Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

alle Tips und Fragen, die bei der Neuanschaffung eines KAT anfallen

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D-Platoon
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad und jetzt mit KAT

Beitrag von D-Platoon » Do 15. Jun 2017, 18:30

Danke!

Jetzt ne andere Frage:
Ich hab das Fahrzeug heute abgeholt und bin jetzt in Horgau bei Augsburg. Von hier aus solls dann am Samstag wieder weiter gehen. Jetzt hab ich aber ein Problem:
Als ich den KAT vorhin hier auf dem Parkplatz abgestellt hab, hat er etwas streng gerochen. Nach genauem hinschauen hat es aus der hinteren rechten Bremstrommel rausgeraucht.
Ich bin heute 180km gefahren. Als ich vor 50km auf einem Autobahnparkplatz kurz angehalten habe, konnte ich nichts feststellen.
Habt ihr irgendwelche schnellen Tipps für mich?
Kleines Werkzeug hab ich dabei. Aber nichts um das Rad runter zu machen.
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  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
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Rainmaster
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Rainmaster » Fr 16. Jun 2017, 01:06

Hallo,
hast Du einen Wagenheber dabei?
Da, wo es rausgeraucht hat anheben, unterlegkeile an anderes Rad.
Motor Starten, wenn genug Luft, Bremse öffnen und das "verdächtige" Rad von Hand drehen....
Wenn es sich nicht drehen lässt, weissst du Bescheid.....

Gutes Gelingen wünscht dir
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4x4-6x6
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 16. Jun 2017, 01:52

Hallo,

naja, fast.

Dann gibt es immer noch zwei Möglichkeiten:

Entweder die Bremse ist fest, oder die Radlager sind hin.

Die Bremse kann man 'abklemmen', und den Exzenter in seine Parkposition drehen.
Mit 3 Rädern bremst der leere KAT auch noch stark genug.

Blöd wäre es, wenn alter Modder in der Bremse liegt.
Dann muß die Trommel runter.


...

Rainmaster
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Rainmaster » Fr 16. Jun 2017, 16:40

Mit nur 3 Rädern???
Aber Herr Ingenieur......

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Lobo
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Lobo » Fr 16. Jun 2017, 18:08

Solche Planer waren wohl auch beim BER zugange :roll:
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Sandkater
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Sandkater » So 18. Jun 2017, 10:29

ich würde auch hinten die Bremse der betreffenden Seite lösen. Einfach hinten am Hebel die Schraube lösen bis alles locker hängt.
Es kann ja auch ein undichter Feststellzylinder sein der Ärger macht.
Ich bin schon ganz ohne Hinterachsbremse gefahren als das 4-Kreisventil rumgezickt hat. Geht gut, aber man hat eben keine Feststellbremse mehr und mit Gang einlegen und halten ist auch nichts, weil der Wandler nachgibt. Also nur etwas wenn man mit 2 Personen unterwegs ist und Bremskeile an der Rädern verwendet.
Solange noch eine Seite hinten bremst wäre ich entspannt.
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D-Platoon
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von D-Platoon » So 18. Jun 2017, 20:16

Hallo Jungs!

Vielen Dank für eure Tipps!

Der KAT steht seit gestern Abend bei mir zu Hause! :)

Aber lasst mich von vorne Anfangen:
Am Freitag hatte mein bester Kumpel Hochzeit und ich war Trauzeuge. Die Hochzeit war bei Augsburg und da bot es sich für mich an, gleich am Donnerstag anzureisen, den KAT bei Dingolfing abzuholen und bis nach nach Augsburg zu bringen.
Da das Fahrzeug von der außer Dienstsetzung 2012 bis jetzt quasi nur gestanden ist, war mit die Fahrt in zwei Etappen à 170km lieber.
Der Verkäufer hat ihn noch zuvor technisch einigermaßen durchgecheckt, geschaut ob die Ölstände passen und TÜV und Oldtimergutachten machen lassen. Somit konnte ich das Auto schon am Mittwoch mit ner H-Nummer zulassen.

Zu dem Problem das ich hatte:
Ich habe kurz nach München den KAT kurz auf nem Parkplatz abgestellt und geschaut, obs irgendwo warm ist. Da waren zwar die Planetengetriebe in den Achsen gut warm, aber gefühlt nicht besorgniserregend (alle in etwa gleich und es hatte ja auch fast 30°C). Dann hatte ich nochmal 50km zu fahren und als ich ihn dann auf dem Parkplatz des Hotels abgestellt hab, hat es aus der rechten Hinterachse rausgequalmt. Abgestellt hab ich ihn etwa um 18Uhr und als ich um 22:30 nochmal kurz raus bin, war die Radnabe immer noch verdammt heiß. Ich hatte etwas schiss, dass mir ein Reifen raus geht.

Am Freitag war dann die Hochzeit und da hatte ich natürlich keine Zeit nach dem Auto zu schauen. Am Samstagmorgen dann, hab ich mit dem Hotelchef geredet und er hat mich zu jemandem in der Nachbarschaft geschickt.
Der gute Mann hatte ein Universalmotorgerät und eine entsprechend ausgerüstete Werkstatt. Da hab ich auch Wagenheber und Fettpresse bekommen.
Nach Anheben des Rades und Lösen der Feststellbremse konnte ich das Rad gerade so drehen, es war also ziemlich fest.
Ich hab dann etwas am Bremszylinder rumgespielt und konnte ihn so über einen kleinen Widerstand drücken und von da an war das Rad frei. Beim erneuten Anziehen und Lösen der Feststellbremse war es das selbe Spiel, dass er nicht komplett öffnete.
Nach nem Telefonat mit dem Verkäufer (er war mal Prüfer bei der DEKRA) habe ich dann, wie von Sandkater beschrieben den Exzenter "weggedreht". So bin ich dann ohne Probleme heimgefahren.
Ich werde das Ganze jetzt nochmal mit WD40 versuchen besser gangbar zu bekommen und wenn das nichts hilft, muss ich wohl den Zylinder überholen. Das müsste ich dann aber nochmal genau anschauen - ich nehme an, dass das Öffnen des Federspeichers recht gefährlich sein kann.
BTW: Kann man am KAT den Federspeicher nicht irgendwie extra über eine Schraube zurückdrehen?

Nun steht er erstmal ein paar Tage unter freiem Himmel, aber der Plan ist, dass ich für das Auto in den nächsten vier Wochen einen Unterschlupf gefunden habe.
20170617_173307.jpg
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von asteiner » So 18. Jun 2017, 20:43

Hast du mal die hintere Bremse abgeschmiert?
Es Sind hinten Schmiernippel verbaut um die Welle die in die Trommel reingeht, zu schmieren.
Wenn du da Fett rein machst, ich glaube laut TDV nur max. 1-2 Stösse.
Denn sonnst schmierst du die Bremsbacken.
Wobei, dann wird sie auch nicht mehr Warm..... :think:
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Saarkat
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Saarkat » So 18. Jun 2017, 23:08

Ich persönlich halte ja nix von WD 40 oder so. Ich benutze Ballistol. Da weiß man, was man hat. Ist ne Glaubenssache, bei mir funzt es.

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Gruß

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D-Platoon
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von D-Platoon » Mo 19. Jun 2017, 09:54

asteiner hat geschrieben:Hast du mal die hintere Bremse abgeschmiert?
Es Sind hinten Schmiernippel verbaut um die Welle die in die Trommel reingeht, zu schmieren.
Wenn du da Fett rein machst, ich glaube laut TDV nur max. 1-2 Stösse.
Denn sonnst schmierst du die Bremsbacken.
Wobei, dann wird sie auch nicht mehr Warm..... :think:
Jap, ich habe da auch Fett rein gedrückt. Es waren aber eher 3-4 Stöße :shock:
Danke für den Hinweis! Ich denke ich muss die Trommeln sowieso mal runter machen um zu schauen, ob die Beläge verbrannt sind.
Saarkat hat geschrieben:Ich persönlich halte ja nix von WD 40 oder so. Ich benutze Ballistol. Da weiß man, was man hat. Ist ne Glaubenssache, bei mir funzt es.
Meinst du der Unterschied ist da so groß?
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visual
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von visual » Mo 19. Jun 2017, 10:10

ja gibt da einen ganz großen Unterschied:

WD40 ist KEIN Öl sondern eher ein Lösungsmittel (kann daher schonmal Dichtungen u.ä. angreifen)
Balistol ist Öl.

Mahlekolben
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Mahlekolben » Mo 19. Jun 2017, 20:39

Vielleicht sind die Unterschiede am KAT zu vernachlässigen, hier hatte ich mal einen kleinen Versuch gemacht:

http://www.uhrenwerkstattforum.de/t2585 ... l#msg24432

Schön an Ballistol ist seine Herstellung aus für den Menschen unschädlichen Stoffen.

An meinen Rasiermessern nutze ich es als "Einlagerungsöl", es bildet sich ein hauchfeiner Überzug, der wirklich schützt.

Alles weitere wissen Tribologen und Metallurgen...

---#

Ah - ich darf noch ändern!

Ich Depp hatte doch ganz vergessen, Dir zu Deinem KAT zu gratulieren - der Garten steht ihm gut!

Viel Spaß damit und allzeit gute Fahrt!
Viele Grüße

Michael

AndreasE
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von AndreasE » Di 20. Jun 2017, 00:10

Servus Thomas,
herzliche Gratulation zu deinem Neuzugang !

Wenn Du die Bremstrommeln selber runternimmst, vergiss bitte nicht, daß die M12 Schrauben zum abdrücken nicht normale (Steigung 2), sondern welche mit Feingewinde (1,5er) sind.

LG,
Andy

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Sandkater
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Sandkater » Fr 23. Jun 2017, 18:20

AndreasE hat geschrieben:Servus Thomas,
herzliche Gratulation zu deinem Neuzugang !

Wenn Du die Bremstrommeln selber runternimmst, vergiss bitte nicht, daß die M12 Schrauben zum abdrücken nicht normale (Steigung 2), sondern welche mit Feingewinde (1,5er) sind.

LG,
Andy
Sofern das Gewinde sauber ist klappt das auch ganz gut.
Erstmal ohne Schrauben probieren, bei meinem konnte man die Trommeln ohne Probleme runter ziehen.

Wenn man sie unten hat mit einem Gewindebohrer nachschneiden und die Löcher mit Fett füllen.
Beim Aufsetzen darauf achten, dass sie so montiert werden dass die Abdrückschrauben auch eine Fläche zum Abstützen haben.

Peter
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D-Platoon
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von D-Platoon » So 25. Jun 2017, 19:37

Hey Leute!

Danke für die Glückwünsche! :)
Der Vergleich Ballistol/WD40 ist echt interessant! Hätte nie gedacht, dass da so Unterschiede sind!

Und vielen Dank für die Tipps! Das muss ich mal angehen. Aber da ich in zweieinhalb Wochen für vier Wochen in den Urlaub fahre, bezweifle ich, dass ich davor noch dazu komme, was daran zu machen. Zumal daheim das Bad auch noch eine kleine Baustelle ist, die ich gerne bis dahin weitestgehend fertig haben will.

Aber ich hatte gestern meinen ersten Transportauftrag:
20170624_111314.jpg
3m³ Rindenmulch. Mein Kumpel brauchte das im Garten. Und beim vorabendlichen Grillen haben wir beschlossen, dass das natürlich standesgemäß transportiert wird :D
Und prompt haben wir uns nach einem Kipper gesehnt :roll:

Aber dafür gab es einen neuen vorrübergehenden Stellplatz - bei Oma unterm Vordach.
20170624_183116.jpg
Da ist er dann doch etwas besser vor Wind und Wetter geschützt. Aber die Suche nach was rundherum geschlossenen ist natürlich noch akut!

Viele Grüße von der Alb,
Thomas
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von D-Platoon » Mi 28. Jun 2017, 22:40

So, da hätte ich gleich die nächste Frage an euch Profischrauber:
Ich habe ja prinzipiell eine recht gut ausgerüstete Werkstatt, aber die "KAT-Größen" in Schlüsselweiten & Co habe ich dann doch (noch) nicht.
Mein Problem heute: Ich wollte die Öleinfüllschraube am rechten Vorderrad öffnen, da diese etwas leckt. Und schon stand ich da mit abgesägten Hosen. Der 12er Imbus ist das größte was ich habe. Also muss jetzt großes Werkzeug her.
Ich halte in letzter Zeit recht viel von den Werkzeugen von BGS technic (die in den blauen Koffern, die Schwarzen sind qualitätlich nicht so der Knaller). Ich habe da schon einiges und bin bis jetzt sehr gut zufrieden damit. Das Preis-/Leisungsverhältnis stimmt meiner Meinung nach. Und es gibt fast alles auch in verlängerter- und auch in Schlagschrauberausführung.
Erstmal Imbusnüsse:
Hier nun die Frage, welche Größen man da so braucht.
Option 1 geht eben bis 19mm
Option 2 geht dann schon bis 24mm ist aber 3/4", wofür ich derzeit noch keinen Antrieb habe. Ein 1/2" Druckluftschlagschrauber mit um die 1200Nm Lösemoment hätte ich halt hier.
Deswegen die Frage: Braucht man die großen Größen irgendwo, oder reicht der 1/2" Satz?

Grüße,
Thomas
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Zentralgestirn
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Zentralgestirn » Mi 28. Jun 2017, 23:20

Hallo,

mir ist noch nichts größeres wie 17er Inbus am KAT begegnet. Kauf auf jeden fall den kleinen 1/2" Satz, der reicht und passt zum Schlagschrauber. Jeder Adapter kostet Leistung (Drehmoment), kostet Geld, baut auf, macht es wackeliger...

Die Ölablasschrauben in den Außenplaneten vorher gut mit dem großen Schonhammer prellen, dann gehen die deutlich leichter auf. Zur Not mit dem normalen Hammer, würde aber dringend zu einem rückschlagfreien Schonhammer mit den weißen Kappen raten.

Grüße Sebastian

AndreasE
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von AndreasE » Mi 28. Jun 2017, 23:51

Thomas,
böse Zungen behaupten, daß man den KAT nur braucht um seine eigentliche Leidenschaft "gutes Werkzeug zu haben" rechtfertigen zu können :-)

Anbei einmal die offizielle Ausstattung am Fahrzeug. Ich hatte die mal für den 8x8 zusammengeschrieben:
MAN%20KAT%201%208x8%20Bordwerkzeug.JPG
Zu deinen anderen Fragen: Da wirst Du soviele verschiedene Empfehlungen bekommen, wie es Forenuser gibt ....

Meine Empfehlung:
1) Nimm dir einen gut sortierten qualitativ guten Steckschlüsselsatz 1/4 und 1/2 Zoll deiner Wahl. Ich hatte mich seinerzeit für den Proxxon 23640 entschieden und es bis heute nicht bereut.
2) Nimm dir einen zweiten 3/4 Zoll Steckschlüsselsatz bis 50mm Nussgröße. Die gibt es ab 60 Euro. Reicht für die paar Mal Verwendung auch. Oder nimmt dir was besseres.
3) Schlagnüsse für 24mm, 27mm und 30mm für deinen Schlagschrauber
4) Ein dickwandiges Eisenrohr als Verlängerung
5) Drehmomentschlüssel bis 500 Nm
6) Die größte Mutter ist beim Lenkkopfhebel. Lass die lieber für die Werkstätte.
7) Aus Erfahrung: Nimm dir die 14 und 17er Imbuss jeweils 2x :-)

Pro neuer Aufgabenstellung fallen dir sicher neue Werkzeugwünsche ein :D

Liebe Grüße von jemanden, der seine KAT nicht verkaufen kann. All das schöne Werkzeug das für die KATzen angeschafft wurde wäre sonst nutzlos :shock: :shock: :shock: :shock: :lol:

Andy

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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von D-Platoon » Fr 30. Jun 2017, 11:32

Hallo Sebastian, hallo Andy,

vielen Dank für eure Einschätzungen. Der 1/2"-Satz ist bestellt ;)

Mit dem guten Werkzeug bin ich ja scheinbar hier in allerbester Gesellschaft :D
Hobbymäßig schreinere ich auch gerne Möbel und das wird fast ausschließlich mit Maschinen von Festool und neuerdings mit ner Formatkreissäge von Felder gemacht :D
Ich kaufe auch lieber 1x richtig gutes Werkzeug, als mehrmals billiges.
Bezüglich des BGS-Werkzeugs: Ich brauchte mal für mein Auto lange 12-Kant Nüsse und lange Innentorx Nüsse. Beides möglichst in Schlagschrauberausführung. Nach langem Suchen bei Gedore, Hazet und co hab ich das bei BGS gefunden. Kurz darauf habe ich mir noch einen hydraulischen Abziehersatz von denen zugelegt. Und bis jetzt kann ich das Werkzeug absolut empfehlen. Ich bin mir aber natürlich auch bewusst, dass es wohl nicht an Gedore heranreichen wird.

1, 3, 4 ist vorhanden
2 und 5 muss ich mir bei Gelegenheit mal noch anschaffen ;)
Warum sollte man die 14er und 17er doppelt haben? Gehen die oft kaputt, oder braucht man die zum Einschweißen?

Gruß,
Thomas
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 30. Jun 2017, 12:48

Hallo,

Nüsse bitte niemals, sofern die Mutter nicht 12 KT hat in 12-KT kaufen. Die ganz stink normalen 6-KT Nüsse sind die, die am besten funktionieren!

Das hat folgenden Grund. Die 6-KT Nüsse liegen vollflächig tangential am 6-KT Schraubenkopf an. Auf den Schraubenkopf von oben geschaut, kannst du einen Kreis da hin denken, der Durchmesser entspricht der Schlüsselweite. Alles was über den Kreis hinnaus ragt, gibt dir die Möglichkeit Kraft zu übertragen. Mit dem 6-KT hast du also 6 Linien die tangential an dem Kreis anliegen und parallel zu den geraden Flächen des Schraubenkopfes verlaufen. Da ist also jede Menge Material was dir da zur Verfügung steht.
Nimmst du jetzt eine 12-KT Nuss, dann ist da, wo du dem gedachten Kreis am nächsten bist nichts in der Nuss, weil da genau die anderen 6 Aussparungen für die Ecken sind, die du jetzt nicht brauchst. Nur die spitzen übertragen also die Kraft.
Wenn das zu abstrakt ist, nehme bitte mal eine Mutter und lege sie in ein passendes Werkzeug mit 12-KT und in ein passendes mit 6-KT. Dann wirst du sehen was ich meine.

Bevor die Frage hier auch noch mal auftaucht, bei Ringschlüsseln und Co. geht es mit dem 12-KT darum das Werkzeug in feineren Abstufungen auf die Schraube positionieren zu können. Deshalb ist ja auch das Maul vom Maulschlüssel abgewinkelt.

Bei Nüssen gibt es absolut keinen Grund dafür. Auch ein Gleitstück oder dergleichen ist keine Ausrede. Manche wollen damit höhere Kräfte Aufbringen, nutzt ja nur leider nichts, wenn die Nuss das der Schraube nicht abverlangen kann ;)

Von daher gerade bei Schlagschrauberwerkzeugen niemals 12-KT Nüsse kaufen ohne guten Grund dafür zu haben.

Wo wir dann schon dabei sind, die meisten großen Premiumhersteller haben eher kein geschwungenes Profil in den Nüssen und bewerben das groß mit den Vorteilen das die Nüsse nur tangential angreifen und damit mehr Kraft übertragen können. Das ordne ich unter Marketing Blabla ein. Denn der geringste Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten der 6-KT Nuss sind so oder so vom selben Abstand. Diese Marketing Nüsse können also nicht mehr Moment übertragen, haben dafür aber viel Verdrehspiel auf der Schraube und klemmen gerne fest oder rutschen leichter ab, wenn man sie nicht sauber drauf halten kann. Für mich alles andere wie Vorteile.

Zur Markenwahl, jeder hat da so seine Markenlieblinge und wenn man mal genug davon in den Händen hatte fallen einen viele Kleinigkeiten auf und auch die Großen Premiumhersteller haben mir schon schrott geschickt usw.
Nicht jeder kann oder will sich erstklassiges Werkzeug kaufen. Manchmal steht der tlw enorme Mehrpreis auch nicht dem Nutzen gerechtfertigt gegenüber. Nur in einem Punkt sollte einem eines bewusst sein. Solange das Schrauben problemlos ist, funktionieren Werkzeuge auch mit Qualitäts- oder Designmängeln gut. Kommt es aber auf das letzte an, weil etwas sich nach allen Möglichkeiten wehrt, dann kann es eben doch entscheidend sein.
Von daher sind ganz viele Meinungen möglich und wirst ganz viele widersprüchliche Aussagen bekommen.

Von BGS habe ich schon lackierte Nüsse bekommen, das ist mehr als nur merkwürdig ansonsten ist es brauchbar.
Bei preiswert und gut kann ich noch Carolus nennen, nur die verkleinern gerade ihr Angebot an Inpactwerkzeugen :cry:
Format/Promat, die Nüsse sind tlw gar nicht so schlecht und oft umgelabelte deutsche Hersteller zu geringeren Preisen. Da muss man aber stark von Fall zu Fall aufpassen auf die gesamte Produktpallete betrachtet sind da auch Sachen bei, wie Körner und Durchschläge die als Schrott und nicht verwendbar zu bezeichnen sind. Nüsse können gut sein, Knarren sind oft unfassbar klobig usw.
Ich bin da aber auch bekennend extrem pingelig was Werkzeug anbelangt :D

Grüße Sebastian

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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von D-Platoon » Fr 30. Jun 2017, 14:28

Hallo Sebastian,

fürs Auto brauchte ich damals tatsächlich 12-Kant-Nüsse (Zentralschraube für die Radlager).

Ich dachte aber bisher immer, dass der meiste Teil der Kraft über die Spitzen der Flanken übertragen wird. Da eine Schraube in einer Nuss ja immer ein bisschen Luft hat, muss sich das Moment ja über die Spitze übertragen. Die 6 (nicht benötigten) Aussparungen würden doch sowieso kein Drehmoment übertragen, da sie ja sehr nahe am (imaginären) Schnittpunkt zum Kreis liegen. Oder bin ich da jetzt auf dem falschen Dampfer?

Dass du mit deinen Ausführungen aber wohl Recht hast zeigt nach kurzem googeln folgender Test.
Auch die Geschichte mit den geschwungenen Profilen zeigt der Test mit dem 6-Kant-Material sehr anschaulich.

Zu BGS: Ich hatte mal mit denen Mailkontakt und da meinten die ausdrücklich, dass die blauen Koffer "Industriequalität" sei und die Schwarzen eher für Heimwerker gedacht sind. Deshalb orientiere ich mich da immer an den Blauen.
Ansonsten nutze ich neben Gedore auch ganz gerne Facom.

Gruß,
Thomas
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 30. Jun 2017, 14:52

Schöner test Thomas.

Das Profil von Geore habe ich an meinen langen Gedore Nr.7 XXL Ring-Maulschlüsseln. Das ist ok, aber eben genau wie ich sagte, es kippelt und macht und tut auch mehr. Lässt sich aber leicht reinigen, weil keine scharfen Ecken :D

Aber noch mal zurück zur Erklärung.
Du hast zwischen dem Werkzeug und der Schraube einen Formschluss, der bewirkt, das die Ecken des Schraubenkopfes auf scherung belastet werden.
So werden die Kräfte eingeleitet und damit man es leichter versteht was das bedeutet, denke dir mal eine Linie bei dem 6-KT von Mitte der Fläche zur Mitte der nächsten Fläche. Diese Line ist im idealisierten Fall, die Länge auf der du das Material abscheren musst, damit du das WKZ überdrehst. Jetzt stell dir diese Linie mal bei einem 12-KT vor, wo nur die Spitze Kraft überträgt. Die Linie ist deutlich kürzer.
Anders gesagt, beim 12-KT, wo nur die Spitzen tragen, brauchst du auch nur die Spitzen abscheren. Kannst ja da mal wieder die Hilfskreise dir reindenken, der Durchmesser wird größer sein wie die Schlüsselweite. Denn beim 6-KT ist der Kreis = der SW, also alles was außerhalb des Kreises ist, muss abgeschert werden, damit die Nuss Überspringt.

Ist nicht ganz einfach zu erklären und auch nicht zu verstehen. Zeichne dir das sonst mal auf, du wirst es dann glaube ich sehen was ich meine.

Was dich vermutlich hat denken lassen, dass nur die Spitzen tragen, da die Nuss etwas Luft hat, tragen im ersten Moment auch nur die Spitzen. Daher machen viele Hersteller die Ecken ihrer Werkzeuge frei, damit die Ecken nicht gleich beschädigt werden, was für erhöhte Schnittgefahr durch Gratbildung und ggf erhöhte Korrosion bedeuten kann, weil dann ja auch der Korrosionsschutz weg ist. aber weiter. Erst wenn die Schraube deutlich stärker belastet wird, verformt sich der Kopf, erst elastisch, dann plastisch, dann kommt das beschriebene zum Tragen. Die Spitzen sind dann nahezu egal. Kannste auch abschneiden ohne das übertragbare Drehmoment deutlich zu verändern. Wie gesagt, nur die engste Stelle zwischen 2 parralellen Flächen der 6-KT Nuss sind wirklich entscheidet. Daher ja auch die Schlappernüsse die keine geraden Flächen haben. Theoretisch klappt das aber in der Praxis ist es nicht so toll.

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Sandkater
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Re: Vorstellung: Mit MAN-Allrad aber (noch) ohne KAT

Beitrag von Sandkater » Fr 30. Jun 2017, 21:40

Ich habe gerade ein paar Werkzeuge von Holex gekauft. Fühlt sich erstmal gut an, sieht sauber verarbeitet aus.
Langzeiterfahrung habe ich natürlich noch nicht.
Wahrscheinlich eine Eigenmarke von Hoffmann: https://www.hoffmann-group.com/DE/de/hom/company/holex
Ist natürlich nur ein eingeschränktes Sortiment, aber deutlich günstiger als die Standardmarken.
Die weniger gängigen Wekzeuge bieten sie von Gedore, Stahlwille,usw an.
Da die Firma die Industrie beliefert habe ich es auf einen Versuch ankommen lassen.

Peter
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