6x6 oder 8x8 Auflastung?

alle Tips und Fragen, die bei der Neuanschaffung eines KAT anfallen

Moderator: D-Platoon

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Lenox
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6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von Lenox » Mi 12. Mär 2014, 00:40

Hallo zusammen,
Ich bin der Michael, dualer Maschinenbau Student im 4. Semester und komme aus dem Herzen Bayerns. Mein Vater und ich überlegen einen uns einen Kat anzuschaffen, und um dem ganzen, neben dem reinen Hobby, wenigstens etwas Sinn zu verleihen haben wir überlegt auf den Kat einen Hakenlift aufzubauen.
Damit könnten wir ihn bei unserer Landwirtschaft nutzen, z.B Hackschnitzel oder Hacker transportieren, da wir im Jahr ca. 100-120 m³ Hackschnitzel herstellen und verbrauchen :D .
Nun stellt sich die Frage ob man den Kat auflasten kann, da der ÖAF S-LKW ja auch 10t Zuladung obwohl er "nur" ein 6x6 ist.
Wenn ja, was ist dabei zu ändern? Evtl. andere Federn (vom Kipper oder 4x4), oder ist das nur Formalität?
Ich hoffe das war das richtige Unterforum....

Vielen Dank schon mal im Voraus!
Gruß aus dem Herzen Bayerns
Michael

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tdichris
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von tdichris » Mi 12. Mär 2014, 11:21

Am besten bei MAN in München nachfragen, denn für eine Auflastung brauchst du sowieso eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Hersteller.
Wenn es möglich ist, sagen die dir auch was du alles brauchst dafür.
Grüße
Christian

Sören
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von Sören » Mi 12. Mär 2014, 12:40

Wende dich mal an Bob hier aus dem Forum.
Ein Kollege von ihm hat so einen Umbau schonmal gemacht.
Vielleicht kann er dir ein paar Infos geben.

Gruß Sören

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StefanF
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von StefanF » Mi 12. Mär 2014, 19:38

Hey
Nur so eine Idee
beim PADH steht ein fertiger LX mit Hakenlift.
Evtl als alternative.
Grüße Stefan
(Die Steinigung bitte nur langsam) 8-)

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holland
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von holland » Mi 12. Mär 2014, 22:11

Guten Abend
Haben wir ev. letztes Jahr in Koblenz zusammen gesprochen?
Wir waren mit nem 6X6 da.

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Powerkat
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von Powerkat » Do 13. Mär 2014, 10:14

Moin...
Als ich vor Jahren die freigaben von man bezüglich den 16 ern bekam besprach ich auch eine generelle auflastung, an meinem 4x4 wurde die hintetachse auf rund 9 Tor.aufhelastet das war das Limit...an der Vorderachse geht nix, im Gegenteil bei 16 ern wird abgelastet da die bremse am Limit ist...bei der frage nach den 6x6 und 8x8 gab es eine klare absage mit einleuchtender Begründung:
Die 4x4 Achse kann nicht mehr als die 9 Tonnen bekommen egal wie er im Gelände fährt, bei den paar - achsern ist das anders: wenn sie im schweren Gelände fahren und mal eine Achse durch eine Kuppe oder bodenwelle frei gehoben wird Mus die 2. Achse alles tragen...klassische LKW haben meist die Achsen auf einer Ausgleichs schwinge sitzen das fehlt dem kat.und da wir relativ kleine Achsen drin haben geht hier ebennicht mehr...
Marcel
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manny
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von manny » Fr 14. Mär 2014, 10:04

Ja gut, das ist ne plausible Begründung...

Es wird auch nahezu unmöglich sein ne AP Achse mit mehr Traglast aus der zivilen Serie zu bekommen, da diese ja zu 99% für Zwillingsbereifung gebaut sind und somit die Bremstrommel deutlich weiter innen haben...
Wer später bremst ist länger schnell...

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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von Powerkat » Fr 14. Mär 2014, 11:26

vor allem hat keine die Aufnahmen für die Schraubenfedern etc.... also egal was man umbaut ob die Federn oder die Achsen...alles großes Kino....nicht das es nicht machbar wäre ,aber es muß ja am ende auch die Freigaben etc. bekommen bzw. zugelassen werden....und so stark ist auch unser Rahmen nicht....

Marcel
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von KAT I » Fr 14. Mär 2014, 13:52

Es gibt schon ein paar 6x6 mit Hakenlift - z.B. der von Säb Ziegler. Er ist damit jahrelang Begleitung für Teambouctu gefahren.
8x8 mit Hakenlift z.B. der von Lust (neue Bergung Breslau). Er ist auch hier im Forum vertreten ("Sahara").

Machbar ist das also schon.
Grüße
Mathias

Gummilager ausbauen ist wie eine Naturgeburt auf dem Aussteigerhof: Pressen, Heulen, Schreien, Bluten, Beten.

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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von manny » Sa 15. Mär 2014, 09:48

Wobei die Argumentation mit dem Doppelachsaggregat etwas kurz greift, denn die üblicherweise verbauten Aggregate stoßen ja schon bei -für KAT Verhältnisse- kleinen Buckeln an ihre Grenzen und Heben ein Beinchen, genau wie die zivilen Blattgefederten Vorderachsen von Vierachsern.
Wer später bremst ist länger schnell...

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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von tdichris » Sa 15. Mär 2014, 14:15

manny hat geschrieben:Wobei die Argumentation mit dem Doppelachsaggregat etwas kurz greift, denn die üblicherweise verbauten Aggregate stoßen ja schon bei -für KAT Verhältnisse- kleinen Buckeln an ihre Grenzen und Heben ein Beinchen, genau wie die zivilen Blattgefederten Vorderachsen von Vierachsern.
Da hast sicherlich recht, aber bei den blattgefederten Vierachsern dürften die Rahmen in den Bereichen wo die Achsen dranhängen anders aufgebaut sein.
(Querverstrebungen, Rahmenverstärkungen oder einfach stärkere Rahmen)
Und die Achse hängt an mindestens zwei Punkten - traglasttechnisch- gesehen.

Wie Marcel schreibt: "alles großes Kino....nicht das es nicht machbar wäre ,aber es muß ja am ende auch die Freigaben etc. bekommen bzw. zugelassen werden....und so stark ist auch unser Rahmen nicht...."
Grüße
Christian

HugoVogelsang
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von HugoVogelsang » So 16. Mär 2014, 13:14

Hallo,

Bei mir im Datenblatt vom Berger stehen 32t zGg drin. Allerdings nur im Abschleppfall. Also mit ca. 3 m hinter der Hinterachse angehängten 10 Tonnen und einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 40 km/h. Tatsächlich tragen die Hinterachsen dann weit mehr als 20 Tonnen, weil die Vorderachsen schon ziemlich entlastet werden ( leer liegen die bei ca 12 t)

Die Hinterachsen beim Kat II sehen aber auch etwas stabiler aus, als beim Kat1, wobei es noch nicht die wirklich schweren Achsen aus den zivilen Bereich sind.

Samson allerdings, die die Kat II in Serie zu Güllewagen umgebaut haben, haben es geschafft, die Fahrgestelle mit 32 t ohne Geschwindigkeitsbegrenzung zuzulassen, wobei die Achslasten in diesem Fall vernünftig verteilt sind, und natürlich keine engen Kuppen mehr überfahren wurden.

32 Tonnen sind das höchstmögliche Gesamtgewicht für einen Vierachser gemäß StVZO.

Wacken dürfte noch das eine oder andere Fahrgestell mit 32t Zulassung rumstehen haben. Das wird aber teuer, oder viel Arbeit.

Gruß Hugo

HugoVogelsang
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von HugoVogelsang » So 16. Mär 2014, 13:19

Nachtrag

Ein Kat II Fahrgestell ist natürlich prädestiniert für einen Hakenabroller, weil der hintere Überhang minimal ist, und der Rahmen am Heck auch noch abgeschrägt ist. Die Stoßdämpfer sind am Heck auch tiefer angesetzt.

Gruß Hugo

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stagemaster
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Re: 6x6 oder 8x8 Auflastung?

Beitrag von stagemaster » Sa 29. Mär 2014, 20:58

Hallo,

als wir damals den 1A1 zum Mobilstudio umgebaut haben, hat sich ergeben, dass das Studio 17t wiegt mit 15t Leergewicht des 1A1 ergab das zwar auch nur 32t aber er war heck und kopflastig.

MAN gab uns die Freigabe die Hinterachsen auf je 10t aufzulasten ohne das Gesamtgewicht des Fahrzeugs zu erhöhen, mit der Maßgabe die Wartungsintervalle zu halbieren
Nach der Bescheinigung des TÜV über die Unteilbarkeit der Last welche auf dem 1A1 montiert war, brauchten wir noch eine Ausnahmegenehmigung vom Regierungspräsident des Landkreises wegen der Einzelbereifung. Auf dieser sind eigentlich nur 9t je Achse erlaubt.

Zwingend nötig war die Nachrüstung von Querstabilisatoren, den mit dem weichen Fahrwerk war ein Fahren nur mit einem Adrenalinspiegel oberhalb der Augenbrauen möglich.

Diese baute uns Toni Maurer in Mauerstetten ein, 1., 3. und 4. Achse erhielten Querstabis aus dem Kipperprogramm. Danach lief er fast wie ein Bügeleisen.

Viel Spaß beim Umbau

Klaus

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