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Sandkater
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Beitrag von Sandkater » Sa 20. Dez 2014, 01:11

Guten Tag

eigentlich wollten wir morgen auf die Fähre nach Tunis fahren.

Fällt leider aus.
Kurz vor dem Gotthard Tunnel kamen ein paar Vibrationen, die je nach Geschwindigkeit wenig bis heftig waren. Ein erster Test südlich des Tunnels: alles normal. Achsen, Getriebe, Aussenplaneten und sonstige Teile alles normal warm, keine Undichtigkeit zu sehen. Nur die Finger waren mekrwürdig schwarz nach dem Befühlen.
Beim Losfahren ziemlich genau bei 60km/h ging es wieder los, leicht über 80 war dann Ruhe. Dazu noch ein paar Mahlgeräusche wie von einem defekten Achslager.

In Bellinzona Nord in Ruhe gegessen, Radmuttern nachgezogen und Reifendruck kontrolliert. Bei Lugano wurde es so laut das wir einen Stopp eingelegt haben. Dann kam es ans Licht der LED Lampe:
kardanwelle_01.jpg
Bei den ersten Checks war noch nichts zu sehen, auch keine Wärme fühlbar.
Anruf bei Marcel. Leider kein 4x4 in der Nähe dann man kurzerhand plündern könnte. Aber der Tipp: hochbinden um heimzufahren. So geht es nicht weiter.
Und auf die Schiebestücke achten, damit sich die Welle nicht zerlegt.

Und los gings, allerdings sind M16 Feingewinde mit viel Farbe nicht einfach zu lösen. Aber zu zweit, mit einem langen Rohr geht es dann doch. Immer nur die Schrauben, die links zugänglich sind und dann ein paar Zentimeter vorfahren.
kardanwelle_02.jpg
Irgendwann war sie draussen, die Schrauben jedoch nicht. Der Schaft verhindert ein Festziehen, damit sich die Köpfe nicht ins Gehäuse einarbeiten. 16er U-Scheiben in rauen Mengen gehören nicht zum Fundus, ein paar Kabelbinder als Distanzsstücke reichen aus.
kardanwelle_03.jpg
Vorn noch den Lagerbock ausbauen und alles hoch binden.
kardanwelle_05.jpg
Dann noch einen Gurt durch den hinteren Teil spannen um die Welle zusammen zu halten.
Jetzt geht es heim mit Mittelsperre und Frontantrieb, bis Bellinzona Süd hat es vor dem Nachtfahrverbot noch gereicht.
Daheim wird eine neue einteilige Welle geordert, was nicht das ist kann nicht kaputt gehen. Mal sehen was Elbe dafür aufruft.
Ich werde berichten..
Evtl. können wir die Fähre noch umbuchen auf Ostern, mal sehen.
Und gut: es ist hier passiert. Mitten im Sand wäre es echt bitter geworden.

Peter
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Zentralgestirn
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Re: Limp Home

Beitrag von Zentralgestirn » Sa 20. Dez 2014, 01:42

Hallo Peter,

das tut mir sehr leid für dich. Du hast so hart gearbeitet und den Shelter so schön so schnell ausgebaut und dann das.
Egal wie, ich drücke dir die Daumen das es gut und schnell geht mit der Reparatur.

Grüße Sebastian

Hutsepp
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Re: Limp Home

Beitrag von Hutsepp » Sa 20. Dez 2014, 02:12

Servuz Peter,

:( das tut mir echt leid für euch..... kommt wieder gut nach Hause....
Und dann auf ein neues ....

Gruss Nils

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katlaw50
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Re: Limp Home

Beitrag von katlaw50 » Sa 20. Dez 2014, 02:58

Hallo Peter,

so ein Mist! :evil: Auch mir tut das sehr leid für Dich / Euch, nachdem Du mit dem Ausbau des Shelters ja noch einmal richtig Gas gegeben hattest! :cry:

Auch ich drücke Euch fest die Daumen, dass Ihr (so) gut (wie möglich) nach Hause zurück kommt!

Bemerkenswert ist, wie Du trotz aller Enttäuschung mit einer solchen (fatalen) Situation umgehst!

Und auch hier wieder: wenn wir "Dr." Kley nicht hätten!!!!

Alles Gute Euch!

Gruß

Wolfgang

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tdichris
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Re: Limp Home

Beitrag von tdichris » Sa 20. Dez 2014, 08:50

Hallo Peter,
wenn ich das richtig verstehe, ist das Kardanwellenmittellager defekt.
Das hatte ich auch schon, da gibt es ein neues Lager, zwei neue Wellendichtringe und weiter gehts.
Ich habe damals das Lager ausgebaut, die Teile bestellt und in meiner LKW-Werkstatt ersetzen lassen.

Ärgerlich nur, weil es auf der Urlaubsfahrt passiert ist. :( :(

PS: Da sieht man wieder mal, wozu der Allradantrieb gut ist. 8-) 8-)
Mit nem 4x2 hättest du nicht mehr nach Hause fahren können. ;) ;)
Grüße
Christian

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Speed5
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Re: Limp Home

Beitrag von Speed5 » Sa 20. Dez 2014, 17:35

Moin,
Jepp das tut weh, fast genau vor einem Jahr hat es uns erwischt, auch Bei uns war eine Fahrt nach Tunesien geplant.

Ich weiß also wie du dich fühlst! Aber, ein Kat ist gutmütig er geht nur kaputt wenn man es noch irgendwie nach Hause schafft, oder wie bei mir direkt vor der Halle!

Das Zwischenlager beäuge ich auch immer misstrauisch....


Gruß Michael
Der Tod hing die Sense an den Nagel und stieg auf den Mähdrescher, denn es war Krieg.

Ich liebe es, wenn der Wahnsinn die Kontrolle übernimmt und lachend an der Vernunft vorbei rauscht. Huuuiiiiiiiiiiiiii


http://www.dickschiff-treffen.de/

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Sandkater
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Re: Limp Home

Beitrag von Sandkater » Sa 20. Dez 2014, 19:03

danke für die Anteilnahme.

Wir sind wieder sicher daheim.

Gut, wenn man noch eine zweite Achse in Reserve hat.

Das wichtigste Teil in so einer Situation: Mittelsperre.
Nur wenn diese Lampe leuchtet geht es noch voran:
kardanwelle_08.jpg
Damit ist für mich ein garantierter Kontrollpunkt dazu gekommen: tut das Ding?

Ansonsten bei einer Pause heute die Lage gecheckt:
kardanwelle_06.jpg
alles noch da wo es hin gehört, incl. der Sicherung gegen Auseinanderrutschen.
kardanwelle_07.jpg
Die für uns nächste passende Fähre geht am 24.12, die werden wir nehmen und unsere Freunde in Douz wieder treffen. Allerdings mit dem Toyota Landcruiser, die Welle wird definitiv umgebaut auf einteilig. Das Zwischenlager fliegt raus.
Marcel meinte, ich wäre in diesem jahr der vierte dem das passiert.

Bitter insofern, als wir vor einiger Zeit die Welle beim Tausch der Getriebedichtungen schon halb ausgebaut hatten und es damit ein Klacks gewesen wäre.
Jeder, der mit einem 4x4 reisen möchte würde ich diesen Schritt empfehlen.

Auch wenn das Lager gut aussieht, richtig ausgerichtet ist:
Der Urlaub erhält einen Dämpfer sobald
- der Schaltknüppel 3 cm nach vorn und hinten vibriert
- mahlende Geräusche zu hören sind
- es scheinbar nur geschwindigkeitsabhängig auftritt

Was braucht man:
2 Stück 24er Schlüssel in Ring und Gabel
2 Stück 19er Schlüssel in Ring und Gabel
2 mtr langes Rohr das darüber passt
Kabelbinder
Hammer
Durchschlag oder Schraubendreher
Mindestens 3 Spanngurte

Zeitbedarf zwei Stunden incl. Eigenreinigung.

Wir haben nahe der Anschlussstelle von Lugano gegenüber einer Tankstelle neben der Eisenbahn gestanden und bei gefühlten 2° das Ding ausgebaut.
Hinterher habe ich etwa 15 Minuten gebraucht im Waschraum der Tanke um das Fett überall von Armen, Gesicht und Hals herunter zu bekommen. Die Haare habe ich später beim Marche dreimal gewaschen bis nichts Schwarzes mehr kam.

Man sieht einfach "aus wie Sau". Und das ist auch nicht so angenehm ohne richtige Möglichkeiten sich zu reinigen.

Peter
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Zentralgestirn
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Re: Limp Home

Beitrag von Zentralgestirn » Sa 20. Dez 2014, 19:27

Hallo Peter,

magst du mich bitte auf dem laufenden halten, was so eine Welle kostet.

Gegen Dreck beim arbeiten kann ich nur wärmstens einweg papieranzüge in wasserfest empfehlen. Habe ich in jedem auto von mir liegen.

Dann noch viel Spaß im Urlaub und Hals und Beinbruch ;)

Grüße Sebastian

uuu
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Beitrag von uuu » Sa 20. Dez 2014, 20:40

Hallo Peter,

auch mein Bedauern.

Aber dennoch die Frage:

Warum nicht reparieren?
Die Ersatzteile sollen wohl nicht das Problem darstellen oder hat
es die Welle oder das Gehäuse in Mitleidenschaft gezogen ?

Gruß
Ulrich

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Sahara
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Beitrag von Sahara » Sa 20. Dez 2014, 21:29

Hallo Ulrich, lange nichts gehört - wie geht es Euch ? Die Mittellager sind eine Schwachstelle, ich baue die jetzt eigentlich alle aus. Die Tschechen machen die Wellen recht preiswert. Wenn Du umbauen willst - das empfehle ich Euch wirklich, sag Bescheid. Ich habe die Wellen da, für den Sauger als auch für den Turbo.
Grüße Achim

Hutsepp
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Re: Limp Home

Beitrag von Hutsepp » Sa 20. Dez 2014, 21:36

Servuz ,

kann mir mal einer den "Sinn" dieses Lager´s erklären, wen man es durch eine andere Gelenkwelle einfach weglassen kann ?
Warum dann dieser Mehraufwand ? Mehr Boden Freiheit ?
Wen es das Lager so oft zerlegt wird ihm wohl zu wenig Beachtung geschenkt oder sehe ich das falsch ?
Daher für mich die Frage Lager ganz raus oder erneuern ?
Na ja bin heute auch mit dem T5 "gestrandet" Antriebswelle defekt.... :evil: es ist wohl nicht das Lager/Wellen Wochende...

Gruss Nils

AndreasE
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Re: Limp Home

Beitrag von AndreasE » So 21. Dez 2014, 02:12

Hallo Peter,
das ist aber ein großes Pech, daß das Timing sich gerade die Urlaubsfahrt zu diesem Malheur ausgedacht hat. Hätte doch wohl schon vor einer oder zwei Wochen passieren können, dann wäre es ruck-zuck erledigt gewesen und Ruhe wär gewesen.

Auch wenn der usprüngliche Plan nicht mehr umsetzbar ist, wünsche ich euch mit dem Landy einen zwar verkürzten aber schönen Urlaub, sowie noche eine gute und sichere Fahrt.

Liebe Grüße,
Andy

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Sandkater
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Re: Limp Home

Beitrag von Sandkater » So 21. Dez 2014, 16:58

Ich habe nochmals nachgeschaut, ob wir mit einer quick+dirty Reparatur (also nur das Lager tauschen) doch mit dem Kater in den Sand können. In Heilbronn gibt es einen gut sortierten Kugellagerhändler, der mir bisher ziemlich alles liefern konnte.

Wahrscheinlich nicht: die Dichtfläche für den vorderen Wellendichtring hat ziemlich gelitten, damit ist der nächste Ausfall vorprogrammiert.
kardanwelle_09.jpg
Das bedeutet: die kurze Welle mit tauschen.
Zusammen mit den Erfahrungen von Marcel und Achim bedeutet es: raus damit und dann ist endgültig Ruhe.

Wie sagte Nils so schön: Ein Kat meldet sich immer rechtzeitg bevor es wirklich schlimm wird.

Ich hatte bisher die Vermutung, die kurze Welle samt Lagerbock wäre vorgesehen gewesen um vorn und hinten die gleichen Wellen einzubauen.
Die hintere hat rund 1,50 mtr Länge eingeschoben, die vordere in eingebautem Zustand rund 1,60mtr und nur 9 cm verbleibende Einschublänge.
Die Gründe, die für die kurze Welle sprechen, werden uns wohl auf immer verborgen bleiben.

Peter
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AndreasE
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Re: Limp Home

Beitrag von AndreasE » So 21. Dez 2014, 18:09

Sandkater hat geschrieben:Die Gründe, die für die kurze Welle sprechen, werden uns wohl auf immer verborgen bleiben.
Auch wenn dir das beim jetztigen Problem nicht hilft:
Ist vermutlich wegen der Verbesserung des Rampenwinkels drinnen und um die Gelenkwelle beim Rutschen über Kanten besser zu schützen.
Der 4x4 hat ja 4500mm Radstand, der 6x6 hat deren 3800mm und der 8x8 3670mm.
Für leichten Geländebetrieb und überwiegenden Straßenbetrieb ist die Konstruktion vermutlich nicht gewählt worden.

Liebe Grüße,
Andy

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Sandkater
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Beitrag von Sandkater » So 21. Dez 2014, 19:08

AndreasE hat geschrieben: Für leichten Geländebetrieb und überwiegenden Straßenbetrieb ist die Konstruktion vermutlich nicht gewählt worden.
20140413_141312 Dario.jpg
Dann suche ich mir mal schweres Gelände. Vieleicht bleibt dann alles heile. ;)

Peter
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Beitrag von tdichris » So 21. Dez 2014, 19:58

Hallo Peter,
ich an deiner Stelle würde ein neues Lager einbauen lassen, die Dichtringe bekommst du in der Regel bei MAN, der kostet nicht viel.

Dann kannst du wie geplant mit dem KAT in Urlaub fahren.
Grüße
Christian

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Beitrag von Sahara » So 21. Dez 2014, 21:45

Hallo, das Zwischenlager hat schon den Sinn die Bodenfreiheit zu erhöhen. Das bedeutet im Umkehrschluss die Bodenfreiheit wird schlechter wenn das Lager raus fliegt ! Das ist aber ein Nachteil mit dem man Leben kann. Dem Lager wird mit Sicherheit zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, am Fett hat es meistens nicht gelegen, da war keins dran. Meistens ist der Lagerkörper schlecht eingestellt, die Simmerringe haben dann keine Chance ihre Arbeit zu tun. Schmutz dringt ein, Fett fehlt. Das Lager gibt auf. Die Welle ohne das Zwischenlager ist schon recht lang. Die Erfahrung zeigt aber das es geht, auch im Gelände. Grüße Achim

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Beitrag von Powerkat » Do 15. Jan 2015, 18:33

Moin..
Ich kann Achim hier nur bestätigen, das Lager (es hat ja nur der 4x4 ) ist eine echte Schwachstelle..in meinem habe ich es 3 mal inst. ges. letztes Jahr flog es raus- durchgehende Welle ! das Lager selber ist nicht das Problem, es ist ein recht massives Pendellager was eigentlich sorgenfrei wäre, aber das Abdichtprinzip ist ein Konstruktionsfehler ! die eingebauten Wellendichtringe können div. Wellenversatz im Betrieb garnicht standhalten , eindringendes Wasser und Sand gelangen in das Ungeschützte Lager und das Problem geht seinen Lauf...der Verlust an Bodenfreiheit ist absolut zu vernachlässigen, wir reden hier in einem Bereich von rund 40 cm. uber den Verlust von rund 2 cm. davor und danach bleibt eh alles gleich...ich habe in meiner Kundschafft bereits mehrere die diese durchgehende Welle bereits seit ca. 7 Jahren problemlos fahren incl. Bresslau und Sahara...nie Probleme...

Marcel
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Beitrag von Atzimuth » Do 15. Jan 2015, 19:42

Hallo miteinander,
mit was muss man den rechnen bei so einer Tauschaktion?
Und wenn, bauen die aus der alten eine neue und brauchen nur die Längenmaße von Welle und Schiebestück?
Grüße Erik

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Beitrag von Powerkat » Do 15. Jan 2015, 21:29

das kommt auf die Gegebenheiten an: entscheident ist wie gut dein Schiebestück der Welle ist, das ist eigentlich das kostbarste, wenn das verwendbar ist bringt man alles hin und sie bauen aus den komponenten eine neue denn der Verzahnte Flansch ist sehr selten und teuer,aber von den Altteilen verwendbar, sie machen 2 neue Kreuzgelenke rein, übernehmen den Verzahnten Flansch , und schweißen ein Rohr mit der neuen Länge ein und wuchten sie .
grob kann man sagen das die Welle im Bereich von 600,- - 900,- € liegt...
Machen tun solche Arbeiten Ausschließlich professionelle Gelenkwellenbauer wie Elbe, GKN , Walterscheid etc. ich mache es immer über GKN, das Problem ist der Klingenberg-Verzahnungs-Flansch, der ist recht selten und nicht jeder Gelenkwellenbauer hat den Wuchtflansch dafür ...

Marcel
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Re: Limp Home

Beitrag von Atzimuth » Do 15. Jan 2015, 21:43

Super danke Marcel.
GKN ist bei mir in der Nähe, da weiß ich wenigstens mal was ich für die Zukunftsliste mal einplane.

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Re: Limp Home

Beitrag von jaga-anderl » Fr 30. Jan 2015, 12:38

Hallo zusammen,

nachdem bei mir das Ding auch daherkommen wird, eine Frage zum Behelf und dem Hochbinden der Kardanwelle zur Hinterachse samt Zwischenlager: Hattest Du die Welle vom Hinterachsdifferential auch gelöst? Weil selbst wenn die Hinterachse nur mit läuft, würde sie doch die daran befindliche Welle auch mitdrehen? Oder gibt es da einen Freilauf?

Vielen Dank, lieben Gruß,


Anderl

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Re: Limp Home

Beitrag von imodra » Fr 30. Jan 2015, 12:54

jaga-anderl hat geschrieben:Hallo zusammen,

nachdem bei mir das Ding auch daherkommen wird, eine Frage zum Behelf und dem Hochbinden der Kardanwelle zur Hinterachse samt Zwischenlager: Hattest Du die Welle vom Hinterachsdifferential auch gelöst? Weil selbst wenn die Hinterachse nur mit läuft, würde sie doch die daran befindliche Welle auch mitdrehen? ...

Moinsen Anderl,

es gibt dort keinen Freilauf. Du musst die Kardanwelle am HA-Differenzial lösen und hochbinden. Die Welle vom Verteilergetriebe zum Zwischenlager muss komplett raus oder am Verteilergetriebe gelöst und eben falls hoch gebunden werden. Um dann noch fahren zu könne wird das Mitteldifferenzial/ Verteilergetrieb gesperrt, so dass nur die Vorderachse angetrieben wird.

LG Thomas
LG Thomas ;)

Klar ist das völlig sinnfrei, aber es macht einen Heidenspaß. :D

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Re: Limp Home

Beitrag von jaga-anderl » Fr 30. Jan 2015, 12:59

Hi Thomas,

vielen Dank, alles klar. Nun hat man im vorbezeichneten Fall sozusagen aus Transportgründen die Welle hochgebunden? Weil man hätte sie ja auch auf die Pritsche werfen oder ins Führerhaus verbringen können. Das ist sozusagen der Knoten bei mir im Hirn ;) Warum hochbinden, wenn eh alles gelöst ist an Schrauben.

Also das mit der Mitteldifferentialsperre und dem dadurch stattfindenden Frontantrieb ist schon eine super Idee, da muss man erst mal draufkommen... :idea:

Lieben Gruß,


Anderl

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Re: Limp Home

Beitrag von cguenther » Fr 30. Jan 2015, 13:04

jaga-anderl hat geschrieben:Also das mit der Mitteldifferentialsperre und dem dadurch stattfindenden Frontantrieb ist schon eine super Idee, da muss man erst mal draufkommen... :idea:
... ich glaube da kommt man dann recht schnell 'drauf... :roll:

LG
Carsten

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