Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

alle Tips und Fragen, die bei der Neuanschaffung eines KAT anfallen

Moderator: D-Platoon

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Fabi
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Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von Fabi » Mi 26. Dez 2012, 17:07

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Fabian, bin 23 Jahre alt und komme vom Bodensee. Den CE-Führerschein habe ich vor einem Jahr gemacht.

Ich spiele immer wieder mit dem Gedanken mir einen Kat mit H-Zulassung zu kaufen zum Geländefahren. Jetzt habe ich mir überlegt, um die Kosten etwas zu dämpfen, ob man mit dem Kat nicht nebenher oder am Wochenende etwas Geld verdienen kann. Z.B. für die Land- oder Forstwirtschaft... Wobei ich auch noch garnicht weiss ob es in der Richtung für jemanden wie mich überhaupt Arbeit gibt...

Vielleicht hat es ja jemanden hier der damit schon Erfahrungen gemacht hat und etwas zu der rechtlichen und steuerlichen Sache sagen?

Gruß Fabi

AndreasE
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von AndreasE » Mi 26. Dez 2012, 17:40

Weiß nicht, wie das bei Euch in D ist, aber bei uns in Österreich ist eine der Grundvoraussetzungen für ein H Kennzeichen der nicht kommerzielle Betrieb.
Liebe Grüße,
Andy

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Filly
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von Filly » Mi 26. Dez 2012, 18:06

Von der Zulassungsseite her betrachtet darf das H-Kennzeichen auch gewerblich benutzt werden. Vater Staat hat wohl vergessen das zu verbieten. Allerdings muß mit der Versicherung abgeklärt werden, ob die eine gewerbliche Nutzung erlauben.

Ich glaube nicht, daß man mit dem KAT bei einfachen Transportaufgaben Geld verdienen kann. Dafür sind der Verbrauch und die Unterhaltskosten zu hoch. Allenfalls könnte man auf eine Nullnummer kommen.

Außerdem darf man nicht vergessen daß die Ladefläche vom KAT 1,6m hoch ist. Da braucht es zwingend Maschinen zum be- und entladen, sonst ist es wirklich hart verdientes Geld.

Christoph

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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von Powerkat » Mi 26. Dez 2012, 18:33

Moin-
Also hier wär ich auch mal ganz vorsichtig !!
Als ich damals recherchiert habe war mein Ergebnis ebenfalls keine Gewerbliche Tätigkeit !! nicht zu verwechseln mit gewerblich zulassen !!!! Natürlich darf eine Firma ein Historisches Fahrzeug Zulassen,als Werbefläche zB . abstellen, Werbefahrten machen etc.steuerrechtlich gibts dabei keine Probleme, aber gewerblich zu nutzen also für Endgelt Transporte oder Arbeit verrichten ist nicht gestattet.
Macht ja auch sinn, denn das H kennzeichen ist ja Steuerbegünstigt, Mautbefreit etc. wie wollte man es rechtfertigen, das zB.ein Fuhrunternehmer im Nahverkehr zB. Schüttgut , erdhub etc. Steuerbegünstigt,Mautfrei,ohne Umweltplakette in den Städten bewegen darf ? und sein Kolege nebenan mit modernen Fuhrpark hätte al die Auflagen....und gerade die Maut ist heute ja auch auf vielen Bundesstraßen,und ist teurer als der Sprit !
Außerdem leben wir in Deutschland ! vergesst bitte nicht, das man zum gewerblichen Transportieren von Gütern etc. eine Transportgenemigung etc. Braucht diese Konzessionen sind nicht ganz billig und die BAG nicht dumm und teilweise sehr wachsam ! Klar, wo kein Kläger da kein Richter, aber wenn da mal eine Kontrolle kommt wirds richtig teuer !! soviel könnt ihr auf die schnelle mit dem Kat garnicht einfahren ....und H Kennzeichen ist dann def. weg !

Marcel
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von supi532 » Mi 26. Dez 2012, 20:12

Marcel,

ist das wirklich so? Ich habe nichts derartiges finden können, obwohl es sich logisch liest.
Bzgl. der Mautbefreiung ist es so, gewerblich darf der Oltimer nicht genutzt werden, wenn er keine Maut zahlen will.
Aber von gewerblich im Sinne der H-Zulassung konnte ich nichts finden.

Gerade noch mal nachgelesen, sogar eine Umrüstung auf 16er Reifen wie es viele beim KAT machen, wäre nicht erlaubt.
Von gewerblichen Fahrten hab ich aber nichts gefunden?!


Grüsse

Jörg
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von supi532 » Mi 26. Dez 2012, 20:26

So, gard noch mal nachgelesen (hab ja Spätdienst und Zeit :D )

Gwerblich darf man fahren, es war früher gem. §23Ic StVZO (alt) ausgeschlossen, da die Oltimer zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes eingesetzt werden mussten, heute müssen sie nur dazu dienen, was den gewerblichen Einsatz nicht verbietet!

Steht im §2 FZV Randnr. 25 und 26

Grüsse

Jörg

PS: Man muss es aber vorher mit der Versicherung abklären und auf BAB Maut zahlen, da diese Ausnahmegenehmigung dann entfällt.
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Klaus
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von Klaus » Mi 26. Dez 2012, 20:44

Bei Einstieg in gew. Fahren würde ich mir erstmal die diversen Vorschriften des Güterkraftverkehrsgesetzes ansehen,Berufsgenossenschaft und,und .....danach nochmal guuuut überlegen.
Und dann lassen :mrgreen:
Klaus

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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von Powerkat » Mi 26. Dez 2012, 21:57

was spricht gegen die 16 er reifen ? wir haben eine Freigabe von MAN und es ist eine Umrüstung, wie sie zur damaligen Zeit hätte geschehen können...es steht nirgends das das fahrzeug original sein muß, nur die umbauten müssen mindestens xx jahre her sein bzw. hätten so zur damaligen zeit stattfinden können, bzw. dienen der Sicherheit....und die Reifengröße gab es damals schon...
so hat es mein Tüv erklärt und gab auch noch nie galama...

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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von pshtw » Do 27. Dez 2012, 00:33

Moin,
welche Kosten willst Du denn beim H noch sparen, das kostet mit Steuern und Haftpflicht nen Euro am Tag ? Wenn´s dafür nicht reicht brauchst Du ja zum Tanken gar nicht erst zufahren ;)
Das mit der Gew.nutzung des H kann man zwar ignorieren / als Grauzone betrachten, bei Toll Collect haben die meinen mit H Kennzeichen auch befreit ( solange er leer ist / nicht gew. genutzt wird, das wurde ausdrücklich von denen so erwähnt ! ), aber spätestens bei der Versicherung hört doch der Spaß auf. Alle 150,- Euro Versicherungen die ich gefunden habe schließen ausdrücklich spätestens auf NAchfrage oder im Kleingedruckten jegliche gewerbliche ( und sogar private Feuerholz-) Transporte aus !!! Das wiederun heißt das Du u.U. mit Deinen tech. möglichen 34 to unterwegs bist und im Schadensfall ohne Versicherungsschutz dastehst, und dann kannst Du komplett einpacken / wirst Haus und Hof dabei los weil Du unversichert bei einem Autohändler durch die Ausstellungsfläche gebrettert bist und anschließend in der Fußgängerzone im Weihnachtsmarkt zum Stehen kommst...... rein hypothetisch zumindest. Als normaler 14 to kostet die Karre in meiner 35 % Flotte noch 685,- Euro Haftpflicht, da Du wohl keine Flotte hast wird Dir die Karre in dem Fall deutlich teurer....
Außerdem ist der KAT eigentlich für ne vernünftige Nutzung ohnehin nicht zu gebrauchen, s.o. die Ladefläche mit 1,6 m Höhe, ich fahre damit selber oft genug Ladung und wenn Du da die 5 to draufpackst fürchtest Du Dich vor jeder Spurrille und erreichst zitternd die Endgeschwindigkeit von nem modernen Trecker.( Wenn Du hinter dem wackeligen Zugfahrzeug dann noch nen 18 to fährst schaukelt sich der ganze Zug beim Einfedern und Schwanken dermaßen auf, daß Du freiwillig so langsam fährst, daß die Trecker Dich auch überholen können ....... ( Ich setze bei meinem grade das Zugmaul 20 cm tiefer, damit die Deichsel waage wird und der 18 to beim Einfedern nicht so am KAT reißt, außerdem hoffe ich, daß der tiefere Zugpunkt beim seitlichen Schwanken den Hänger nicht so weit auslenkt, den sieht man nämlich dauernd in den Spiegeln, .....
Also wenn Du mit Transport Geld verdienen willst fahr lieber mit nem Ducato Pakete für Hermes und tank von dem Verdienst den H - KAT für Samstagnachmittag :-))
Peter
7.AllradBlütenspannerTreffen 3. bis 5. Mai 2019 !!!

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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von supi532 » Do 27. Dez 2012, 14:26

@ Marcel

das mit den Reifen, bzw der Reifengröße, stand in einer Dokumentierung von Jagusch / Hentschel zum Thema Oltimerzulassung / Gutachtenerstellung. Größere Reifen, die früher nicht drauf waren, warum auch immer, sind lt.deren Aussage nicht erlaubt.
Ich denke aber auch, das die meisten TÜV-Beamten das nicht interessiert.
Auch Umbauten Getriebe / Motor etc. sind nicht erlaubt, interessieren aber eingentlich doch keinen. (ist ja auch gut so für uns Nutzer :D )

Wenn Du magst, kann ich Dir die Textpassagen mal zukommen lassen.

Grüsse

Jörg
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von Powerkat » Do 27. Dez 2012, 15:05

mag sein, das irgend wer mal sowas irgendwo geschrieben hat....zwischen Oldtimergutachten von früher und zulassungsvorschriften von heute für H-Kennzeichen liegen auch welten...ich habe die Textzeilen mit dem Tüv zusammen durchgeackert für div. umschreibungen und das waren die originaltexte der Stzvo...quasi die vorgabe nach der sich der Tüv richtet, und wie man die dann auslegt ist pers. ermessen.hauptsache er macht seinen stempel drunter...

Marcel
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von X21 » Do 27. Dez 2012, 16:25

Hallo Fabi,

schlicht und einfach ausgedrückt - lass es bleiben mit dem 'Zusatzverdienst zur Kostendämpfung'. Ist zwar ein durchweg netter Gedanke aber gegenüber den aktuellen Fahrzeuggattungen / Agrarfahrzeugen kommst du auf keinen grünen Zweig.
Wenn du z.B. im Maschinenring Tettnang fahren möchtest musst du beispielsweise den KAT entsprechend anmelden - da Einkünfte entstehen, auch entsprechend versteuern. Weiter brauchst du in Bälde, sobald du auch nur einen Kübel Sand gegen Bezahlung beförderst (gleiches gilt für den Bootstransport von und zum Winterquartier) die Weiterbildung zum Berufskraftfahrer gem. Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz.
Wie Peter schon passend geschrieben hat - günstiger wie mit einem H-Kenntzeichen fährst du nicht (als Hobbyfahrzeug).

Am besten kommst mal auf ein Bier vorbei...

Grüße burki

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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von supi532 » Do 27. Dez 2012, 19:53

Powerkat hat geschrieben:mag sein, das irgend wer mal sowas irgendwo geschrieben hat....zwischen Oldtimergutachten von früher und zulassungsvorschriften von heute für H-Kennzeichen liegen auch welten...ich habe die Textzeilen mit dem Tüv zusammen durchgeackert für div. umschreibungen und das waren die originaltexte der Stzvo...quasi die vorgabe nach der sich der Tüv richtet, und wie man die dann auslegt ist pers. ermessen.hauptsache er macht seinen stempel drunter...

Marcel
Na Jagusch / Hentschel sind ja nicht irgend wer und die StVZO gibts für die Zulassung auch nur noch teilweise, ersetzt in den wichtigen Punkten durch die FZV, aber es ist schön, dass die TÜV-Prüfer teilweise noch einen "Arsch" in der Hose haben und nach pers. Ermessen entscheiden......
Gut für uns.......

Jörg
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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von marcel texel » Do 27. Dez 2012, 20:23

Hier wird das auch gemacht! :D

http://www.vliehorsexpres.nl/
Crime doesn't pay, does that mean my job is a crime?

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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von Fabi » Fr 28. Dez 2012, 12:25

Ja schon verstanden, war nur mal so ein Gedankenspiel... Dachte vielleicht gibts da Ausnahmen wenn man das nur in nem kleinen Rahmen macht.
Gibt´s denn Unterschiede in der Versicherung/Steuer zwischen den 2/3/4 Achsern?

@Burki: mach´mer wenn i mit de Schul´ fertig bin ;-)

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Re: Mit dem Kat sich nebenher etwas dazu zu verdienen

Beitrag von X21 » Fr 28. Dez 2012, 12:46

Fabi hat geschrieben:Ja schon verstanden, war nur mal so ein Gedankenspiel... Dachte vielleicht gibts da Ausnahmen wenn man das nur in nem kleinen Rahmen macht.
Gibt´s denn Unterschiede in der Versicherung/Steuer zwischen den 2/3/4 Achsern?

@Burki: mach´mer wenn i mit de Schul´ fertig bin ;-)
Nein, das H-Kennzeichen macht da keinen Unterschied. Außer dass sich die 'Unterhaltskosten' mit zunehmender Achszahl geringfügig vervielfachen ;-)

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