Konzept für Wohnkoffer aus Holz

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ALu
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von ALu » Mi 26. Jul 2017, 14:08

JStefan hat geschrieben:
Mi 26. Jul 2017, 08:22
das hat zur Folge, das bei weichen Rahmen der Koffer - meisst an der Türe und oder an den Fenstern reißt. Egal ob unicat oder Action mobil oder wer auch immer. Bei weichen Rahmen geht es schneller bei Verwindungs steifen langsamer. Das ist Fakt und mehrfach von mir selber beobachtet und von den Besitzern bestätigt. Klar will von den renommierten Herstellern darüber keiner reden.
Das kann ich so bestätigen. Ich habe unterwegs einige Fahrzeuge gesehen, bei denen die Tür in der Mitte des Koffers ist, und durch das Verziehen des Rahmens / Zwischenrahmens Lücken entstanden sind, oder die Tür sich gar nicht mehr öffnen liess. Es waren aber keine KATs, bei unseren Fahrzeugen habe ich das bisher noch nicht gesehen.
Gruß

Andreas

midlifecrisis
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von midlifecrisis » Mi 26. Jul 2017, 14:29

Ich sehe bei der 3/4 Punktlagerung im Fall eines KAT noch keinen besonderen Vorteil gegenüber der Lagerung mit den vorgespannten Federn wie bei der Pritsche? Nachteil der Version mit der Feder könnte sein dass es im Fall eine kurzen Torsion zweimal laut knallt. Erst wenn die Feder komplett komprimiert wurde und einmal wenn der Hilfsrahmen wieder auf dem Rahmen aufschlägt.

Der Zusätzliche Stauraum ergibt sich daraus dass die Konstruktion höher baut, geht aber dann zulasten der Gesamthöhe.


Zum Thema:
Ich habe mal links und rechts des Weges geschaut und mich mit GFK und Alu beschäftigt.
Auch habe ich mich grob über Fertige Ausbaukoffer informiert.
Diese liegen je nach Ausstattung zwischen 20 und 50k€.
Wenn man die Materialpreise und die viele Arbeit bedenkt ist das grundsätzlich ein realistischer Preis.
Allerdings werde ich meinen ersten Koffer dennoch zu 90% selber bauen:

1. Ich habe die Möglichkeiten dazu (Platz, Werkzeug, Kenntnisse)
2. Wird das erheblich günstiger.
3. Habe ich Spass an so was
4. Muss ich erst mal meine eigenen Erfahrungen machen.
Jeder hat andere Vorstellungen von einem Wohnkoffer und dementsprechend gehen die Meineungen auseinander.
Ich muss meine eigene Erfahrung in Punkto Größe, Grundriss, Usability machen.
Diese Erfahrung sollte nicht zu teuer sein. Aus diesem Grund akzeptiere ich bei einem Selbstbau auch eine maximale Lebensdauer von 10-15 Jahren.
Was nützt ein teurer Koffer den Jemand nach meinen Vorstellungen baut wenn er dann doch nicht so ideal ist weil ich zu wenig Erfahrung in die Planung einfließen lassen konnte?
Wenn ich mich mit meinem Selbstbau verwirklicht habe und entsprechende Erfahrungen habe kann ein anderer Koffer ggf. auch ein BLISS oder so was werden. Aber dann weiß ich auch GENAU was ich haben will und die Angst unnötig Geld in einer Schnapsidee zu vergraben ist weg.


Zum Aufbau:
Auch beim Selbstbau bin ich derzeit etwas breiter am evaluieren.
Folgende Konzepte stehen derzeit zur Auswahl:

1. GFK (Ich kenne hier zwei Zulieferer aus der WoMo Branche die mir dabei helfen würden persönlich)
2. Außen GFK, innen Holz Multiplex
3. Außen Alu innen Holz Multiplex

Kern wird immer aus geschlossen porigem Schaum sein.
Diffusionsoffene Konzepte habe ich verworfen.

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manny
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von manny » Mi 26. Jul 2017, 18:04

Noch ein Denkanstoß zur entkoppelten Kofferlagerung...

Grade bei eng seiner Konstruktion sieht man schön, dass zwar die Rahmenverwindung sehr gut wegkompensiert wird, man sich aber dadurch auch relativ große Punktlasten in den Kofferboden holt, auch hier können die beschriebenen Rissprobleme herkommen.

Auch hier ist der KAT verglichen mir so manch anderem LKW sehr gut aufgestellt, er hat ein Fahrwerk mit viel Federweg, Stoßdämpfern, viel Reserve und zusätzlich weichen Reifen. Verglichen mit einem Ex-Baukipper der für 18t(Zweiachser) oder 26t(Dreiachser) ausgelegt ist, ist das gradezu eine Wohltat für die Materialien.

Und die Zivilen Rahmen sind verglichen mit unserem Rahmen butterweich... Sieht man schön beim Trucktrial... -Ich dachte eine Zeit lang, dass man die Rahmen extra schwächt um mehr Verwindung hinzukriegen, aber nee! -Die sind serienmäßig so weich :shock:
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von midlifecrisis » Mo 31. Jul 2017, 00:46

Sandkater hat geschrieben:
Mi 19. Jul 2017, 21:48
im aktuellen Allradler (das Ding ist eine Paper App) steht ein Beitag über einen Kirmiswagen auf einem neuen Fahrgestell. Der Baubericht ist ganz nett zu lesen.
Oder Öschis Umbau eines Steyr.http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 23247d7ddb

Peter
Allradler ist am Freitag gekommen. - Danke für den Tipp!
Das was die da vorstellen ist aber nicht so ganz meins.

Der "Zirkuswagen KAT" vo. Orange... mit dem Alkoven (wie kann man einen KAT nur derart zurichten...) ist grad zu verkaufen - das ist meiner Meinung nach aber eher ein Negativbeispjel für einen Holzkoffer auf einem KAT.

Nur weil man sich die Eigenschaften des Werkstoffs zu nutze macht muss man sich nicht an dessen Optik festlegen. Da finde ich den Koffer von dem Steyer bzw. oschi schon gelungener.

Ich bin momentan am evaluieren mit verschiedenen Werkstoffen für die Aussenhaut. Aktuell spiele ich das ganue mit Trespa Platten durch.

Bisheriger Stand:
Preislich etwa gleichwie ALU
Es gibt aus dem Holzbau erprobte Klebesysteme und Dichtungssysteme.
Die Oberfläche ist fertig - kein lackieren.
Das Material scheint auch mechanisch ausreichend belastbar zu sein.
Die vielen Farben und Dekors bieten viel Spielraum für ein cooles Design.


Nachteil:
Vermutlich splitert das Zeug, das wird der TÜV nicht durchlassen.

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von ALu » Do 3. Aug 2017, 07:17

Zum Thema "Kofferlagerung" bin ich gestern auf folgendes Bild gestossen. Ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll. Auf den ersten Blick sieht die Idee gut aus, aber wenn ich daran denke, wie / wo die Kräfte in den Hauptrahmen einfliessen, habe ich so meine Zweifel. Allerdings weiß ich nicht, was da oben drauf steht, d.h. welches Gewicht getragen werden muss. Wenn das Gewicht nicht so groß ist, ist das durchaus eine nette Möglichkeit, an Aufbauhöhe zu sparen.

http://alberts-allradtechnik.de/img/gal ... 202356.jpg
Gruß

Andreas

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von midlifecrisis » Do 3. Aug 2017, 09:13

Hallo Andreas,

danke für den Link.
Wäre interessant ob man das bei dem Rahmen darf.
Ich kenne die ganzen Militäraufbauten nicht, aber in diesem Fall wird die Kraft von oben ja axial in das Rahmenprofil eingeleitet.
Da müsste mal jetzt prüfen ob das Rahmenprofil dafür ausgelegt ist, es wird ja quasi verdreht.

Zwischenstand:
TRESPA ist raus - das Zeug splittert viel zu stark beim Unfall.
Es gab bereits Autobauer die damit experimentiert haben, die haben das aber eingestampft.
Die Zersplitterten Pattenstücke durchtrennen Bleche und Rücksitzlehnen...
Schade eigentlich, habe mich schon mit dem Kacheldesign angefreundet.

PREFA hat was ähnliches für Fasaden.
Beidseitig 0,4mm Alu, innen ein harter Kunststoffkern. Das sollte von den mechanischen Eigenschaften her passen.
Das schaue ich mir mal an, wird aber vermutlich zu teuer.

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von manny » Do 3. Aug 2017, 16:32

midlifecrisis hat geschrieben:
Do 3. Aug 2017, 09:13

Wäre interessant ob man das bei dem Rahmen darf.
Ich kenne die ganzen Militäraufbauten nicht, aber in diesem Fall wird die Kraft von oben ja axial in das Rahmenprofil eingeleitet.
Da müsste mal jetzt prüfen ob das Rahmenprofil dafür ausgelegt ist, es wird ja quasi verdreht.

Von der Festigkeit her mache ich mir bei unserem Rahmen nicht die geringsten Sorgen, aber erstens hat die Lagerung für uns viel zu viel unnötige Freiheitsgrade, und zweitens würde ich niemals in ein geschlossenes Sechseck-Kastenprofil Löcher bohren um da am besten noch Gewinde rein zu schneiden um da vier sone Schräubchen einzubauen :doh:

An das aufgesetzte L könnte man sone Konstruktion anbauen, aber wozu?!

Ich erinnere mal an das Video...
https://www.youtube.com/watch?v=xaUozA6xyi8
das sind übrigens noch alles Prototypen, unser Rahmen wurde danach noch mit dem aufgesetzten L verstärkt...
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von egn » Fr 4. Aug 2017, 09:47

Es sieht doch so aus als wenn das Rohr durch eines der Verbindungsrohre im Rahmen geschoben ist. Ich kann mir vorstellen dass das gut geht. Man braucht dann am Rahmen gar nichts schweißen und auch keine Löcher bohren. Beim Korrosionsschutz muss man halt aufpassen.

Ich nutze auch eines dieser Rohre um eine Verbindung mit 2" Schlauch zwischen den Tanks auf beiden Seiten zu haben.

Am L darf man auch nichts punktuell befestigen da sonst die Schweißnaht zum Kastenrahmen reißt. Ich kenne zwei KATs bei denen das passiert ist. So viel zur Verwindungsfreiheit.
Gruß Emil

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von manny » Fr 4. Aug 2017, 11:48

Das da auf dem Bild von Albert Allradtechnik ist doch niemals ein KAT Rahmen, das wird ein offenes U-Profil sein wie bei 99,8% aller LKWs...

Und unsachgemäße Schweißarbeiten haben ja nun nichts mit Verwindungswerten von Konstruktionen zu tun...

Gegen die Verwendung der Verbindungsrohre spricht ja erstmal nichts, ausser, dass der Rahmendesigner damals sicher nicht damit gerechnet hat, dass da mal jemand auf die Idee kommt die Last der Beladung an diesen Punkten in den Rahmen einzutragen :think:

Wird aber sicher besser funktionieren als diese Lösung da mit den vier Schräubchen..
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von egn » Fr 4. Aug 2017, 11:53

Ok, sorry. So genau habe ich mir den Rahmen auf dem Bild gar nicht angesehen. :?
Gruß Emil

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Di 10. Okt 2017, 11:57

Ich möchte hinten Sitze für Fahrgäste haben, muss ich die auf Stahl befestigen der bis zum Rahmen durch geht oder darf das auch Holz mit den selben statischen Eigenschaften sein?
Geht mit planerisch ähnlich - 5-köpfige Familie :mrgreen:
Plane Sitzplätze für 4 Personen (komfortabler Reisebus-Sitz mit Kopfstütze und integrierte PKW-Gurte inkl Gurtstraffer) im Aufbau.
Kennt jemand eine Bezugsquelle für gebrauchte Sitze? (sollten 4 identische Modelle sein)
Befestigung auf Holz wird in der CH eher nicht ausreichend sein da die Verankerungspunkte geprüft werden müssen - also Sitz bzw. Sockel auf den Metallrahmen schrauben und Kältebrücke irgendwie in den Griff kriegen ... :doh:

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Fr 13. Okt 2017, 14:52

Da kommt gleich auch die Frage nach einem grossen Fenster auf ...
Die 4 Sitze sollten ganz hinten im WoMo sein - die Fahrgäste sollten natürlich auch was von der Reise mitbekommen.
Sonst habe ich dann das Problem dass niemand hinten sitzen will und vorne im Führerhaus zu wenig Platz ist :naughty:
Fensterfläche müsste grosso modo 1500x800 (LxH) sein (muss nicht geöffnet werden können)
Bisher leider keinen Hersteller gefunden der sowas anbietet :?

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D-Platoon
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von D-Platoon » Fr 13. Okt 2017, 15:36

pat hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 14:52
Die 4 Sitze sollten ganz hinten im WoMo sein - die Fahrgäste sollten natürlich auch was von der Reise mitbekommen.
Ganz hinten? Sprich die sollten entgegen der Fahrtrichtung sitzen und am Heck rausgucken? :shock:
pat hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 14:52
Fensterfläche müsste grosso modo 1500x800 (LxH) sein (muss nicht geöffnet werden können)
Bisher leider keinen Hersteller gefunden der sowas anbietet :?
Ein bekannter hat herkömmliche Wohnungsfenster wie auch eine Terassentür für seinen Aufbau verwendet (die kosten einen Bruchteil der WoMo-Fenster).
Die kleinen Fenster waren problemlos. Die Tür hingegen ist scheinbar mal geplatzt, da diese zwischen den Scheiben mit einem Gas gefüllt sind. Bei einer Fahrt auf große Höhe hat aufgrund des geringen Luftdrucks der Gegendruck gefehlt, was das Glas zum Platzen brachte. Bei der Neuen hat er soweit ich weiß das Gas entweichen lassen (auf kosten verminderter Wärmeisolation).
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
  • BMW 320d touring, 150PS Bj. 2005
  • BMW R 1200 GS Adventure, 125PS, Bj. 2014
  • MAN KAT1 5t mil gl, 256PS, Bj. 1978

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von A N D R E A S » Fr 13. Okt 2017, 15:48

Herkömmliche Wohnungsfenster sind nicht erlaubt, wenn Wohnteil während der Fahrt benutzt wird. Es muß Glas mit ECE-Kennzeichnung sein und das bekommt nur Sicherheitsglas. Man kann sich aber bei einem Autoglaser Scheiben nach Wunsch machen lassen. Die Größe der geplanten Scheibe ist aber mal eine Ansage. Ich würde mehrere etwas kleinere Scheiben nehmen, z.b. 4 Stk. 600x1.000, links rechts und zwei hinten.

Die Sitzgruppe würde ich aber nicht ganz hinten planen wegen evtl. Seekrankheit. Lieber weiter vorne und jeweils eine Scheibe links und rechts.
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von D-Platoon » Fr 13. Okt 2017, 16:19

A N D R E A S hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 15:48
Herkömmliche Wohnungsfenster sind nicht erlaubt, wenn Wohnteil während der Fahrt benutzt wird. Es muß Glas mit ECE-Kennzeichnung sein und das bekommt nur Sicherheitsglas.
Auch bei Seitenfenstern?
Meine fahrbaren Untersätze:
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Fr 13. Okt 2017, 17:38

danke für die antworten - speziell die betreffend seekrankheit (will nun wirklich niemand) :naughty:
rausgucken würden die mitfahrer schon auf der seite - rückwärts sitzen wäre wohl noch schlechter als seekrankheit
ich muss einfach 3-4 personen irgendwie gescheit hinten unterbringen können und die sollen von der fahrt auch was mitbekommen ...
von daher fällt auch hubdach schon mal flach - vereinfacht aber im gegenzug den technischen aufwand :dance:
normales fensterglas würde ich beim TÜV in der schweiz nie und nimmer durchkriegen (zumindest wenn der prüfer es bemerkt) plus wäre mir auch zu heikel auf der autobahn speziell auch in tunnels mit gegenverkehr ... gibt einen ganz schönen druck wenn ein 40-tönner mit 100 km/h in gegenrichtung vorbeibraust (eine geborstene scheibe aus dem gesicht pfriemeln will sich am ende ja auch niemand) :shock: :naughty:

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von A N D R E A S » Fr 13. Okt 2017, 19:37

D-Platoon hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 16:19

Auch bei Seitenfenstern?
Yeap -alle in dem Raum befindlichen Fenster müssen ECE haben. Wenn die Wohndose während der Fahrt nicht benutzt wird gehen glaube ich auch normale Fenster. Bei Mitfahrern hinten aber ein "no go".

Ich plane deshalb Fenster 800x500 in Thermopen: 6mm Verbundsicherheitsglas - 12mm Gas 3mm einfaches Sicherheitsglas
Kosten: ca. 500,- für 5 Stk. vom Autoglaser (ohne Rahmen)
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Fr 13. Okt 2017, 20:07

thermopen - sehr interessant (kannte ich bisher noch nicht) :whistle:
passenden alu-rahmen zimmerst du dir selbst zurecht? stelle ich mir eher schwierig bis unmöglich vor ...
(nehme an ausstellbar müssen die fenster nicht sein)

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von A N D R E A S » Fr 13. Okt 2017, 21:53

In Deutschland muß bei Wohnraum, der während der Fahrt genutzt wird, ein zweiter Ausgang, vorzugsweise an der dem normalen Ausgang gegenüberliegenden Seite vorhanden sein. Dies kann auch ein Fenster der Größe ??? sein.

Meine beweglichen Fenster will ich ähnlich Outbound mit einem Edelstahlrahmen versehen und in die Wand einlassen (Stufenfalz mit Edelstahlverkleidung). Unbewegliche Fenster werden direkt in die Wand eingearbeitet/verklebt. Das Sika-Zeug mit Glasgrundierung klebt höllisch und sollte ausreichende Festigkeit haben.
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von urologe » Sa 14. Okt 2017, 11:43

A N D R E A S hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 21:53
ein zweiter Ausgang, . Dies kann auch ein Fenster der Größe ??? sein
" Als Fluchtwege gelten sowohl Türen als auch Fenster und Hauben, die sich von innen öffnen lassen; das Mindestmaß beträgt 0,25 qm bei einer Mindestbreite und -höhe von 0,4 m (z.B. ein Fenster 60 x 40 cm)"
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Di 17. Okt 2017, 22:14

mal so ein gedanke betreffend ausdehnung von stahlrahmen und siebdruck/PU-sandwich an einem 6m koffer ...
PU und siebdruckplatte wird sich kaum beissen mmn. da die ausdehnung praktisch gleich null ist.
weiss jemand welcher kleber für das PU sandwich normalerweise verwendet wird?
anders verhält es sich mt der ausdehnung beim stahlrahmen - der kann sich wie in den postings erwähnt schon mal plus/minus 5mm ausdehnen ... sprich der kleber der verwendet wird um eine 6m wand an den rahmen zu 'pappen' muss das aushalten bzw. muss eine gewisse elastizität haben.
nehmt ihr da sikaflex 221 als standard oder gibt es besseres (elastisch und wärmebeständig von -40 bis +80 grad oder so)
besten dank im voraus für inputs! :)

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von urologe » Di 17. Okt 2017, 22:39

pat hat geschrieben:
Di 17. Okt 2017, 22:14
nehmt ihr da sikaflex 221 als standard oder gibt es besseres

Sika ist ganz sicher nicht das geeignete Klebemedium für die Sandwich-Herstellung .
genauso wie dieses Forum für so eine spezifische Kabinen-Bau-Frage . besser zB Womobox.de
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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Fr 20. Okt 2017, 11:44

Alternative zu GFK Platten: Stahlblech/PU/Stahlblech
Siehe:
http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?f=17&t=8993
Mal noch ne dritte Möglichkeit. Stahlblech (beschichtet) / PU-Schaum / Stahlblech. Z.B. die Platten von Feroplast, aus denen Schmitz-Cargobull die Auflieger baut.
Meine Kiste hab ich daraus gebaut weil es für mich das einzige erschwingliche (150,- € für alle Platten) war. Das war vor 10 Jahren und ich würde es immer wieder so machen :D
Vielleich a bissel schwerer als GFK aber dürfte bei einem 6x6 KAT eher nicht so tragisch sein.
Die Platten haben sich bei Kühlanhängern bewährt (grosser Temperaturunterschied innen/aussen) - die Stahlblech Beplankung gibts auch mit mit Falz welcher die Wärmeausdehnung komplett aufnimmt (weitestgehend kugelsicher ist das ganze dann auch noch :dance: )

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Fr 20. Okt 2017, 11:46

Details zu Aufbau der Platten mit Falz:
https://www.cargobull.com/files/at/file ... ator_D.pdf

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Re: Konzept für Wohnkoffer aus Holz

Beitrag von pat » Fr 20. Okt 2017, 14:43

Reparatur der CargoBull Platten:
https://www.youtube.com/watch?v=QIewyc6-UEE

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