlich anders aussehen, da der das elektropneumatische Getriebe PG10 (2x 5 Gänge) von FBW an der WSK angeschlossen hat - und vermutlich der Ölhaushalt des Getriebes anders geregelt ist.

LG,
Andy

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D-Platoon
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von D-Platoon » Mi 18. Okt 2017, 10:14

HugoVogelsang hat geschrieben:
Di 17. Okt 2017, 16:55
Die Gaspedalsperre wird dabei aber auch ausgehebelt.
Nur so als Info für den Notfall.....
Hallo Hugo,

ich habe noch immer nicht ganz verstanden, was diese Gaspedalsperre genau bewirkt. Kannst du mir das kurz erläutern?
Dass ich das Gaspedal nicht mehr drücken kann, wenn ich auf die Motorbremse stehe, hab ich schon bemerkt. Ich nehme an, dass das mit der Gaspedalsperre gemeint ist!?
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
  • BMW 320d touring, 150PS Bj. 2005
  • BMW R 1200 GS Adventure, 125PS, Bj. 2014
  • MAN KAT1 5t mil gl, 256PS, Bj. 1978

THWkatze
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von THWkatze » Mi 18. Okt 2017, 10:41

Ich Zitier mal:
"Die dem Drehmomentwandler nachgeschaltete Schaltkupplung ist als Trockenkupplung ausgeführt und wird vom Fahrer über das Kupplungspedal betätigt. Die Betätigung wird mit Servokraft (hydraulisch oder pneumatisch) unterstützt. Die Schaltkupplung wird nur zum Schalten der Gänge benötigt.

Um eine Fehlbedienung der Kupplung zu verhindern - d.h. mit schleifender Kupplung anfahren, wobei dann das vom Wandler bis zum 2,5-fachen gesteigerte Motormoment zur Überlastung der Kupplung und des Getriebes führen würde - ist sie mit einer Überlastsicherung ausgeführt. Diese Sicherung sperrt die Betätigung der Einspritzpumpe (Gassperre), wenn gleichzeitig

die Überbrückungskupplung geöffnet,
ein Gang eingelegt
und die Kupplung gedrückt wird.

In allen anderen Fällen tritt diese Sperre nicht in Funktion."

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Powerkat
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von Powerkat » Mi 18. Okt 2017, 21:52

Automatikgetriebe sind sowieso in der Regel nicht schleppbar , da hier der interne Öldruck sauber da sein muß damit sich div. Lamellenkupplungen Öffnen bzw. schließen sonst können da schon mal 2 Gänge gleichzeitig drin sein ...das gibt dann mächtig Bruch ....

bei den ganzen anderen Schaltgetrieben haben wir ein anderes Problem egal ob das 8 Gang (4S150GPA) oder die 6 Gang ,
wir haben für 3 Baugruppen : Wandler,Schalt-,Verteilergetriebe einen Ölhaushalt , mit verschieden hohen Ölständen , funktioniert nach dem Überlaufprinzip : eine kleine Speisepumpe pummpt das Öl vom Sumpf im Verteilergetriebe zum Wandler ,wenn er seinen Stand hat läuft es rüber ins Schaltgetriebe und von hier wieder in das Verteilergetriebe ! zwischen Schalt und Verteilergetriebe sind an den Lagern keine Dichtringe , bedeutet eine geringe Menge läuft immer durch sie durch -zur Kühlung ,Schmierung , was mehr kommt , geht über die Überlaufbohrung weg ....somit entsteht ein Permanenter kleiner Umlauf , alle Kammern haben grob ihren Ölvorrat ,Wärmeverteilung ....Findet dieser Umlauf nicht statt, läuft langsam das Schaltgetriebe über die Lager und Spritzverlust leer !
Das Problem : Diese kleine Speisepumpe wird von der Vorgelegewelle angetrieben , Über die Räderpaarung der Konstanten permanent mit der Getriebeeingangswelle verbunden -steht diese bei stehendem Motor ! Kurz gesagt : steht der Motor , steht die Pumpe ,kein Ölumlauf !
Da man dann in Neutralstellung schleppt dreht das Verteilergetriebe , mit ihm die Hauptwelle im Schltgetriebe (Getriebeausgangswelle ) da aber alle Räder mit der Vorgelegewelle in Eingriff sind ,diese nicht dreht ,stehen diese Räder alle ! jedes Zahnrad (5) besitzt 2 Nadellager zur Welle ,Nadeldurchmesser ca. 3 mm , und die Synchronringe /Körper mit ihrem Konus ....also Welle dreht -Räder stehen - alles dreht gegeneinander - bei 40 mit ca. 1300 U ...Spritzschmierung findet keine Statt da die Räder nicht drehen und Panschen ,über die Zulaufbohrungen in dem Zahngrund erfolgt kein Ölnachschub zu den Nadellagern ! es entsteht langsam aber sicher ein Trockenlauf wenn das restöl sich verflüchtigt ! Wärmeabfuhr gleich null !
Das kann man mal ein paar km machen , aber keine 100 bei 40 also 2,5 Stunden !! nicht bei klaren Verstand !
In der Kat TDV steht hierzu ein besserer Hinweis : alle paar km sollte man bei getretener Kupplung einen Gang einlegen ...:
Und so kann man dann beliebig lange schleppen : was passiert ?: durch das trennen der Kupplung wird Motor und Getriebe getrennt , durch das einlegen des Ganges dreht nun auch die Vorgelegewelle mit , der Motor kann dabei stehen bleiben ,auch der Wandler steht ...aber nun dreht ebenfalls die Speisepumpe ,befüllt die Baugruppen wieder mit Öl , die Spritzschmierung setzt ein , ....dann schafft das Getriebe wieder ein paar Km mit Restölschmierung ....

Die 6 Gang sind hier noch unempfindlicher als die 8 bzw. 16 Gang ! denn die haben bereits keine reine Spritzölschmierung sondern eine Druckölschmierung , dort wird das Öl mit der Pumpe direkt in die Welle gedückt und über die Lager wieder raus .... wenn ihnen dieser Druckölvorrat fehlt wird es richtig schnell richtig scheiße !

Das zeigt vieleicht , das die Getriebe und schleppen eine Wissenschafft für sich ist , warum wir Techniker manchmal 200 km bedenkenlos schleppen , jedoch ein laie evtl. nach 30 km einen Totalschaden erleidet ! man sollte also entweder exakt wissen was wann wo warum Passiert oder ehrlich zu sich selbst bleiben und lieber die Wellen abflanschen !

Marcel
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special-mechanics
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von special-mechanics » Do 19. Okt 2017, 00:12

kann ich bestätigen...
ich hatte mal einen iveco 6x6 an der Stange, da ist nach 45km schnellen schlepps bei 70kmh das getriebe festgegangen
und das war nicht lustig
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von D-Platoon » Do 19. Okt 2017, 08:31

Danke THWkatze für die Info!
Musste ich gestern gleich mal ausprobieren - funktioniert tatsächlich so :D

Und auch danke an Marcel für die Erklärung, wie man es nicht machen sollte. Again what learned! ;)
Meine fahrbaren Untersätze:
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von egn » Fr 20. Okt 2017, 08:21

D-Platoon hat geschrieben:
Mi 18. Okt 2017, 10:14
ich habe noch immer nicht ganz verstanden, was diese Gaspedalsperre genau bewirkt. Kannst du mir das kurz erläutern?
Dass ich das Gaspedal nicht mehr drücken kann, wenn ich auf die Motorbremse stehe, hab ich schon bemerkt. Ich nehme an, dass das mit der Gaspedalsperre gemeint ist!?
Nein, das ist nicht damit gemeint!

Die Gaspedalsperre verhindert dass Du mit schleifender Kupplung fahren kannst. Die Kupplung ist nur eine reine Schaltkupplung und ist nicht geeignet zum Anfahren. Zur Schonung der Schaltkupplung sollte man sie zügig treten und auch wieder loslassen.

Gerade wenn gelegentlich auch Fahrer ohne Erfahrung mit der WSK fahren sollte man darauf achten dass die Gaspedalsperre funktioniert, sonst sind die Kupplungbeläge in kürzester Zeit ruiniert.
Gruß Emil

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D-Platoon
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von D-Platoon » Mo 23. Okt 2017, 09:27

egn hat geschrieben:
Fr 20. Okt 2017, 08:21
Die Gaspedalsperre verhindert dass Du mit schleifender Kupplung fahren kannst. Die Kupplung ist nur eine reine Schaltkupplung und ist nicht geeignet zum Anfahren. Zur Schonung der Schaltkupplung sollte man sie zügig treten und auch wieder loslassen.
Sprich: Kupplung zügig loslassen und die Geschwindigkeit dann über die Bremse und den Wandler regulieren!?
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Mahlekolben
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von Mahlekolben » Mo 23. Okt 2017, 13:02

Hä?

Die eingebaute Kupplung ist eine reine Trennkupplung und will von Anfahr-Drehmomenten nichts wissen. Das macht der Wandler für Dich.

So beim Anfahren:

Fahrzeug steht, Du sitzt, Motor läuft.

Bremse treten, Kupplung treten, Gang einlegen, Kupplung (zügig, doch moderat) kommen lassen (sonst schüttelts für meinen Geschmack zu stark), Feststellbremse lösen, Bremse lösen, Gas geben, Fahrtaufnahme genießen.

Huf vom Gas, Kupplung treten, Gang wechseln, Kupplung kommen lassen, Huf wieder aufs Gas.

Da vorne geht die Ampel auf rot:

Auto auslaufen lassen, Fuß auf die Bremse, weiter bremsen (nicht die Kupplung treten), weiter, weiter, Fahrzeug steht. Meinetwegen Feststellbremse rein, Kupplung treten, Gang raus, Kupplung los lassen, Bremse auch, Kaffee kochen.

Kaffee fertig, Ampel wird grün, Bremse treten, Kupplung treten, Gang einlegen, Kupplung kommen lassen, Feststellbremse lösen, Bremse lösen, Gas geben, Fahrtaufnahme genießen...
Viele Grüße

Michael

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Wolfgang
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von Wolfgang » Mo 23. Okt 2017, 15:42

Bremse auch, Kaffee kochen.
Habt ihr aber lange Rot Phasen. Hat was mit dem ruhenden Verkehr zu tun? Kennen wir in Köln auch, aber ein wenig künstlerisch. Klick

Wolfgang
Träumen heißt...
durch den Horizont blicken.

pat
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von pat » Mo 23. Okt 2017, 17:45

echt geiler text *harhar* :banana-blonde: :banana-blonde: :banana-blonde:

AndreasE
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von AndreasE » Mo 23. Okt 2017, 22:00

@Michael,
danke für deine schöne Geschichte. Aber: wieso gibst Du bei der Ampel den Gang raus?

Es gibt doch nichts schöneres als im Stop and Go Verkehr Freitag abends im 3ten Gang die WSK "Innenstadt Vollautomatik" zu geniessen. Da rührt man doch den Ganghebel und das Kupplungspedal nicht an. Viel entspannter geht mMn die Rush hour nicht .... :-)

LG,
Andy

Mahlekolben
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von Mahlekolben » Mo 23. Okt 2017, 22:49

Das stimmt schon: Wenn wir mal ein oder zwei Wochen mit den Autos unterwegs waren und dann - nach gefühlter langer, langer Zeit - mal wieder in unsere eigenen PKW eingestiegen sind...

Das hörte sich nicht nur sch**** an, sondern sah von außen betrachtet gewiss auch so aus... :mrgreen:

Das mit der Kupplung hatte ich ja einigermaßen. Was fehlte, und der eigentliche Ausschlag für die Frage war, hatte ich allerdings nicht beantwortet.

Naja. Diese Fahrpedalsperre...

Für viele tüchtige und sonst durchaus brauchbare "Soldaten 2000" war die Fahrpedalsperre eher eine Erinnerung an die zarte WSK, denn ein Hindernis, den leistungsgesteigerten Pflunken samt Sperre durchs Bodenblech treten zu wollen.

Ich meine mich erinnern zu können, dass diese Sperren doch hin und wieder recht labberig waren...

---#

Boah - jetzt hab' ich es immer noch nicht richtig...

Sobald die Kupplung oder die Motorbremse betätigt wird, sorgt ein kleiner pneumatischer Zylinder dafür, dass die sogenannte Fahrpedalsperre gesetzt wird. Diese blockiert das Fahrpedal in seinem Weg, optimalerweise ist dann kein Gasgeben möglich.

Dies soll verhindern, dass während des Kuppelns oder Motorbremsens das Fahrpedal betätigt wird, also Druck auf die Zylinder des Motors kommt, der dann über die Kupplung an das Getriebe übertragen würde.

Kurz gefasst: Bei Kupplung und Motorbremse ist der Huf von der Fahrtaste zu lupfen.

---#

Ich vermisse das. Wirklich: Die KAT1 sind echt tolle Fahrzeuge!

Gerade das Rangieren ist mit diesen Autos ein Genuss, der seinesgleichen sucht!
Viele Grüße

Michael

AndreasE
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von AndreasE » Mo 23. Okt 2017, 23:03

Mahlekolben hat geschrieben:
Mo 23. Okt 2017, 22:49
Gerade das Rangieren ist mit diesen Autos ein Genuss, der seinesgleichen sucht!
Die WSK ist hier in der Tat ein Genuß. Aber zum rangieren gehören auch die Bremsen. Wenn da nicht nach 5-6 mal rangieren etwas Druckluft fehlen würde, wäre der Genuß grenzenlos .... :-) (zumindest beim 8x8 ist spätestens dann eine Gedenkminute zum Luftholen notwendig)
LG, Andy

Mahlekolben
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Re: Info zur Funktion der ZF Transmatic/WSK

Beitrag von Mahlekolben » Mo 23. Okt 2017, 23:22

Jau - der Luftvorrat!

Zur Anzeige dessen hatten wir in den "alten Emmas" und meinen heißgeliebten SLT einen Pinn vor dem Lenkrad, der sich um so weiter nach oben reckte, je leerer die Kessel wurden.

Also eigentlich reziprok proportional zum üblich Bekannten: Je voller der Kessel, desto...

Ach, waren das Zeiten!
Viele Grüße

Michael

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