Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

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hussl1
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Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von hussl1 » Do 30. Mär 2017, 01:05

Hallo liebe Gemeinde,

ich habe eine feuchte Stelle an der Vorderachse links (schon beim Kauf). Leider fehlt mir die Fachkenntnis um das richtig einzuschätzen.
Wurde da abgeschmiert und das Ganze ist durch Regen verschmiert oder kommt da Öl vom Planetengetriebe aus einer Dichtung?
Wie würdet Ihr vorgehen? Alles mal mit Bremsenreiniger sauber machen und schauen ob irgendwo was rauskommt?

In der TDV ist auch für Laien wie mich gut beschrieben, wie ich den Ölstand des Planetengetriebes gut überprüfen kann.
Man soll ja einen neuen Dichtring verwenden, passenderweise gibt es hier schon was im Forum:

viewtopic.php?f=18&t=2363&p=24915&hilit ... ing#p24977

Wo bekommt man denn solche Kupferringe? Ist das Material von der Stange oder muss ich für sowas zum MAN-Händler?
Mir fehlt da noch die Erfahrung, wäre mein erster Teilekauf für den KAT ;).

Ich habe mal versucht, möglichst brauchbare Bilder zu machen.
Freue mich auf eure Einschätzung.

Liebe Grüße,

Matthias
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Sandkater
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Sandkater » Do 30. Mär 2017, 06:48

1. Das ist Öl, Fett ist dicker
2. So ein bißchen Öl wirst du nicht als Fehlmenge im Planeten erkennen, aber reinschauen ist immer nett
3. Die Dichtringe sollte jeder Schraubenhandel haben, Alu oder Kupfer ist egal
4. Der evtl. undichte Wellendichtring ist erst nach einer Demontage des kompletten Achsschenkels zugänglich. Sinnvollerweise saniert man dann gleich alles oder lebt damit, solange es kleine Ölflecken auf dem Abstellplatz gibt.
Vorderachse_066.JPG
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AndreasE
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von AndreasE » Do 30. Mär 2017, 10:53

Matthias,
ich habe mir meine Dichtungen bei Lelebeck bestellt. (Brauchte eine etwas größere Stückzahl)
Anbei die Liste der 4 häufigsten Dichtungen mit der Lelebeck Artikelnummer

www.lelebeck.de - Kleinteile und Dichtungen
ArtNr 2735: Al 24x29x2mm(Radnabe, Auslassöffnung)
ArtNr 2751: Al 45x52x2mm(Radnabe, Mittlere Öffnung)
ArtNr 2742: Al 30x36x2mm (Motorölwanne, Ölablassschraube)
ArtNr 2519: Cu 14x18x1,5mm (Motorölwanne, Öl-Temperaturgeber)

Liebe Grüße,
Andy

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Zentralgestirn
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Zentralgestirn » Do 30. Mär 2017, 12:45

Hallo,

nehmt bei Kontaktpartner Stahl lieber die Cu-Ringe. Von der elektrochemische Spannungsreihe liegen Stahl und Cu dichter zusammen wie Fe und Al. Sprich, die Kupferringe halten länger bzw sicherer dicht. Zudem neigt Kupfer eher weniger zum fressen bei der Relativbewegung zwischen den Dichtflächen und dem Dichtring.

Bei Al Ölwannen etc ohne Stahleinsatz würde ich eher Alu nehmen, damit der Ring als erstes weg geht und nicht die Ölwanne.
Der KAT sollte da aber einen Stahleinsatz haben, wenn mich nicht alles täuscht.

Cu ist teurer wie Al, bei unseren Stückzahlen aber uninteressant viel ;)

Grüße Sebastian

hussl1
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von hussl1 » Do 30. Mär 2017, 13:05

Hallo zusammen,

herzlichen Dank für eure Antworten!

Dann habe ich ja nun ne Ahnung wo ich stehe.
Ich werde dann mal erstmal alles sauber machen und beobachten, wieviel Öl da rauskommt und vllt sogar die Quelle ausmachen.

Mein Kat steht überdacht aber auf Schotter, der Vermieter ist recht empfindlich. Daher möchte ich das (je nach Ausmaß) gerne beseitigen (Der kleine ist auch sonst nirgendwo undicht),

@Sankater:
Was gehört denn deines Erachtens zur Sanierung dazu?
Da du Bilder hast, hast du das wohl schon hinter dir.
Hier würde mich deine Einschätzung interessieren:
Ich hab mäßig Talent, aber einen Landmaschinenmechaniker im Hintergrund auf den ich zugreifen könnte.
Benötigt man spezielles Werkzeug? Wie ist so der Zeitansatz?

Danke für die Info mit den Dichtungen, da decke ich mich mal ein. Ich erinnere mich an eine Diskussion im Forum, ich nehme einfach mal Kupfer ;).

EDIT:
Sebastian war schneller :D
Danke für die Info bzgl. Ölwanne.

Danke euch!

Gruß,

Matthias
Zuletzt geändert von hussl1 am Do 30. Mär 2017, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von fun-ski » Do 30. Mär 2017, 13:06

Moin
auf jeden Fall mal sauber machen und dann schauen wo es her kommt.
evtl aus dem oberen Lenklager, dies kann evtl auch mit Fließfett gefüllt werden und wird wieder dicht,
Wenn es aus der Radseite kommt muss zerlegt werden und der Wedi neu gemacht werden.
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Sandkater » Do 30. Mär 2017, 21:50

Ich bin mal so frei, dein Bild zu nutzen.
Zwischenablage01.jpg
Zwischenablage01.jpg (29.9 KiB) 2375 mal betrachtet
roter Pfeil: dort wird das Öl für das untere Lager eingefüllt. 13er Schlüssel, ziemlich pfriemelig und vorher alles gut in der Gegend sauber machen. Es sind nur Geitlager, daher kann Fließfett helfen. Normalerweise kommt dort Motoröl rein.

Blauer Pfeil: Pegel, bis zu dem Ölfeuchte zu sehen ist. Daher würde ich das obere Lager ausschliessen und eher Richtung Planetengetriebe suchen.

Beim Reinigen auspassen, dass du mit dem Dampfreiniger von der Dichtung der Welle zum Achrohr Abstand hältst. (grüner Pfeil) Alles was man dort reinblässt schmirgelt erst den Schaumstoffring weg und arbeitet sich später in den Wellendichtring ein.

Im Prinzip läuft das auf eine Vorderachssanierung hinaus. Kann man auch einseitig machen, aber meist verschleissen beide Seiten ziemlich gleich und dann ist es nur eine Frage der Zeit bis die andere kommt.
Hier hat es jemand beschrieben: http://www.multi-board.com/board/index. ... n-MAN-KAT/
Peter
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Powerkat » Fr 31. Mär 2017, 16:19

Bitte Bitte Bitte an den Achsschenkelbolzen kein Fließfett !! so einen Scheiß hab ich hier gerade erst sanieren müssen der Käse wird mit der Zeit stockig und der ölige Anteil wandert nicht mehr zwischen die Gleitlagerschale dann beginnt sie zu fressen ...

Der eigentliche gelagerte und schmierbedarfte Teil der Bolzen liegt unterhalb der Dichtlinie ! wenn man also undichte Abdichtungen hat und die Bolzen immer wieder bis Oberkannte befüllt , läuft diese Menge -ca. 2 Schnapsgläser auch die nächsten Tage wieder raus -auch Fließfett ! es kann jedoch physikalich nie leer laufen ! immer nur bis kante der Dichtlinie , dann steht jedoch die Gleitlagerung immer noch satt im Öl aber es läuft nichts mehr raus !

Marcel
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von fun-ski » Fr 31. Mär 2017, 16:41

Hi Marcel
danke für die Berichtigung, werde ich mir für die Zukunft merken.
Man lernt gerne dazu :clap: :clap: :clap:
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von hussl1 » Sa 1. Apr 2017, 02:28

Hallo zusammen,

freue mich gerade riesig über euren Input!
Ich war die Tage auch etwas fleißig.

Die Verdachtsdiagnose wurde ja schon geäußert, Zeit diese mit Befunden zu erhärten.

Hochdruckreiniger lass ich schön sein, da habe ich mal als Flugschüler Erfahrungen gemacht und Ärger bekommen^^.
Ich habe mich lieber mit einigen Lumpen und ner Dose Bremsenreiniger unter die Achse begeben.

So sah das dann aus:
IMG_4799.JPG
Anmerkung: Wird das pink wenn ich weiter putze?

Ein Tag später, Fahrzeug nicht bewegt:
IMG_4828.JPG
Dann 80km Spaß =):
IMG_4833.JPG
Wenn man an der Stelle mit dem Finger streicht, ist der schön mit Öl benetzt.
Damit scheint mir die Sache eindeutig: Unteres Lager.

@Marcel:
Verstehe ich dich richtig: Wenn von der Dichtung nichts mehr kommt, habe ich trotzdem noch Öl an den relevanten Stellen
--> Kein Handlungsbedarf?

Gruß Matthias

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Powerkat » Sa 1. Apr 2017, 15:10

moin
vom Prinzip her ja, es gibt einen physikalisch kleinen Haken : wir kennen ja seine Vergangenheit nicht genau , wo Öl raus kann , kann theoretisch auch wasser rein ! Wasser setzt sich physikalisch immer unter das Öl , somit kann es natürlich auch sein das du an der Stelle nun die untersten 2 cm Wasser hast und oben drauf noch 2 cm Öl was natürlich schmiertechnisch nicht der Brüller ist ! auf Nr. Sicher geht man hier wenn man mal alles schön mit Druckluft sauber bläst , dann die Verschlu?schrauben der Achsschenkelbolzen öffnet , mit einwegspritze und kleinem Schlauch in die Bohrung auf den Grund geht und den Inhalt absaugt , das geht recht easy und effektiv ! zeigt sich doch deutlich verbrauchter schleimiger Ölbraps kann man ja auch mal ein wenig Bremsenreiniger rein und drin rumstochern und wieder absaugen , die Bremsenreinigerreste verdunsten von alleine danach kann man es mit frischem Achsöl wieder auffüllen , nun hat man die Gewissheit das man kein Wasser unten drin hat , sauberes Öl drin ist und es nicht bis zum oberen Rand gefüllt ist , also kommt auch nicht die Welt raus ....

Auf deinen Fotos sieht man das sich am Unteren Bolzen der Blechring des Schaumringes (er ist ein Schutz des eigentlichen Wellendichtringes vor Schmutz) bereits eingedrückt hat ....meist ein klares Zeichen , das sich die Unteren Gleitsteine entweder abgenutzt haben oder von Beginn an nicht ordentlich eingemessen waren , dann hat der ganze Achsschenkel quasi hoch-runter Spiel axial zum Bolzen ...kann man auch prüfen wenn man das Fahrzeug an der Achse mal frei hebt , in dem Moment wo das Rad sich vom Boden abhebt quasi der Lastwechsel kommt "rutscht" er im Achsschenkelbolzen runter ....wenn alles richtig eingemessen ist ist dort 0 Spiel - bei Montage sogar 1-2/10 Vorspannung !
Hintergrund ist der, das die Achse im schnellen ,Schweren Geländebetrieb anfangen würde zu "Schlagen " und sich an den Achsschenkelbolzen ein "Pumpeffekt " einstellt - der dann auch wiederum das öl wie bei dir raus pumpt !.....
Dieses Schlagen ist auf Dauer der Tod der Einheit ...er zertrümmert die gesamte untere Gleitsteinlagerung incl. Bolzen ! Leider wird sehr oft selbst bei MAN und erfahrenen LKW Werkstätten kein Wert darauf gelegt die Geschichte hier sauber einzumessen ! trotz mitgelieferter Dokumentation ! gerade die Tage hat eine alt eingesessene Werkstatt mit langjähriger Mercedes Erfahrung vom Kunden den Auftrag der Abdichtung bekommen da ich zeitlich nicht so schnell helfen konnte , sie bekamen alle Teile ,Dichtungen etc. von mir , wir tel. und ich erklärte Ihnen die Notwendigkeit des Einmessens da der Kunde auf Ralleybetrieb wollte , ich gab ihnen die Dokumentationen dazu mit -Ende vom Lied : ich hab die Achse in einer Nacht Aktion nochmal gemacht weil sie so ignorant und belehrungsresistent waren und nen scheiß gemacht haben ! die neuen Dichtungen rein und die alten abgenutzten Gleitsteine, Bolzen verwendet haben ! 1mm Höhenspiel !!! dazu brauch ich keine Messuhr oder Fühlerlehren um zu sehen das das Scheiße ist !! und damit nicht auffällt das die neuen Dichtringe in der kombination mit total verrosteten Achsschenkelbolzen nicht Dicht werden kann , haben sie es kurzer Hand mit Fett voll gemacht !! Nach nur 300 km Fahrt sah man bereits das die eigentlichen Gleitflächen schon wieder trocken gerieben waren ! Fett hat kein Interesse gegen den Druck dazwischen zu wandern ! es drückt sich lieber nach rechts und links und ruht sich aus ! Unser Achsschenkelbolzen -Konzept ist für Ölschmierung gemacht - Konzepte für Fettschmierung an anderen LKW´S sind hier einfach anders aufgebaut , es sind dann üblicherweise keine Gleitlager sondern Rollen / Nadel /Kugel/ Schrägrollenlager ....

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von hussl1 » Di 4. Apr 2017, 21:05

Hallo Marcel,

herzlichen Dank für deine ausführliche Erläuterung!

Dann zieh ich da mal wie beschrieben das Öl ab und ersetze das, das gibt mir ein gutes Gefühl.

Hätte nicht gedacht, dass 1mm Spiel da schon pathologisch ist.

Falsche Einmessung oder abgenutzt - klingt beides irgendwie doof.
Was ist denn die Konsequenz?
Gleitsteine und Bolzen müssten bei Sanierung dann ja in beiden Fällen erneuert werden, oder?

Also wasserfreie Schmierung sicherstellen und warten solange es geht oder handeln um Folgeschäden (welche wären das?) zu vermeiden?

Wenn selbst die Werkstätten nicht korrekt auf die Reihe bekommen, zu wem geht man dann?
Klingt nicht so, dass das ein noch unerfahrener Hobbyschrauber wie ich in Angriff nehmen sollte...

Gruß

Matthias

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Sandkater » Di 4. Apr 2017, 21:16

Mein Foto habe ich neben einem roten KAT gemacht.
Und alle o.g. Punkte wurden beim Einbau geprüft.
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von hussl1 » Mi 5. Apr 2017, 09:46

Gerade gesehen, dass der rote Kat gar nicht so weit weg ist wie ich dachte. Münster ist halt nicht Münster... ;)

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Powerkat » Mi 5. Apr 2017, 11:28

Die Bolzen müssen nur getauscht werden wenn die Dichtfläche für die Wellendichtringe bzw. der Sitz der Gleitsteine eingelaufen ist ....Folgeschaden kann man jetzt erstmal vernachlässigen ....will das Thema jetzt auch nicht dramatisieren , im schweren Ralleybetrieb mit regelmäßigem abheben der Räder und schnellen Pisten da würde es hier kritisch bei Luft ... bei dem normalen rumkutschieren hier im Land ist das nicht so dramatisch ....für normale Hobbyschrauber stellt sich oft schon beim Zerlegen das Problem , das der verrostete kram nicht auseinander will ,zum ziehen des eingeschrumpften Bolzens braucht man speziele Abzieher je nach Passung teils bis zu 30 to. ....

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Namib » Mo 1. Mai 2017, 14:11

Hallo, ich versuche gerade die untere Achsschenkellagerung Oeleinfuellschraube (phew, was fuer ein Wort) raus zu drehen.
Erstmal fast kein Platz fuer den 14er Schlüssel, dann so fest das es rund wird.....
Gibt es da Tricks??


Wenn ich das nicht auf kriege, hat es der Vorbesitzer möglicherweise auch nicht..oder nie?
Zumindest oben war das Lager schön voll, mit sauberem Oel.

Bitte um Hilfe :shock:

Gruss

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Powerkat » Mo 1. Mai 2017, 14:36

Moin...
Ich habe für so etwas einen flach geschliffenen Ringschlüssel damit geht es eigentlich immer ,gegen das herabspringen kann man ihn schön mit dem Montierhebel von der Gelenkwelle herab drücken ....

Wenns dann doch scheitert hilft in der Regel ein kleiner nicht zu scharfer Meißel und dann am runden Bund der Schraube ansetzen , die Kombination aus den Schlagvibrationen und der Drehbewegung löst sie meist ...jedoch ist dann in der Regel auch die Schraube hin ....

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Namib » Mo 1. Mai 2017, 18:37

Danke, das mit Hammer und Meissel hat leider nichts gebracht - ich habe aufgehört und hoffe das ist Öl drin...
Sonst ist ja alles ok, also gehe ich davon aus das dem so ist.

Gruesse

Ingo
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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Lombagine » Do 13. Jul 2017, 20:25

Namib hat geschrieben:Danke, das mit Hammer und Meissel hat leider nichts gebracht - ich habe aufgehört und hoffe das ist Öl drin...
Sonst ist ja alles ok, also gehe ich davon aus das dem so ist.

Gruesse

Ingo
Moin!

Das mit dem Glauben das alles Okay ist wenn die oberen Lager mit sauberem Öl gefüllt sind kann böse nach hinten los gehen.
Ich hab das auch geglaubt, bzw. mir selbst was vor gemacht, bis mich mein schlechtes Gewissen dann doch dazu getrieben hat
diese unliebsame Arbeit zu machen. Und siehe da: 3 von 4 unteren Lagern waren trocken!!! Etwas Rost kam zum Vorschein!
Schei... Schei... und noch mal Schei... !!! Daher also das gequitsche beim Rangieren ...

Hab jetzt Öl auf gefüllt ( laut TDV aber Getriebeöl, nicht Motoröl) und werde jetzt beobachten ob die Geräusche weg sind und vor allen Dingen ob Öl aus tritt.

Nun ist die Frage an Marcel: Alles verloren, Bolzen hin, Gleitsteine zerstört etc. ? Oder vorsichtig weiter fahren und
Beobachten? Höhenspiel schau ich mir beim ablassen an, LKW steht zur Zeit noch auf Böcken.

Ärgere mich tierisch über meine Faulheit und die der Inst.

So kann es gehen wenn man den TD vernachlässigt.


Gruß Nik

Gesendet von meinem E691X mit Tapatalk
Wer hat auch einen KAT1 8x8 erwerben müssen ??

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Re: Undichtigkeit an Radaufnahme Vorderachse links?

Beitrag von Powerkat » Mo 17. Jul 2017, 15:09

Moin....
Tja, das ist jetzt wie Lotto spielen ,jedoch tendenziel mit schlechten Zahlen ....vor einigen Tagen hatte ich einen 6x6 , selbe Vorgeschichte wie bei dir .... Ergebnis: beim Ziehen des Bolzens war bereits die Messingbüchse und der Bolzen so miteinander verwachsen , das sich die Messingbüchse lieber aus dem Gehäuse gezogen hat als vom Bolzen zu trennen ...: neuer Bolzen , neue Büchse, Abdichtungen , Gleitsteine ....
aber tendenziel hast du bis hier doch erstmal alles richtig gemacht ,damit mal wieder Öl drin ist .....

Prinzipiel ist die untere Abdichtung gefährdeter als die Obere , da die Obere Dichtfläche schon mal Messing ist und nicht rostet, und im gegensatz zu oben der Untere Dichtring im Dreck läuft ....

Marcel
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