Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

alles, was in die obigen Bereiche nicht reinpasst
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Zentralgestirn
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Zentralgestirn » Sa 26. Nov 2016, 15:53

Filly hat geschrieben:
4x4-6x6 hat geschrieben:ich fürchte die Böcke, die versagt haben, waren nicht 'statisch bestimmt', sondern 'statisch unbestimmt' belastet.
...

Es kann also sein, daß bei dem Versagen der o.g. Lagerböcke ein einzelner Bock gar nichts dazu kann,
daß er zerbrochen ist.
Schöne Rechnung, aber der Bock, der versagt hat, war für 12t ausgewiesen.
3 x 12t / 1,35 = 27 t
Muß ein schwerer KAT gewesen sein.

Und woher kommt der Sicherheitsfaktor von 1,35 ? Der Sicherheitsfaktor muss in der Konstruktion enthalten sein und darf nicht den Rechenkünsten des Benutzers überlassen werden. An einen Hallenkran wo 20t draufsteht hängt man auch 20t an. Ein Rundschlinge wo 5t drauf steht trägt auch 5t (der Hersteller rechnet normal eine Sicherheit von 7 zur theoretischen Bruchlast ein).
Warum sollte also bei Unterstellböcken der Benutzer anfangen müssen zu rechnen?

Nachvollziehbar ist, daß mehr als 3 Böcke überbestimmt sind, also 3 Böcke die gesamte Last tragen müssen.
Gilt beim Fahrzeug aber nur, wenn man am Rahmen ansetzt. Bei jeweils 2 Böcken pro Achse sorgt die Federung der Achsen für eine entsprechende Lastverteilung. Die benötigte Tragfähigkeit von Reifen wird auch achsweise betrachtet und nicht auf 3 Reifen fürs gesamte Fahrzeug verteilt.

Christoph
Danke Christoph :clap:

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4x4-6x6
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von 4x4-6x6 » Sa 26. Nov 2016, 15:54

Hallo,

dann vielleicht eine Laborprüfung die etwas Paxisnäher ist.

Also z.B. 3 Beine mit einem 10mm - Blech unterfüttert,
und das vierte Bein mit einer Distanzplatte aus Kork.

Dazu eine exzentrische Belastung am Rande der Kernfläche.

Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

pshtw hat geschrieben:Super, jetzt wo das geklärt ist kannst Du ja mal dem Asiaten der die Dinger für 12,50 Euro ab Hof zusammenlötet die Zusammenhänge seines schändlichen Tuns erklären. Am besten jenseits von Afrika F to F direkt im der WEZ mit vorgehaltener 0815 oder wie die Flak hieß..... :lol:

Ich stell das trotzdem in die Presse und wenn es hält ist gut....


...
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von 4x4-6x6 » Sa 26. Nov 2016, 16:16

Hallo,
pshtw hat geschrieben:
Ich hab mir auch 2 von den Dingern bestellt ( nach Emils, und vor Kubis Beitrag),
die stell ich jetzt einfach mal in die Presse und guck auf das Manometer was bei 10 to passiert.

Sollte das ein Verarbeitungsfehler gewesen sein würde ich das ja ggfs auch sehen.
Das nennt sich Wareneingangskontrolle.

Sehr vernünftig.

Aber dann bitte auch mit Voll-Last.

Richtigerweise müsste man dann auch noch einen Sicherheitsbeiwert aufschlagen.
(Eine Sauerstoff-Flasche mit 200 bar Fülldruck wird ja auch nicht mit 150 bar geprüft,
sondern mit 300 bar.)

Einen Verarbeitungsfehler (vor der Belastungsprüfung) kann man nur sehen,
wenn kein Farbauftrag nach der Fertigung aufgebracht wurde.
Fehler in der WEZ kann man maximal unter dem Elektronen-Mikroskop sehen,
da sie die Gitterstruktur / Korngrenzen betreffen.

Strenggenommen müssten die Böcke regelmäßig (alle zwei Jahre?) geprüft werden,
und zu weiteren Nutzung freigegeben werden.
So wie das auch mit Elektro-Werkzeugen in einem Betrieb ist.
Die BG wird es danken, und die Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf,
nur mit geprüften Arbeitsmitteln zu hantieren.

Aber eine Wareneingangskontrolle ist ja schon mal der Weg in richtige Richtung.


...

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Zentralgestirn » Sa 26. Nov 2016, 17:08

Manchmal entsteht ein Bild in meinem Kopf, das mir sagt, warum wir keine Flughäfen, Gesangeshäuser oä vernünftig fertig bekommen, bei dem was ich hier manchmal zu lesen bekomme...

Der KAT 1 hat sagen wir mal rund 3t Radlast. Es ist Peters schwerstes Fz (Leergewicht) auf dem Hof. Prüft er den Bock für seine Belange mit 10t, ist das absolut mehr als ausreichend. Für kleine Genauigkeitsfanatiker, könnte er ja das nicht vorhandene Typenschild dann ja noch um einen entsprechend reduzierten Betrag der SWL korrigieren. :mrgreen:

Grüße Sebastian

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Lobo » Sa 26. Nov 2016, 17:17

Wir nutzen Mietunterstellböcke aus Plaste :lol:
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von 4x4-6x6 » Sa 26. Nov 2016, 17:21

Hallo,
Zentralgestirn hat geschrieben:
Der KAT 1 hat sagen wir mal rund 3t Radlast. Es ist Peters schwerstes Fz (Leergewicht) auf dem Hof. Prüft er den Bock für seine Belange mit 10t, ist das absolut mehr als ausreichend. Für kleine Genauigkeitsfanatiker, könnte er ja das nicht vorhandene Typenschild dann ja noch um einen entsprechend reduzierten Betrag der SWL korrigieren. :mrgreen:

Grüße Sebastian
Kann er so machen.

Es hat niemand etwas dagegen.

Kleiner Haken an der Sache:

Durch die Änderung vom Typenschild wird er zum Hersteller des Unterstell-Bocks.
Und das mit allen Pflichten in der EU.
Er muß also eine CE-Kennzeichnung anbringen,
sich als Hersteller ausweisen,
und die entsprechenden Erklärungen dazu abgeben.

Im Schadensfall haftet dann auch seine Betriebshaftpflichtversicherung.

Alles in allem eine lösbare Aufgabe.

Preiswerter, und schneller ginge es,
wenn er die Wareneingangskontrolle auf die Hersteller-Daten (zzgl. Vorhaltemaß) beschränkt.
Dann einen Zusatzaufkleber mit dem Prüfdatum anbringen.
Fertig ist die Sache.


...

P.S.
Auch HH-Konzertsäle und Rauchabsauganlagen in Berlin werden geprüft.
Und zwar mindestens als Einzelprüfung der Bauteile zuzüglich Vorhaltemaß.
Etwas anderes ist es beim OBI, wo ich letztens graue Papiersäcke gesehen hatte,
wo nur noch die Aufschrift: "Zement" draufstand.
Keine DIN-Nummer, keine zugesicherte Festigkeitsklasse.
Die Ägypter bauen mit solchen Baustoffen Hochhäuser.
Viel Vergnügen beim Übernachten in solchen Hochhäusern.
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von 4x4-6x6 » Sa 26. Nov 2016, 17:24

Hallo,
Lobo hat geschrieben:Wir nutzen Mietunterstellböcke aus Plaste :lol:
Kann man so machen.

Es liegt sicher kein 'bestimmungsgemäßer Gebrauch' vor.

Würde ich als 'Afrikanische Methode' bezeichnen.

Blöd nur, wenn jemand unter dem Auto liegt,
wenn das Konstrukt versagt.
Dann zahlt keine Versicherung,
und ggfs. hat der Staatsanwalt ein paar Fragen.

Wie ich sehe, die Vorderachse von einem Trecker auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb.
Bitte mal bei der Berufsgenossenschaft zur Stellungnahme einreichen.


...

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von pshtw » Sa 26. Nov 2016, 18:31

So, 10 to kein Problem.....
Wenn hier einer nen Fuffi springen lässt ermittel ich auch bis zum bitteren Ende weiter ;)
20161126_172703.jpg
Ansonsten würde ich für 1,80 eu auch den roten Plastik Bock testen, versuchsaufbau steht ja in relativ kurzer Zeit :lol:
Gruß
Peter
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von woelf59 » Sa 26. Nov 2016, 18:55

Hallo,

die Dinger hier machen eigentlich einen soliden Eindruck.

http://www.ebay.de/itm/112199006708?_tr ... EBIDX%3AIT

Gruß Wolfgang

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Lobo » Sa 26. Nov 2016, 19:57

Troll
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von 4x4-6x6 » Sa 26. Nov 2016, 22:03

Hallo,
pshtw hat geschrieben:So, 10 to kein Problem.....
Wenn hier einer nen Fuffi springen lässt ermittel ich auch bis zum bitteren Ende weiter ;)
20161126_172703.jpg
Na, das ist ja schon einmal ein Anfang.

Dieser eine Unterstellbock hat also innerhalb der nächsten zwei Jahre unter Laborbedingungen eine glaubwürdige Tragkraft von:

10 to / 1,35 = 7,40 to

Dann ziehen wir noch 1/3 ab, wenn wir das Ergebnis vom Labor in die Wirklichkeit übertragen.

Bleiben also: 5,0 to Freigabewert.

Wenn dann noch mindestens zwei weitere Böcke gleicher Bauart positiv die Wareneingangskontrolle passieren,
kann man damit als Arbeitgeber seinen Gesellen unter einem so aufgebockten Auto arbeiten lassen,
welches sich errechnet zu:

3 x 5,0 = 15,0 to

Also eine Prüfplakette aufkleben, und das Ergebnis im Geräteheft dokumentieren.
(Die Eichgesetze lassen wir mal außen vor.)

Dann kann kein Staatsanwalt meckern.

Hätte Kubi so eine Wareneingangskontrolle gemacht, wäre es wahrscheinlich nicht zum Versagen unter dem KAT gekommen.
Der Fabrikationsfehler am Bock wäre vorher aufgefallen.

Da wir jetzt wissen, daß Peter für 1,80 EUR solche Prüfungen durchführen kann,
ist jeder, der unsicher ist, aufgerufen seine Böcke unterm Apfelbaum prüfen zu lassen.


...

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von visual » Sa 26. Nov 2016, 23:01

Ist ja gut, allerdings glaube ich kaum, das irgendwer hier das Teil gewerblich nutzt und damit sind deine Ansagen hier zu 80% übertrieben bzw nicht wirklich helfend ;)

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Filly » So 27. Nov 2016, 03:03

4x4-6x6 hat geschrieben:Richtigerweise müsste man dann auch noch einen Sicherheitsbeiwert aufschlagen.
(Eine Sauerstoff-Flasche mit 200 bar Fülldruck wird ja auch nicht mit 150 bar geprüft,sondern mit 300 bar.)
Auch wenn das für Gasflaschen zutreffen mag, kann man das so pauschal nicht sagen.
Bei mir in der Firma gabs vor einigen Jahren ziemlich Aufruhr, weil es einen Lastabsturz an einem Hallenkran gab. Bei einem 50t Hubwerk war eine Schweißnaht an der Seiltrommel gerissen. Daraufhin wurde von BG, dem TÜV und dem Kranhersteller die Ursache gesucht. Unter anderem kamen die Prüfmethoden auf den Prüfstand. Es wurde untersagt die Kräne mit mehr als 10 % Überlast zu prüfen, weil durch diese Überlastungen Ermüdungsbrüche beschleunigt werden, die aber nicht zwangsläufig bei der Prüfung dann auch auftreten.
Zum Glück gab es bei dem Lastabsturz nur Materialschaden, sonst wärs ein klarer Fall von todgeprüft.

Christoph

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von egn » So 27. Nov 2016, 08:12

pshtw hat geschrieben:So, 10 to kein Problem.....
Wenn hier einer nen Fuffi springen lässt ermittel ich auch bis zum bitteren Ende weiter ;)
Ich spendiere den Fuffi. :mrgreen:
Gruß Emil

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von pshtw » So 27. Nov 2016, 11:03

Moin Ing,
Die Prüfung gibt es hier kostenlos, die 1,80 wären das Pfandgeld für die Prüfung des roten, amerikanischen Miet-Unterstellbocks gewesen. :lol: :lol: :lol:
Gruß Peter
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von fun-ski » So 27. Nov 2016, 11:28

Zentralgestirn hat geschrieben:Manchmal entsteht ein Bild in meinem Kopf, das mir sagt, warum wir keine Flughäfen, Gesangeshäuser oä vernünftig fertig bekommen, bei dem was ich hier manchmal zu lesen bekomme...

Grüße Sebastian
Moin genau so ist es und der Unterschied zwischen Theorie und Praxis
Theorie ist dann wenn jeder weiß wie es geht und nix funktioniert
Praxis ist wenn alles funktioniert und keiner weiß warum
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von simon » So 27. Nov 2016, 11:58

Moin,
Ich kenne es eher so, dass Theorie ist, dass jeder weiß wie es NICHT geht.
Wer nicht will findet Gründe, wer will findet Wege.

Gruß Simon

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von egn » So 27. Nov 2016, 14:30

Ich war heute nochmal kurz in der Halle und habe die Unterstellböcke für eine zusätzliche Sicherung ausgemessen. Neben der Hülse gibt es noch die Möglichkeit direkt über dem Ständer den nächsten Zahn mit eine Klemme zu blockieren. Dies Lösung wäre dann auch bei jeder Höhe anwendbar.

Dabei ist mir dann bezüglich der nötigen Belastbarkeit von Böcken eingefallen dass die 5 t BW Böcke für einen 3-Achser nicht ausreichen, zumindest dann nicht wenn es bei uns ein voll ausgebautes Wohnmobil mit 18 t ist. Denn wenn ich hinten eine Achse mit dem Wagenheber anhebe dann sind das schon 12 t die auf diesen am Schluss lasten und nach dem Ablassen je Bock dann 6 t. Erst wenn die 2. hintere Achse angehoben wurde sind es pro Bock nur noch 3 t.
Gruß Emil

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Saarkat » So 27. Nov 2016, 20:00

Zentralgestirn hat geschrieben:Manchmal entsteht ein Bild in meinem Kopf, das mir sagt, warum wir keine Flughäfen, Gesangeshäuser oä vernünftig fertig bekommen, bei dem was ich hier manchmal zu lesen bekomme...

Grüße Sebastian
Sebastian, ich kann deine Aussage nachvollziehen, aber ich unterstelle mal, dass der Ingenieur weiß, wovon er spricht, bzw. schreibt. Er ist halt ein ganz korrekter, aber er scheint ja offensichtlich den Plan zu haben. Ob das jetzt immer und überall so umgesetzt werden muss, nur weil es nach den Vorgaben irgendwelcher Berechnungsregeln/-grundsätze so sein soll/muss, lasse ich mal dahingestellt. Ausgehend von seiner ausgeübten Tätigkeit kann er hier nur das öffentlich machen, was offiziell richtig und korrekt ist. Alles andere könnte im dümmsten Fall einen faden Beigeschmack bekommen.
Das wäre ungefähr so, wie wenn ein Steuerberater hier öffentlich zur Schwarzarbeit aufrufen würde.

Praxis ist, wenn der Praktiker das praktiziert, was der Theoretiker vielleicht theoretisch im Kopf hatte, es aber praktisch nicht umsetzen konnte und dann was Kompliziertes zu Papier gebracht hatte. ;) :mrgreen:
Praxis ist, wenn der Praktiker das realisiert, wovon der Theoretiker nicht wusste, dass man das auch so machen kann, das Ergebnis ganz nebenbei dann auch noch haltbar und funktionsfähig ist, und in einem angemessen Preis-/Leistungsverhältnis steht. ;) :mrgreen:

Wenn ich jetzt nen Haufen Theoretiker habe, die etwas mit Praktikern umsetzen sollen, die aber praktsich und theoretisch von nix oder nicht viel ne Ahnung haben, aber billig sein müssen, weil das avisierte Projekt theoretisch 100 MIo kosten soll, es aber nur 75 Mio vorhanden sind, dann wird's auch praktisch unterm Strich teuer/teurer und herauskommen Jahrhundertprojekte oder Steuerfriedhöfe wie irgendwelche Gesangsbuden, Hauptstadtflughäfen, und, und, und,......
Fakt ist, dass viele dieser Objekte nie an den Start gegangen wären, wenn die vom Planer im Vorfeld beschriebenen Kosten in Stein gemeißelt gewesen wären. Da diese veranschlagten Kosten meist das Budget der öffentlichen Hand überschreiten, wird der Planer quasi dazu genötigt, seine Planung schön zurechnen bzw. auf das Budget der öffentlichen Hand zu korrigieren, damit das Objekt im Stadtrat o.ä. beschlossen werden kann. Dass die geplanten Kosten praktisch in Ordnung waren, die zur Verfügung stehende Kohle praktisch aber nicht aussreicht, um das Objekt wie geplant zu realisieren, kommt es, auch in Verbindung mit dem Auftragsvergabemodus der Bundesrepublik, zu solchen Steuersünden. Ab einer gewissen Größenordnung (ich glaube 1Mio) muss EU weit ausgeschrieben werden. Da kannst du dir an drei Fingern abzählen, was dabei rauskommt/rauskommen kann. Es ist leider oft genug der Fall. Öffentliche Ausschreibungen und Ausschreibungen von Planungsbüros wandern bei mir ungeöffnet in die Ablage "P" - ich habe keinen Bock mehr auf diese Scheisse.
Gruß

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Lobo » So 27. Nov 2016, 20:17

@Christof es geht wohl eher darum das der Thon die Musik macht, im Umkehrschluss ist er auch nicht allwissend und greift bei banalen Fragen auf die Schwarminteligenz zurück

zum glück werde ich davon nun verschont dank dem Troll Butten hier in der Einstellung
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Saarkat » So 27. Nov 2016, 20:27

Maik, allwissend ist keiner. Ich hab mich im oberen Teil meines Post ja nur auf die Böcke bezogen. ;)
Gruß

Christoph


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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von Lobo » So 27. Nov 2016, 20:29

hab ich so auch verstanden ;)
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von pshtw » So 27. Nov 2016, 22:41

So, liebe Gemeinde,
Grade nochmal kurz draußen gewesen und Bock geschrottet !

22 to haben ihn gekillt, da kann man dem China mann wirklich nichts vorwerfen....

Druck stieg bis auf 20 to kontinuierlich an, danach fing er langsam an nachzugeben. Und zwar nicht am Untergestell, sondern die Welle mit der Klinke gab langsam nach und zog ein Langloch in die Lagerung.
Dann, bei 22 to noch weitergepumpt bis es plötzlich knallte und die 18er (?) Welle einseitig glatt abscherte.
Selbst wenn das Manometer nicht genau stimmt hat der viel mehr abgekonnt als ich ihm zugetraut hätte....
Also hatte ich doch Recht mit meinem Ansatz : Einmal mit 10 bis 15 to abdrücken und fertig, wenn er das ab kann hat man zumindest keine Material oder Verarbeitungsfehler mehr zu befürchten.....
Gruß Peter
P.S. Emil, schick mir mal ne Handy Nr, dann kriegst Du ein Video ( und meine BV ;) )
P.P.S. Lieber Ing: immer erst an den Bus denken, dann schreiben ! :roll:
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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von 4x4-6x6 » So 27. Nov 2016, 23:25

Hallo,

danke für das Experiment.

Das Ziel ist erreicht.

Alle haben angefangen, zu zweifeln.
Alle haben angefangen, über das Problem nachzudenken.

Nun ist das Ergebnis da.
(Die Eichgesetze, und die Statistik lassen wir mal außen vor.)

Wir wissen jetzt, das ein repräsentatives Beispiel 20 to Bruchlast hat.
(Danach beginnt der Stahl zu fließen.)

Wir können einen Sicherheitsbeiwert von Labor in die Wirklichkeit berechnen zu:

Gamma = 20 / 12 = 1,67

Wir können ferner festhalten, daß eine Wareneingangsprüfung mit einer (Labor-)Prüfung von 12 to unschädlich ist.

Ich hatte mal den Weg vom Labor in die Wirklichkeit mit 1/3 Zusatzlast angesetzt.

Also müsste so ein Unterstellbock eigentlich einer (Labor-)Wareneingangsprüfung standhalten,
die sich errechnet zu:

12 x 1,33 = 16 to

Macht also ein tatsächliches Gamma zu:

20 / 16 = 1,25

Das ist doch ganz vernünftig.

Und es ist die Hälfte von der Druckbehälterverordnung,
die ein Gamma von 1,5 vorschreibt.

Also gibt es doch nur Sieger.
Naja, fast - der eine Bock hat es mit dem Leben bezahlt.


...

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Re: Unterstellböcke 12 t für 71,91 Euro das Paar

Beitrag von pshtw » So 27. Nov 2016, 23:43

.....jetzt hat er wieder nicht an den Bus gedacht.... :lol: :roll:
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