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Sandkater
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Re: Limp Home

Beitrag von Sandkater » Sa 31. Jan 2015, 21:46

cguenther hat geschrieben:
jaga-anderl hat geschrieben:Also das mit der Mitteldifferentialsperre und dem dadurch stattfindenden Frontantrieb ist schon eine super Idee, da muss man erst mal draufkommen... :idea:
... ich glaube da kommt man dann recht schnell 'drauf... :roll:

LG
Carsten
Aber nur, wenn ich Kreis 4 genügend Druck ist. Nach dem Rangieren beim Ausparken kann der schon mal fehlen .....
Nur wenn die Kontrolleuchte brennt geht es vorwärts.

Ich habe die Welle zuerst hinten gelöst und dann mit dem Gurt hochgebunden soweit möglich.
Dann vorn einen Gurt spannen und die vorderen Flanschschrauben lösen. Anschließend den Lagerbock abschrauben und alles zur Seite binden. Flanschschrauben entfernen allein reicht nicht, da man den vorderen Wellenteil nicht zusammen schieben kann.
Wenn man das Ding erst mal auf dem Boden liegen hat wird es ziemlich anspruchsvoll bis unmöglich mit dem Hochbinden.
jaga-anderl hat geschrieben:vielen Dank, alles klar. Nun hat man im vorbezeichneten Fall sozusagen aus Transportgründen die Welle hochgebunden? Weil man hätte sie ja auch auf die Pritsche werfen oder ins Führerhaus verbringen können. Das ist sozusagen der Knoten bei mir im Hirn Warum hochbinden, wenn eh alles gelöst ist an Schrauben.
Die Welle ist zusammen geschoben rund 190cm lang. Sie hat bei 40 cm zwei Kreuzgelenke, an denen sie beim Anheben einknickt und ist sack schwer. Die wirft man nicht mal eben ins Fahrerhaus oder noch schlimmer auf eine 1,60 mtr hohe Pritsche. Dort steht auch noch mein Shelter im Weg rum.

Morgen baue ich die neue Welle ein. Sie wurde bei Elbe in Bietigheim komplett aus Neuteilen aufgebaut und ist im System hinterlegt. Wer will kann sich dort gerne eine bestellen.
Kontakt per PN.

Gruß
Peter
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scoobydoo
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Beitrag von scoobydoo » Sa 31. Jan 2015, 22:27

Und was hat sie dich gekostet?

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jaga-anderl
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Re: Limp Home

Beitrag von jaga-anderl » Mo 2. Feb 2015, 10:09

Hey Peter,

vielen Dank für die Informationen, jetzt bin ich verständnistechnisch im Bilde, kriegst 'ne PN ;)

Lieben Gruß,


Anderl

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jaga-anderl
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Beitrag von jaga-anderl » Mo 2. Feb 2015, 12:18

Hmmm... die hängt immer noch im Postausgang...

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Sandkater
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Re: Limp Home

Beitrag von Sandkater » Mo 2. Feb 2015, 20:55

jaga-anderl hat geschrieben:Hmmm... die hängt immer noch im Postausgang...
Ruhig Brauner. ;)
Ich bin noch altmodisch ohne Wischwaschdingsbums unterwegs und lese pro Tag nur einmal meine Mails. Erst wenn ich die PN gelesen habe verschwindet sie aus deinem Ausgang.

Ich habe die alte Welle selber hin gebracht und die neue abgeholt, weil es nur 20km sind.
Die Leute sind hilfsbereit und haben beim Ab- und Aufladen auf den Toyo geholfen.
Ein Techniker kam bei der Abgabe dazu und hat den notwendigen Durchmesser abhängig von Drehmoment, Drehzahl und Länge nach gerechnet.

Seit gestern Abend hängt die Welle drin.

Hier schwebt sie am Kettenzug hängend ein:
kardanwelle_13.JPG
Einbau ist verblüffend einfach, ich habe hinten angefangen.
Die Welle aufstecken, alle Muttern etwas drauf drehen, und weiter anschieben. Wenn man die Bolzen etwas ölt geht das mit Hand einfach bis zur Sicherung. Ein paar Muttern komplett anziehen und dann die nächsten einsetzen scheitert, der Platz an der Gabel reicht dann nicht aus um eine Mutter aufzudrehen. Beim Ausbau war ich auch schon darüber gestolpert. Die Zentrierung erfolgt über den Bund rund um die Mutter des Differentialflansches, die Schrauben drücken nur alles zusammen.
kardanwelle_14.JPG
Vorn hochheben und von einer hilfsbereiten Dame die 12er Schrauben einstecken lassen.
Anziehen mit 140 Nm und gut ist. Wenn man die Löcher waagerecht ausgerichtet hatte passt ein Drehmomentschlüssel ohne Weiterdrehen der Welle an alle Muttern.
kardanwelle_19.JPG
Das endgültige Anziehen hinten ist eine Kugelfuhr, wenn man die Karre am Boden lässt.
Hier das Werkzeug: ein Manoskop 730 in 100 bis 400 Nm. Genauso lang, dass er am linken Längslenker nicht vorbei passt.
kardanwelle_24.JPG
Vorn mit 19er Ring, hinten mit 24er Gabeleinsatz
kardanwelle_25.JPG
Rechts macht keinen Sinn, keiner kann 300Nm nach oben drücken unter dem Auto. Heute habe ich Muskelkater von den Klimmzügen unter dem Auto.
Daher habe ich den KAT mit Pressluft vom Kompressor versorgt und Jeannette hat immer in der richtigen Stellung die Bremse angezogen. Man kann mit einem Schlüssel an den Schrauben das Fahrzeug vorwärts fahren. Oder ein Hinterrad anheben wie mir im Nachhinein eingefallen ist. :oops:
So sitzt alles schön.
kardanwelle_22.JPG
Unterschied zur Originalwelle: man kommt an 4 der 8 Mutter im Bereich der Gabel nur mit Gabelschlüsseln weiter. Ich habe die Frage gestellt ob es einen anderen Flansch mit mehr Platz gibt, die Antwort steht noch aus.

Platz im Vergleich zum Öltank:
kardanwelle_21.JPG
Testfahrt steht noch aus, die Wuchtgewichte sind kleiner als an der Originalwelle.


Peter
Zuletzt geändert von Sandkater am Mo 2. Feb 2015, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Sandkater » Mo 2. Feb 2015, 21:36

scoobydoo hat geschrieben:Und was hat sie dich gekostet?
700 € plus Steuern.
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Beitrag von jaga-anderl » Mo 2. Feb 2015, 22:10

Lieber Peter,

ganz toller Bericht, Gratulation, ich stehe mit der Firma in Kontakt und bin voll freudiger Erwartung einer Antwort --> PN

Ebenso erwarten wir hier natürlich Deinen Bericht der "Jungfernfahrt" mit der neuen Welle. Ist doch toll: Nie wieder Zwischenlager, welches kaputt gehen kann (und kaputt geht!)

Vielen Dank, bis bald,


Anderl

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Beitrag von jaga-anderl » Mo 2. Feb 2015, 22:25

Tach,

einen Gedankenfehler zu meiner bescheuerten Frage nach dem vermeintlichen Freilauf möchte ich nun doch noch kommentieren. Der Freilauf hätte fatale Auswirkungen, benötigt man den Allrad und die Diffentialsperren doch vornehmlich bei der Bergabfahrt. Ich kann mich noch erinnern, als ich bei einem 100%-Abstieg mal vergessen hatte, die Sperren zu aktivieren, huiuiui, da geht's aber dahin.

Also sorry für den Knoten im Hirn und die dämliche Frage.

Lieben Gruß,


Anderl

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Beitrag von jaga-anderl » Di 3. Feb 2015, 11:52

Eine Frage noch: die Welle ist schon in sich verschiebbar, oder? Immerhin muss sie ja Bewegungen der Achse ausgleichen und auf die Längenänderung reagieren...

Lieben Gruß,


Anderl

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Beitrag von cguenther » Di 3. Feb 2015, 11:59


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Beitrag von jaga-anderl » Di 3. Feb 2015, 12:03

Hi Carsten,

vielen Dank, ich weiß prinzipiell schon, wie das Ding funktioniert, ich wollte nur wissen, ob DIESE spezielle Welle von Elbe diese Eigenschaft besitzt, auf den Photos kann man das nicht erkennen :)

Danke für den Link, eine Lektüre kann nicht schaden :-)

Lieben Gruß,


Anderl

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Beitrag von Powerkat » Di 3. Feb 2015, 16:16

Moin...
Name klar, auf den Fotos sieht man das ganz gut, wo sie an den Gurten hängt und wo sie am Getriebe an geschraubt ist...ohne Gänge es auch auf gar keinen Fall...
Marcel
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Beitrag von jaga-anderl » Di 3. Feb 2015, 20:12

Hi Marcel,

alles klar, danke, ich dachte, man müsse die Verzahnung sehen, aber vielleicht ist diese ja inwendig.

Lieben Gruß.


Anderl

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Beitrag von Sandkater » Di 3. Feb 2015, 21:18

Die Verzahnung ist innen. Aussen ist die Welle rund und mit einem Dichtring gegen Schmutz geschützt. Eine offene Verzahnung würde unter diesen Umständen zu schnell verschleissen.
kardanwelle_20.JPG
Hier sieht man es deutlich: der Bereich ohne Farbe ist der Weg, den die Welle beim Einfedern noch nachgeben kann. Bei vollem Auszug vom 110mm kann noch das volle Drehmoment übertragen werden, raus plumpst sie dann aber noch nicht.
Das sind rund 30cm nach unten aus der aktuellen Stellung. Das habe ich beim Ausmessen der Welle mal in der Werkstatt auf dem Fussboden ausprobiert.
Irgendwo im Forum habe ich mal gelesen, der KAT hätte 30cm Federweg. Also alles im grünen Bereich.

Peter
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Beitrag von jaga-anderl » Sa 7. Feb 2015, 10:16

Moin moin,

also ich stehe nun auch noch mit der Firma GKN in Dachau in Kontakt, die sind bei mir hier gleich um's Eck, mals sehen, was die sagen.

Lieben Gruß,


Anderl

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Beitrag von jaga-anderl » Mo 23. Feb 2015, 11:31

Hallo Gemeinde,

so,ich hab' nun auch mal angefangen. Beim Ausbauen ist mir etwas aufgefallen, daher eine Frage an Sandkater: nach Lösen der Kardanwelle vom Hinterachsdifferential bekommt man die Schrauben ja nicht raus, man müsste den Differentialflansch abbauen dazu, weil die ja darin verbleiben. Was hast Du mit denen gemacht, als Du mit Frontantrieb nach Hause gefahren bist? Hülsen und Muttern drauf? Oder einfach so gelassen?

Lieben Gruß,


Anderl
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Beitrag von supi532 » Mo 23. Feb 2015, 11:57

wäre es nicht möglich, den kat leicht rollen zu lassen, damit die Schrauben in die Position kommen, wo die anderen auch rausgingen??? So war es bei meinem.

LG

Jörg
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Beitrag von jaga-anderl » Mo 23. Feb 2015, 13:00

Hi,

jaja, schon klar, ich hab ja, wie man sieht (Welle im Kofferraum), das Ding abgebaut bekommen. Es geht mir um die Schrauben (nicht Muttern), die dann am Flansch des Hinterachsdifferentials verbleiben nach Ausbau der Gelenkwelle.

Ich mach mal ein Bild.

Lieben Gruß,


Anderl

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Beitrag von jaga-anderl » Mo 23. Feb 2015, 13:03

...bzw. auf dem Bild von Sandkater sieht man das recht schön, auf der rechten Seite die Schrauben am Flansch des Diffs:

download/file.php?id=4050&t=1

LG,


Anderl

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Beitrag von supi532 » Mo 23. Feb 2015, 13:17

Das ist mir schon klar.
Du hast doch die anderen Schrauben auch raus bekommen. An dieser Position, wo die rausgingen, gingen doch auch die restlichen Schrauben raus. => Kat leicht rollen lassen, der Flansch dreht mit, dann können auch die letzten Schrauben raus.
Oder hab ich jetzt einen Denkfehler?! :roll:

Jörg
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Beitrag von jaga-anderl » Mo 23. Feb 2015, 15:02

Servus Jörg,

ich glaub ICH habe den Denkfehler. Ich war gerade nochmal draußen und habe mir den Hinterachsdifferentialflansch angesehen. Der hat da so eine Abflachung. Sieht so aus, als müsse man das Auto bewegen, oder halt ein Rad, damit man die Schrauben mit der Abflachung in Gegenüberstellung bringt und dann kann man sie - Stück für Stück - rausnehmen.

Lieben Gruß,


Anderl
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Beitrag von supi532 » Mo 23. Feb 2015, 17:29

;) so hatte ich es gemeint!!

LG

Jörg
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Beitrag von jaga-anderl » Mo 23. Feb 2015, 17:40

Tschakka! :D :idea:

LG,


Anderl

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Re: Limp Home

Beitrag von jaga-anderl » Mo 23. Feb 2015, 18:04

Also:

nicht nur das Zwischenlager ist im Eimer sondern auch das Schiebestück der alten Kardanwelle, da rührte sich nichts mehr, alles fest und total verrostet, sodass ich nun alles wegschmeiße und soeben bei Elbe die Welle von Sandkater bestellt habe. Mein LKW-Meister meint, es könne sein, dass dadurch das Zwischenlager flöten gegangen ist als Folgeschaden, weil ja das Ding nun auch sehr stark axial statt lediglich radial belastet wurde, wofür es nicht ausgelegt war.

Lieben Gruß,


Anderl

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Re: Limp Home

Beitrag von Powerkat » Mo 23. Feb 2015, 21:57

Moin...
vor allem leiden darunter die Lager in Verteilergetriebe und Achse...

Marcel
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