Häufig gestellte Fragen

alle Tips und Fragen, die bei der Neuanschaffung eines KAT anfallen

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D-Platoon
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Häufig gestellte Fragen

Beitrag von D-Platoon » Do 11. Mai 2017, 22:52

Hallo zusammen,

aktuell bin ich auch dran, mir einen KAT anzuschaffen. Da tun sich natürlich dann viele Fragen auf. Wie an anderer Stelle schon erwähnt, versuche ich diese gerade alle zu beantworten und möchte meine Erkenntnisse auch anderen Neulingen mitteilen. Deshalb habe ich sie in einer Art F.A.Q. (frequently asked questions - häufig gestellte Fragen) zusammengefasst. Elegant wäre dies, in nem Wiki festzuhalten, aber so wie ich gesehen habe, existiert dieses nicht mehr, deswegen gibt es nun hier den Thread...
Ich habe nun mal eine Menge Fragen zusammengestellt und versucht diese zu beantworten. Diese stelle ich nun unter drei Kategorieen hier an: "gesicherte Infos", "gefährliches Halbwissen", "offene Fragen". Diskutiert werden kann in dem Thread, ich habe dann vor, die Fragen von Zeit zu Zeit hier in diesem Beitrag zu aktualisieren.


1.) Gesicherte Infos:
  1. Was kostet ein KAT steuern?
    A: Das ist abhängig von der Art der Zulassung. Mit einem H-Kennzeichen sind dies pauschal €191,73 - egal ob PKW, Traktor, LKW, Zwei-, Drei- oder Vierachser. Im Falle einer „normalen“ Zulassung wird nach Gewicht und Abgasnorm besteuert. Den fälligen Betrag kann man z.B. unter https://www.kfz-steuercheck.de/kfz-steu ... kw-steuer/ online berechnen. Bei einem KAT1 4x4 mit 15,3t zulässigem Gesamtgewicht und keiner Abgasnorm sind das satte €1552,- im Jahr! (Stand Mai 2017)
  2. Kann ich meinen KAT mit einer H-Nummer zulassen?
    A: Wenn der Tag der Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt, dann prinzipiell ja. Es ist dazu dann noch ein Oldtimer-Gutachten vom TÜV notwendig. Dieser prüft dann, ob das Fahrzeug weitgehend originalgetreu und in einem „erhaltungswürdigen Zustand“ (also kein vergammelter Schrotthaufen) ist. Zusammen mit der Haupt- und Abgasuntersuchung (HU & AU) und einem Vollgutachten schlägt alles zusammen mit ca. €300 zu Buche.
  3. Kann ich meinen KAT mit H-Nummer und gleichzeitig als Wohnmobil zulassen?
    A: Generell ja. ABER: Der WoMo-Aufbau muss dann auch zeitgenössisch sein. Wer also einen hochmodernen Aufbau auf den Rahmen seines 40 Jahre alten KAT schraubt, wird schlechte Karten haben.
  4. 1.4 Hab ich ein Sonntagsfahrverbot?
    A: Ist der KAT als WoMo zugelassen, dann nicht. Des Weiteren soll im Laufe des Jahres 2017 ein Gesetz verabschiedet werden, wodurch das private Nutzen des KAT ebenfalls vom Sonntagsfahrverbot befreit ist. Im gewerblichen Verkehr besteht es natürlich nach wie vor.
  5. Wie oft muss ich mit meinem KAT zum TÜV?
    A: Im Grunde steht der KAT alle 6 Monate bei der Prüfstelle auf dem Hof. Alle 12 Monate ist HU und AU angesagt (Kostenpunkt ca. €170,-). Immer 6 Monate nach der letzten HU ist dann die Sonderprüfung (SP) fällig (Kostenpunkt ca. €100,-). Es ist ratsam, die SP nicht zu überziehen, da sonst direkt wieder eine HU fällig wird. Bei einer Zulassung als WoMo entfällt die SP.
  6. Darf ich die Tarnbeleuchtung behalten?
    A: Nein, das ist laut TÜV eine unzulässige Beleuchtungseinrichtung und muss entfernt werden. Der Schalter im Armaturenbrett darf natürlich bleiben. Vereinzelt sind aber auch schon zivile KAT mit Tarnbeleuchtung gesichtet worden. Es kommt eben auf den Prüfer an.
  7. Darf ich die NATO-Anhängekupplung behalten?
    A: Diese ist ebenfalls für die zivile Nutzung nicht zugelassen. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Wenn der Prüfer ein Auge zudrückt, hat man Glück gehabt.
  8. Muss ich mit meinem KAT Autobahnmaut bezahlen?
    A: Grundsätzlich gilt in Deutschland seit 01.10.2015 für alle Kraftfahrzeuge über 7,5t zulässigem Gesamtgewicht eine Mautpflicht. Diese wird wie die KFZ-Steuer anhand der Emissionsklasse berechnet. Da unsere KAT natürlich noch keine Schadstoffklassen haben, schneiden sie recht schlecht ab. Für den 4x4 sind 16,4ct, für den 6x6 19,6ct und für den 8x8 20ct pro gefahrenen Autobahnkilometer fällig. (Stand Mai 2017)
    Hat man eine H-Zulassung, wird man davon komplett befreit. Eine Registrierung bei Toll Collect ist laut einer freundlichen Telefondame nicht notwendig.
  9. Kann ich an meinem KAT eine Winde nachrüsten?
    A: Prinzipiell ja, aber die Kosten sind nicht Ohne. Mit €5.000,- muss gerechnet werden.
  10. Darf ich mit meinem KAT in eine Umweltzone fahren?
    A: Unter normalen Umständen nicht, da die erforderlichen Schadstoffklassen nicht erreicht werden. Hat man das Fahrzeug jedoch als H angemeldet, ist man von dieser Regelung befreit und darf ohne Probleme einfahren.
  11. Welchen Vorteil bietet eine Zulassung als Wohnmobil?
    A: Vorteile: Generelle Befreiung von Sonn- und Feiertags Fahrverbot so wie von der Ferienreiseverordnung, Günstigere Tarife im Ausland in Sachen Maut (z.B. M10 UK)/ Tunnel(Mt Blance Fr-I) / Brückengebühren (z.B. Öresund DK-S) & Fähren, Befreiung von Einbaupflicht eines EG-Kontrollgerät / Fahrtenschreibern
    Nachteile: Vergünstigte Steuer und Versicherung fallen weg, wenn das " H " nicht mehr eingetragen wird. (Es gibt öfters Probleme mit WoMo und H. Es hat aber auch schon oft funktioniert).
  12. Kann ich meinen KAT auf 16“ Räder umrüsten? Und warum sollte ich das tun?
    A: Klar kann man. Die Vorteile sind weniger Verbrauch, da Drehzahlreduktion (größerer Abrollumfang der Reifen) und optisch sieht es meist besser aus.
    Die Umrüstung kann aber etwas aufwändiger sein. Siehe folgenden Post in diesem Thread
  13. Bekomme ich vier Personen im Fahrerhaus unter?
    A: Es gibt es einige hier die das schon gemacht haben - also steht diesem Vorhaben nicht wirklich etwas strukturelles im Weg.
  14. Wie hoch ist der Wartungsaufwand an einem KAT?
    A: Das hängt ganz vom KAT ab den du finden kannst. Manche sind in einem Zustand, wo außer Öl und vor allem Diesel nachfüllen, kaum etwas gemacht werden muß. Der große Vorteil ist, dass alle Wartungsschritte genau dokumentiert sind und du fast alles selber machen kannst, was zur vorbeugenden Wartung zählt. Hier ein paar Unterlagen
  15. Wie finde ich einen Abstellplatz?
    A: Tja, das leidige Thema. Den Falt-KAT haben wir leider noch nicht gefunden .... Andererseits: Soooo groß ist er auch nicht. Ein Spur länger als 8m, 2.5m Breite ist auch nicht so selten im Straßenverkehr und ohne Aufbau ist er schnittige 3m hoch, mit FMII Kabine ca. 380cm. Ernsthaft betrachtet: Das Unterstellthema ist jedoch für viele ein Thema. Wohnmobilunterstellplätze könnten da eine Möglichkeit sein.
  16. Wie gefällt es dem KAT wenn er mehr steht als fährt?
    A: Das machen mit wenigen Ausnahmen wohl alle KAT - egal ob sie noch bei der BW sind oder in privaten Händen. Das Resultat hängt vorwiegend von der Unterstellart ab. Der Reihenfolge nach:
    a) Fensterlose trockene Halle
    b) Trockene Halle mit Sonnenlicht (UV)
    c) Flugdach
    d) im Freien auf Asphalt oder ähnlichen Boden
    e) im Freien im Gras
    Wenn (a) möglich ist, brauchst Du nur einsteigen und fahren, auch wenn er mal 6 Monate oder länger steht. Der Deutzmotor ist in dieser Hinsicht ein Gedicht. Keine 2-3 Sekunden Startknopf drücken und er läuft.
    Ist nur (e) möglich, würde ich vermutlich vom Kauf Abstand nehmen. Da sammelt sich viel Wasser, daß abrinnt (zBsp: Batteriekasten) und auch Kondenswasser in der Kabine. Ist der Lack und Unterbodenschutz in Ordnung hält er einige Zeit recht viel aus, aber gut tut es ihm halt nicht wirklich.
  17. Was kostet ein KAT Versicherung?
    A: Die Tarife gehen hier natürlich weit auseinander. Verschiedene Versicherungen bieten H-Versicherungen an.
    Die Allianz lag nach meinen Recherchen bei rund €115,- für die Haftpflicht bei einem Einzelfahrer. Sollen weitere Fahrer dazu kommen, liegt man bei €165,-. Die Allianz schränkt aber die Nutzung sehr eng ein. Ein Grünschnitttransport oder die Nutzung für einen Möbeltransport ist nicht möglich (es soll ältere Tarife geben, bei denen das nicht ausgeschlossen ist). Dies sagte zumindest mein Vertreter.
    Die Zurich ist zwar etwas teuerer (€185,-), es darf aber jeder über 25 Jährige das Fahrzeug bewegen und die Nutzung ist nicht so sehr eingeschränkt. Gewerblich darf man ihn aber in keinem der Fälle nutzen (dann liegt die Versicherung in ganz anderen Preislagen). Ein genauer vergleich (auf im Kleingedruckten) lohnt sich also.
  18. Mein KAT war noch nie zivil zugelassen. Was muss ich tun, um das Fahrzeug anmelden zu können?
    A: Zuerst braucht man die Stilllegungspapiere der Bundeswehr. Dann muss man mit dem KAT beim TÜV vorfahren und eine Vollabnahme machen lassen. Natürlich sind dort alle Vorschriften der StVO einzuhalten, Bremsen, Lichter etc. Müssen funktionieren. Dann sollte einer Anmeldung auf der Zulassungsstelle nichts mehr im Wege stehen.
  19. Hat ein KAT Differentialsperren?
    A: Klar hat er die! ABER es gibt Unterschiede: Der KAT1 kann das Mittel- und das hintere Querdifferential sperren. Die Vorderachse ist hingegen erst ab dem KAT1 A1 sperrbar. Es gibt beim "roten Mann" (Powerkat hier im Forum) Umrüstsätze damit auch beim KAT1 die Vorderachse sperrbar wird. Meistens wird dieser bei einer anfallenden Vorderachsüberholung gleich mit verbaut.
  20. Welche Kosten kommen jährlich auf mich zu?
    A: Reparaturen und Sprit sind natürlich von Nutzer zu Nutzer verschieden. Generell muss folgendes abgedrückt werden:
    Steuern: €191,73 bei H-Zulassung
    TÜV: €170,- HU & AU
    TÜV: €100,- SP (entfällt bei WoMo-Zulassung)
    Versicherung: ab €120,- Haftpflicht je nach Versicherung
    Summe: €583,73
  21. Hat mein KAT ein Rückfahrscheinwerfer?
    A: Nein, beim KAT1 ist kein Rückfahrlicht verbaut. Es gibt aber einen Nachrüstsatz, bei dem ein Schalter am Getriebe angebracht wird. Somit kann man einen Rückfahrscheinwerfer nachrüsten. Kostenpunkt für den Nachrüstsatz ohne Schweinwerfer €xxx,-. Spätere Generationen (also ab KAT1 A1) sollten ein Rückfahrlicht haben.
2.) gefährliches Halbwissen (muss noch diskutiert werden):
  1. Welcher Vorteil hat das Ablasten meines KAT auf 12t?
    A: Laut aktueller Erkenntnis gar keinen.
  2. Kann ich meinen KAT auf 12t ablasten?
    A: Wenn überhaupt, dann ist das nur beim 4x4 möglich. Dieser hat (ohne Winde) ein Leergewicht von 10,8t. Aber scheinbar gibt es auch noch einen Schlüssel, wonach pro m² Ladefläche eine gewisse „Mindestnutzlast“ gewährleistet sein muss.
  3. Das Drehzahlniveau meines KAT1 ist bei Tempo 80 recht hoch. Kann man da was machen?
    A: Es gibt auch hier Umbausätze, die die Achsübersetzung ändern. Somit kann das Drehzahlniveau deutlich gesenkt werden. Kostenpunkt ca. €xxx,-. Es gibt auch die Möglichkeit auf 20x16 Reifen umzurüsten. Durch den größeren Abrollumfang im Vergleich zu den 20x14 Reifen, senkt sich die Drehzahl ebenfalls. Der A1 hat mit seinen 16 Gängen (8 + Splitgruppe) schon von Haus aus ein niedrigeres Drehzahlniveau.
  4. Was verbraucht denn so ein KAT?
    A: Das kommt natürlich auf die Nutzung an. Pauschal kann man für Straßenbetrieb folgendes sagen:
    KAT1 4x4: 30..35l/100km
    KAT1 6x6:
    KAT1 8x8: 40..45l/100km
    KAT1 A1 4x4:
    KAT1 A1 6x6:
    KAT1 A1 8x8:
  5. Welche Baujahre haben die verschiedenen „Baumuster“?
    A: Ausnahmen bestätigen die Regel, aber grundsätzlich gilt folgendes:
    KAT1: Bj. 1977..1982
    KAT2 US: Bj. 1982..1984
    KAT1 A1: Bj. 1986..1992
    KAT1 A1.1: Bj. xxxx..xxxx
    MAN SX: ab Bj. xxxx
3.) Offene Fragen:
  1. Was hat es mit der Gaspedalsperre auf sich?
    A: Hab ich schon, muss ich nur noch zusammenschreiben
  2. Muss ich den Fahrtenschreiber nutzen?
    A: Als (Privatgenutzter)Oldtimer /Wohnmobil ist man NICHT verpflichtet einen einzubauen. IST einer verbaut MUSS man ihn auch nutzen. Als Privatperson ist man aber nicht verpflichtet die Scheiben zu Archivieren ( 12 Monate bzw. 24 Wenn als Arbeitszeit nachweiß) { EG 561/2006 Art. 3
    i) Nutzfahrzeuge, die nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem sie verwendet werden, als historisch eingestuft werden und die zur nichtgewerblichen Güter- oder Personenbeförderung verwendet werden.
    BTW: man kann fahren und die Scheiben verlieren ohne Straffen fürchten zu müssen.
    Muss nochmal überarbeitet werden


Ich würde jetzt folgendermaßen vorgehen:
Wenn jemand, etwas aus der Kategorie "Halbwissen" bestätigen oder kann, soll er dies hier tun. Ich werde dann nach und nach, die Punkte nach oben in die Kategorie 1 verschieben.
Dann haut mal in die Tasten ;)

Viele Grüße von der schwäbischen Alb,
Thomas
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
  • BMW 320d touring, 150PS Bj. 2005
  • BMW R 1200 GS Adventure, 125PS, Bj. 2014
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imodra
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von imodra » Fr 12. Mai 2017, 23:03

Moinsen Thomas,

hier mal ein paar Kommentare zu deinen Fragen, bin allerding zu faul sie entsprechend einzuordnen. ;)

Die Tarnbeleuchtung hat an meinem Fahrzeug noch nie jemanden interessiert. Sie ist dran und funktioniert.
Genauso die NATO-Anhängekupplung, da ist der Anhängebock auch in die Papiere eingetragen.
Mein 4x4 hat lt. Papieren inklusive Winde ein Leergewicht von 9590kg. Reisefertig ist das Fahrzeug bei ca. 12t, da ist die Ablastung eher hinderlich.
Verbrauchstechnisch liege ich irgendwo zwischen 34 und 40 Litern auf 100km Strassenfahrt.
Der Spaßfaktor einen KAT zu bewegen ist eigentlich unbezahlbar. :dance:
LG Thomas ;)

Klar ist das völlig sinnfrei, aber es macht einen Heidenspaß. :D

Schulle
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von Schulle » So 14. Mai 2017, 11:43

Moinse :)

Ich bin mal so Frei und gebe meinen Senf dazu.

3.) Offene Fragen:
Welchen Vorteil bietet eine Zulassung als Wohnmobil?
A:Generelle Befreiung von Sonn- und Feiertags Fahrverbot so wie von der Ferienreiseverordnung, Günstigere Tarife im Ausland in Sachen Maut (z.B. M10 UK)/ Tunnel(Mt Blance Fr-I) / Brückengebühren (z.B. Öresund DK-S) & Fähren
Berfreiung von einbaupflicht eines EG-Kontrollgerät / Fahrtenschreiben

NACHTEIL : Vergünstigte Steuer und Versicherung wenn du das " H " nicht bekommst fällt wech

Kann ich meinen KAT auf 16“ Räder umrüsten? Und warum sollte ich das tun?
A: Ja Kann man, weil mann es kann ?? Gründe dafür Weniger Verbrauch, Optisch sieht es besser aus (?)

Muss ich den Fahrtenschreiber nutzen?
A: Als (Privatgenutzter)Oldtimer /Wohnmobil bist du NICHT verpflichtet einen einzubauen. IST einer verbaut MUSST du ihn auch nutzen, du bist als Privat Person aber nicht verpflichtet die Scheiben zu Archivieren ( 12 Monate bzw. 24 Wenn als Arbeitszeit nachweiß) { EG 561/2006 Art. 3
i) Nutzfahrzeuge, die nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem sie verwendet werden, als historisch eingestuft werden und die zur nichtgewerblichen Güter- oder Personenbeförderung verwendet werden.

BTW du kannst fahren und die Scheiben verlieren ohne Straffen fürchten zu müssen

Schöne Grüße
Schulle
Groß, Grün & Schwer ?
Hört sich nach Spaß an !

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4x4-6x6
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von 4x4-6x6 » So 14. Mai 2017, 11:55

Hallo,
D-Platoon hat geschrieben:
[*]Darf ich die NATO-Anhängekupplung behalten?
A: Diese ist ebenfalls für die zivile Nutzung nicht zugelassen. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Wenn der Prüfer ein Auge zudrückt, hat man Glück gehabt.
wird immer wieder gerne behauptet, ist aber falsch.

Seit es die "e-Nummern" gibt ist die neue Generation der Hakenkupplungen uneingeschänkt nutzbar.
Hat man eine alte wg.Kupplung, schickt Ringfeder gern kostenlos ein neues Typenschild.
Anhängekupplungen brauchen nicht mehr eingetragen werden,
wenn sie denn eine e-Nummer haben.

...

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D-Platoon
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von D-Platoon » Do 18. Mai 2017, 11:50

Jungs, vielen Dank für eure Hilfen! :)

Jetzt wollte ich diese gerade in den ersten Post einpflegen, musste aber leider feststellen, dass ich diesen nicht mehr editieren kann.
Kann man da was einrichten, dass ich den ersten Beitrag auf Dauer ändern kann. Oder sollten wir eine andere Lösung anvisieren?
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von KAT-Alysator » Do 18. Mai 2017, 22:18

Hallo,

es ist völlig wurscht, ob der NATO-Haken eine EG-Bauartgenehmigung oder eine nationale (deutsche) Bauartgenehmigung mit der altbekannten Wellenlinie hat. Wichtig ist nur, dass ausschließlich bauartgenehmigte NATO-Zugösen gekuppelt werden dürfen.

Viele Grüße
Sven
Ist die KATze gesund, freut sich der Mensch!

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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 18. Mai 2017, 23:43

Hallo,
KAT-Alysator hat geschrieben:
Wichtig ist nur, dass ausschließlich bauartgenehmigte NATO-Zugösen gekuppelt werden dürfen.

Viele Grüße
Sven
Na, andere ZUgösen passen ja auch nicht rein.

Kanst ja versuchen eine 40er oder 50er Bolzenöse da einzukuppeln. :shock:


...

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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von KAT-Alysator » Fr 19. Mai 2017, 00:03

Die Betonung lag in diesem Fall auch auf "bauartgenehmigt". Vielleicht hätte ich das fett schreiben sollen. :confusion-shrug:
Außerdem weiß ich sehr wohl, wovon ich schreibe. Ich bin zwar recht neu hier im Forum, habe aber beruflich mit so Zeug zu tun.

Viele Grüße
Sven
Ist die KATze gesund, freut sich der Mensch!

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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von Mahlekolben » Fr 19. Mai 2017, 22:43

Das ist ein ganz toller und für das Forum wichtiger Thread - vielen Dank für die Idee und die Arbeit, die dahinter dteckt!
Viele Grüße

Michael

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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von D-Platoon » Di 23. Mai 2017, 09:46

Mahlekolben hat geschrieben:Das ist ein ganz toller und für das Forum wichtiger Thread - vielen Dank für die Idee und die Arbeit, die dahinter dteckt!
Vielen Dank!
Ich habe für mich die Infos sowieso zusammen getragen, deswegen war es ja auch nahe liegend, das hier auch für Andere nutzbar zu machen.
Ich bin gerade noch mit der Administration am Klären, wie wir das Ganze hier aufziehen und dann gibt's bestimmt auch wieder Neuigkeiten ;-)

Nochmal zu den 16" Rädern:
Klar, es sieht besser aus und verringert die Motorendrehzahl. Ich hatte die Frage auch nur mal so in den Raum geworfen ;)
Aber was muss man beim Umrüsten noch beachten? Muss am Fahrzeug was umgebaut werden? Der Weg zum TÜV zur Eintragung ist ja obligatorisch.

Zu der Anhängekupplung habe ich soeben bei Wikipedia folgendes gelesen:
Da der MAN mil gl schon über die neuere automatisch schließende Version der Hakenkupplung verfügt, kann sie bei ziviler Zulassung des Fahrzeugs uneingeschränkt weiterbenutzt werden, sofern die Anhänger mit einer entsprechenden Zugöse ausgerüstet sind.
Damit sollte das Thema wirklich hinreichend belegt sein ;)
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von Zentralgestirn » Di 23. Mai 2017, 10:48

Nochmal zu den 16" Rädern:
Klar, es sieht besser aus und verringert die Motorendrehzahl. Ich hatte die Frage auch nur mal so in den Raum geworfen ;)
Aber was muss man beim Umrüsten noch beachten? Muss am Fahrzeug was umgebaut werden? Der Weg zum TÜV zur Eintragung ist ja obligatorisch.
Hallo,

je nach Felge muss mehr oder weniger umgebaut werden. Beim Schritt von 14.00 auf 16.00 muss der Lenkeinschlag mehr begrenzt werden. Mit Fuchs felge mehr wie mit Hutchinson.
Dazu reicht es nicht aus, nur die mechanischen Anschläge an der Achse zu verändern. Will man es richtig machen, sollten auch die hydraulischen Anschläge am Lenkgetriebe eingestellt werden. Dadurch wird das Öl bei Volleinschlag weniger erwärmt und die Kraft auf die mechanischen Anschläge verringert.
Begrenzt man den Lenkeinschlag nicht, kommt der Reifen an die Längslenker und macht im günstigsten Fall nur Lack ab und dann haste Rost. Ich kann mir bei manchen Profilen vorstellen das ein Stollen da noch mehr machen kann. Weiß ich aber zum Glück nichts aus der Praxis von.
Das Einstellen ist kein Hexenwerk, man braucht nur ein Stück 3mm Blech, passendes Manometer und eine Messleitung. Der Tricky Part ist, das ich aus der Hydraulik die Messanschlüsse (Minimess) nur mit M16x1,5 kenne und der am KAT M16x2 hat. Ansonsten sind die gleich.

Willst du statt den kleinen Hutchinson die mit mehr Tragfähigkeit, brauchst du auch noch andere Radbolzen, längere weil die Felge so dick ist.

Bei manchen, vermutlich bei allen, stehen die Achsen nicht mittig. Der Mittenversatz ist bei Fahrzeugen mit Winde interessant. Er kann machen, das der 16er Reifen an die Winde kommt. Da helfen dann andere Felgen oder Spurplatten.

Der Reserveradträger muss auch geändert werden. Bei originalen reicht eine neue Platzierung, bei Fuchs Felgen muss auch die Materialdicke der Felge berücksichtigt werden und bedarf einer weiteren Modifikation. Bei Hutchinson Felgen braucht es auch noch eine weitere Modifikation, damit die 4 langen Bolzen und ggf das CETIS Ventil frei gehen und die Felge immer sicher auf den Reserveradträger gebracht werden kann. Durch nochmal andere Materialdicken und evtl andere ET muss das anders wie bei der Fuchs Felge berücksichtigt werden. Ich bin da pingelieg, andere knallen die Räder da so in den Halter, das geht aber mit Nachteilen.
Die Winde muss auch noch umgesetzt werden, die Zugfeder ausgebaut und die Drehstabfederung wieder aktiviert werden um das volle Programm zu haben.

Ich schreibe hier viel von Felgen, da oft andere Reifen mit anderen Felgen einher gehen. Da möchte ich gerne drauf hin weisen, damit da niemand sich gewisse Arbeiten 2 mal macht, so wie ich es hatte...

Falls noch einer Schläuche benutzt, die müssen dann bei der Umrüstung auch der neuen Reifengröße angepasst werden.

So mal als kleiner Überblick.

Grüße Sebastian

EDIT: Je nach Felge müssen die Spannpratzen zum halten der Felge auf dem Reserveradträger auch der Felgendicke angepasst werden und ggf längere Schrauben benutzt werden.
Die Betätigung der Winde muss gekürzt werden und der Fuß mit Haken für die Zugfeder muss auch geändert werden.

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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von D-Platoon » Di 13. Jun 2017, 14:20

Hallo zusammen!

Aus Vorfreude, am Donnerstag endlich meinen KAT abholen zu dürfen ( :dance: ), habe ich mal wieder ein bisschen hier dran gearbeitet.

@ Sebastian:
Danke für deine Infos. Die habe ich unkommentiert im ersten Beitrag verlinkt.

@ all:
Es sind noch ein paar Punkte zum Halbwissen übrig. Vor allem bzgl.
3. Rückfahrscheinwerfer
4. Drehzahlniveau
5. Diff-Sperren

Kann da jemand kurz ein paar Worte drüber verlieren, ob das so passt? Die Preise werde ich noch bei Marcel erfragen.
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von Sandkater » Do 15. Jun 2017, 09:29

- Rückfahrscheinwerfer kann man einfach nachrüsten, wenn man den Umrüstsatz des roten Mannes beschafft. Es kommen nur wenige Tropfen Öl, wenn man gut vorbereitet unter dem Auto liegt
Ich habe 4 günstige 18W LED Strahler mit gummierten Schellen von dem Installateuren an die Achsführung vorn und den Dreieckslenker hinten gebaut. Alle strahlen hinter die Räder. Dazu einen Schalter und ein Relais im Armaturenbrett, um eine Dauerbeleuchtung beim Rangieren in der Halle zu bekommen. Relais deshalb, weil der Getriebekontakt nur 50W schalten kann.
Je nach persönlicher Schmerzgrenze kann man viel oder wenig Zeit in die Kabelführung investieren. Geschlossenes Wellrohr, Verschraubungen und Abzweigverbinder gibt es bei https://www.schaltschrank-xpress.de/. Ein Anruf hilft ungemein, die richtigen Sachen zu erhalten.
- Drehzahlniveau: Hängt ebenfalls von deiner Schmerzgrenze und der Motoreinstellung ab. Wir fahren 14er auf dem 4x4, bei 96 km/h laut Navi kommt der Begrenzer. Mittschwimmen bei 85km/h geht problemlos.
Anderen ist das zu laut oder zu langsam. Deshalb kommen 16er und / oder längere Übersetzungen in Achsen (alle, aber geringere Zugkraft in allen Gängen) oder Getriebe (Gang 4-6, nur 6x6 und 8x8) zum Einsatz. Längere Achsen kann man in den oberen Gängen durch herunterschalten ausgleichen. Im ersten Gang wird es in manchen Situation eng und der Wandler macht hoffentlich schnell genug auf.
Wer meint, damit Geld zu sparen lügt sich bei dem Umbaukosten in die Tasche. Entweder man will es, dann sollte die Portokasse das hergeben, oder eben nicht.
Oder wenn sowieso eine Revision ansteht weil Öl austritt oder die Reifen abgefahren sind. Dann kann man über eine der oben genannten Änderungen nachdenken.
- Sperren: Mitte / Hinten sind Serie, funktionieren gut und reichen für mehr als 99% aller Situationen aus. Wer unbedingt will kann vorne nachrüsten (lassen), sollte aber beim Einsatz wissen was er tut. Ein Sensor an der vorderen Sperre und eine Kontrollleuchte im Cockpit, ob sie eingerückt ist oder nicht, ist auf jeden Fall sinnvoll. Hinten wird nur der Steuerdruck überwacht, vorn sollte es schon die Position der Klaue sein, so wie in der Mitte.
Die Mittelsperre habe ich im Sand permanent eingeschaltet. Wenn man fest steckt, weil ein Rad durchdreht, ist es meist zu spät. Die Achssperren sind fast immer offen
When you are going through hell, keep going.
Winston Churchill

Namib
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von Namib » Do 15. Jun 2017, 18:06

Deshalb kommen 16er und / oder längere Übersetzungen in Achsen (alle, aber geringere Zugkraft in allen Gängen) oder Getriebe (Gang 4-6, nur 6x6 und 8x8) zum Einsatz

Funktioniert das Getriebe "schneller" machen nicht beim 4x4 Getriebe?
Ingo von Boetticher
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Rainmaster
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von Rainmaster » Fr 16. Jun 2017, 00:59

Um das Drehzahlniveau abzusenken habe ich einfach auf 16er umgerüstet.
Orginalfelge mit Schlauch....
Nätürlich gibt es da andere Lösungen, schlauchlos,mit anderen Felgen und so......
Ich arbeite mit meinem Fahrzeug und bin daher viel unterwegs und ich sage Euch :

Das sind alles Schicki - Micki Sachen, die bringen nochmal 2 - 3 %, aber was kostet das????

Im Vergleich zu den 14er Reifen geht es mit den Dicken richtig gut, wer zu den 16er noch auf Schlauchlos und Sonderfelgen umrüsten möchte -- bitte, nur zu.
aber im Gelände kommst Du damit nicht viel weiter, wenn überhaupt......
Allen gute Fahrt wünscht euch

rainmaster

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Lobo
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von Lobo » Fr 16. Jun 2017, 14:01

Rainmaster hat geschrieben:Um das Drehzahlniveau abzusenken habe ich einfach auf 16er umgerüstet.
Orginalfelge mit Schlauch....
Nätürlich gibt es da andere Lösungen, schlauchlos,mit anderen Felgen und so......
Ich arbeite mit meinem Fahrzeug und bin daher viel unterwegs und ich sage Euch :

Das sind alles Schicki - Micki Sachen, die bringen nochmal 2 - 3 %, aber was kostet das????

Im Vergleich zu den 14er Reifen geht es mit den Dicken richtig gut, wer zu den 16er noch auf Schlauchlos und Sonderfelgen umrüsten möchte -- bitte, nur zu.
aber im Gelände kommst Du damit nicht viel weiter, wenn überhaupt......
Allen gute Fahrt wünscht euch

rainmaster

wie recht du damit hast, ich hab nur 16ner drauf weil sie sau billig waren gebracht haben sie vom Verbrauch nix was sich im Portemonnaie bemerkbar gemacht hat, auch der Lärm in der Hütte wurde nur besser nach der Dämmung und nicht durch die Reifen
Hörverlust durch Tinnitus

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ALu
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von ALu » So 18. Jun 2017, 14:12

@CGuenther: Hab´ das Thema mit den Reifen herausgelöst und ein neues Thema bei Räder & Reifen aufgemacht
Gruß

Andreas

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D-Platoon
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von D-Platoon » Fr 6. Okt 2017, 18:04

Mir ist heute noch was für diese Rubrik eingefallen, da ich mich gefragt hab, ob mein Kleiner in den Genuss der MES4 gekommen ist.
Daher die Frage: Woran erkennt man, ob der KAT die MES4 (gerne auch alle vorigen MES) erhalten hat?
Und gibt es bei den A1 ff. auch eine MES? Worin unterscheidet sich die zum KAT1?
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
  • BMW 320d touring, 150PS Bj. 2005
  • BMW R 1200 GS Adventure, 125PS, Bj. 2014
  • MAN KAT1 5t mil gl, 256PS, Bj. 1978

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simon
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von simon » Fr 6. Okt 2017, 19:37

Die Fahrzeuge bekommen im Bereich der A-Säule an der Beifahrertür unter dem Typenschild ein weiteres Schild mit eingeschlagenem Datum

Gesendet von meinem D6603 mit Tapatalk


HugoVogelsang
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von HugoVogelsang » Di 10. Okt 2017, 18:48

Hallo,

Nochmal zu den Punkten oben, ehe das hier ein ReifenThread wird....

Einen Fahrtenschreiber braucht jedes KFZ über 7,5 Tonnen. (STVZO §57a)
Ein EG-Kontrollgerät nur, wenn es gewerblich genutzt wird. Der Unterschied ist, daß der Fahrtenschreiber nur einen Fahrer Kennt, und sich nicht in den Pausenmodus schalten läßt.
Bei NICHT-LkWs und NICHT-Zugmaschinen muss der Fahrtenschreiber nicht geprüft sein.
Ist ein Fahrteschreiber im Fahrzeug, muss auch eine Scheibe drin sein.

Neben der Zulassung als LKW (oder seltener Zufmaschine), gibt es auch diverse So.KFZ. (Das SO steht nicht für SONDER sondern für SONSTIGE)
Z.B. Wohnmobil, Rallyebegleitfahrzeug, Werkstattwagen etc.
So.Kfz unterliegen weder der Mautpflicht (in Deutschland) noch dem Son- und Feiertagsfahrverbot.
Eine Zulassung als So.Kfz. beißt sich grundsätzlich NICHT mit einem H-Kennzeichen, wenn der Umbau nicht so gravierend ist, daß es eben kein Oldtimer mehr ist. (Manchmal darf man ja noch nicht einmal die Sitze tauschen oder ein Radio einbauen.....)

(Ich fahre mit meinem So.Kfz Bergefahrzeug (Oldtimer) sonntags, mit Anhänger, mautfrei von der Autobahn in die Umweltzone.....)

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, aus dem KAT eine sebstfahrende Arbeitsmaschine zu machen (Generatorwagen, Windenfahrzeug und was die Welt sonst nicht schon gesehen hat.) Die sind dann komplett steuerfrei (grünes Kennzeichen) keine Maut, kein Sonntagsfahrverbot, aber auch nur noch systemunterstürzende Anhänger.


Zu Differentialsperre vorne.....
Zu bedenken ist, das bei der üblichen KAT-Verwendung (nichts oder nur wenig Gewicht auf der Ladefläche) die Vorderachse bei weitem die größte Achslast hat. Die Achse Sperren zu können, hat also schon Vorteile, denn sie bringt ggf. den größten Vortrieb.
Man muß keine Angst haben, die Sperre versehentlich einzuschalten oder Befürchtungen Hegen, daß irgendwas kaputt geht, wenn man mit eingelegter Sperre auf festem Grund fährt. Beim 8x8 kommt bei jeder Kurvenfahrt soviel Drehmoment auf die Steckachsen, wie bei einem 4x4 oder 6x6 mit eingelegter Sperre. Die Vorgelege und die Gelenke stecken das locker weg. Kaputt geht nichts, es kostet nur Reifen

Und (solange man die Sperre nicht bei Geradeausfahrt auf der Autobahn einlegt und dann mit vollem Tempo abfahren will...) eine eingelegte Sperre vorne merkt man sofort in den Lenkkräften. Die läßt (bei höheren Geschwindigkeiten) keiner aus Versehen eingelegt.

Sperre mitte/hinten. Sobald ich von der Strasse bin, wird die Mitte gesperrt, und solange der Untergrund nicht sehr fest ist, oder ich ohnehin beabsichtige in irgendwelchen Schlamm oder Sand zu fahren ist auch hinten die Sperre zu. Der Sperre macht das nichts, und beim Fahren merkt man das nicht, (ausser, daß man nicht stecken bleibt, weil man die Sperren vergessen hat.) Auf der Rallye fahre ich zu 90% mitte und hinten gesperrt. (Vorne bei jedem Matschloch oder Hügel, oder Wasser oder was auch immer verdächtig aussieht. Lieber zu früh als zu spät einlegen und nie, NIE, NIIIIIIEEEEEEE bei einem (aktuell) durchdrehenden Rad (erst stoppen, dann einlegen))

Gruss Hugo

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D-Platoon
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von D-Platoon » Mi 18. Okt 2017, 10:11

@ Simon,
bekommen die das zweite Typenschild nur bei der MES4?
Sien die MES1..3 auch irgendwo vermerkt?
Meiner hat nämlich an der A-Säule Beifahrerseite nur ein Typenschild.
Hast du ein Bild von den beiden Schildern?

@ Hugo:
Danke für deine Ausführungen! Das muss ich jetzt irgendwie da oben mit einfließen lassen - hoffe, das bekomme ich irgendwie hin ;)
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
  • BMW 320d touring, 150PS Bj. 2005
  • BMW R 1200 GS Adventure, 125PS, Bj. 2014
  • MAN KAT1 5t mil gl, 256PS, Bj. 1978

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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von HugoVogelsang » Mi 18. Okt 2017, 11:24

Nachsatz noch...

So.Kfz und selbstfahrende Arbeitsmaschinen unterliegen auch nicht den Lenk und Ruhezeiten....

Gruss Hugo

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A N D R E A S
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Re: Häufig gestellte Fragen

Beitrag von A N D R E A S » Mi 18. Okt 2017, 11:52

HugoVogelsang hat geschrieben:
Di 10. Okt 2017, 18:48
...
Einen Fahrtenschreiber braucht jedes KFZ über 7,5 Tonnen. (STVZO §57a)
Ein EG-Kontrollgerät nur, wenn es gewerblich genutzt wird. Der Unterschied ist, daß der Fahrtenschreiber nur einen Fahrer Kennt, und sich nicht in den Pausenmodus schalten läßt.
Bei NICHT-LkWs und NICHT-Zugmaschinen muss der Fahrtenschreiber nicht geprüft sein.
Ist ein Fahrteschreiber im Fahrzeug, muss auch eine Scheibe drin sein.
Gruss Hugo
...
Oldtimer gehören zu den Ausnahmen, die das nicht haben müssen.

"§57a
Abs.1
1. Fahrzeuge über 7,5to ZGG brauchen einen Fahrtenschreiber
...
Dies gilt nicht für
...
5. Fahrzeuge, die in Artikel 3 d bis g und i der Verordnung (EG) Nr. 1073/2009 genannt sind.
..."

Dazu zählen Oldtimer, die nicht gewerblich genutzt werden.
Und wenn es keine Einbaupflicht gibt, gibt es auch keine Nutzungspflicht. Dann gibt es auch keinen Verstoß gegen die Verplombungpflicht.
A N D R E A S

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