Alles mit Strom - ohne Gas?

midlifecrisis
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Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mo 7. Aug 2017, 13:04

Hallo,

was haltet ihr vom dem Konzept Strom als einzigen Energieträger im Aufbau zu nutzen? BLISS baut ja z.B. nach dieser Philosophie.

Mir gefällt der Ansatz ganz gut und auf dem Papier funktieniert es auch gut. Aber praktische Erfahrungen wären auch interessant...

Wie lange überlebt eine Handelsübliche Splitklimaanlage im Koffer wenn man nicht gerade Wochenlang Offroad ist?

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pshtw
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von pshtw » Mo 7. Aug 2017, 13:56

Moin,
Auch wenn ich mich wiederhole:
Fast alle möglichen und unmöglichen AusbauFragen werden oder wurden im ALG behandelt.
Da könntest Du die Schwarmintelligenz anzapfen, allein schon weil da viel mehr Leute vertreten sind, wodurch die Chance steigt daß da einer was weiß....
Da schreibt z.b. maxd sehr offen über seine blissbox, während hier nur ein eher passiver blissboxer liest ;)
Hast Du denn inzwischen ein Chassis gekauft / ein konkretes in Aussicht ?
Gruß
Peter
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fun-ski
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von fun-ski » Mo 7. Aug 2017, 13:58

Moin
wer lesen und suchen kann ist eindeutig im Vorteil.
Diverse Beiträge von Emil EGN behandeln dieses Thema, siehe unter anderen Blue Thunder wird zum Solarkraftwerk.
Soll kein Anschiss sein sondern die Aufforderung auch mal eigenständig nach Themen zu suchen bevor man einen neuen Thread aufmacht,.
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

midlifecrisis
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mo 7. Aug 2017, 14:42

Habe den 6x6 vom Aigner gekauft.
Die Beiträge von Emil (Speziell seine FAQ) kenne ich schon - die sind übrigens sehr toll aufbereitet.
Mir geht es hier auch nicht um die technische Machbarkeit, sondern um Erfahrungen oder Argumenten Pro/Contra von dieser Philosophie.

Ich will euch nicht nerven, ich kann auch gerne in andere Foren ausweichen - wollte nur ein bisschen Leben hier rein bringen... :-)

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pshtw
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von pshtw » Mo 7. Aug 2017, 15:06

Glückwunsch zum Kauf!
...damit ist Dir immerhin der Rekord des Mannes mit den Schlüpfer Gummis verwehrt geblieben :clap:
Gibt es schon Fotos ?
Gruß
Peter
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midlifecrisis
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mo 7. Aug 2017, 16:52

pshtw hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 15:06
Glückwunsch zum Kauf!
...damit ist Dir immerhin der Rekord des Mannes mit den Schlüpfer Gummis verwehrt geblieben :clap:
Gibt es schon Fotos ?
Gruß
Peter
Was für ein Ding? übersetz das mal in meine Sprache... :mrgreen:


https://www.aignertrucks.com/de/fahrzeu ... n-kat1-6x6

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von urologe » Mo 7. Aug 2017, 21:15

midlifecrisis hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 14:42
Habe den 6x6 vom Aigner gekauft.
Das war sicher eine positive Entscheidung ! bleib auch bei der Wartung bzw Ersatzteilen dort - eine ehrlichere Beratung kriegst Du nicht.
Der Franz wird Dir auch niemals einen Mischmasch von Mittenzentrierten und Bolzenzentrierten Felgen verkaufen, wenn Du 5 Stück kaufst ! das wäre ja auch blöd , Du müßtest immer einen Satz Ersatzschrauben mitführen... so was macht der Franz niemals weil er nicht zwischen Käufern mit Ahnung und Käufern auf Vertrauensbasis unterscheidet. Du wurdest gut beraten und hast ein gutes Fahrgestell - so schnell hatte ich das nicht erwartet - Respekt.
Der hochgelegte Auspuff ist doch genial und komplett in V-4A ausgelegt , Andere verbauen noch V-2A und Du wunderst Dich , daß das Zeug genauso schnell verrottet wie normaler Stahl...und die teure Arbeitszeit ist die gleiche.
ich habe inzwischen gelernt , daß Lenin nicht immer unrecht hatte.... bezüglich Vertrauen - das bezieht sich nur und ausschließlich auf Leute , die sich in der Materie auskennen...
Ich denke , Du hast mit dem Stück eine gute Auswahl getroffen, die Umbauten , die er bereits hat , würden Dich woanders sehr, sehr viel Geld kosten ! Laß Dir eine Leer-Kabine von Nils Alberts , http://alberts-allradtechnik.de ,
( der hat laut homepage sein Maschinenbaustudium abgeschlossen und besitzt alle Schweißklassifikationen) anbieten , darfst Du gerne auf mich verweisen , er wird sich dann besondere Mühe geben oder ablehnen ! (aus Zeitgründen, auch wenn er groß erweitert hat).
ansonsten ist Franz Aigner jemand , der auf langfristige Beziehungen ausgerichtet ist.
Vorsorge tut gut - KAT fahren !
Amour de Deutz

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mo 7. Aug 2017, 21:33

Können wir wieder zurück zum Thema oder ist der Zug jetzt abgefahren? :mrgreen:
Ich wollte damit erst raus wenn er angemeldet bei mir in der Halle steht, aber Peter fragt ja jedes Mal so penetrant... :-)

Könnt ihr mir jetzt wieder erklären wie die Kiste warm und das Essen heiß wird?

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von urologe » Mo 7. Aug 2017, 22:03

ciao baby,
überschätze Dich mal nicht ...
Vorsorge tut gut - KAT fahren !
Amour de Deutz

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Mo 7. Aug 2017, 22:55

Ich würd´s mal so beantworten:

Unser Fahrzeug ist ohne Gas. Würde ich bei der Fahrzeuggröße immer wieder so machen, denn du hast ausreichend Platz auf dem Koffer für Solarzellen.

Seit ca. 3 Jahren haben wir weder Landstrom noch Generator noch Lichtmaschine gebraucht. Als beide Keilriemen mal abgeflogen waren, hat der Koffer den KAT versorgt ;-) Allerdings muss man erwähnen, daß das Fahrzeug in sonnigen warmen Gebieten steht. Die Klimaanlage wird sehr selten eingesetzt, der Koffer ist so gut isoliert (8cm), daß wir sie nicht brauchen. In feuchtem Klima sieht das wahrscheinlich anders aus.

Was ich anders machen würde: mehr Batteriekapazität. Wir haben jetzt 640 AH bei 24V, ich würde neu lieber 800 AH planen. Wenn du wirklich kompletten Komfort willst, und auch bei schlechtem Wetter länger stehen möchtest vielleicht sogar etwas mehr, aber dann wird preislich ein guter Dieselgenerator interessant. Wobei man sich damit wieder Probleme einhandelt, Wattiefe, Gewicht, etc. Wenn möglich 2 x 400AH einplanen und den Platz für zusätzlich 400Ah einplanen.

Den Rest können wir gerne telefonisch besprechen, hab´ aber tagsüber momentan wenig Zeit ... wird in 1-2 Wochen besser.
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mo 7. Aug 2017, 23:02

urologe hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 22:03
ciao baby,
überschätze Dich mal nicht ...
Hast du was in den falschen Hals bekommen?
Ich wollte mit meinem letzten Beitrag nicht undankbar oder unhöflich wirken. Sorry!

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mo 7. Aug 2017, 23:08

ALu hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 22:55
Ich würd´s mal so beantworten:

Unser Fahrzeug ist ohne Gas. Würde ich bei der Fahrzeuggröße immer wieder so machen, denn du hast ausreichend Platz auf dem Koffer für Solarzellen.

Seit ca. 3 Jahren haben wir weder Landstrom noch Generator noch Lichtmaschine gebraucht. Als beide Keilriemen mal abgeflogen waren, hat der Koffer den KAT versorgt ;-) Allerdings muss man erwähnen, daß das Fahrzeug in sonnigen warmen Gebieten steht. Die Klimaanlage wird sehr selten eingesetzt, der Koffer ist so gut isoliert (8cm), daß wir sie nicht brauchen. In feuchtem Klima sieht das wahrscheinlich anders aus.

Was ich anders machen würde: mehr Batteriekapazität. Wir haben jetzt 640 AH bei 24V, ich würde neu lieber 800 AH planen. Wenn du wirklich kompletten Komfort willst, und auch bei schlechtem Wetter länger stehen möchtest vielleicht sogar etwas mehr, aber dann wird preislich ein guter Dieselgenerator interessant. Wobei man sich damit wieder Probleme einhandelt, Wattiefe, Gewicht, etc. Wenn möglich 2 x 400AH einplanen und den Platz für zusätzlich 400Ah einplanen.

Den Rest können wir gerne telefonisch besprechen, hab´ aber tagsüber momentan wenig Zeit ... wird in 1-2 Wochen besser.
Hast du AGM bzw. GEL oder 640Ah in LIFEPO4?

In dem Fall geht dein Strom hauptsächlich fürs kochen drauf? Heizen musst du kaum und kühlen tust du auch wenig.

Ist deine Wand 80mm oder nur die Dämmung?
Was für ein Material?

Ich will die nächsten Tage mal die Heizlast für so einen Koffer ausrechen. Stell mir das aber recht schwer vor. U-Wert, Geometrie und Delta-T ist das eine, aber "Kalt" + "Wind" + "Ausrichtung im Wind" lassen das Unterfangen zu eine Kaffeesatzleserei verschwimmen...

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Mo 7. Aug 2017, 23:17

LIFEYPO4.

Der meiste Strom geht für Kühlschrank / Gefrierschrank drauf. Mit Induktionskochfeld hält sich der Stromverbauch in Grenzen. 2-3 Tage vor einem längeren Reisestop ist die Waschmaschine der Haupt-Stromverbraucher :mrgreen:

Wir machen aber konsequent den Wechselrichter aus, wenn wir keine 230V brauchen. Das macht sich stark bemerkbar.

3,2mm Alu außen, dann die Dämmung (Schaum, frag´ mich aber bitte nicht welcher), dann innen GFK. Insgesamt 81mm Gesamtdicke.
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Mo 7. Aug 2017, 23:32

Wie viele Tage im Jahr nutzt du das Fahrzeug.

Ich denke bei mir werden es in den nächsten Jahren rund 30-60 Tage sein. Ich kalkuliere auch fest damit das ich vieles falsch machen werde und nach ein paar Jahren Erfahrung vieles anders machen würde. Aus dem Grund tendiere ich derzeit zu AGM. Bei meiner Nutzung und 50% Auslegung sollten die 10 Jahre leben.

Mein Gefühl sagt mit das LIFEPO4 bei der derzeitigen Entwicklung im Bereich Elektromobilität in ein paar Jahren deutlich günstiger werden.

Wäre ich >100 Tage auf Achse wären LIFEPO4 die einzig sinnnvolle Lösung.

Soweit meine Gedanken zum Speicher - lasse mich da aber gerne belehren...

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A N D R E A S
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von A N D R E A S » Di 8. Aug 2017, 01:09

Die LiPo kannst Du zu 70% entleeren, die AGMs wie alle Blei nur zu 50% =>
100 Ah LiPo = 140 Ah Blei/AGM bei 1/3 Gewicht.
Meine 400Ah 24V LiPo wiegen ca. 120 kg.
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egn
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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Di 8. Aug 2017, 08:15

Wohnmobil ohne Gas funktioniert problemlos, selbst ohne Solar. Wir sind 5 Jahre ohne Solar und nur mit der 150A Lichtmaschine gut zurecht gekommen, außer wir wollten mehr als 5 Tage an einem Ort stehen. Deshalb haben wir Solar nachgerüstet und jetzt brauchen wir von April bis September nicht mal die Lichtmaschine und heizen mit dem Überschuss gleichzeitig noch unser Warmwasser zum Duschen. So sparen wir uns im Sommer auch noch den Betrieb der Standheizung.

Wie Andreas richtig schreibt, sind die Hauptverbraucher Kühlschrank und Gefrierschrank (1 - 2 kWh/d). Das Kochen liegt in der Regel nicht über 1 kWh/d, außer wir haben zwei warme Mahlzeiten und verwenden mehrmals den Kontaktgrill. Der Standby-Verbrauch des Wechselrichters ist auch ein wichtiger Faktor, kann aber im Sommer wegen des Solarüberschusses vernachlässigt werden. Bei uns war er während unseres Schweden/Norwegenurlaub trotz viel bewölktem Wetter immer an. Wir standen sogar in der Nähe von Östersund 10 Tage bei Freunden und brauchten trotz bewölktem Wetter keinerlei Netzstrom.

Wir sind in 2007 mit 900 Ah/24V AGM Batterien gestartet und ich habe seit 2014 schrittweise AGM durch LiFePO4 ersetzt. Heute sind es 820 Ah/25,6 V LiFePO4 und noch 150Ah/24V AGM (wird als Spannungsteiler für 12 V Versorgung genutzt). Der Ladestand pendelt täglich so zwischen 92 % und 75 %, wenn das Warmwasser im 42 l Behälter auf Temperatur gehalten wird. Ich lade die LiFePO4 Zellen auch nur mit maximal 3,4 V/Zelle, weil dies die Lebensdauer signifikant verlängert. Man kann LiFePO4 auch zu 100 % entladen, was allerdings die Lebensdauer verkürzt. Ein Nutzung im Bereich 10-90 % Ladestand ist ein guter Kompromiss.

Mit einer Preissenkung bei LiFePO4 durch Massenproduktion würde ich nicht rechnen, da die LiFePO4 Zellen nur von wenigen Herstellern verwendet werden. Wenn dann ändert sich der Preis nur über den Dollarkurs.

Wir nutzen das Auto derzeit etwa 50 Tage/Jahr, es soll aber in den nächsten Jahren immer mehr werden.

Unser Koffer mit einer Oberfläche von etwa 80 qm und einem Isolierwert von 0,44 W/qmK verliert durch die Wände bei -20° C und 20° C Raumtemperatur etwa 1.400 W. Mit den Verlusten durch Fester und Türen dürften es kaum mehr als 2.000 W sein. Bei Außentemperaturen über 0° C reicht die innere Wärme um die Temperatur bei 20° C zu halten. Selbst die kleinste Standheizung würde reichen. Ideal ist eine Standheizung deren minimale Leistung so tief wie möglich ist, damit sie nicht ständig stoppen und starten muss.
Zuletzt geändert von egn am Di 8. Aug 2017, 08:34, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Di 8. Aug 2017, 08:24

egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 08:15
Mit einer Preissenkung bei LiFePO4 durch Massenproduktion würde ich nicht rechnen, da die LiFePO4 Zellen nur von wenigen Herstellern verwendet werden. Wenn dann ändert sich der Preis nur über den Dollarkurs.
Das wollte ich auch gerade schreiben. Die Nachfrage ist sehr hoch, das sieht man auch an den Lieferzeiten. Die Nachfrage wird sicher noch höher werden, dafür werden Diesel billiger :text-bravo: (ironisch gemeint) Die Chinesen werden sicher nicht den Preis senken, nur weil sie mehr verkaufen können.

Ich habe 2012 aber auch so gedacht, als ich meine ersten Zellen für 209 EUR pro Stück gekauft habe. Heute kosten Sie 229 EUR.
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Di 8. Aug 2017, 08:30

Zwischendurch haben sie aber auch mal fast 300 Euro gekostet.

Momentan sinken die Preise wegen des sinkenden Dollarkurses wieder leicht.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Di 8. Aug 2017, 08:32

midlifecrisis hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 23:32
Ich kalkuliere auch fest damit das ich vieles falsch machen werde und nach ein paar Jahren Erfahrung vieles anders machen würde.
Dann kann ich nur empfehlen: schau´ dir so viele Fahrzeuge wie möglich an, sprich mit so vielen (erfahrenen) Leuten wie möglich, besuche ggf. den einen oder anderen Langzeitreisenden (auch unterwegs) und gehe nach Bad Kissingen oder auf andere Treffen.

Normalerweise heisst es: das erste Fahrzeug baut man für seinen Feind, das zweite für seinen Freund, das dritte dann für sich selbst. Ich habe den ersten Schritt übersprungen, habe dafür aber fast 5 Jahre geplant / gebaut / geändert (in wechselnder Reihenfolge). Zeit zum Reisen hätte ich damals eh nicht gehabt.

Aber ein Fahrzeug für 5 Personen aufzubauen ist nochmal ´ne andere Nummer. Wie wär´s da mit diesem Aufbau:

https://www.aignertrucks.com/de/fahrzeu ... op-20-fuss :lol:
Gruß

Andreas

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Di 8. Aug 2017, 08:33

egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 08:30
Zwischendurch haben sie aber auch mal fast 300 Euro gekostet.
Ich weiß, da musste ich wegen eines Schadens nachkaufen. Hat aber die Versicherung des Aufbauers übernommen :oops:
Gruß

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Di 8. Aug 2017, 08:41

ALu hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 08:32
Normalerweise heisst es: das erste Fahrzeug baut man für seinen Feind, das zweite für seinen Freund, das dritte dann für sich selbst. Ich habe den ersten Schritt übersprungen, habe dafür aber fast 5 Jahre geplant / gebaut / geändert (in wechselnder Reihenfolge). Zeit zum Reisen hätte ich damals eh nicht gehabt.
Nach den 10 Jahren und 80.000 km sieht es so aus als wenn wir die ersten beiden Schritte übersprungen hätten. Bei uns ging es etwas schneller, mit Lastenheft in 4 Wochen und Bauzeit etwa 16 Monate. ;)
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von midlifecrisis » Di 8. Aug 2017, 11:36

ALu hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 08:32
midlifecrisis hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 23:32
Ich kalkuliere auch fest damit das ich vieles falsch machen werde und nach ein paar Jahren Erfahrung vieles anders machen würde.
Dann kann ich nur empfehlen: schau´ dir so viele Fahrzeuge wie möglich an, sprich mit so vielen (erfahrenen) Leuten wie möglich, besuche ggf. den einen oder anderen Langzeitreisenden (auch unterwegs) und gehe nach Bad Kissingen oder auf andere Treffen.

Normalerweise heisst es: das erste Fahrzeug baut man für seinen Feind, das zweite für seinen Freund, das dritte dann für sich selbst. Ich habe den ersten Schritt übersprungen, habe dafür aber fast 5 Jahre geplant / gebaut / geändert (in wechselnder Reihenfolge). Zeit zum Reisen hätte ich damals eh nicht gehabt.

Aber ein Fahrzeug für 5 Personen aufzubauen ist nochmal ´ne andere Nummer. Wie wär´s da mit diesem Aufbau:

https://www.aignertrucks.com/de/fahrzeu ... op-20-fuss :lol:
Auf die nächsten Treffen möchte ich kommen.
Aber dennoch gehe ich davon aus dass ich meine eigenen Erfahrungen machen muss.
Die Anwendungen der User können in dem Bereich individueller nicht sein... :-D
Auch der Koffer in dem wir in den nächsten Jahren mit den Kindern Urlaub machen wird nicht der selbe sein den wir vielleicht später nur noch zu zweit nutzen.
Ich komme aus dem Sondermaschinenbau, ich habe die letzten 20 Jahre quasi nur Prototypen gebaut.
Unter anderem durch maximales nerven der User in dieser Forum versuche ich ebenfalls Schritt-1 zu überspringen... :mrgreen:


Ich habe jetzt rausgehört dass ihr ca. 400-800Ah @24V habt.
Inzwischen seid ihr alle auf LIFEPO4 gegangen.

Klimatisieren tut ihr aber kau elektrisch?
Bei egn wird soweit ich das verstanden habe bei "normalen" Reisetemperaturen" alles über Verluste und Personen gedeckt.
Vielleicht denke ich da noch zu extrem (Split Klima, 3-4kW Heizleistung über mehrere Tage bei -20°C,...) - derartige Szenarien machen ein rein elektrisches System sehr teuer.

Wie viel PV habt ihr auf dem Dach? Theoretisch passen auf einen 6-7m Koffer ja 4kW drauf.
Da die Module heutzutage relativ günstig sind würde ich das auch annähernd nutzen.

Habt ihr eine FBH drin?
Damit sollte sich eine Angenehme Wärme für die Grundlast einbringen lassen.

@egn
Danke übrigens für deinen FAQ zu dem Thema, den habe ich letztens auch entdeckt.



Hier mal mein Wunschszenario für die Klimatisierung:
Lüftungsanlage mit Zu- und Abluft
Wäremetauscher mit Bypas (Wobei der Bypas bei so einem kleinen Raumvolumen wohl nicht erforderlich ist)
Erhitzer im Zuluftstrom durch Strom
Erhitzer im Zuluftstrom mit Diesel (Standheizung) als Backup und für
Kühler im Zuluftstrom

Zusätzlich FBH(elektrisch) oder Heiz-Kühldecke.
Letzteres aber eher nicht da ich ein Heizsystem mit Flüssigkeiten (Wartungsaufwand) möglichst vermeiden will.

Meine Recherchen haben ergeben dass derartige Konzepte im Wohnmobilbau aber eher unüblich scheinen.
Da scheinen die Systeme noch strikt getrennt zu sein:
Splitklima auf dem Dach, Dieselheizung unterm Koffer, ein Elektroheizlüfter bei Landstrom und ggf. noch eine FBH mit dem System von Alde...
Jedes System ist für sich eigenständig und weiß nichts vom anderen.
Werden diese Standheizungen eigentlich im Umluftbetrieb oder über Wärmetauscher gefahren oder zieht man damit immer kalte Außenluft an und pustet die warme Luft wieder raus?

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von egn » Di 8. Aug 2017, 12:30

Klimatisierung:
Wir haben bisher keine Klimaanlage eingebaut weil mich bisher keine wirklich überzeugt hat. Alles was für Fahrzeuge gedacht ist, ist sehr ineffizient und macht zum längeren durchgehenden Betrieb entweder einen Stromanschluss oder einen Generator nötig. Einen typischen Generator will ich aus Lärmgründen, Platzbedarfs und des nötigen Wartungsaufwandes nicht.

Wahrscheinlich wird es eher noch eine sehr effiziente Inverter-Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion. Deren Strombedarf kann man im Sommer vielleicht gerade noch so decken. Im Winter ist sie nur eine Notlösung, außer man hat einen Generator an Bord.

Heizung:
Heizung ist eine gewöhnliche Wasser Dieselheizung von Webasto, die im Motorraum eingebaut ist.. Diese heizt das Warmwasser und zwei Wasser-Luft-Wärmetauscher dienen zur Schnellaufheizung. Ein weitere Wasser-Wasser Wärmetauscher versorgt den Heizkreislauf mit Konvektoren und Heizkörpern. Dieser Kreislauf kann auch elektrisch geheizt werden und basiert auf Aldekomponenten. Der Umlauf ist absolut lautlos.

Solar:
Schau Dir mal die Maße der Module genau an. Auf einem 6 m Koffer bekommst Du keine 3-4 kW.

Lüftung:
So was hatte ich mir auch überlegt aber wegen des Platzbedarfs für die Kanäle und der langfristigen Verschmutzung verworfen.

Generell:
Komplexe Systeme sind eher von Nachteil. Eine komplizierte Steuerung braucht man bei einem einzigen Raum mit 15 qm Wohnfläche nicht.

Eine Warmluftheizung macht nur Umluft.
Gruß Emil

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von Zentralgestirn » Di 8. Aug 2017, 12:45

urologe hat geschrieben:
Mo 7. Aug 2017, 21:15

... Laß Dir eine Leer-Kabine von Nils Alberts , http://alberts-allradtechnik.de ,
( der hat laut homepage sein Maschinenbaustudium abgeschlossen und besitzt alle Schweißklassifikationen) anbieten , darfst Du gerne auf mich verweisen , er wird sich dann besondere Mühe geben oder ablehnen ! (aus Zeitgründen, auch wenn er groß erweitert hat).
Hallo Ralf,

wenn ich sowas lese wird mir schon anders. Lese die HP von dem von dir so hoch gelobten Mann bitte noch mal deutlich aufmerksamer durch. Ich kann mir die Differenzen zwischen deiner Version und dem was ich auf der HP finden konnte nicht erklären.

Warum nur baut sich in meinem Kopf ein Bild zusammen, dass man vermutlich mit, gleich gesellt sich gern beschreiben könnte.

Aber wie dem auch sei, ich freue mich für dich, dass du so zufrieden bist mit seinen Arbeiten.

Grüße Sebastian

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Re: Alles mit Strom - ohne Gas?

Beitrag von ALu » Di 8. Aug 2017, 13:22

egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Solar:
Schau Dir mal die Maße der Module genau an. Auf einem 6 m Koffer bekommst Du keine 3-4 kW.
Doch, das geht. Wenn man seitlich ggf. klappbare Module anbringt :D . Aber wenn ich sehe, wie mein Koffer zerkratzt ist (und auch die oben liegenden Module) ist das keine praktikable Lösung ...
egn hat geschrieben:
Di 8. Aug 2017, 12:30
Lüftung:
So was hatte ich mir auch überlegt aber wegen des Platzbedarfs für die Kanäle und der langfristigen Verschmutzung verworfen.
Volle Zustimmung. Wenn ich sehe, was bei uns im Koffer an Staub z.B. durch Kühlöffnungen, und selbst durch KCT-Fenster, eingesaugt wird, würde ich jede unnötige Öffnung im Koffer vermeiden. Lieber im Stand dann Fenster und Dachluke (die ist bei uns dicht) auf, und zwei kleine Ventilatoren anschalten, das reicht. Bei 5 Reisenden wird sich das meiste eh draußen abspielen, und die Tür ist dadurch fast immer auf = Luft kommt genug in den Koffer.
Gruß

Andreas

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